Berichte

 

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Mit einem 2:1-Sieg in Neukölln in die Punktspiel-Pause

9. Dezember. Dieser 2:1-Erfolg war wie ein Kampf mit der letzten Patrone. Und geradezu sinnbildlich für die letzten Wochen, dass am Ende Pascal mit Verdacht auf Bänderriss (vermutlich sechs Wochen Pause – gute Besserung!) ins Krankenhaus musste. In den letzten Spielen haben viele der Jungs Tribut zollen müssen für eine harte Hinrunde. Verletzte, Kranke, Angeschlagene (noch am Donnerstag brach sich Lucas das Schlüsselbein im Training) – ich ziehe einmal mehr den Hut vor den Borsigboys, wie sie heute noch einmal alles gegeben haben. „Matthias, ist doch scheißegal, wenn jetzt noch was reißt, ist ja das

letzte Spiel“, sagte einer noch im Abschlusstraining, der seit Wochen mit einer Zerrung agiert: „Da hauen wir nochmal alles raus.“ Was soll ich dazu noch sagen? Nur soviel: Das sind richtig charakterstarke Jungs, durch die Bank! Und heute haben wir nicht nur mit Herz, sondern auch mit sehr viel Verstand gespielt. Wir ließen uns nicht locken auf einem nassen, seifigen Teppich, der den Begriff Kunstrasen längst nicht mehr verdient hat. Grün Weiß Neukölln stand tief, wollte uns zu Fehlern verführen – und kontern. Wir aber spielten auch mit sehr viel Geduld – so wurde es kein schönes Spiel, aber das war auch nicht nötig. „Zur Not dreckig gewinnen, aber gewinnen“, so lautete die Devise. Ich bezweifle außerdem, dass man auf so einem Untergrund schön spielen kann. Gezeigt hat sich, dass die Ergebnisse der Neuköllner aus den letzten Wochen kein Zufall sind. Sie haben sich im Vergleich zu den ersten Saisonpartien stabilisiert – und machten deshalb auch uns das Leben schwer. Zur Pause ein verdientes 1:0 für uns – aber viel besser als dieses eine Tor, das auf dem kleinen Platz nach Einwurf und Kopfball fiel, waren wir nicht. Das 2:0 per Strafstoß sollte uns Ruhe bringen – doch zu schnell kam der Anschluss. Hier, wie so oft, flipperte der Ball durch den Strafraum. Vieles erinnerte ein wenig an Glücksspiel unter freiem Himmel. Das machte es auch für das aus meiner Sicht gute Schiedsrichtergespann nicht einfach. War es nur ein Foul, oder ist da nur einer in den anderen reingerutscht? Absichtliches Handspiel, oder nur dem tippenden Ball auf rutschigem Untergrund geschuldet? Schwer zu entscheiden – und ich finde, die jungen Referees machten es gut. Waren auch hellwach, wenn mal das in oder andere spätpubertierende Gemüt überschäumte. Heute ohne Zeitstrafe auszukommen, war nicht leicht – aber die Schiedsrichter haben es geschafft. Am Ende krochen wir förmlich über die Ziellinie. Klar, wir ließen noch die ein oder andere Chance liegen – aber auch die kampfstarken Grün-Weißen tauchten noch mehrfach gefährlich vor unseren heute beiden sehr guten Keepern auf. Gut, dass jetzt Winterpause ist. Nächste Woche noch Training, dann unser eigenes Hallenturnier – und dann Ruhe bis 10. Januar. Wir haben stolze 31 Punkte (10 Siege, ein Unentschieden,  vier Niederlagen). Ich würde diese Leistung mit der aus dem Vorjahr vergleichen, als wir aus zwölf Partien sieben Siege, zwei Remis und drei Niederlagen geholt haben. Bärenstark von den Jungs – wir bleiben die Überraschungstruppe der Hinrunde. Die Moral haben unsere Spieler heute nochmal bewiesen gegen eine robuste Truppe (die aufzeigte, dass jeder Sieg keine Selbstverständlichkeit ist) – und ganz nebenbei: unsere Teamsitzung am Freitag war auch zu spüren auf dem Platz. So mancher spielte unter Schmerzen – aber er spielte. Für das Team! Das sind wahre Kiezhelden. Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Simon, Ibo, Tobias, Dejan,  Nico, Süleyman, Christian, Eren, Gianluca, Melvin, Mamadou, (Mert). (mw/Fotos: Wolf)

Klare Niederlage gegen die Mannschaft der Stunde

1. Dezember. Mit dem FC Internationale kam heute die Mannschaft der Stunde an die Tietzstraße. Zehn Mal in Folge hatte Inter zuletzt gewonnen – heute folgte der elfte Sieg. Mit 5:1 auch sehr deutlich. Und, wie ich finde: auch in der Höhe korrekt. Auch wenn wir nicht chancenlos waren – und es zwei Phasen gab, in denen das Spiel auch zu unseren Gunsten hätte kippen können (vor dem 0:1 und nach dem 1:2). Fakt ist aber auch: Der Gegner (nur nebenbei: letzte Woche 4:0-Sieger gegen Frohnau) war auf fast allen Positionen individuell besser besetzt – das lässt sich vor allem an der Fehlerquote festmachen, die bei uns deutlich höher war. Da waren schon zwei, drei ganz krasse Dinger dabei, die letztlich auch (wie vergangene Woche) zu Gegentreffern führten. Im Moment wird fast jeder Fehler bestraft, weil vielleicht auch die körperliche und geistige Frische fehlen. Und weil mancher vielleicht aktuell den zusätzlichen Meter für den Mitpieler gar nicht gehen kann. Da muss man dann sagen: Wir sind eben keine Verbandsliga-Spitzenmannschaft, sondern ein Aufsteiger. Mancher neigt dazu, das bisweilen zu vergessen. Nun kann man lange drüber lamentieren, ob sich Spieler X oder Spieler Y in dieser und jener Situation taktisch falsch verhalten hat. Das mag so sein, ist aber ungerecht, wenn man sieht, wo unsere Spieler herkommen: Aus der Bezirksliga, von der Ersatzbank eines Verbandsligisten (letzte Saison noch B-Jugend) oder eben – die Borsigwalder – aus der Rolle des Sensations-Aufsteigers, und zumeist junger Jahrgang. Nicht vergessen sollte man auch, dass die Jungs nun binnen drei Monaten 16 (!) Pflichtspiele absolviert haben, in denen sie fast ausnahmslos an die Leistungsgrenze gehen mussten. Seit August sind es sogar 30 Partien! Der Kader hat sich auf diesem Weg auch ein Stück weit reguliert, auch weil drei Spieler das Tempo und die Leistungsanforderungen in der Verbandsliga  zu hoch waren und sie deshalb zu unterklassigen Teams (Landesliga Jugend oder Bezirksliga Männer) gewechselt sind, wo man die ruhigere Kugel schieben kann – übrig geblieben ist ein Gerüst aus wirklich guten Spielern, das aber durchpowern muss. Wir sind nicht der Berliner SC, der gegen den Abstiegskandidaten JFC dann mal fünf Stammkräfte schonen kann… Wenn wir das tun, verlieren wir auch gegen den JFC… Nun kam gegen Internationale hinzu, dass dreiStammkräfte krank oder verletzt ausfielen, andere angeschlagen ins Spiel gingen. Teilweise war noch am Vortag gar nicht absehbar, ob sie spielen können. Hilfe aus der A2 war auch nicht möglich, da standen nur 12 Mann zur Verfügung… Da ist dann für uns Internationale schlichtweg eine Nummer zu groß. Nimmt man die beiden völlig unnötigen Gegentore unmittelbar vor der Pause aus (die uns das Genick brachen), haben wir dennoch das Spiel halbwegs auf Augenhöhe bestreiten können. Und deshalb mein Respekt an die Jungs, die sich trotz Blessuren und Erkältungen zur Verfügung gestellt haben. Ihr seid echte Guido Burgstallers! Nun vor der Weihnachtspause noch eine Partie bei Grün Weiss Neukölln. Die katastrophal gestarteten Neuköllner haben sich im Abstiegskampf stabilisiert. Das wird auch nicht leicht – aber, liebe Leute: Wir spielen Verbandsliga. Und das bisher verdammt gut. Darüber sollte auch ein Spiel wie heute nicht hinweg täuschen. Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Simon, Ibo, Tobias, Dejan,  Süleyman, Christian, Lucas, Eren, Gianluca, Momo. (mw/Fotos: Weishaupt)

Verdienter Dämpfer beim SV Tasmania

25. November. Nach sechs Siegen in Folge gab es heute mal wieder einen Dämpfer. 2:4 beim SV Tasmania. Zu Recht, muss man sagen – auch wenn wir nicht schlechter waren. Alle Spieler wussten am Ende, dass die Niederlage auf die eigene Kappe geht. Ob das dritte Tor Abseits war, das vierte  Handspiel – irrelevant, wenn man bedenkt, wie wir diese Partie aus der Hand gegeben haben. Mit besten Torchancen in Halbzeit eins hätten wir eigentlich klar führen müssen – gehen aber stattdessen mit einem unnötigen 1:2 in die Kabine. Haarsträubende Fehler, die in dieser Liga gleich bestraft werden. Unterm Strich aber lässt sich vor allem eines sagen: Es fehlten die berühmten Meter. Jene Meter, die in den letzten Partien der eine für den anderen noch bereit war zu gehen – die wurden heute in Halbzeit eins nicht gemacht. Und weil Tasmania sie machte, geht der Sieg auch in Ordnung für die Gastgeber. Hierbei ist es auch unwichtig, dass gefühlt 80 Prozent des Spielgeschehens in der Hälfte der Heimmannschaft stattfand. Wir müssen klar sagen: Immer, wenn wir unseren Stil praktiziert haben, waren wir klar besser. Aber, nochmal: Mit so einer Chancenverwertung kannst Du kein Spiel gewinnen. Kurzum: Dass es auch solche Spiele geben würden, war uns vorher klar. Vielleicht ein Dämpfer zur rechten Zeit für manch einen, der schon die Bodenhaftung verloren hat. Wobei wir nur hoffen können, dass sich die Lage im Verletzten-Lager noch entspannt. Heute humpelten drei Mann nach Hause… Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Tobias, Dejan,  Süleyman, Joshua, Christian, Abdul, Lucas, Eren, Gianluca.(mw/Fotos: mw)

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Kampfspiel beim BAK mit 3:1 gewonnen

18. November. Der nächste Sieg, die nächste Überraschung. Beim Berliner AK 07, vor der Saison als einer der Aufstiegsfavoriten gehandelt, gewannen die Borsigboys mit 3:1. Ob verdient, oder nicht, das sollen andere beurteilen – ich sage nur: Kompliment für die Truppe. Es war zweifellos kein schönes Spiel, mehr Kampf und Schlacht als fußballerische Finesse – aber ich denke, ein Beobachter hatte Recht mit seiner Analyse: Heute hat eine Mannschaft gewonnen, das Kollektiv – nicht das Ensemble mit den besseren Einzelspielern. Und auch taktisch haben wir es sehr, sehr gut gemacht. Einmal mehr. Und wer um meine Liebe zum FC Schalke 04 weiß, der weiß auch: Siege im Berliner Poststadion sind noch immer etwas Besonderes. Denn an dieser Stätte wurden (vor damals 45 000 Zuschauern) die Königsblauen 1934 erstmals in der Vereinsgeschichte Deutscher Meister. Aber zurück zur Gegenwart: Der BAK spielte genau so, wie wir ihn erwartet haben. Ihre Stärken,    unsere Probleme – vorhersehbar, und vielleicht deshalb von uns zumindest in Grenzen gehalten. Wobei man sagen muss: Da sind drei, vier Spieler vor allem in der BAK-Offensive dabei, die haben so viel individuelle Klasse, dass sie eben im Grund nicht ganz auszuschalten sind. Von Beginn an war es ein sehr hart geführtes Spiel von den Gastgebern. Aber unsere Jungs waren auch darauf eingestellt – hielten prima gegen. Gut, dass ein wirklich sehr souveränes Schiedsrichter-Gespann die Lage allzeit im Griff hatte, viel Fingerspitzengefühl zeigte. Für die Trainer und andere Offizielle galt das leider nicht immer – und da nehme ich mich und andere Borsigwalder gar nicht aus. Als zum wiederholten Male ein BAK-Spieler zu einer Schwalbe ansetzte (diesmal im Strafraum, mit klarer Absicht – und zu Recht mit Gelb bestraft), ließ ich mich zu einem Spruch hinreißen („Die Jungs gucken zu viele türkische Süper Lig…“) – jeder Borsigwalder kennt meine Form von Humor, aber die beim BAK eben nicht… Und so kam das gar nicht gut an. Werde ich mir beim nächsten Mal klemmen. Aber, ganz nebenbei: Was da die ganze Zeit auf uns an Drohungen und Beleidigungen einprasselte (Spieler und Trainer) – das war auch heftig. Vor allem von den Rängen: Direkt hinter der Auswechselbank dürften diese Zuschauer eigentlich gar nicht stehen. Aber Schwamm drüber, das Spiel ist vorbei – und natürlich verliert keiner gerne ausgerechnet gegen Borsigwalde, vor der Saison für fast alle Abstiegskandidat Nummer eins. Zu dem obendrein auch noch fünf BAK-Spieler gegangen sind, die dort nicht mehr gefragt waren. Heute standen zwei davon in der Startformation, die anderen drei kamen später – und nahmen, wie ihre Kollegen, ihr Herz in die Hand. Einer fightete im blau-schwarzen Trikot für den anderen. Gegen einen BAK, der seinerseits nie aufsteckte. Respekt dafür, auch nach dem 1:3 versuchte das Team alles und kam auch zu einigen Großchancen. Wäre eine davon reingegangen – ich weiß nicht, ob wir das Ding über die Zeit gebracht hätten. Und darum ging es am Ende nur noch, weil der Druck immens war. Dass wir uns daraus kaum noch befreien konnte – im Grunde auch keine Überraschung, denn gleich ein halbes Dutzend Akteure bei uns ging angeschlagen in die Partie. Die Saison geht an die Substanz, aber im Moment macht sie natürlich auch sehr, sehr viel Spaß. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, (Ebrima) – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Tobias, Dejan,  Süleyman, Daniel, Joshua, Christian, Abdul, Lucas, Momo, Gianluca,(Mamadou). (mw/Fotos: Pahl)

Pokal: Raus mit Applaus – im Elfmeterschießen

13. November. War es nun ein Pokal-Drama? Nun ja, zumindest ein Krimi. Bei Anstoß 19.15 Uhr waren die meisten der Jungs erst um 22.30 Uhr zuhause – und da sage ich ganz ehrlich: Wir müssen nicht so traurig sein, dass diese Belastung nun wegfällt. Pokalsieger werden wir eh nicht in einer Stadt mit Bundes- und Regionalligisten im A-Jugendbereich. Zudem sind wir mit fliegenden Fahnen ausgeschieden an diesem nasskalten Dienstag beim SV Empor.

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1:1 hieß es nach regulärer Spielzeit. Man kann das Spiel dabei schnell erzählen: Die erste Halbzeit ging klar an Empor, weil    wir vor allem im Mittelfeld zu wenig Zugriff bekamen – und zu ungenau spielten. Die zweite Hälfte ging klar an Borsigwalde. Weil beide Teams aus ihrer Überlegenheit in „ihren Halbzeiten“ zu wenig machten, stand es eben nur 1:1. Wobei wir hinten raus die besseren Gelegenheiten hatten, die Partie sogar zu gewinnen. Überragend dabei der Empor-Torhüter. Ich glaube, eine Verlängerung wäre uns entgegengekommen. Wir wirkten frischer. So gab es aber, wie im Jugendfußball üblich, gleich Elfmeterschießen – und den Hauch von Drama. Wir verschossen den ersten. Als Empor schon jubelte und alle sich auf den Keeper stürzten, ließ der Referee den gehaltenen Elfer wiederholen. Zu früh von der Linie bewegt. Dann hielt unser Torwart, alle jubelten – und auch die Aktion wurde zurück gepfiffen. Konzession? Ist müßig, darüber zu spekulieren, zumal ich betonen möchte: Eine ganz starke Leistung des Schiedsrichter-Gespanns. Unaufgeregt und souverän machten die drei jungen Leute das an diesem Abend, mit klarer Linie in einem allerdings auch sehr fairen Spiel. Wenn doch mal Überhärte aufkeimte, wurde mit den Spielern gesprochen, statt gleich Gelb zu zücken. Ganz stark, so stelle ich mir eine Spielleitung auf Augenhöhe mit den Akteuren vor. Denn zu einem fairen Spiel gehören auch immer (mit drei Referees) 25 Mann, die erst gar nicht dafür sorgen, dass Hektik und Unfairness aufkommt. Nun sind wir also raus mit Applaus aus dem Pokal. Erinnerungen werden wach, weil uns das im Elfmeterschießen gegen Empor vor drei Jahren in der C-Jugend auch schon einmal passiert ist. Am Ende sehr viel Lob vom Gegner für uns, den wir ja vor ein paar Wochen im Punktspiel besiegt hatten. „Heute habt Ihr gezeigt, dass dieses 3:2 von damals kein Zufall war und Ihr in der Liga zu Recht dort oben steht“, sagte einer von Empor. Das sollten unsere Jungs so nehmen, wie es gemeint war: Nicht als Trost, sondern als Kompliment. Und ganz ehrlich: das Ding aus dem Pokal würde ich nicht mit dem 3:2-Punktspielsieg tauschen wollen…Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Tobias, Dejan,  Süleyman, Daniel, Joshua, (Eren), Christian, Abdul, Lucas, Momo. (mw/Fotos: Wolf)

6:1 gegen Viktoria 89 – das Momentum genutzt

10. November. Zuletzt hatten wir etwas interne Diskussionen. Klar die Jungs kommen fast alle zum Training – aber mancher wirkte zuletzt in den Einheiten bisweilen nicht immer fokussiert. Gut möglich, dass die Saison langsam an den Kräften zehrt, denke ich. Ich weiß auch, dass mancher in der Schule und im Job derzeit massiv unter Druck steht. Mancher kränkelt auch. Weshalb auch das Pokalspiel am Dienstag bei Empor jetzt nicht unbedingt bei mir auf der Hitliste ganz oben steht. Nachlassende Spannung ist jedenfalls in den Punktspielen bisher nicht zu beobachten – und wer da das Haar in der Suppe sucht, den halte ich auch nicht für fair gegenüber der Truppe. Auch gegen die Regionalliga- Reserve des FC Viktoria 89 waren wir von Beginn an da. Und ich möchte behaupten: Diese erste Hälfte gehörte zu unseren stärksten in dieser Saison. Schwärmt mancher auch noch von anderen Spielen, so möchte ich begründen, warum ich das so sehe: Der Gegner begann sehr selbstbewusst und mit großem Tatendrang, offensiv wuchtig und schnell, kurzum: Wir wurden extrem gefordert – aber wir schafften es dennoch, so gut wie keine zwingende Torchance zuzulassen. Gleichzeitig ließen wir nicht locker, blieben stets konzentriert, ebenfalls mutig – und warteten auf diesen einen, womöglich entscheidenden Moment. Und der kam in der 33. Minute.         Unser Stürmer war durch, der Torhüter konnte ihn nur noch mit einem harten Foul stoppen. Rote Karte, Elfmeter – 1:0. Der Türöffner. Der Nussknacker. Das Momentum. Viktoria haderte von diesem Moment an mit dem Schiedsrichter. Dazu muss ich sagen: Ohne Linienrichter ist schwer zu sagen, ob es vor dem groben Foul Abseits war. Schiedsrichter-Beobachter und BFV-Vertreter an der Tietzstraße sagten: nein, kein Abseits. Überhaupt habe der Referee keinen Fehler gemacht, waren die BFV-Beobachter sich einig. Ich sage: Von unsere Bank aus war das Abseits nicht zu beurteilen. Überhaupt hatte der Schiedsrichter eine klare Linie, bot aus meiner Sicht eine gute Leistung. Seit Wochen haben wir übrigens tadellose Referees – der erste Eindruck zu Beginn der Saison (ich sage nur: das Spiel bei Stern 1900) mochte also ein wenig täuschen… Zurück zur Partie: Noch vor der Pause erzielten wir das verdiente 2:0, gleich nach der Halbzeitansprache das 3:0. Der Drops schien  gelutscht, aber wir machten es trotzdem nochmal spannend. So sind wir halt, wir können scheinbar nicht anders. Nach dem 1:3 bekamen die trotz Unterzahl wirklich stark kämpfenden und weiter strukturiert spielenden Lichterfelder weitere Gelegenheiten. Hut ab vor der Moral und Einstellung unserer Gäste. Da wirkten wir einmal mehr nicht souverän – und mancher von außen beklagte schon die (zu) vielen Wechsel. Dem möchte ich entgegenhalten: Wir werden nicht mit zwölf oder 13 Mann durch die Saison kommen… Unterm Strich bekamen wir letztlich die Partie nach 20 Minuten Wackeln souverän über die Bühne, ließen noch drei weitere blitzsaubere Tore folgen – und haben nun 25 Punkte. Ein Wahnsinn, denn nicht vergessen: Wir sind Aufsteiger, mit einem jungen Team. Das, da bin ich mir sicher, auch mal Rückschläge verkraften wird. Borsigwalde heute: Justin, (Ebrima) – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, Joshua, Eren, Christian, Abdul, Lucas. (mw/Fotos: Weishaupt)

5:4 gegen Staaken – wie auf der Achterbahn

3. November. Der Kameramann und Reporter von Spreekick-TV, der heute auf dem Platz filmte, meinte am Ende: „Immer wenn ich bei Euch bin, sehe ich keine normalen Spiele.“ Aber was ist schon normal bei diesem Aufsteiger, der alle überrascht – selbst die eigenen Vereinsmitglieder?

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Das war jedenfalls heute kein Spiel für schwache Nerven. Es war eine kuriose, zeitweise atemberaubende Partie. Zum Haare raufen für die Trainer, weil bisweilen zu sehr mit Fehlern behaftet – aber Vergnügungsteuer pflichtig für die Zuschauer. Sie sahen neun Tore – und viel Dramatik beim 5:4 des SC Borsigwalde gegen den SC Staaken II. Aber der Reihe nach: Wir starteten, wie wir sonst eigentlich nie beginnen. Statt ab dem zehnten Torschuss mal drüber nachzudenken, vielleicht gegebenfalls und unter Umständen mal einen rein zu machen – trafen wir       diesmal schon mit den ersten beiden Schüssen aufs Tor. Erst dann fingen wir an, mal wieder wie gewohnt Schindluder mit unseren Möglichkeiten zu treiben. Wir trafen die Latten oder vergaben Chancen fahrig – und bauten mit eigenen Fehlern den zutiefst verunsicherten Gegner wieder auf. Die Regionalliga-Reserve des SC Staaken, offiziell eine U18, aber in Wahrheit älter als wir (weil einige aus dem Kader der Regio in der Verbandsliga Spielpraxis bekommen sollten), übernahm von Minute zu Minute mehr das Kommando, vor allem im Mittelfeld mit sehr viel Power und Wucht. Zur Pause stand es 2:2 – und das ging auch in Ordnung. Es spricht für unsere Mannschaft, dass sie nicht mit den 25 schwachen Minuten vor dem Seitenwechsel haderte, sondern mutig aus der Kabine kam und gleich wieder 25 Minuten lang stark performte: Der Druck auf die Spandauer wurde so groß, dass wir verdient drei schnelle Tore erzielten – und ja, es hätten noch einige mehr sein können. Dann wieder der Knick, zwei individuelle Fehler, das 4:5 in der Nachspielzeit – und die Nerven zerfetzende Schlussphase mit noch einer hundertprozentigen Möglichkeit für die Gäste Sekunden vor dem Schlusspfiff. Ganz klar: Der Sieg für uns war verdient, aber wir haben es unnötig spannend gemacht. Mancher hatte nicht seinen besten Tag – aber so ist halt Fußball. Besonders schön für uns Trainer ist es, wenn ein Spieler, der unter der Woche Selbstzweifel äußerte, weil er an sich höhere Erwartungen hatte, dann an so einem Tag gleich mehrfachen Grund zur Freude hat. Das von uns geführte Motivationsgespräch könnte einmal mehr der Beweis sein: Fußball ist halt auch viel Psyche. Unterm Strich stehen für die Borsigboys 22 Punkte nach zehn Spielen, wir sind erfolgreich aus der kurzen Herbstpause gekommen. Wie gesagt: Die zahlreichen Fans auf dem Platz hatten heute ihren Spaß, und darum geht es ja schließlich auch im Fußball. Offensiv war das heute von uns richtig klasse, hinten wackelten wir – was aber auch erklärbar ist. Betonen möchte ich noch, wie sehr wir es genießen, wenn ein Schiedsrichter-Gespann  auf dem Platz ist. Es gibt keine Diskussionen, vor allem, wenn man so souveräne Unparteiische hat wie heute. Es war manch knifflige Situation dabei – umso mehr möchte ich betonen: Im Unterschied zu uns Trainern und Spielern (neun Tore fallen ja nicht grundlos…) aber haben die drei Schiedsrichter alles richtig macht in einem wilden Spiel, das einer emotionalen Achterbahnfahrt glich. Danke auch an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Momo, Daniel, Joshua, Eren, Lamin. (mw/Fotos: Pahl)

Interessantes 3:2 gegen Lichtenberg 47

28. Oktober. Heute wartete erneut ein anspruchsvoller Testspielpartner auf uns: Lichtenberg 47, Tabellenführer der Landesliga. Man darf mit Fug und Recht sagen, dass die Jungs es ganz gut gemacht haben – obwohl wir insgesamt 19 Spieler zum Einsatz brachten, was aber den Spielrhythmus kaum beeinträchtigte. Wir hielten nahezu konstant das Tempo. Dabei wollten wir        auch drei noch nicht spielberechtigte Akteure noch einmal unter wettkampfähnlichen Bedingungen sehen. Dabei gefiel mir bei diesem verdienten 3:2-Sieg besonders gut, dass wir mit diesen Jungs in Halbzeit zwei eher zulegten denn abbauten. Das heißt, da ist noch Potenzial, das wir derzeit noch gar nicht abrufen können. Lichtenberg 47 war in der ersten Hälfte gnadenlos effektiv. Aus drei, vier Torchancen erzielte der Gast zwei Treffer. Wir hingegen trieben einmal mehr Schindluder mit unseren Möglichkeiten. Die Krönung war dabei eine Szene, als wir binnen fünf Sekunden zwei Mal die Latte trafen – und dann übers nahezu leere Tor schossen. Schade auch, dass bei mancher Hereingabe scheinbar die letzte Gier fehlte, das Tor auch zu machen. Aber fußballerisch sah das trotzdem ordentlich aus, ebenso in Halbzeit zwei. So war der Klassenunterschied trotz unbestrittener Klasse des Gastes dann über weite Phasen sichtbar, auch wenn wir den hohen Ballbesitzanteil nur noch in einen Treffer ummünzen konnten. Alles in allem eine interessante und sehr faire Partie, die uns doch noch einmal die ein oder andere Erkenntnis brachte, zumal auch mancher Spieler auf für ihn ungewohnter Position agierte. Mit den Regionalliga-Reserven von Staaken und Viktoria warten nun zwei sehr schwere Punktspiele daheim auf uns. Borsigwalde heute: Ebrima – Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel,  Eren, Nico,Christian, Momo, Oguzhan, Pascal, Mamaha, Abdul. (mw/Fotos: Pahl)

FC Schnappes als harte Nuss: Borsigwalde gegen Borsigwalde 3:3

27. Oktober. Verbandsliga-Pause, das einzige freie Wochehende. Doch: Wer rastet, der rostet. Ungewöhnliches Testspiel heute an der Tietzstraße. Mit richtig gutem Fußball. Borsigwalde gegen Borsigwalde. Die Borsigboys trafen auf die Jungs vom FC Schnappes, der Freizeitliga-Mannschaft des SC Borsigwalde. Die Jungs sind aktuell Tabellenzweiter in der Freizeit-Verbandsliga – die Gründe hierfür konnte man auch heute sehen. Ein richtig guter Testspielgegner für uns, bei dem wir auch mal ordentlich körperliche Wucht abbekamen. Schnappes mit schnellem, schnörkellosem Spiel nach vorne. Nichts davon zu sehen, dass die Jungs sonst auf Kleinfeld aktiv sind. Oder, anders formuliert. Fußball ist ebenso Fußball. Das Klatschen lassen, die Bälle in die Tiefe, gruppentaktische Elemente wie Hinterlaufen oder das Spiel über den Dritten – sind eben überall gefragt. Die meisten haben ohnehin einst bei Borsigwalde in der A-Jugend gespielt – und spielen bei Schnappes, weil sie trotz Studium oder Beruf dem Fußball verbunden bleiben wollten. Viele packte der Ehrgeiz – und wir hatten ordentlich zu knabbern an der Offensiv-Wucht der Schnappes-Jungs, von denen viele (wenn sie denn wollten) auch im Männerbereich in der Landes- oder     Verbandsliga sehr gut mitmischen könnten. Als Team funktionieren sie prächtig, sind eingespielt. Zur Pause stand es 2:2, was ebenso in Ordnung ging wie der Endstand von 3:3. Mögen wir auch unterm Strich vor allem hinten heraus ein Chancenplus gehabt haben (allen drei Pfosten- und Lattentreffer in der Schlussviertelstunde) – wir taten uns über weite Phasen sehr schwer, die gut gestaffelten Gegner zu überwinden. Die ihrerseits vor allem in Halbzeit eins noch einige sehr gute Einschuss-Möglichkeiten liegen ließen. Wir probierten heute mit großem Kader sehr viel aus, dabei wussten ein Neuzugang und ein Probespieler durchaus zu überzeugen. Nach der äußerst fairen Partie, von Referee Schulle (sein Sohn war einst Mitbegründer von Schnappes) souverän und umsichtig geleitet, trafen wir uns noch auf eine Bratwurst und ein Kaltgetränk im Vereinsheim. Alle waren sich einig: Diese erste sportliche Begegnung mit einem Team aus der Herrenabteilung war nicht nur sportlich wertvoll, sondern hat auch sehr, sehr viel Spaß gemacht. Die Zuschauer bekamen richtig guten, temporeichen Fußball geboten. Das ganze werden wir garantiert nochmal wiederholen. Danke an Schulle und an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Dominik, Ebrima (bei Schnappes) – Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel,  Eren, Nico, Mamadou, Christian, Momo, Oguzhan, Mamaha. (mw/Fotos: Pahl)

Derbysieger, Derbysieger

21. Oktober. Bringen wir es mal auf den Punkt: Heute haben wir mal dreckig gewonnen. Ohne spielerischen Glanz, in einem Kampfspiel, einem typischen Derby. Aber wir haben auch mit viel taktischer Disziplin gewonnen. Und, ehrlich gesagt: Nach all den Spielen, die ich in dieser Saison am Freiheitsweg gesehen habe, frage ich mich, ob man auf diesem Platz überhaupt schön spielen      kann. Der Rasen weist große Löcher auf, ist auch stumpf an vielen Stellen – und so agierten beide Teams häufig mit langen Bällen. Zaubern, wie zuletzt bei den Borsigboys doch durchaus mal zu sehen? Fehlanzeige. Aber wenn etwas aus dem Spiel heraus passierte, dann waren wir es, die die Akzente setzten. Und deshalb ist der Sieg auch verdient, weil wir das kleine Quäntchen besser waren. Sieht man mal von der Anfangsphase ab, als wir zu viel reagierten statt zu agieren. Das 1:0 von uns, durchaus schön herausgespielt. Auch noch in zwei, drei anderen Situationen haben wir klug gespielt – aber leider die Chancen nicht genutzt. Die Füchse als Gastgeber kamen vornehmlich über Standards gefährlich vor unser Tor. Standards, die wir zum Eigenschutz in Halbzeit zwei auch dadurch reduzierten, dass wir schlichtweg die Gegner einfach mehr stellten, statt sie zu foulen. Zur Pause stand es 1:1. Der Ausgleich für die Füchse, klar: auch ein Standard. Nicht gut verteidigt von uns. Dann hatten wir Glück, dass ein Treffer für die Grünen durch das Schiedsrichtergespann nicht gegeben wurde – Abseits, wie sich später herausstellte. Der Linienrichter hatte wohl gleich die Fahne oben. Das 2:1 für uns fiel nach einem schnellen Einwurf, durch einen Spieler, der erst vergangene Woche sein Verbandsliga-Debüt gegeben hat, aus der Bezirksliga zu uns gestoßen ist. Nach dem Spiel wurde häufig provokant die Frage gestellt, wie denn Borsigwalde so viele Punkte haben könne – auch von führenden Köpfen der Füchse. Ich muss sagen: Abgesehen davon, dass das heute unser vielleicht schlechtestes Saisonspiel war, haben wir bisher in dieser Liga nichts geschenkt bekommen. Auch heute nicht. Wir haben den Gegner mehrfach studiert, unsere Spielweise auch ein wenig angepasst – und wir haben auch heute wieder viel Herz und Leidenschaft gezeigt. An einem Tag, als mancher nicht spritzig wirkte wie zuletzt und der Rasen ganz klar auch ein Nachteil für uns (die wir nie auf Rasen trainieren) war, haben wir den Kampf angenommen. Ich erinnere an die Partie vor knapp einem Jahr in der Landesliga: Damals gab es auch nichts zum Zunge schnalzen – und die Füchse haben dreckig 2:1 gewonnen. Danach fragt am Ende keiner mehr, hieß es damals von Seiten der Gastgeber. Stimmt. Es sind diese schmucklosen Arbeitssiege, die aber trotzdem den Weg ins Poesiealbum der gesammelten Erlebnisse finden. Weil sie letztlich doch schön sind, wenn man sie bei lokalen Konkurrenten holt. Konkurrenten, die doch latent immer wieder durchklingen lassen, dass Borsigwalde eigentlich nichts in der Verbandsliga verloren hat. Auch heute hieß es vor dem Spiel, wir hätten ja nur diesen einen starken Jahrgang – und dahinter nichts. Wenn sich der ein oder andere da mal nicht täuscht. Ich denke, dass bei uns in vielen Jahrgängen nachhaltig gearbeitet wird – und auch im Großfeldbereich einiges nachwächst. Und nicht vergessen: Wir haben die jüngste Mannschaft in der Verbandsliga! Ich habe jedenfalls heute gespürt, dass es für die vielen Borsigwalder Zuschauer ein Genuss war – ob schön oder nicht, den Leuten hat es Spaß gemacht. Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!  Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, (Ebrima), – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, (Süleyman), Daniel, Joshua, Eren, Nico, Mamadou. (mw/Fotos: Pahl/mw)

Spiel gedreht – und Sensation geschafft beim Regionalliga-Absteiger Empor

13. Oktober. Das nenne ich dann mal eine faustdicke Überraschung. Beim SV Empor, bisher mit sieben Siegen verlustpunktfrei mit dem Berliner SC an der Tabellenspitze, siegten wir 3:2. Und was soll ich sagen? Verdientermaßen. Eine ganz starke Mannschaftsleistung gegen den Regionalliga-Absteiger und haushohen Favoriten! Uns trennten vergangenen Saison noch zwei Spielklassen…    Bewundernswert erst recht, wenn man den Spielverlauf sieht: Die erste Viertelstunde gehörte uns – aber wir machten mal wieder die Tore nicht. Empor war da deutlich cleverer und schlug zwei Mal eiskalt zu, weil wir kräftig unterstützten. Irgendwie fühlte sich mancher bei uns wie bei „Täglich grüßt das Murmeltier“, denn für unsere Chancenverwertung sind wir ja quasi weltberühmt… Doch, Hut ab: Die Jungs steckten nicht auf und kamen recht schnell zum Anschlusstreffer. Danach schwächte Empor sich selbst. Ein Akteur, aus meinen Spielbeobachtungen eine zentrale Figur bei den Pankowern, schlug plötzlich zu – glasklar Rot. Wir nahmen nun das Heft zusehends mehr in die Hand, aber leider: Es blieb neben dem einen Treffer bei zwei Lattenschüssen unseres Teams. In Halbzeit zwei agierte Empor sehr defensiv, wir fanden nur schwer zurück ins Spiel – irgendwie fiel unser Ausgleich (den wir eigentlich in Halbzeit eins verdient gehabt hätten) dann fast aus dem Nichts. Man könnte auch sagen: Geduld zahlt sich aus. Jedenfalls war er verdient. Was folgte, war nun ein wilder Ritt – eine äußerst unterhaltsame Partie für die gut und gern 100 Zuschauer im Jahnsportpark. Unsere Borsigboys mit großem Herzen und viel Verve, der Gegner schwer beeindruckt – das 3:2 wirkte irgendwie logisch. Und wir waren drauf und dran, zu erhöhen – bis wir selbst den Fehler machten und uns dezimierten. Nix Böses, aber absolut unnötig, diese Rote Karte. Nun wurde es eine Zitterpartie, mit vielen langen Bällen des Gegners, von denen der eine oder andere auch hätte reingehen können – ebenso wie die eine oder andere unserer Konterchancen. Bei einem Freistoß lenkte unser Keeper den Ball auch noch an die Latte, kurzum: nix für schwache Nerven, aber ein geiles Fußballspiel. Dafür hätte man Eintritt nehmen können – und das war auch das Knöllchen wert, das unvermeidlich ist bei einem Spiel im Herzen Berlins an einem Sonntag (wenn auch noch Füchse-Handball ist und der Mauerpark ein einziges Volksfest…). Kurzum: Unerwartete drei Punkte, die aber komplett in Ordnung gehen, weil wir vor allem eines waren: mutig. Und die Jungs haben sich sensationell an die taktischen Vorgaben der Trainer gehalten. Ganz stark fand ich heute auch den Schiedsrichter, gerade mal 16 Jahre alt und mit einer so klaren Linie und Haltung – Respekt. Borsigwalde heute: Ebrima, (Domenik) – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, (Abdullah), Christian, Eren, Nico, Mamadou. (mw/Fotos: Wolf)

Pokal beim SV Adler: Wir sind weiter

10. Oktober. Pokal, erste Runde. Was soll ich schreiben? Es gibt da die interessante Vorgeschichte. Der BFV lost den Nike Youth Cup aus – und es passieren Fehler. Dann wird annulliert, neu gelost – aber seltsamerweise so spät gespielt, dass man sich wundern muss. Statt vor dem Ligenstart nun mittendrin im Betrieb, am heutigen 10. Oktober. Und statt dem für uns attraktiven Heimspiel gegen den BAK nun das Auswärtsspiel an einem Mittwoch beim SV Adler in Lichtenrade. Anruf beim  dortigen Trainer vor drei Wochen, die Partie – so wie es einige Klubs gemacht haben – bitte auf den Feiertag 3. Oktober zu verlegen. Abgelehnt. Schon da am Telefon: Klagen über die Verletzungsmisere seinerseits – und meine Befürchtung und Bitte: Absagen, wenn Ihr nicht voll werdet. Nun standen sie also da, in ihren gelben Leibchen – acht Spieler, ein Torwart. Wir hatten uns durch die Stadt, durch Staus gequält, kamen direkt von der Arbeit oder aus der Schule – und mussten nun zusehen, wie wir klarkommen. Zumal der Trainer der Gastgeber vor dem Spiel nochmal betonte: Er wolle keine Reduzierung unsererseits. „Und warum hätten wir absagen sollen?“ Ich lasse das unkommentiert stehen, möchte eines betonen: Hut ab vor dem Spielern des SV Adler, die das durchzogen. Wir zogen es auch durch. Als hätten wir es geahnt, kamen wir schon nur mit vier Wechslern, darunter unsere zwei Ersatzkeeper. Es bekamen alle viel Spielpraxis – und es war schön warm, was mich für die Torhüter freute… In Halbzeit zwei waren nur noch drei Ballkontakte erlaubt und keine hohen Bälle mehr. Die meisten hielten sich dran. Verteidiger spielten vorne, mancher von vorne rutschte ganz weit nach hinten. Fast jeder durfte ein Tor schießen, so stand es am Ende 18:0. Sagen wir so: Wir haben uns gut bewegt. Der Gegner hatte auch einen gefährlichen Torschuss und versuchte mehrfach zu kontern, oder einfach mal aus 30 Metern abzuziehen. Ich hätte es den aufopferungsvoll kämpfenden Jungs gegönnt, wenn mal ein Ball drin gewesen wäre. Am Sonntag wird’s dann wieder ernst, beim verlustpunktfreien SV Empor sind wir einmal mehr krasser Außenseiter. Fast so wie heute Adler gegen uns. Borsigwalde heute: Ebrima, Domenik – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, Abdullah, Christian. (mw/Fotos: Wolf)

5:1 im Aufsteiger-Duell gegen JFC Berlin

6. Oktober. Das  nächste Sechs-Punkte-Spiel – und die Mannschaft liefert einmal mehr. Gegen den nur mit einem Ersatzspieler angereisten Gast des JFC Berlin, wie wir Aufsteiger, stellten die Borsigboys die Weichen früh auf Sieg. Der JFC hatte zuletzt mit bemerkenswerten Ergebnissen (1:1 gegen Füchse, nur 0:1 gegen Empor) auf sich aufmerksam gemacht. Bis zur Pause ein beruhigendes 4:0 bei sommerlichen Temperaturen, mit teilweise wirklich sehr gutem Kombinationsfußball. Vor allem das Flügelspiel erwies sich heute als Schlüssel zum Erfolg. Danach wechselten wir sehr viel durch, zwei Akteure aus unserem Kader kamen zu ihrem Verbandsliga-Debüt. In der zweiten Halbzeit dann leider nicht mehr der Spielfluss wie in den ersten 45 Minuten, vielleicht auch, weil wir unserem hohen Tempo aus der ersten Halbzeit Tribut zollen mussten – aber alles in allem ein nie gefährdeter 5:1-Sieg in einer Partie, die von einem 19jährigen Referee (den wir bereits aus der Landesliga kennen und der bereits seit vier Jahren pfeift) mit klarer Linie und souverän geleitet wurde. Vor uns wartet nun eine Woche mit dem weiten Pokal-Auswärtsspiel beim SV Adler, der leider einer Verlegung auf den 3. Oktober nicht zustimmte – und am Sonntag dann die Partie gegen einen der Top-Staffelfavoriten, den SV Empor. Borsigwalde heute: Justin, Domenik – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, Eren, Nico, Abdullah. (mw/Fotos: Pahl)

0:3 beim SFC Stern – Fehlentscheidungen bringen uns auf Verliererstraße

29. September. Vielleicht bin ich ja ein Träumer. Aber irgendwie habe ich gedacht: In der Verbandsliga spielen die besten Teams Berlins – also müssen da auch die besten Schiedsrichter pfeifen. Jetzt weiß ich: Es ist bisweilen anders. Ich glaube, in der Verbandsliga pfeifen oft nur die jüngsten Schiedsrichter, einfach aus Prinzip, weil sie jung sind. Vermutlich denkt der Verband: Die sind jung, die können noch nach ganz oben kommen in ihrem Metier. Die müssen wir fördern. Wohin das führen kann, haben wir letzten Samstag erlebt – und heute wieder. Der Jung-Schiedsrichter wirkte +überfordert – und die Mannschaft hatte das Gefühl, sie wurde von ihm um den Lohn gebracht. Irgendwann, während der Partie beim SFC Stern 1900, habe ich den Referee gefragt: „Warum tun Sie das? Weil wir Borsigwalde sind? Ein kleiner Verein?“ Ich glaube, er hat nicht einmal verstanden, was ich meine. Und das war auch besser so, denn in der Pause hat er mir auf eine Frage geantwortet. Da sagt er doch glatt, ja, er habe das Handspiel vor dem 2:0 von Stern gesehen – aber nicht als absichtlich gewertet. Bei dem Treffer mussten selbst Spieler des Gegners lachen, weil sie nicht fassen konnten, dass er gegeben wurde. Der Spieler legt sich den Ball mit der Hand vor, deutlich zu sehen – und erzielt das Tor. Es ging nicht einmal schnell, Ball mit der Brust gestoppt, dann mit der Hand maßgerecht hingelegt – und abgezogen. Das war die Entscheidung. Bereits beim 0:1 steht der Referee zwei Meter daneben, wie unser Spieler in unserem Strafraum von zwei Spielern umgestoßen wird – und er gibt dennoch das folgende Tor. Als ob das alles viel zu schnell für ihn geht. Wenn unseren Spielern ein Vorwurf zu machen ist, dann dieser: Alle haben den Foul-Pfiff für selbstverständlich gehalten – und irgendwie abgeschaltet. Aber selbstverständlich ist bei einigen dieser Schiedsrichter, die selbst nicht älter als die Spieler sind, gar nichts. Da hatten wir, mit Verlaub, in der Landesliga meist bessere Unparteiische. Aber die waren schon älter, erfahren, mancher hat sogar mit den Spielern kommuniziert. Ist sowas nicht möglich, wenn man Gleichaltrige pfeift?  Gerade da müsste es doch möglich sein, oder? Aber er hat unsere Jungs einfach stehen lassen… Und so fahren wir enttäuscht nach Hause. Wir sind sauer auf den Referee, der schlecht war – und wir sind enttäuscht über uns selbst, weil wir vor dem ersten Gegentor schon längst hätten führen müssen. Denn bis dahin hatten wir beste Chancen (einen Lattentreffer), spielten guten Fußball – gegen eine Mannschaft, die doch ganz andere Mittel hat als wir. Unsere Jungs, darauf lege ich auch heute großen Wert, machen es gut in der Verbandsliga. Aber die Jungs tun mir auch leid nach solchen Spielen. Man mag sie nicht schimpfen für ihre schlechte Chancenverwertung und die Naivität, nach zwei so krassen Fehlentscheidungen den Faden komplett zu verlieren. Am Ende ist es einfach nur bitter, weil wir gegen einen der Favoriten mit 0:3 verloren haben, der nicht besser war. Eine völlig unnötige Niederlage wegen 15 schwarzen Minuten in Kombination mit dem Auslöser dafür. Und ja: Mittlerweile geht es mir da unten in der Verbandsliga Berlin wie Christian Streich vom SC Freiburg, der immer wieder beklagt, dass die so genannten Kleinen in der Bundesliga auch stetig benachteiligt werden. Was die Gesamtlage angeht, bleibt es dabei: Wir sind gut dabei in dieser Verbandsliga, obwohl schon einiges gegen uns gelaufen ist. Daraus sollten wir unseren Mut ziehen für die kommenden Aufgaben. Wir sollten zudem auch den Glauben daran nicht aufgeben, dass es auch gute Referees gibt – so wie am Mittwoch gegen Stern Marienfelde. Der war auch jung, aber er war gut und wirkte deutlich reifer und abgeklärter in seiner Spielführung. Es gibt also noch Hoffnung. Borsigwalde heute Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Momo, Süleyman, Daniel. (mw/Fotos: Pahl)

Sechs Tore in einer Hälfte. Stern Marienfelde klar dominiert – dann folgt der Abbruch

26. September. Beginnen wir mit dem Sportlichen: Es war ein ganz starkes Spiel unserer Mannschaft. Fußballerisch das Beste, was wir bisher in der Verbandsliga abgeliefert haben. Der Gegner: nicht so defensiv, wie wir ihn nach Spielbeobachtungen erwartet haben. Logisch, beim Liga-Underdog Borsigwalde will man was mitnehmen… Stern Marienfelde stand aber von Beginn an unter Dauerdruck, ein Angriff nach dem anderen wurde von uns vorgetragen – in teilweise erstaunlicher Geschwindigkeit. Über außen, in die SchnittstellenUnd ebenso rasant – ließen wir die Chancen mal wieder liegen. Stern ein einziges Mal gefährlich vor unserem Tor – und schon klingelt     es. Zum Haare raufen, wenn in der Besprechung speziell auf die individuelle Stärke dieses Spielers hingewiesen wird. Aber wir steckten nicht auf, ließen uns nicht aus der Ruhe bringen – und kamen folgerichtig zu Toren. Dass sie zuerst ausschließlich durch Standardsituationen fielen, ist ein Treppenwitz angesichts der Einschussmöglichkeiten aus dem Spiel heraus. Sechs Tore an der Zahl waren es letztlich, der ein oder andere Abseitstreffer kam auch noch obendrauf. Fußball mit Verwöhn-Aroma unter Flutlicht, bis zur Pause. Die Einwechsler machten sich schon für Halbzeit zwei warm, als unmittelbar nach dem Pausenpfiff das Trainerteam aus Marienfelde zum Schiedsrichter-Gespann ging – und den Abbruch verkündete. Natürlich fanden wir das nicht gut. Und natürlich ist das diskutiert worden.  Mit einem Wort: Wir fanden das unsportlich. Auch mancher Spieler von Stern – fand das nicht in Ordnung. Ich will jetzt hier gar nicht auf Details eingehen, wer was gesagt hat. Nur so viel: Das Problem in diesem Fall bei Stern Marienfelde ist nicht der Chefcoach, sondern der Co-Trainer. Ohne schlechtes Gewissen, unsachlich – ebenso, wie er auch seine Spieler nach dem Abbruch in der Kabine zusammen brüllte. Als ob die Jungs quer durch die Stadt gefahren sind, um Arbeitsverweigerung zu betreiben. Er hatte 14 Mann dabei, von denen zwei nun gar nicht gespielt haben. Hinterher sagte er, er wolle die Spieler mit so einem Abbruch disziplinieren, erziehen. Sowas nennt man wohl: Kollektivstrafe. Können nicht diese Spieler, die mich als Beobachter noch beim Spiel gegen den bärenstarken Regionalliga-Absteiger SV Empor (für mich der absolute Top-Favorit der Staffel) mit ihrer taktischen Disziplin schwer beeindruckt haben, einfach nur einen schlechten Tag gehabt haben? Nach langer Anreise, wohlgemerkt? Und ich stelle einfach nur die Frage: Welcher 17- oder 18-Jährige setzt sich nochmal ins Auto, fährt eine Stunde – um dann so etwas zu erleben? Gut, es ist nicht unser Team – und somit nicht unser Problem. Stern Marienfelde muss das innerbetrieblich aufarbeiten. Dass wir verärgert sind, hat aber noch einen anderen Hintergrund: Am vergangenen Freitag erst, also sehr, sehr spät, und eigentlich laut Regularien zu spät – hat uns der FC Stern um Spielverlegung auf 19 Uhr gebeten. Wir haben es möglich gemacht, ein Männerteam trainierte gar nicht, das andere musste auf einen Ausweichplatz – und dann sowas… Um das Ganze zum Ende hin versöhnlich zu gestalten: Ich hatte am späten Abend noch einen sehr langen WhatsApp-Dialog mit dem von mir sehr geschätzten Cheftrainer der Marienfelder, in dem vieles relativiert wurde. Man könnte auch sagen: Nichts wird so heißt gegessen, wie es gekocht wird. Leid tut es mir dennoch um jene Spieler, die gar nicht gespielt haben. Auch ein bisschen um das Schiedsrichtergespann. Wie ich später erfahren habe: Es sollte nur ein Referee pfeifen, die beiden Assistenten hatten sich quasi freiwillig (und eigentlich unentgeltlich) eingefunden, um den Haupt-Schiedsrichter zu unterstützen und als Gespann zu üben. Das war für unsere Jungs toll – mancher lernt so vielleicht endlich mal die Abseitsregel… Fazit: Dass ein solcher Vorgang in der Verbandsliga möglich ist, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich finde, ein Abbruch muss begründet sein, durch Verletzte, absolute sportliche Unterlegenheit etc.  – und nicht einfach aus schlechter Laune heraus erfolgen. Unterm Strich stehen hochverdiente drei Punkte für Borsigwalde. Wir haben nun zehn Zähler, nach fünf Partien hätte das wohl keiner gedacht. Nimmt man den bisherigen Saisonverlauf, wurden neun Zähler gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf eingefahren – und zählen quasi doppelt. Das fühlt sich gut an, wir können am Samstag unbeschwert zu einem der hoch gehandelten Liga-Favoriten fahren: SFC Stern 1900. Borsigwalde heute: Justin, (Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  (Nico), Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, (Christian), (Momo), (Süleyman), (Daniel). (mw/Fotos: Weishaupt)

Erste Niederlage – verdient, aber zu hoch

22. September. Erste Niederlage in der Verbandsliga. Grundsätzlich: kein Beinbruch. Der Gegner: Nicht aus dem Regal, aus dem wir uns normalerweise bedienen können. Und so ist es auch  nicht so, dass wir nicht damit gerechnet hätten gegen dieses Top-Team – aber am Ende fühlte es sich seltsam an. 0:4 – das entsprach nicht dem Spielgeschehen. Wir waren viel, viel näher dran. Zeitweise war es in einer temporeichen Partie ein offener Schlagabtausch. Der Berliner SC sicher     der verdiente Sieger – aber wir brachten uns selbst um den Lohn, doch etwas Zählbares einzusacken. Unfassbar, was wir heute wieder an Chancen liegen ließen. Hinzu kam ein wirklich extrem schlechter Schiedsrichter, der gravierend in die Partie eingriff. Zwei Beispiele: Vor dem 0:2 pfiff er uns einen Alleingang auf den Torwart weg – nie im Leben abseits. Im Gegenzug fällt das Tor für den BSC. Danach verweigerte er uns beim Stande von 0:2 einen klaren Strafstoß. Der Schiedsrichter: per Du mit vielen vom Berliner SC. Und an der Seitenlinie des BSC, mit Fahne: der rot-gesperrte Stamm-Torwart des BSC, selbst Schiedsrichter – und in einer Szene mit einem kapitalen Ausraster gegen einen unserer Spieler. Merkwürdige Umstände. Wir werden mal drüber schlafen, fühlen uns aber klar benachteiligt von einem Referee, der anfangs viel zu viel laufen ließ und dann recht bald die Kontrolle über ein von beiden Seiten zeitweise ruppig geführtem Spiel verlor. Viel zu oft – und schon extrem auffällig – wurde mit zweierlei Maß gemessen in dieser Partie. Ein Spiel, das wohl kaum einer so offen erwartet hatte, wie es von uns geführt wurde. Es bleibt dabei: Wir wollen in dieser Liga mitspielen, uns nichts ermauern. Deshalb heimsten die Jungs auch nach dem Spiel zu Recht Lob ein für ihre couragierte Spielweise. Mit Punkten belohnt wurde sie nicht. Der BSC insgesamt vor allem cleverer. Spielerisch konnten wir erstaunlich gut mithalten. Borsigwalde heute: Justin,(Dominik) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Momo, Süleyman. (mw/Fotos: Pahl)

 

Unnötig spannend gemacht – aber starke Moral beim 3:2 gegen BFC Preußen

16. September. Mann, haben wir das spannend gemacht gegen den BFC Preußen. Unnötig spannend. Wir waren spielerisch über weite Strecken die bessere Mannschaft – da gibt es keine zwei Meinungen. Aber unsere Chancenverwertung wird uns irgendwann noch auf die Füße fallen. Schon das 1:0 zur Pause – im Grunde ein Witz. Wir müssen mit zwei, drei Toren führen. Dann haben wir in der zweiten Hälfte wieder die Gelegenheiten, um früh alles klar zu machen – und fressen das 1:1, im Grunde aus dem Nichts. Aus klarer Abseitsposition zwar – aber auch das passte heute ins Bild. Der Schiedsrichter – wir schweigen besser über ihn. Er war 17 Jahre alt, muss Gleichaltrige pfeifen – er hatte große Probleme in der Beurteilung, was eine Gelbe Karte ist, ein Freistoß, eine Abseitsstellung. Die Partie wurde zeitweise zum Lotteriespiel. Gerade bei den Zweikämpfen lag er so oft daneben – und in der zweiten Halbzeit gefühlt nur, wenn es um uns ging. Dass er am Ende zwei unserer drei Torschützen falsch eintrug – auch das passt ins Bild. Hut ab aber vor unserer Mannschaft, die mittlerweile dazugelernt hat, sich auf ihr Spiel konzentriert und zurück fightete. Auch wir Trainer blieben verdammt ruhig – da muss ich uns mal selbst loben. Auch nach dem 2:2 schafften die Jungs nochmal die Wende gegen Preußen, die in Halbzeit zwei ihr bislang eher behäbiges Spiel veränderten und auch auf Sieg spielten. So war es für die Zuschauer eine packende Partie. Zweifellos nicht auf höchstem Niveau, aber eben sehr, sehr spannend. Nur nebenbei: Schade, wenn ein A-Jugend-Verbandsligaspiel nicht auf Rasen stattfinden darf (wo sich zuvor die B-Jugend Landesliga tummelte), sondern auf einem abgewetzten alten, engen Kunstrasen starten muss. Preußen versuchte uns, mit langen Bällen und Zweikämpfen, die meist in den Körper gingen, mürbe zu machen. Leider funktionierte das zeitweise – aber zum Glück nicht auf Dauer. Und so gewannen wir verdient an der Malteser Straße die nächsten drei Zähler. Sieben haben wir nun, sind noch unbesiegt – und freuen uns nun im nächsten Heimspiel auf den Berliner SC, ein Top-Team.  Borsigwalde heute: Justin,(Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, (Ibo), Lucas,  Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo, Süleyman. (mw/Fotos: Pahl)

Stark auf Zehenspitzen – 2:2 im Nord-Derby gegen Frohnauer SC

8. September. Punktgewinn oder Punktverlust? Das wurde ich nach dem Spiel oft gefragt. Sagen wir es so: Das Ergebnis von 2:2 geht in Ordnung. Unsere aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft hat einen Rückstand gedreht, sich dann leider noch den Ausgleich gefangen – in der Folge hatten beide Teams noch Chancen, um zum Sieg zu kommen. Also: ein gerechtes Remis. Beide Tore wirkten irgendwie unnötig – aber das werden sich die Frohnauer auch sagen. Und wir stellen uns eine Kernfrage: Wie lange ist es her, dass eine A-Jugend des SC Borsigwalde mit dem einst übermächtigen Nachbar Frohnauer SC über 90 Minuten auf Augenhöhe war? Und das auch noch auf Verbandsliga-Niveau… Letztes Jahr im Pokal jedenfalls waren wir chancenlos, was sich auch in der Kanter-Niederlage widerspiegelte. Zwei Drittel unseres heutigen Kaders – auch damals schon dabei. Spricht für eine Weiterentwicklung – und auch die Neuen. So kann man es in einem Satz zusammenfassen: Ein starkes Spiel unserer Mannschaft. Taktisch diszipliniert, lauf- und auch spielstark – gegen einen körperlich deutlich überlegenen Gegner, der diese Vorteile gegen unsere junge Mannschaft auch zu nutzen wusste. Wir aber hatten uns auf so manche Stärke der Gäste ganz gut eingestellt – und hätte mir vor der Partie einer gesagt, wir spielen 2:2, dann hätte ich das sofort unterschrieben. Letzte Woche, bei Frohnau gegen Füchse (4:0) habe ich noch einen Klassenunterschied gesehen – heute nicht. Und das überwiegt: Der Stolz über ein tolles Spiel unserer Jungs, mit viel Herz und auch Kopf. Immer die Ruhe bewahrt, weiter gemacht, nicht gehadert – so kann es funktionieren in Berlins höchster Spielklasse. Frohnau, das ist für mich einer dieser Gegner aus dem Regal, für das wir eigentlich zu klein sein müssten, wo wir nicht hinkommen – oder nur, wenn wir uns gaaaanz lang machen und auf die Zehenspitzen stellen. Das haben wir gemacht. Die Gäste gingen unzufrieden nach Hause, so muss es sein. Alle Zuschauer aber haben ein packendes Nord-Derby gesehen, mit zwei Teams, die sich nichts schenkten. Schwer zu leiten für den Schiedsrichter, der ebenso wie die Spieler nicht fehlerlos war – aber es insgesamt konsequent und sachlich gut machten. Glückwunsch an unsere Truppe, die jetzt vier Zähler hat. Nach zwei Spielen eine ordentliche Ausbeute. Wir sind gut gestartet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Borsigwalde heute: Justin,(Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  (Nico), Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo, Süleyman. (mw/Fotos: Pahl)

3:0 in Altglienicke – erstes Ausrufezeichen in Verbandsliga gesetzt

3. September. Die Fußball-Woche titelte am heutigen Montag über ihre Verbandsliga-Rubrik: Guter Einstand für Borsigwalde. Das trifft es. Schon früh stellten wir gestern durch guten, offensiven Fußball die Weichen bei der VSG Altglienicke auf Sieg. Nach vier Minuten das erste Tor, noch vor der Pause das zweite. Dazwischen zwei dicke Konterchancen der Gastgeber, die vornehmlich mit langen Bällen agierten – wohl auch, weil wir das zuletzt bei ihnen beobachtete Eröffnungsspiel nicht zuließen. Hinzu kam, dass beim Gastgeber etwas Unruhe vor dem Anpfiff aufkam, weil es wohl mit der Spielberechtigung von einigen Akteuren nicht rechtzeitig geklappt hat. Aus einem Riesen-Kader beim Warmmachen wurde dann eine etwas schmaler besetzte Bank. Was wiederum unseren Erfolg nicht schmälern sollte. Altglienicke blieb bis zum Ende gefährlich, steckte nie auf, hat vor allem in der Offensive prima Leute – dort werden nicht viele gewinnen, vermute ich mal. Unsere Jungs machten es gut, einige Leistungsträger der vergangenen Jahre lieferten wieder gut ab – die Neuzugänge fügten sich nach Einwechslungen gut ein, so dass ein harmonisches Gesamtgebilde entstand. Im Grunde hätten wir zur Pause bereits höher führen müssten, hinten raus trieben wir erst Recht Schindluder mit unseren Chancen. Das muss besser werden – aber nach einem 3:0 in der Fremde kann man das wohl Kritik auf hohem Niveau nennen. Unsere zahlreich gen Südosten mitgereisten Eltern und Fans sprachen hinterher von einem Spiel, das auch ihnen Spaß gemacht hat. Für Euphorie gibt es keinen Grund. Ich denke, wir haben die ersten drei Zähler für den Ligaerhalt eingefahren – nicht mehr, aber auch nicht weniger.  Spielbeobachtungen am Wochenende ergaben, dass schon in Bälde (auch nächsten Samstag mit Frohnau) ganz harte Brocken auf uns warten. Aber unser Saisonmotto wurde auch vor diesem ersten Spiel in der Ansprache verinnerlicht: WIR sind der Sensationsaufsteiger, der sich diese Liga ganz hart erarbeitet hat. WIR wollen uns diese Liga nicht wieder wegnehmen lassen. Deshalb werden WIR auch ALLES geben, um die Berlinliga zu halten. Borsigwalde heute: Justin,(Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo.  (mw/Fotos: Pahl)

5:2 gegen Nordberliner – verdienter Sieg im Lokalderby

26. August. Ein Nord-Derby als letztes Vorbereitungsspiel vor dem Verbandsligastart. Der Nordberliner SC lud an die Hatzfeldtallee – und es entwickelte sich für die zahlreichen Zuschauer ein interessantes Duell. Umkämpft, aber meist sehr fair. Mit einem deutlichen Sieger. 5:2 hieß es am Ende für Borsigwalde, ein Beobachter meinte später es sei viele Jahre her, dass zuletzt eine    A-Jugend unseres Vereins gegen den Lokalrivalen gewonnen hat. Mittlerweile gibt es einen Klassenunterschied, der aber in den ersten 20 Minuten nicht deutlich wurde. Der NOBSC erarbeitete sich gute Tormöglichkeiten, hatte auch aus meiner Sicht die besseren Spielanteile – bis wir umstellten und die Partie zunehmend besser in den Griff bekamen. Zur Pause ein verdientes 1:0 für uns. Deutlicher wurde es dann in Halbzeit zwei, wo wir phasenweise klar dominierten, leider viele Tormöglichkeiten vergaben – und bei beiden Gegentoren kräftig mithalfen. Unser Spiel hatte nicht jene Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, die man sich vielleicht schon wünschen würde. Das Ergebnis ging aber letztlich so in Ordnung. Die Partie zeigte einmal mehr auf: Wir werden uns mit unserer jungen Mannschaft vieles erarbeiten müssen, uns wird nichts in den Schoß fallen. Fazit nach einer intensiven Vorbereitung: Bis auf zwei Spieler (gegen aus meiner Sicht klar bessere Gegner aus Verbands- und Regionalliga) alles gewonnen. Das klingt gut, aber sollte uns nicht blenden. Wir haben bis hierhin gut gearbeitet, die Jungs sind fit – lassen wir uns überraschen, wie sie es umsetzen. Borsigwalde heute: Justin – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Abdullah, Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo. (mw/Fotos: Pahl)

Auf und Ab in Staaken

19. August. Das war eines der kuriosesten Spiele, das ich bisher erlebt habe. Man könnte auch sagen: so ist Fußball. Bisweilen ein Auf und Ab. Wir heute nur mit 2001er-Feldspielernbei der U17 des SC Staaken aus der Verbandsliga. Teil eins, knapp 25 Minuten: Elf Borsigwalder spielten die Gastgeber an die Wand. Wucht, Dynamik, toller Fußball – aber nur zwei Tore. 2:0, ein gefühltes  5:0. Trinkpause, wir wechseln zwei Mal. Zwei Mal zu viel, muss man im Nachhinein sagen. Mehr eigentlich nicht. Die neuen Spieler waren einfach nicht bei der Sache. Zur Pause stand es 2:3, weil wir weiter Schindluder mit unseren Chancen trieben, haarsträubende Fehler machten und Staaken eiskalt war. Noch „besser“ aber wurde es nach der Pause. In zehn (!) Minuten sieben Torchancen allerbester Güte für uns – kein Treffer. Da wurde dann noch der letzte Mann auf der Linie angeschossen, der Pfosten malträtiert – unfassbar. Staaken wiederum kommt zum ersten Mal über die Mittellinie, Sonntagsschuss – 4:2. Ein Spiel zum Kopfschütteln. Der Gegner wirklich mit einer beeindruckenden Effizienz. Aber nun kommt der letzte Akt einer wirklich sehr unterhaltsamen Partie: Die Mannschaft wirft nochmal alles rein, zeigt tolle Moral – und dreht gegen einen am Ende im Greunde nur noch verteidigenden Sportclub das Ding noch in letzter Sekunde. 5:4. Wer nicht dabei war, hat was verpasst. Eine Art Fußballshow im Sportpark Staaken. Wichtige Erkenntnisse für uns Trainer gegen sehr gute, ein Jahr jüngere Spieler. Das Spiel hat sich allemal gelohnt. Borsigwalde heute: Justin, Domenik – Pascal, Simon, Tobias, Gianluca, Momo,  Ibo, Nico, Lucas, Joshua, Dejan, Süleyman,  Eren, Christian, Daniel, Melvin. (mw)

4:1 gegen Brandenburg 03, aber: Eltern stärker als die Jungs

18. August. Zuerst das Sportliche: Aus meiner Sicht (in Anbetracht der nahezu kompletten Besetzung) unser schlechtestes Testspiel. Zwanzig starke Minuten nach der Pause – das war`s. „Ganz dünne, für Verbandsliga“, sagte ein Elternteil von Brandenburg am Ende. Er hatte Recht. Für heute stimmte das haargenau: Viel Stückwerk, es passte wenig zusammen. Der FC Brandenburg 03 aus der Bezirksliga brachte uns vor allem in Halbzeit eins mehrfach in Bedrängnis – uns fiel zu     wenig ein gegen einen robusten Gegner, der das gut machte. Viel Kampf, viel Krampf – wenig Spielkultur bei uns. Am Ende ein 4:1, das trotz des Sieges nicht zufrieden stellte. Erklärungsversuche: Ihr könnt gerne die Berichte der vergangenen Jahre nachlesen, zwei Wochen vor Ligastart sah es bei uns immer so aus. Nach einer harten Vorbereitung fallen jene Spieler, die voll durchgezogen haben,  in ein Loch. So ist es jetzt wieder. Wir blicken zurück auf zwei harte Wochen mit nur jeweils einem freien Tag. Freitag waren wir noch mit 15 Mann am Berg… Das muss man den Spielern auch zugutehalten. Dennoch ist eines bereits klar zu erkennen: Einige Spieler werden in der Verbandsliga bestimmt Probleme bekommen gegen Mannschaften, die uns körperlich überlegen sind, wenn sie weiter so lange den Ball halten – ganz abgesehen davon ist es nicht unser Spiel, wie wir Trainer uns das wünschen. Mancher muss zulegen im Zweikampfverhalten. Sonst wird uns schon der erste Gegner Altglienicke unterbuttern. Auch hier, mildernde Umstände: Die Mannschaft ist sehr jung, vermutlich einmal mehr die jüngste der Liga. Aber das durfte bei den Borsigboys in den letzten Jahren nie als Ausrede herhalten. Nun zum Außersportlichen: Unsere Partie fand im Rahmen der Saisoneröffnung statt. Ich möchte ausdrücklich meiner Elternschaft ein Lob aussprechen: Wir haben mit unseren Leuten den Sticker- und Fanartikelstand bestückt, außerdem den Schminkstand. Den ganzen Tag. Wir haben dafür gesorgt, dass die Hüpfburg da war. Sagen wir es kurz und knapp: Ohne die A-Jugend und zwei, drei andere Teams hätte es finster ausgesehen, weil sich viele Teams (bzw. deren Eltern) wieder rausgenommen haben an den Ständen. Aber das kläre ich als Jugendleiter vereinsintern – mein Dank geht an meine famose Elternschaft, die als Vorbild gelten darf. Borsigwalde heute: Borsigwalde heute: Justin, Domenik – Pascal, Simon, Tobias, Ablaye, Gianluca, Momo,  Ibo, Nico, Lucas, Joshua, Dejan, Süleyman, Lamin, Eren, Christian, Daniel, Abdullah, (Melvin, Alexander). (mw/Fotos: Pahl)

7:0 bei Schwarz Weiß Neukölln

15. August. Heute testeten wir auf einem sehr gepflegten Rasenplatz bei Schwarz Weiß Neukölln. Der Bezirksligist wehrte sich nach Leibeskräften, wir begannen viel zu behäbig. Die ersten 15 Minuten waren mit einem Wort: langweilig. Viele Ballverluste beim Spielaufbau und auch nach Balleroberung. Kaum Flügelspiel. Mit dem ersten Tor änderte sich die Gemengelage. Wir spielten  nun flotter, verschoben besser – die Partie war keine Offenbarung, wir trafen auch schlichtweg vorne zu oft die falsche Entscheidung – aber der Zwei-Klassenunterschied wurde nun zumindest sehr häufig deutlich. Torchancen ließen wir so gut wie keine zu. Das 7:0 für uns ging absolut in Ordnung. Danke an die Neuköllner für eine faire Partie. Noch eine Bemerkung am Rande: Unsere erste Pokalrunde wurde ja nun wieder abgesetzt, weil die Auslosung durch den Berliner Fußballverband amateurhaft war. Doppelte Lose – wie peinlich. Und es geht weiter: Statt nach dem Beschluss, die Auslosung für ungültig zu erklären, jetztsofort neu zu losen und den Termin zu belassen (Mann, es sind noch 10 Tage Zeit!), wird nun am 28. August gelost. Und erst am 10. Oktober gespielt. Unter der Woche, wenn schon wieder Schule ist. Ich frage mich, was in den Köpfen dieser Fußballfunktionäre eigentlich vorgeht. Ich glaube wirklich immer mehr, viele leben in ihrer eigenen Welt. Borsigwalde heute in Neukölln: Justin, Ebrima – Pascal, Simon, Tobias, Melvin, Ablaye, Gianluca, Momo,  Ibo Ü., Ibo C., Nico, Joshua, Dejan, Süleyman, Mamadou, Abdullah. (mw)

Doppelpack Landes- und Regionalliga: Sieg gegen BSC, Niederlage gegen Staaken

11. und 12. August. Testspiel-Doppelpack, quasi: zwischen den Ligen. Samstag, gegen Landesliga (also eine Klasse unter uns), Sonntag gegen Regionalliga (also eine Klasse über uns). Die Ergebnisse entsprechend. Wobei beides nicht so klar war wie erwartet – und wie es wirkte. Teil eins: Die U18 des Berliner SC. Unterm Strich der Beweis dafür, wie viel Qualität in diesem Verein steckt. Ein gut harmonierendes Ensemble mit sehr viel Offensivpower. Die ersten  15 Minuten waren die Schwarz-Gelben besser, erst danach bekamen wir die Partie in den Griff. Führten verdient mit 2:0 zur Pause, vergaben in Halbzeit zwei viele Hochkaräter. Noch drei Mal Aluminium und ein starker BSC-Keeper sorgten dafür, dass keine Treffer mehr fielen. Der BSC seinerseits vergab auch zwei, drei gute Einschuss-Möglichkeiten. Insgesamt eine Partie, die Spaß machte und für die Zuschauer sehr unterhaltsam war. Kampfbetont, aber fair. Das Ergebnis geht in Ordnung.  

Teil zwei, Sonntag: Regio-Aufsteiger SC Staaken. Am Ende ein 0:7 – und damit ein ebenso klares Ergebnis wie zwei Mal letzte Saison, als wir noch Landesligist waren und der SC Staaken Verbandsliga spielte. Aber ich fand unsere Mannschaft heute etwas unter Wert geschlagen. Vor allem in Halbzeit eins hatten wir mehrere sehr gute Möglichkeiten. In Halbzeit zwei ging es fast nur noch um Schadensbegrenzung – aber auch hier noch ein Lattenschuss von uns. Sagen wir es so: Hätte Staaken mit drei, vier Toren Unterschied gewonnen, wäre es auch okay gewesen. So wirkte    es drastischer, als es sich anfühlte. Wir machten bei drei Toren wirklich haarsträubende Fehler. Aber lieber jetzt, als in der Liga… Gute Besserung an Pascal, wir hoffen, dass die Bänder heil geblieben sind und es nur bei ein paar Tagen Pause bleibt. Fazit nach einer intensiven Woche, in der wir drei Mal gespielt und drei Mal intensiv trainiert haben: Das ging an die Substanz, aber genau so muss es zu diesem Zeitpunkt der Saison sein. Danke an Kevin Kettner, der beide Spiele souverän gepfiffen hat, Sonntag sogar mit ebenso souveränen Kollegen im Gespann. Borsigwalde gegen den BSC: Justin, Domenik – Pascal, Simon, Tobias, Melvin, Ablaye, Gianluca, Momo,  Ibo Ü., Mert, Nico, Joshua, Lamin, Süleyman, Oton. Borsigwalde gegen den SC Staaken: Justin, Domenik – Pascal, Simon, Tobias, Melvin, Ablaye, Gianluca, Momo,  Ibo Ü., Nico, Joshua, Lamin, Süleyman, Oton. (mw/Fotos: Pahl)

9:1 gegen Türkiyemspor

8. August. Viertes Testspiel der neuformierten A-Jugend, dritter Sieg. Heute agierten wir gegen den Landesliga-Aufsteiger Türkiyemspor, der sehr gute Spieler von Hürtürkel bekommen hat, bereits mit angenehmer Kadergröße. Der Gast kam nur mit zwei Wechslern – weshalb diesmal die zweite Halbzeit fast komplett an uns ging. Beim Gegner war bei tropischen Temperaturen einfach die Luft weg. Unser Reserve-Keeper half bei Türkiyem aus – und machte seine Sache sehr gut. Das 3:1 zur Pause für uns war etwas schmeichelhaft, weil die Kreuzberger noch einige gute Möglichkeiten liegen ließen. Das 9:1 am Ende kann man so beschreiben: ein wenig wurde der Gast unter Wert geschlagen, grundsätzlich aber kann man für die komplette Partie im Borsigpark sagen, dass wir sie dominiert haben. Zeitweise auch mit sehr viel Spielfreude. Überschattet wurde das Spiel von der erneuten Verletzung von Alex (Bänderdehnung) in seinem ersten Spiel nach der Reha. Gute Besserung auf diesem Wege. Danke an Uwe Glinitzki für eine souveräne Schiedsrichterleistung. Borsigwalde heute: Justin, Domenik – Pascal, Alexander, Simon, Tobias, Melvin, Ablaye, Gianluca, Abdullah, Momo,  Ibo Ü., Mert, Nico, Joshua, Lamin. (mw/Foto: mw)

Gegen Berliner SC – und noch ein gepflegtes 8:2…

5. August. Wieder ein gepflegtes 8:2. Wieder wunderbarer Kombinationsfußball. Eine Dublette zum Vortag gegen Viktoria… nur leider: diesmal andersrum. Der Berliner SC spielte nach starken 15 Minuten von uns, in denen wir eigentlich hätten in Führung gehen müssen (allein zwei hundertprozentige Torchancen) mit uns zeitweise Katz und Maus. Bis zur Pause hielten wir noch halbwegs mit, aber nach einer Stunde war der Akku komplett leer bei den meisten Spielern. Erstmal das, was entschuldigend gelten darf: Zwei Spiele in zwei Tagen mit so einem dünnen Kader – das steckt kein Team leicht weg. Zumal: Im Vergleich zu gestern fehlten noch zwei Spieler, die durch einen weiteren Akteur aus der A2 und einen direkten Urlaubs-Heimkehrer ersetzt wurden. Von 15 Akteuren also wieder drei Torhüter – und zwei Mann, die früh signalisierten, dass sie verletzt sind. Aber: Der BSC hatte sieben gleichwertige Jungs auf der Bank, die kamen, als die  anderen müde wurden… So gesehen: alles erklärbar. Nicht schön jedoch, wie einzelne bei uns reagierten während sich die anderen wehrten. Ich will ehrlich sein: Wir hatten heute einen Spieler aus der A2 dabei, der in Sachen Mentalität deutlich mehr gezeigt hat als zwei Akteure, die den Anspruch haben, Verbandsliga zu spielen. Das geht so nicht. Der Spielverlauf, auch nicht gerade motivierend: kurz vor der Pause wird uns ein klares 1:2 nicht gegeben, hätte vielleicht nochmal einen Schub ausgelöst. Zudem direkt nach der Pause haarsträubende individuelle Fehler, wo man auch ganz klar sagen muss: würde auch in der Verbandsliga sofort bestraft. Eines dürfte nach diesen beiden Partien schon klar sein: Man sollte die Verbandsliga wie einen Laden mit Regalen sehen. Heute kam der Gegner aus dem obersten Regal, gestern vermutlich aus dem untersten, wo wir uns auch einsortieren werden. Keine Schande, war uns vorher klar, dass es nur um den Ligaerhalt gehen wird. So gesehen erden vielleicht manchen solche Partien auch. Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal,  Simon, Tobias, Ablaye, Gianluca, Abdullah, Momo,  Ibo, Mert, Domenik, Nico, Samuel (A2), Jan (A2). (mw/Fotos: Pahl)

 

8:2 – heiße Sohle gegen Viktoria 89

4. August. Der erste Test nach der Sommerpause – gewiss kein Grund, das Ergebnis zu hoch zu hängen, aber durchaus ein Motivator für die Jungs, denen ich ein Kompliment machen möchte. Die erste Woche mit drei Einheiten – wir haben gut gearbeitet, am Mittwoch (der Berg rief!) auch bis zum Rande der Erschöpfung. Das muss man anerkennen. Ich wollte nach den 60 Minuten im Steinbergpark den Jungs noch einen kleinen Kick gönnen – mancher konnte kaum noch laufen… Respekt, wie die zehn Mann, die da waren, den Berg immer wieder mit Ball am Fuß ersprintet haben. Ebenso bewundernswert die Leistung heute. Ich bin eine Stunde nach dem Spiel noch 45 Minuten laufen gegangen – boah ey, ich war im Wald, wo die Luft verhältnismäßig kühler ist und muss sagen: Es war grenzwertig. Die Jungs haben – was noch viel schärfer ist – auf einem kochenden Kunstrasen gekickt, und dabei eine heiße Sohle hingelegt. Mit-Verbandsligist FC Viktoria 89 kam in einer fairen Partie, die Bernhard Klabe (SCC) umsichtig leitete, bei uns mit 2:8 gehörig unter die Räder. Und das, obwohl wir uns noch einen Spieler aus der A2 borgten und am Ende mit drei Keepern auf dem Feld standen. Der eine machte 25 Minuten seine Sache als Sechser gut, der andere ebenso lang als Verteidiger. Wir mit 15 Mann, Viktoria immerhin mit 20. Der Trainerkollege recht bedient nach dem Auftritt, den man so zusammen fassen könnte: Die einen haben miteinander gespielt, die anderen jeder für sich. Wir kombinierten teilweise sehr gut und hätten sogar noch das ein oder andere Törchen mehr machen können. Aber, um das auch klarzustellen: Es war deutlich zu erkennen, wie viel individuelle Klasse in Viktorias U18 steckt – und wenn die Trainer daraus ein Team machen, dann dürften wir im Punktspiel eine andere Truppe erleben. Einstweilen aber: gut gemacht! Morgen geht es gegen den Berliner SC weiter, dann nochmals mit zwei Mann weniger. Erst ab nächster Woche sind wir in ordentlicher Kaderstärke beisammen. Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal,  Simon, Tobias, Ablaye, Gianluca, Melvin, Abdullah, Momo,  Ibo, Mert, Domenik, Daniel, Samuel (A2). (mw/Fotos: Pahl)

Erster Test gelungen – 4:1 in Mahlsdorf

1. Juli. Erstes Testspiel der neuen A-Jugend. Zu Gast waren wir bei Eintracht Mahlsdorf, körperlich robust und durchaus spielstark. Wenngleich die A gerade aus der Landesliga abgestiegen ist – wir erinnern uns noch an die starken 2001er aus der B-Jugend Landesliga mit ihrem gewieften Trainerteam. Die Jungs trafen wir nun wieder. Bei uns fehlten noch drei verletzte Spieler, die bisherigen Neuzugänge waren bereits an Bord. Dazu ein Satz: Schon jetzt zeichnet sich ab, dass wir wieder eine sehr junge Mannschaft haben werden, aktuell stehen nur drei Akteure älteren Jahrgangs im Kader – aber die Stimmung ist schon sehr gut. Und darauf legen wir auch wert. Zum ein oder anderen Bewerber mussten wir deshalb auch nein sagen. Und, nochmal: Es muss auch in dieser Saison wieder bei uns über den Teamgeist kommen. Der kann Berge versetzen. Schön auch zu sehen beim Meister der Verbandsliga, dessen Trainer wir bei der BFV-Meisterehrung am Samstag getroffen haben: Auch beim SC Staaken geht es in der A-Jugend noch ohne Geld… Nun zum Spiel: Wir einigten uns aufgrund großer Aufgebote auf beiden Seiten auf 3 mal 40 min. Ich finde, beide Teams zeigten sich trotz dieser Belastung über das gesamte Spiel hochmotiviert, weshalb es den zahlreichen Zuschauern auch nicht langweilig wurde. Wir probierten viel aus, der ein oder andere überraschte uns – der ein oder andere ist aber noch aus seiner alten Mannschaften einen anderen Stil gewohnt. Fakt ist: Mahlsdorf bot uns optimale Bedingungen. Ein traumhafter Rasenplatz, ein super Schiedsrichter (ein Trainerkollege des Gegners), engagierte Zweikämpfe mit sehr viel Ehrgeiz – ein schöner Fußballsonntag. Am Ende siegten wir 4:1 (2:1, 0:0, 2:0), auch in der Höhe verdient, weil wir bis auf wenige Phasen ein sehr gute Spielkontrolle hatten. Bisweilen fehlte noch der letzte Zug zum Tor und es waren zu große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen – aber das sah dann doch schon recht gut aus. Alle bekamen ordentlich Spielzeit. Nun haben wir noch eine lockere Einheit, bevor es in den Urlaub geht. Borsigwalde heute: Kader: Justin, Ebrima – Pascal,  Simon, Tobias, Christian, Ablaye, Lucas, Gianluca, Melvin, Abdullah, Dejan, Momo, Momodou, Maxim, Süleyman, Ibo, Mert. (mw/Fotos: Pahl)

 

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