Berichte

 

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Spiel gedreht – und Sensation geschafft beim Regionalliga-Absteiger Empor

13. Oktober. Das nenne ich dann mal eine faustdicke Überraschung. Beim SV Empor, bisher mit sieben Siegen verlustpunktfrei mit dem Berliner SC an der Tabellenspitze, siegten wir 3:2. Und was soll ich sagen? Verdientermaßen. Eine ganz starke Mannschaftsleistung gegen den Regionalliga-Absteiger und haushohen Favoriten! Uns trennten vergangenen Saison noch zwei Spielklassen…    Bewundernswert erst recht, wenn man den Spielverlauf sieht: Die erste Viertelstunde gehörte uns – aber wir machten mal wieder die Tore nicht. Empor war da deutlich cleverer und schlug zwei Mal eiskalt zu, weil wir kräftig unterstützten. Irgendwie fühlte sich mancher bei uns wie bei „Täglich grüßt das Murmeltier“, denn für unsere Chancenverwertung sind wir ja quasi weltberühmt… Doch, Hut ab: Die Jungs steckten nicht auf und kamen recht schnell zum Anschlusstreffer. Danach schwächte Empor sich selbst. Ein Akteur, aus meinen Spielbeobachtungen eine zentrale Figur bei den Pankowern, schlug plötzlich zu – glasklar Rot. Wir nahmen nun das Heft zusehends mehr in die Hand, aber leider: Es blieb neben dem einen Treffer bei zwei Lattenschüssen unseres Teams. In Halbzeit zwei agierte Empor sehr defensiv, wir fanden nur schwer zurück ins Spiel – irgendwie fiel unser Ausgleich (den wir eigentlich in Halbzeit eins verdient gehabt hätten) dann fast aus dem Nichts. Man könnte auch sagen: Geduld zahlt sich aus. Jedenfalls war er verdient. Was folgte, war nun ein wilder Ritt – eine äußerst unterhaltsame Partie für die gut und gern 100 Zuschauer im Jahnsportpark. Unsere Borsigboys mit großem Herzen und viel Verve, der Gegner schwer beeindruckt – das 3:2 wirkte irgendwie logisch. Und wir waren drauf und dran, zu erhöhen – bis wir selbst den Fehler machten und uns dezimierten. Nix Böses, aber absolut unnötig, diese Rote Karte. Nun wurde es eine Zitterpartie, mit vielen langen Bällen des Gegners, von denen der eine oder andere auch hätte reingehen können – ebenso wie die eine oder andere unserer Konterchancen. Bei einem Freistoß lenkte unser Keeper den Ball auch noch an die Latte, kurzum: nix für schwache Nerven, aber ein geiles Fußballspiel. Dafür hätte man Eintritt nehmen können – und das war auch das Knöllchen wert, das unvermeidlich ist bei einem Spiel im Herzen Berlins an einem Sonntag (wenn auch noch Füchse-Handball ist und der Mauerpark ein einziges Volksfest…). Kurzum: Unerwartete drei Punkte, die aber komplett in Ordnung gehen, weil wir vor allem eines waren: mutig. Und die Jungs haben sich sensationell an die taktischen Vorgaben der Trainer gehalten. Ganz stark fand ich heute auch den Schiedsrichter, gerade mal 16 Jahre alt und mit einer so klaren Linie und Haltung – Respekt. Borsigwalde heute: Ebrima, (Domenik) – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, (Abdullah), Christian, Eren, Nico, Mamadou. (mw/Fotos: Wolf)

Pokal beim SV Adler: Wir sind weiter

10. Oktober. Pokal, erste Runde. Was soll ich schreiben? Es gibt da die interessante Vorgeschichte. Der BFV lost den Nike Youth Cup aus – und es passieren Fehler. Dann wird annulliert, neu gelost – aber seltsamerweise so spät gespielt, dass man sich wundern muss. Statt vor dem Ligenstart nun mittendrin im Betrieb, am heutigen 10. Oktober. Und statt dem für uns attraktiven Heimspiel gegen den BAK nun das Auswärtsspiel an einem Mittwoch beim SV Adler in Lichtenrade. Anruf beim  dortigen Trainer vor drei Wochen, die Partie – so wie es einige Klubs gemacht haben – bitte auf den Feiertag 3. Oktober zu verlegen. Abgelehnt. Schon da am Telefon: Klagen über die Verletzungsmisere seinerseits – und meine Befürchtung und Bitte: Absagen, wenn Ihr nicht voll werdet. Nun standen sie also da, in ihren gelben Leibchen – acht Spieler, ein Torwart. Wir hatten uns durch die Stadt, durch Staus gequält, kamen direkt von der Arbeit oder aus der Schule – und mussten nun zusehen, wie wir klarkommen. Zumal der Trainer der Gastgeber vor dem Spiel nochmal betonte: Er wolle keine Reduzierung unsererseits. „Und warum hätten wir absagen sollen?“ Ich lasse das unkommentiert stehen, möchte eines betonen: Hut ab vor dem Spielern des SV Adler, die das durchzogen. Wir zogen es auch durch. Als hätten wir es geahnt, kamen wir schon nur mit vier Wechslern, darunter unsere zwei Ersatzkeeper. Es bekamen alle viel Spielpraxis – und es war schön warm, was mich für die Torhüter freute… In Halbzeit zwei waren nur noch drei Ballkontakte erlaubt und keine hohen Bälle mehr. Die meisten hielten sich dran. Verteidiger spielten vorne, mancher von vorne rutschte ganz weit nach hinten. Fast jeder durfte ein Tor schießen, so stand es am Ende 18:0. Sagen wir so: Wir haben uns gut bewegt. Der Gegner hatte auch einen gefährlichen Torschuss und versuchte mehrfach zu kontern, oder einfach mal aus 30 Metern abzuziehen. Ich hätte es den aufopferungsvoll kämpfenden Jungs gegönnt, wenn mal ein Ball drin gewesen wäre. Am Sonntag wird’s dann wieder ernst, beim verlustpunktfreien SV Empor sind wir einmal mehr krasser Außenseiter. Fast so wie heute Adler gegen uns. Borsigwalde heute: Ebrima, Domenik – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, Abdullah, Christian. (mw/Fotos: Wolf)

5:1 im Aufsteiger-Duell gegen JFC Berlin

6. Oktober. Das  nächste Sechs-Punkte-Spiel – und die Mannschaft liefert einmal mehr. Gegen den nur mit einem Ersatzspieler angereisten Gast des JFC Berlin, wie wir Aufsteiger, stellten die Borsigboys die Weichen früh auf Sieg. Der JFC hatte zuletzt mit bemerkenswerten Ergebnissen (1:1 gegen Füchse, nur 0:1 gegen Empor) auf sich aufmerksam gemacht. Bis zur Pause ein beruhigendes 4:0 bei sommerlichen Temperaturen, mit teilweise wirklich sehr gutem Kombinationsfußball. Vor allem das Flügelspiel erwies sich heute als Schlüssel zum Erfolg. Danach wechselten wir sehr viel durch, zwei Akteure aus unserem Kader kamen zu ihrem Verbandsliga-Debüt. In der zweiten Halbzeit dann leider nicht mehr der Spielfluss wie in den ersten 45 Minuten, vielleicht auch, weil wir unserem hohen Tempo aus der ersten Halbzeit Tribut zollen mussten – aber alles in allem ein nie gefährdeter 5:1-Sieg in einer Partie, die von einem 19jährigen Referee (den wir bereits aus der Landesliga kennen und der bereits seit vier Jahren pfeift) mit klarer Linie und souverän geleitet wurde. Vor uns wartet nun eine Woche mit dem weiten Pokal-Auswärtsspiel beim SV Adler, der leider einer Verlegung auf den 3. Oktober nicht zustimmte – und am Sonntag dann die Partie gegen einen der Top-Staffelfavoriten, den SV Empor. Borsigwalde heute: Justin, Domenik – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, Eren, Nico, Abdullah. (mw/Fotos: Pahl)

0:3 beim SFC Stern – Fehlentscheidungen bringen uns auf Verliererstraße

29. September. Vielleicht bin ich ja ein Träumer. Aber irgendwie habe ich gedacht: In der Verbandsliga spielen die besten Teams Berlins – also müssen da auch die besten Schiedsrichter pfeifen. Jetzt weiß ich: Es ist bisweilen anders. Ich glaube, in der Verbandsliga pfeifen oft nur die jüngsten Schiedsrichter, einfach aus Prinzip, weil sie jung sind. Vermutlich denkt der Verband: Die sind jung, die können noch nach ganz oben kommen in ihrem Metier. Die müssen wir fördern. Wohin das führen kann, haben wir letzten Samstag erlebt – und heute wieder. Der Jung-Schiedsrichter wirkte +überfordert – und die Mannschaft hatte das Gefühl, sie wurde von ihm um den Lohn gebracht. Irgendwann, während der Partie beim SFC Stern 1900, habe ich den Referee gefragt: „Warum tun Sie das? Weil wir Borsigwalde sind? Ein kleiner Verein?“ Ich glaube, er hat nicht einmal verstanden, was ich meine. Und das war auch besser so, denn in der Pause hat er mir auf eine Frage geantwortet. Da sagt er doch glatt, ja, er habe das Handspiel vor dem 2:0 von Stern gesehen – aber nicht als absichtlich gewertet. Bei dem Treffer mussten selbst Spieler des Gegners lachen, weil sie nicht fassen konnten, dass er gegeben wurde. Der Spieler legt sich den Ball mit der Hand vor, deutlich zu sehen – und erzielt das Tor. Es ging nicht einmal schnell, Ball mit der Brust gestoppt, dann mit der Hand maßgerecht hingelegt – und abgezogen. Das war die Entscheidung. Bereits beim 0:1 steht der Referee zwei Meter daneben, wie unser Spieler in unserem Strafraum von zwei Spielern umgestoßen wird – und er gibt dennoch das folgende Tor. Als ob das alles viel zu schnell für ihn geht. Wenn unseren Spielern ein Vorwurf zu machen ist, dann dieser: Alle haben den Foul-Pfiff für selbstverständlich gehalten – und irgendwie abgeschaltet. Aber selbstverständlich ist bei einigen dieser Schiedsrichter, die selbst nicht älter als die Spieler sind, gar nichts. Da hatten wir, mit Verlaub, in der Landesliga meist bessere Unparteiische. Aber die waren schon älter, erfahren, mancher hat sogar mit den Spielern kommuniziert. Ist sowas nicht möglich, wenn man Gleichaltrige pfeift?  Gerade da müsste es doch möglich sein, oder? Aber er hat unsere Jungs einfach stehen lassen… Und so fahren wir enttäuscht nach Hause. Wir sind sauer auf den Referee, der schlecht war – und wir sind enttäuscht über uns selbst, weil wir vor dem ersten Gegentor schon längst hätten führen müssen. Denn bis dahin hatten wir beste Chancen (einen Lattentreffer), spielten guten Fußball – gegen eine Mannschaft, die doch ganz andere Mittel hat als wir. Unsere Jungs, darauf lege ich auch heute großen Wert, machen es gut in der Verbandsliga. Aber die Jungs tun mir auch leid nach solchen Spielen. Man mag sie nicht schimpfen für ihre schlechte Chancenverwertung und die Naivität, nach zwei so krassen Fehlentscheidungen den Faden komplett zu verlieren. Am Ende ist es einfach nur bitter, weil wir gegen einen der Favoriten mit 0:3 verloren haben, der nicht besser war. Eine völlig unnötige Niederlage wegen 15 schwarzen Minuten in Kombination mit dem Auslöser dafür. Und ja: Mittlerweile geht es mir da unten in der Verbandsliga Berlin wie Christian Streich vom SC Freiburg, der immer wieder beklagt, dass die so genannten Kleinen in der Bundesliga auch stetig benachteiligt werden. Was die Gesamtlage angeht, bleibt es dabei: Wir sind gut dabei in dieser Verbandsliga, obwohl schon einiges gegen uns gelaufen ist. Daraus sollten wir unseren Mut ziehen für die kommenden Aufgaben. Wir sollten zudem auch den Glauben daran nicht aufgeben, dass es auch gute Referees gibt – so wie am Mittwoch gegen Stern Marienfelde. Der war auch jung, aber er war gut und wirkte deutlich reifer und abgeklärter in seiner Spielführung. Es gibt also noch Hoffnung. Borsigwalde heute Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Momo, Süleyman, Daniel. (mw/Fotos: Pahl)

Sechs Tore in einer Hälfte. Stern Marienfelde klar dominiert – dann folgt der Abbruch

26. September. Beginnen wir mit dem Sportlichen: Es war ein ganz starkes Spiel unserer Mannschaft. Fußballerisch das Beste, was wir bisher in der Verbandsliga abgeliefert haben. Der Gegner: nicht so defensiv, wie wir ihn nach Spielbeobachtungen erwartet haben. Logisch, beim Liga-Underdog Borsigwalde will man was mitnehmen… Stern Marienfelde stand aber von Beginn an unter Dauerdruck, ein Angriff nach dem anderen wurde von uns vorgetragen – in teilweise erstaunlicher Geschwindigkeit. Über außen, in die SchnittstellenUnd ebenso rasant – ließen wir die Chancen mal wieder liegen. Stern ein einziges Mal gefährlich vor unserem Tor – und schon klingelt     es. Zum Haare raufen, wenn in der Besprechung speziell auf die individuelle Stärke dieses Spielers hingewiesen wird. Aber wir steckten nicht auf, ließen uns nicht aus der Ruhe bringen – und kamen folgerichtig zu Toren. Dass sie zuerst ausschließlich durch Standardsituationen fielen, ist ein Treppenwitz angesichts der Einschussmöglichkeiten aus dem Spiel heraus. Sechs Tore an der Zahl waren es letztlich, der ein oder andere Abseitstreffer kam auch noch obendrauf. Fußball mit Verwöhn-Aroma unter Flutlicht, bis zur Pause. Die Einwechsler machten sich schon für Halbzeit zwei warm, als unmittelbar nach dem Pausenpfiff das Trainerteam aus Marienfelde zum Schiedsrichter-Gespann ging – und den Abbruch verkündete. Natürlich fanden wir das nicht gut. Und natürlich ist das diskutiert worden.  Mit einem Wort: Wir fanden das unsportlich. Auch mancher Spieler von Stern – fand das nicht in Ordnung. Ich will jetzt hier gar nicht auf Details eingehen, wer was gesagt hat. Nur so viel: Das Problem in diesem Fall bei Stern Marienfelde ist nicht der Chefcoach, sondern der Co-Trainer. Ohne schlechtes Gewissen, unsachlich – ebenso, wie er auch seine Spieler nach dem Abbruch in der Kabine zusammen brüllte. Als ob die Jungs quer durch die Stadt gefahren sind, um Arbeitsverweigerung zu betreiben. Er hatte 14 Mann dabei, von denen zwei nun gar nicht gespielt haben. Hinterher sagte er, er wolle die Spieler mit so einem Abbruch disziplinieren, erziehen. Sowas nennt man wohl: Kollektivstrafe. Können nicht diese Spieler, die mich als Beobachter noch beim Spiel gegen den bärenstarken Regionalliga-Absteiger SV Empor (für mich der absolute Top-Favorit der Staffel) mit ihrer taktischen Disziplin schwer beeindruckt haben, einfach nur einen schlechten Tag gehabt haben? Nach langer Anreise, wohlgemerkt? Und ich stelle einfach nur die Frage: Welcher 17- oder 18-Jährige setzt sich nochmal ins Auto, fährt eine Stunde – um dann so etwas zu erleben? Gut, es ist nicht unser Team – und somit nicht unser Problem. Stern Marienfelde muss das innerbetrieblich aufarbeiten. Dass wir verärgert sind, hat aber noch einen anderen Hintergrund: Am vergangenen Freitag erst, also sehr, sehr spät, und eigentlich laut Regularien zu spät – hat uns der FC Stern um Spielverlegung auf 19 Uhr gebeten. Wir haben es möglich gemacht, ein Männerteam trainierte gar nicht, das andere musste auf einen Ausweichplatz – und dann sowas… Um das Ganze zum Ende hin versöhnlich zu gestalten: Ich hatte am späten Abend noch einen sehr langen WhatsApp-Dialog mit dem von mir sehr geschätzten Cheftrainer der Marienfelder, in dem vieles relativiert wurde. Man könnte auch sagen: Nichts wird so heißt gegessen, wie es gekocht wird. Leid tut es mir dennoch um jene Spieler, die gar nicht gespielt haben. Auch ein bisschen um das Schiedsrichtergespann. Wie ich später erfahren habe: Es sollte nur ein Referee pfeifen, die beiden Assistenten hatten sich quasi freiwillig (und eigentlich unentgeltlich) eingefunden, um den Haupt-Schiedsrichter zu unterstützen und als Gespann zu üben. Das war für unsere Jungs toll – mancher lernt so vielleicht endlich mal die Abseitsregel… Fazit: Dass ein solcher Vorgang in der Verbandsliga möglich ist, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich finde, ein Abbruch muss begründet sein, durch Verletzte, absolute sportliche Unterlegenheit etc.  – und nicht einfach aus schlechter Laune heraus erfolgen. Unterm Strich stehen hochverdiente drei Punkte für Borsigwalde. Wir haben nun zehn Zähler, nach fünf Partien hätte das wohl keiner gedacht. Nimmt man den bisherigen Saisonverlauf, wurden neun Zähler gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf eingefahren – und zählen quasi doppelt. Das fühlt sich gut an, wir können am Samstag unbeschwert zu einem der hoch gehandelten Liga-Favoriten fahren: SFC Stern 1900. Borsigwalde heute: Justin, (Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  (Nico), Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, (Christian), (Momo), (Süleyman), (Daniel). (mw/Fotos: Weishaupt)

Erste Niederlage – verdient, aber zu hoch

22. September. Erste Niederlage in der Verbandsliga. Grundsätzlich: kein Beinbruch. Der Gegner: Nicht aus dem Regal, aus dem wir uns normalerweise bedienen können. Und so ist es auch  nicht so, dass wir nicht damit gerechnet hätten gegen dieses Top-Team – aber am Ende fühlte es sich seltsam an. 0:4 – das entsprach nicht dem Spielgeschehen. Wir waren viel, viel näher dran. Zeitweise war es in einer temporeichen Partie ein offener Schlagabtausch. Der Berliner SC sicher     der verdiente Sieger – aber wir brachten uns selbst um den Lohn, doch etwas Zählbares einzusacken. Unfassbar, was wir heute wieder an Chancen liegen ließen. Hinzu kam ein wirklich extrem schlechter Schiedsrichter, der gravierend in die Partie eingriff. Zwei Beispiele: Vor dem 0:2 pfiff er uns einen Alleingang auf den Torwart weg – nie im Leben abseits. Im Gegenzug fällt das Tor für den BSC. Danach verweigerte er uns beim Stande von 0:2 einen klaren Strafstoß. Der Schiedsrichter: per Du mit vielen vom Berliner SC. Und an der Seitenlinie des BSC, mit Fahne: der rot-gesperrte Stamm-Torwart des BSC, selbst Schiedsrichter – und in einer Szene mit einem kapitalen Ausraster gegen einen unserer Spieler. Merkwürdige Umstände. Wir werden mal drüber schlafen, fühlen uns aber klar benachteiligt von einem Referee, der anfangs viel zu viel laufen ließ und dann recht bald die Kontrolle über ein von beiden Seiten zeitweise ruppig geführtem Spiel verlor. Viel zu oft – und schon extrem auffällig – wurde mit zweierlei Maß gemessen in dieser Partie. Ein Spiel, das wohl kaum einer so offen erwartet hatte, wie es von uns geführt wurde. Es bleibt dabei: Wir wollen in dieser Liga mitspielen, uns nichts ermauern. Deshalb heimsten die Jungs auch nach dem Spiel zu Recht Lob ein für ihre couragierte Spielweise. Mit Punkten belohnt wurde sie nicht. Der BSC insgesamt vor allem cleverer. Spielerisch konnten wir erstaunlich gut mithalten. Borsigwalde heute: Justin,(Dominik) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Momo, Süleyman. (mw/Fotos: Pahl)

 

Unnötig spannend gemacht – aber starke Moral beim 3:2 gegen BFC Preußen

16. September. Mann, haben wir das spannend gemacht gegen den BFC Preußen. Unnötig spannend. Wir waren spielerisch über weite Strecken die bessere Mannschaft – da gibt es keine zwei Meinungen. Aber unsere Chancenverwertung wird uns irgendwann noch auf die Füße fallen. Schon das 1:0 zur Pause – im Grunde ein Witz. Wir müssen mit zwei, drei Toren führen. Dann haben wir in der zweiten Hälfte wieder die Gelegenheiten, um früh alles klar zu machen – und fressen das 1:1, im Grunde aus dem Nichts. Aus klarer Abseitsposition zwar – aber auch das passte heute ins Bild. Der Schiedsrichter – wir schweigen besser über ihn. Er war 17 Jahre alt, muss Gleichaltrige pfeifen – er hatte große Probleme in der Beurteilung, was eine Gelbe Karte ist, ein Freistoß, eine Abseitsstellung. Die Partie wurde zeitweise zum Lotteriespiel. Gerade bei den Zweikämpfen lag er so oft daneben – und in der zweiten Halbzeit gefühlt nur, wenn es um uns ging. Dass er am Ende zwei unserer drei Torschützen falsch eintrug – auch das passt ins Bild. Hut ab aber vor unserer Mannschaft, die mittlerweile dazugelernt hat, sich auf ihr Spiel konzentriert und zurück fightete. Auch wir Trainer blieben verdammt ruhig – da muss ich uns mal selbst loben. Auch nach dem 2:2 schafften die Jungs nochmal die Wende gegen Preußen, die in Halbzeit zwei ihr bislang eher behäbiges Spiel veränderten und auch auf Sieg spielten. So war es für die Zuschauer eine packende Partie. Zweifellos nicht auf höchstem Niveau, aber eben sehr, sehr spannend. Nur nebenbei: Schade, wenn ein A-Jugend-Verbandsligaspiel nicht auf Rasen stattfinden darf (wo sich zuvor die B-Jugend Landesliga tummelte), sondern auf einem abgewetzten alten, engen Kunstrasen starten muss. Preußen versuchte uns, mit langen Bällen und Zweikämpfen, die meist in den Körper gingen, mürbe zu machen. Leider funktionierte das zeitweise – aber zum Glück nicht auf Dauer. Und so gewannen wir verdient an der Malteser Straße die nächsten drei Zähler. Sieben haben wir nun, sind noch unbesiegt – und freuen uns nun im nächsten Heimspiel auf den Berliner SC, ein Top-Team.  Borsigwalde heute: Justin,(Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, (Ibo), Lucas,  Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo, Süleyman. (mw/Fotos: Pahl)

Stark auf Zehenspitzen – 2:2 im Nord-Derby gegen Frohnauer SC

8. September. Punktgewinn oder Punktverlust? Das wurde ich nach dem Spiel oft gefragt. Sagen wir es so: Das Ergebnis von 2:2 geht in Ordnung. Unsere aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft hat einen Rückstand gedreht, sich dann leider noch den Ausgleich gefangen – in der Folge hatten beide Teams noch Chancen, um zum Sieg zu kommen. Also: ein gerechtes Remis. Beide Tore wirkten irgendwie unnötig – aber das werden sich die Frohnauer auch sagen. Und wir stellen uns eine Kernfrage: Wie lange ist es her, dass eine A-Jugend des SC Borsigwalde mit dem einst übermächtigen Nachbar Frohnauer SC über 90 Minuten auf Augenhöhe war? Und das auch noch auf Verbandsliga-Niveau… Letztes Jahr im Pokal jedenfalls waren wir chancenlos, was sich auch in der Kanter-Niederlage widerspiegelte. Zwei Drittel unseres heutigen Kaders – auch damals schon dabei. Spricht für eine Weiterentwicklung – und auch die Neuen. So kann man es in einem Satz zusammenfassen: Ein starkes Spiel unserer Mannschaft. Taktisch diszipliniert, lauf- und auch spielstark – gegen einen körperlich deutlich überlegenen Gegner, der diese Vorteile gegen unsere junge Mannschaft auch zu nutzen wusste. Wir aber hatten uns auf so manche Stärke der Gäste ganz gut eingestellt – und hätte mir vor der Partie einer gesagt, wir spielen 2:2, dann hätte ich das sofort unterschrieben. Letzte Woche, bei Frohnau gegen Füchse (4:0) habe ich noch einen Klassenunterschied gesehen – heute nicht. Und das überwiegt: Der Stolz über ein tolles Spiel unserer Jungs, mit viel Herz und auch Kopf. Immer die Ruhe bewahrt, weiter gemacht, nicht gehadert – so kann es funktionieren in Berlins höchster Spielklasse. Frohnau, das ist für mich einer dieser Gegner aus dem Regal, für das wir eigentlich zu klein sein müssten, wo wir nicht hinkommen – oder nur, wenn wir uns gaaaanz lang machen und auf die Zehenspitzen stellen. Das haben wir gemacht. Die Gäste gingen unzufrieden nach Hause, so muss es sein. Alle Zuschauer aber haben ein packendes Nord-Derby gesehen, mit zwei Teams, die sich nichts schenkten. Schwer zu leiten für den Schiedsrichter, der ebenso wie die Spieler nicht fehlerlos war – aber es insgesamt konsequent und sachlich gut machten. Glückwunsch an unsere Truppe, die jetzt vier Zähler hat. Nach zwei Spielen eine ordentliche Ausbeute. Wir sind gut gestartet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Borsigwalde heute: Justin,(Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  (Nico), Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo, Süleyman. (mw/Fotos: Pahl)

3:0 in Altglienicke – erstes Ausrufezeichen in Verbandsliga gesetzt

3. September. Die Fußball-Woche titelte am heutigen Montag über ihre Verbandsliga-Rubrik: Guter Einstand für Borsigwalde. Das trifft es. Schon früh stellten wir gestern durch guten, offensiven Fußball die Weichen bei der VSG Altglienicke auf Sieg. Nach vier Minuten das erste Tor, noch vor der Pause das zweite. Dazwischen zwei dicke Konterchancen der Gastgeber, die vornehmlich mit langen Bällen agierten – wohl auch, weil wir das zuletzt bei ihnen beobachtete Eröffnungsspiel nicht zuließen. Hinzu kam, dass beim Gastgeber etwas Unruhe vor dem Anpfiff aufkam, weil es wohl mit der Spielberechtigung von einigen Akteuren nicht rechtzeitig geklappt hat. Aus einem Riesen-Kader beim Warmmachen wurde dann eine etwas schmaler besetzte Bank. Was wiederum unseren Erfolg nicht schmälern sollte. Altglienicke blieb bis zum Ende gefährlich, steckte nie auf, hat vor allem in der Offensive prima Leute – dort werden nicht viele gewinnen, vermute ich mal. Unsere Jungs machten es gut, einige Leistungsträger der vergangenen Jahre lieferten wieder gut ab – die Neuzugänge fügten sich nach Einwechslungen gut ein, so dass ein harmonisches Gesamtgebilde entstand. Im Grunde hätten wir zur Pause bereits höher führen müssten, hinten raus trieben wir erst Recht Schindluder mit unseren Chancen. Das muss besser werden – aber nach einem 3:0 in der Fremde kann man das wohl Kritik auf hohem Niveau nennen. Unsere zahlreich gen Südosten mitgereisten Eltern und Fans sprachen hinterher von einem Spiel, das auch ihnen Spaß gemacht hat. Für Euphorie gibt es keinen Grund. Ich denke, wir haben die ersten drei Zähler für den Ligaerhalt eingefahren – nicht mehr, aber auch nicht weniger.  Spielbeobachtungen am Wochenende ergaben, dass schon in Bälde (auch nächsten Samstag mit Frohnau) ganz harte Brocken auf uns warten. Aber unser Saisonmotto wurde auch vor diesem ersten Spiel in der Ansprache verinnerlicht: WIR sind der Sensationsaufsteiger, der sich diese Liga ganz hart erarbeitet hat. WIR wollen uns diese Liga nicht wieder wegnehmen lassen. Deshalb werden WIR auch ALLES geben, um die Berlinliga zu halten. Borsigwalde heute: Justin,(Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo.  (mw/Fotos: Pahl)

5:2 gegen Nordberliner – verdienter Sieg im Lokalderby

26. August. Ein Nord-Derby als letztes Vorbereitungsspiel vor dem Verbandsligastart. Der Nordberliner SC lud an die Hatzfeldtallee – und es entwickelte sich für die zahlreichen Zuschauer ein interessantes Duell. Umkämpft, aber meist sehr fair. Mit einem deutlichen Sieger. 5:2 hieß es am Ende für Borsigwalde, ein Beobachter meinte später es sei viele Jahre her, dass zuletzt eine    A-Jugend unseres Vereins gegen den Lokalrivalen gewonnen hat. Mittlerweile gibt es einen Klassenunterschied, der aber in den ersten 20 Minuten nicht deutlich wurde. Der NOBSC erarbeitete sich gute Tormöglichkeiten, hatte auch aus meiner Sicht die besseren Spielanteile – bis wir umstellten und die Partie zunehmend besser in den Griff bekamen. Zur Pause ein verdientes 1:0 für uns. Deutlicher wurde es dann in Halbzeit zwei, wo wir phasenweise klar dominierten, leider viele Tormöglichkeiten vergaben – und bei beiden Gegentoren kräftig mithalfen. Unser Spiel hatte nicht jene Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, die man sich vielleicht schon wünschen würde. Das Ergebnis ging aber letztlich so in Ordnung. Die Partie zeigte einmal mehr auf: Wir werden uns mit unserer jungen Mannschaft vieles erarbeiten müssen, uns wird nichts in den Schoß fallen. Fazit nach einer intensiven Vorbereitung: Bis auf zwei Spieler (gegen aus meiner Sicht klar bessere Gegner aus Verbands- und Regionalliga) alles gewonnen. Das klingt gut, aber sollte uns nicht blenden. Wir haben bis hierhin gut gearbeitet, die Jungs sind fit – lassen wir uns überraschen, wie sie es umsetzen. Borsigwalde heute: Justin – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Abdullah, Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo. (mw/Fotos: Pahl)

Auf und Ab in Staaken

19. August. Das war eines der kuriosesten Spiele, das ich bisher erlebt habe. Man könnte auch sagen: so ist Fußball. Bisweilen ein Auf und Ab. Wir heute nur mit 2001er-Feldspielernbei der U17 des SC Staaken aus der Verbandsliga. Teil eins, knapp 25 Minuten: Elf Borsigwalder spielten die Gastgeber an die Wand. Wucht, Dynamik, toller Fußball – aber nur zwei Tore. 2:0, ein gefühltes  5:0. Trinkpause, wir wechseln zwei Mal. Zwei Mal zu viel, muss man im Nachhinein sagen. Mehr eigentlich nicht. Die neuen Spieler waren einfach nicht bei der Sache. Zur Pause stand es 2:3, weil wir weiter Schindluder mit unseren Chancen trieben, haarsträubende Fehler machten und Staaken eiskalt war. Noch „besser“ aber wurde es nach der Pause. In zehn (!) Minuten sieben Torchancen allerbester Güte für uns – kein Treffer. Da wurde dann noch der letzte Mann auf der Linie angeschossen, der Pfosten malträtiert – unfassbar. Staaken wiederum kommt zum ersten Mal über die Mittellinie, Sonntagsschuss – 4:2. Ein Spiel zum Kopfschütteln. Der Gegner wirklich mit einer beeindruckenden Effizienz. Aber nun kommt der letzte Akt einer wirklich sehr unterhaltsamen Partie: Die Mannschaft wirft nochmal alles rein, zeigt tolle Moral – und dreht gegen einen am Ende im Greunde nur noch verteidigenden Sportclub das Ding noch in letzter Sekunde. 5:4. Wer nicht dabei war, hat was verpasst. Eine Art Fußballshow im Sportpark Staaken. Wichtige Erkenntnisse für uns Trainer gegen sehr gute, ein Jahr jüngere Spieler. Das Spiel hat sich allemal gelohnt. Borsigwalde heute: Justin, Domenik – Pascal, Simon, Tobias, Gianluca, Momo,  Ibo, Nico, Lucas, Joshua, Dejan, Süleyman,  Eren, Christian, Daniel, Melvin. (mw)

4:1 gegen Brandenburg 03, aber: Eltern stärker als die Jungs

18. August. Zuerst das Sportliche: Aus meiner Sicht (in Anbetracht der nahezu kompletten Besetzung) unser schlechtestes Testspiel. Zwanzig starke Minuten nach der Pause – das war`s. „Ganz dünne, für Verbandsliga“, sagte ein Elternteil von Brandenburg am Ende. Er hatte Recht. Für heute stimmte das haargenau: Viel Stückwerk, es passte wenig zusammen. Der FC Brandenburg 03 aus der Bezirksliga brachte uns vor allem in Halbzeit eins mehrfach in Bedrängnis – uns fiel zu     wenig ein gegen einen robusten Gegner, der das gut machte. Viel Kampf, viel Krampf – wenig Spielkultur bei uns. Am Ende ein 4:1, das trotz des Sieges nicht zufrieden stellte. Erklärungsversuche: Ihr könnt gerne die Berichte der vergangenen Jahre nachlesen, zwei Wochen vor Ligastart sah es bei uns immer so aus. Nach einer harten Vorbereitung fallen jene Spieler, die voll durchgezogen haben,  in ein Loch. So ist es jetzt wieder. Wir blicken zurück auf zwei harte Wochen mit nur jeweils einem freien Tag. Freitag waren wir noch mit 15 Mann am Berg… Das muss man den Spielern auch zugutehalten. Dennoch ist eines bereits klar zu erkennen: Einige Spieler werden in der Verbandsliga bestimmt Probleme bekommen gegen Mannschaften, die uns körperlich überlegen sind, wenn sie weiter so lange den Ball halten – ganz abgesehen davon ist es nicht unser Spiel, wie wir Trainer uns das wünschen. Mancher muss zulegen im Zweikampfverhalten. Sonst wird uns schon der erste Gegner Altglienicke unterbuttern. Auch hier, mildernde Umstände: Die Mannschaft ist sehr jung, vermutlich einmal mehr die jüngste der Liga. Aber das durfte bei den Borsigboys in den letzten Jahren nie als Ausrede herhalten. Nun zum Außersportlichen: Unsere Partie fand im Rahmen der Saisoneröffnung statt. Ich möchte ausdrücklich meiner Elternschaft ein Lob aussprechen: Wir haben mit unseren Leuten den Sticker- und Fanartikelstand bestückt, außerdem den Schminkstand. Den ganzen Tag. Wir haben dafür gesorgt, dass die Hüpfburg da war. Sagen wir es kurz und knapp: Ohne die A-Jugend und zwei, drei andere Teams hätte es finster ausgesehen, weil sich viele Teams (bzw. deren Eltern) wieder rausgenommen haben an den Ständen. Aber das kläre ich als Jugendleiter vereinsintern – mein Dank geht an meine famose Elternschaft, die als Vorbild gelten darf. Borsigwalde heute: Borsigwalde heute: Justin, Domenik – Pascal, Simon, Tobias, Ablaye, Gianluca, Momo,  Ibo, Nico, Lucas, Joshua, Dejan, Süleyman, Lamin, Eren, Christian, Daniel, Abdullah, (Melvin, Alexander). (mw/Fotos: Pahl)

7:0 bei Schwarz Weiß Neukölln

15. August. Heute testeten wir auf einem sehr gepflegten Rasenplatz bei Schwarz Weiß Neukölln. Der Bezirksligist wehrte sich nach Leibeskräften, wir begannen viel zu behäbig. Die ersten 15 Minuten waren mit einem Wort: langweilig. Viele Ballverluste beim Spielaufbau und auch nach Balleroberung. Kaum Flügelspiel. Mit dem ersten Tor änderte sich die Gemengelage. Wir spielten  nun flotter, verschoben besser – die Partie war keine Offenbarung, wir trafen auch schlichtweg vorne zu oft die falsche Entscheidung – aber der Zwei-Klassenunterschied wurde nun zumindest sehr häufig deutlich. Torchancen ließen wir so gut wie keine zu. Das 7:0 für uns ging absolut in Ordnung. Danke an die Neuköllner für eine faire Partie. Noch eine Bemerkung am Rande: Unsere erste Pokalrunde wurde ja nun wieder abgesetzt, weil die Auslosung durch den Berliner Fußballverband amateurhaft war. Doppelte Lose – wie peinlich. Und es geht weiter: Statt nach dem Beschluss, die Auslosung für ungültig zu erklären, jetztsofort neu zu losen und den Termin zu belassen (Mann, es sind noch 10 Tage Zeit!), wird nun am 28. August gelost. Und erst am 10. Oktober gespielt. Unter der Woche, wenn schon wieder Schule ist. Ich frage mich, was in den Köpfen dieser Fußballfunktionäre eigentlich vorgeht. Ich glaube wirklich immer mehr, viele leben in ihrer eigenen Welt. Borsigwalde heute in Neukölln: Justin, Ebrima – Pascal, Simon, Tobias, Melvin, Ablaye, Gianluca, Momo,  Ibo Ü., Ibo C., Nico, Joshua, Dejan, Süleyman, Mamadou, Abdullah. (mw)

Doppelpack Landes- und Regionalliga: Sieg gegen BSC, Niederlage gegen Staaken

11. und 12. August. Testspiel-Doppelpack, quasi: zwischen den Ligen. Samstag, gegen Landesliga (also eine Klasse unter uns), Sonntag gegen Regionalliga (also eine Klasse über uns). Die Ergebnisse entsprechend. Wobei beides nicht so klar war wie erwartet – und wie es wirkte. Teil eins: Die U18 des Berliner SC. Unterm Strich der Beweis dafür, wie viel Qualität in diesem Verein steckt. Ein gut harmonierendes Ensemble mit sehr viel Offensivpower. Die ersten  15 Minuten waren die Schwarz-Gelben besser, erst danach bekamen wir die Partie in den Griff. Führten verdient mit 2:0 zur Pause, vergaben in Halbzeit zwei viele Hochkaräter. Noch drei Mal Aluminium und ein starker BSC-Keeper sorgten dafür, dass keine Treffer mehr fielen. Der BSC seinerseits vergab auch zwei, drei gute Einschuss-Möglichkeiten. Insgesamt eine Partie, die Spaß machte und für die Zuschauer sehr unterhaltsam war. Kampfbetont, aber fair. Das Ergebnis geht in Ordnung.  

Teil zwei, Sonntag: Regio-Aufsteiger SC Staaken. Am Ende ein 0:7 – und damit ein ebenso klares Ergebnis wie zwei Mal letzte Saison, als wir noch Landesligist waren und der SC Staaken Verbandsliga spielte. Aber ich fand unsere Mannschaft heute etwas unter Wert geschlagen. Vor allem in Halbzeit eins hatten wir mehrere sehr gute Möglichkeiten. In Halbzeit zwei ging es fast nur noch um Schadensbegrenzung – aber auch hier noch ein Lattenschuss von uns. Sagen wir es so: Hätte Staaken mit drei, vier Toren Unterschied gewonnen, wäre es auch okay gewesen. So wirkte    es drastischer, als es sich anfühlte. Wir machten bei drei Toren wirklich haarsträubende Fehler. Aber lieber jetzt, als in der Liga… Gute Besserung an Pascal, wir hoffen, dass die Bänder heil geblieben sind und es nur bei ein paar Tagen Pause bleibt. Fazit nach einer intensiven Woche, in der wir drei Mal gespielt und drei Mal intensiv trainiert haben: Das ging an die Substanz, aber genau so muss es zu diesem Zeitpunkt der Saison sein. Danke an Kevin Kettner, der beide Spiele souverän gepfiffen hat, Sonntag sogar mit ebenso souveränen Kollegen im Gespann. Borsigwalde gegen den BSC: Justin, Domenik – Pascal, Simon, Tobias, Melvin, Ablaye, Gianluca, Momo,  Ibo Ü., Mert, Nico, Joshua, Lamin, Süleyman, Oton. Borsigwalde gegen den SC Staaken: Justin, Domenik – Pascal, Simon, Tobias, Melvin, Ablaye, Gianluca, Momo,  Ibo Ü., Nico, Joshua, Lamin, Süleyman, Oton. (mw/Fotos: Pahl)

9:1 gegen Türkiyemspor

8. August. Viertes Testspiel der neuformierten A-Jugend, dritter Sieg. Heute agierten wir gegen den Landesliga-Aufsteiger Türkiyemspor, der sehr gute Spieler von Hürtürkel bekommen hat, bereits mit angenehmer Kadergröße. Der Gast kam nur mit zwei Wechslern – weshalb diesmal die zweite Halbzeit fast komplett an uns ging. Beim Gegner war bei tropischen Temperaturen einfach die Luft weg. Unser Reserve-Keeper half bei Türkiyem aus – und machte seine Sache sehr gut. Das 3:1 zur Pause für uns war etwas schmeichelhaft, weil die Kreuzberger noch einige gute Möglichkeiten liegen ließen. Das 9:1 am Ende kann man so beschreiben: ein wenig wurde der Gast unter Wert geschlagen, grundsätzlich aber kann man für die komplette Partie im Borsigpark sagen, dass wir sie dominiert haben. Zeitweise auch mit sehr viel Spielfreude. Überschattet wurde das Spiel von der erneuten Verletzung von Alex (Bänderdehnung) in seinem ersten Spiel nach der Reha. Gute Besserung auf diesem Wege. Danke an Uwe Glinitzki für eine souveräne Schiedsrichterleistung. Borsigwalde heute: Justin, Domenik – Pascal, Alexander, Simon, Tobias, Melvin, Ablaye, Gianluca, Abdullah, Momo,  Ibo Ü., Mert, Nico, Joshua, Lamin. (mw/Foto: mw)

Gegen Berliner SC – und noch ein gepflegtes 8:2…

5. August. Wieder ein gepflegtes 8:2. Wieder wunderbarer Kombinationsfußball. Eine Dublette zum Vortag gegen Viktoria… nur leider: diesmal andersrum. Der Berliner SC spielte nach starken 15 Minuten von uns, in denen wir eigentlich hätten in Führung gehen müssen (allein zwei hundertprozentige Torchancen) mit uns zeitweise Katz und Maus. Bis zur Pause hielten wir noch halbwegs mit, aber nach einer Stunde war der Akku komplett leer bei den meisten Spielern. Erstmal das, was entschuldigend gelten darf: Zwei Spiele in zwei Tagen mit so einem dünnen Kader – das steckt kein Team leicht weg. Zumal: Im Vergleich zu gestern fehlten noch zwei Spieler, die durch einen weiteren Akteur aus der A2 und einen direkten Urlaubs-Heimkehrer ersetzt wurden. Von 15 Akteuren also wieder drei Torhüter – und zwei Mann, die früh signalisierten, dass sie verletzt sind. Aber: Der BSC hatte sieben gleichwertige Jungs auf der Bank, die kamen, als die  anderen müde wurden… So gesehen: alles erklärbar. Nicht schön jedoch, wie einzelne bei uns reagierten während sich die anderen wehrten. Ich will ehrlich sein: Wir hatten heute einen Spieler aus der A2 dabei, der in Sachen Mentalität deutlich mehr gezeigt hat als zwei Akteure, die den Anspruch haben, Verbandsliga zu spielen. Das geht so nicht. Der Spielverlauf, auch nicht gerade motivierend: kurz vor der Pause wird uns ein klares 1:2 nicht gegeben, hätte vielleicht nochmal einen Schub ausgelöst. Zudem direkt nach der Pause haarsträubende individuelle Fehler, wo man auch ganz klar sagen muss: würde auch in der Verbandsliga sofort bestraft. Eines dürfte nach diesen beiden Partien schon klar sein: Man sollte die Verbandsliga wie einen Laden mit Regalen sehen. Heute kam der Gegner aus dem obersten Regal, gestern vermutlich aus dem untersten, wo wir uns auch einsortieren werden. Keine Schande, war uns vorher klar, dass es nur um den Ligaerhalt gehen wird. So gesehen erden vielleicht manchen solche Partien auch. Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal,  Simon, Tobias, Ablaye, Gianluca, Abdullah, Momo,  Ibo, Mert, Domenik, Nico, Samuel (A2), Jan (A2). (mw/Fotos: Pahl)

 

8:2 – heiße Sohle gegen Viktoria 89

4. August. Der erste Test nach der Sommerpause – gewiss kein Grund, das Ergebnis zu hoch zu hängen, aber durchaus ein Motivator für die Jungs, denen ich ein Kompliment machen möchte. Die erste Woche mit drei Einheiten – wir haben gut gearbeitet, am Mittwoch (der Berg rief!) auch bis zum Rande der Erschöpfung. Das muss man anerkennen. Ich wollte nach den 60 Minuten im Steinbergpark den Jungs noch einen kleinen Kick gönnen – mancher konnte kaum noch laufen… Respekt, wie die zehn Mann, die da waren, den Berg immer wieder mit Ball am Fuß ersprintet haben. Ebenso bewundernswert die Leistung heute. Ich bin eine Stunde nach dem Spiel noch 45 Minuten laufen gegangen – boah ey, ich war im Wald, wo die Luft verhältnismäßig kühler ist und muss sagen: Es war grenzwertig. Die Jungs haben – was noch viel schärfer ist – auf einem kochenden Kunstrasen gekickt, und dabei eine heiße Sohle hingelegt. Mit-Verbandsligist FC Viktoria 89 kam in einer fairen Partie, die Bernhard Klabe (SCC) umsichtig leitete, bei uns mit 2:8 gehörig unter die Räder. Und das, obwohl wir uns noch einen Spieler aus der A2 borgten und am Ende mit drei Keepern auf dem Feld standen. Der eine machte 25 Minuten seine Sache als Sechser gut, der andere ebenso lang als Verteidiger. Wir mit 15 Mann, Viktoria immerhin mit 20. Der Trainerkollege recht bedient nach dem Auftritt, den man so zusammen fassen könnte: Die einen haben miteinander gespielt, die anderen jeder für sich. Wir kombinierten teilweise sehr gut und hätten sogar noch das ein oder andere Törchen mehr machen können. Aber, um das auch klarzustellen: Es war deutlich zu erkennen, wie viel individuelle Klasse in Viktorias U18 steckt – und wenn die Trainer daraus ein Team machen, dann dürften wir im Punktspiel eine andere Truppe erleben. Einstweilen aber: gut gemacht! Morgen geht es gegen den Berliner SC weiter, dann nochmals mit zwei Mann weniger. Erst ab nächster Woche sind wir in ordentlicher Kaderstärke beisammen. Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal,  Simon, Tobias, Ablaye, Gianluca, Melvin, Abdullah, Momo,  Ibo, Mert, Domenik, Daniel, Samuel (A2). (mw/Fotos: Pahl)

Erster Test gelungen – 4:1 in Mahlsdorf

1. Juli. Erstes Testspiel der neuen A-Jugend. Zu Gast waren wir bei Eintracht Mahlsdorf, körperlich robust und durchaus spielstark. Wenngleich die A gerade aus der Landesliga abgestiegen ist – wir erinnern uns noch an die starken 2001er aus der B-Jugend Landesliga mit ihrem gewieften Trainerteam. Die Jungs trafen wir nun wieder. Bei uns fehlten noch drei verletzte Spieler, die bisherigen Neuzugänge waren bereits an Bord. Dazu ein Satz: Schon jetzt zeichnet sich ab, dass wir wieder eine sehr junge Mannschaft haben werden, aktuell stehen nur drei Akteure älteren Jahrgangs im Kader – aber die Stimmung ist schon sehr gut. Und darauf legen wir auch wert. Zum ein oder anderen Bewerber mussten wir deshalb auch nein sagen. Und, nochmal: Es muss auch in dieser Saison wieder bei uns über den Teamgeist kommen. Der kann Berge versetzen. Schön auch zu sehen beim Meister der Verbandsliga, dessen Trainer wir bei der BFV-Meisterehrung am Samstag getroffen haben: Auch beim SC Staaken geht es in der A-Jugend noch ohne Geld… Nun zum Spiel: Wir einigten uns aufgrund großer Aufgebote auf beiden Seiten auf 3 mal 40 min. Ich finde, beide Teams zeigten sich trotz dieser Belastung über das gesamte Spiel hochmotiviert, weshalb es den zahlreichen Zuschauern auch nicht langweilig wurde. Wir probierten viel aus, der ein oder andere überraschte uns – der ein oder andere ist aber noch aus seiner alten Mannschaften einen anderen Stil gewohnt. Fakt ist: Mahlsdorf bot uns optimale Bedingungen. Ein traumhafter Rasenplatz, ein super Schiedsrichter (ein Trainerkollege des Gegners), engagierte Zweikämpfe mit sehr viel Ehrgeiz – ein schöner Fußballsonntag. Am Ende siegten wir 4:1 (2:1, 0:0, 2:0), auch in der Höhe verdient, weil wir bis auf wenige Phasen ein sehr gute Spielkontrolle hatten. Bisweilen fehlte noch der letzte Zug zum Tor und es waren zu große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen – aber das sah dann doch schon recht gut aus. Alle bekamen ordentlich Spielzeit. Nun haben wir noch eine lockere Einheit, bevor es in den Urlaub geht. Borsigwalde heute: Kader: Justin, Ebrima – Pascal,  Simon, Tobias, Christian, Ablaye, Lucas, Gianluca, Melvin, Abdullah, Dejan, Momo, Momodou, Maxim, Süleyman, Ibo, Mert. (mw/Fotos: Pahl)

 

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