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Saison 2017/18

3:1 gegen die Füchse. Das letzte Spiel, der letzte Sieg des würdigen Meisters – Meister, auch im Feiern…

16. Juni. Es ging im Grunde um nichts mehr. Wir standen als Meister fest. Doch irgendwie war auch dieses Spiel ein Spiegelbild der Saison. „Nur ein Punkt Vorsprung – das sieht nicht so gut aus wie sieben“, sagte einer unsere Jungs vor dem Spiel – und dann holten sie sich die drei Zähler gegen den direkten Verfolger Füchse Berlin Reinickendorf. Wieder einmal gerieten wir in Rückstand, erst in Halbzeit zwei – und wieder einmal drehten wir das Spiel. Es ist dieser Wille und Ehrgeiz, der diese blutjunge Mannschaft (heute nur noch drei Auswechsler, weil wir die B-Teams nicht schwächen wollten) zum Aufsteiger gemacht hat. 3:1 gegen den Zweiten in einem hochgradig unterhaltsamen Nord-Duell. Noch Fragen (auch angesichts nur einer Niederlage in der Rückrunde), wer der verdiente Aufsteiger in die Verbandsliga ist?

Aber rund um dieses Spiel gab es so vieles, was erwähnt werden muss: Die Eltern hatten die Kabine in den Vereinsfarben geschmückt –  sensationell. Danke an Yvonne, Kerstin, Nicole und Anja. Die D2-Junioren, selbst Aufsteiger in die Bezirksklasse, liefen mit unseren Jungs ein. Danke hier an Thomas, der das möglich gemacht hat. Auflaufen mit „Borsigwalder Jungs“, unserer Hymne. Und ja, auch das motivierte. Die Jungs waren lange Zeit die bessere Mannschaft, bevor die 20 Minuten vor der Pause den Füchsen gehörte. Der Trainer der Füchse, Uwe, gratulierte schon zur Pause zum Aufstieg – wir seien der verdiente Meister. Eine große Geste – und irgendwie auch Sinnbild für die guten Beziehungen, die wir bei aller Rivalität, zu unserem Nachbarn haben. Das möchte ich hier mal betonen. Auch die Jugendleiter, bei uns ja zufällig auch der A-Jugend-Trainer in Personalunion, schätzen sich. Der Füchse-Fußballchef und Jugendleiter Pierre Schönknecht kam, um zu gucken – und zu gratulieren.  Man sieht am Freiheitsweg, dass wir herangewachsen sind zu einem ernsthaften Konkurrenten in einigen Altersklassen – und das wird derzeit sportlich-fair gewürdigt. Ich sage das mal mit den Worten eines Elternteils in meinem Team: Pierre Schönknecht hat mehr Spiele der Borsigwalder A-Jugend diese Saison gesehen als andere… Ihr wisst, was gemeint ist. Und damit sollte das Thema aber auch endgültig durch sein – liebe Leute, wir haben einfach Wichtigeres zu tun. Wir wollen uns doch den Spaß an unserer Mannschaft und ihrem Spiel nicht verderben lassen. Wobei ich betonen möchte: Günther Jäger, unser Freund, war häufig da, auch wenn wir samstags gekickt haben – und nicht nur, wenn zufällig ein Abendspiel war. Das rechne ich ihm, der 50 Jahre im Verein ist, hoch an. Und ja: Es macht uns stolz, dass einige unsere Jungs, die jetzt die A-Jugend verlassen, gute Anfragen haben. Das spricht alles für unsere Ausbildung, die mittlerweile ab den Minis im ganzen Verein richtig klasse ist. Was anderes lassen wir uns nicht einreden.

Unsere 99iger Jungs haben wir am Samstag würdig verabschiedet. Jeder bekam einen Ball mit Unterschriften seiner Mitspieler. Und mancher hatte feuchte Augen… danke an unseren Kapitän Nico, Julian, Malek, Mamadou. Macht`s gut!

Wir haben es am Samstag richtig krachen lassen. Erst bei Bratwurst, Salaten und Kaltgetränken auf der Terrasse des Vereinsheims. Zuvor wurde natürlich kräftig gesungen. Ich sage nur: „Aufstieg ist nur einmal im Jahr…“ als Ohrwurm. Wasser- und Sektduschen. Dann bekam ein jeder seinen Aufstiegspokal – und sein Aufstiegsshirt. Es wurden viele Reden gehalten – und ja, mancher Spieler hat mich überrascht mit seinen Sätzen, einige hatten sogar liebevoll Reden vorbereitet. Das Video von Gianni: Gänsehaut pur. Und das Fotoalbum: ist ein Knaller. Ich habe so viel Herzlichkeit gespürt, dass ich mich frage: Bin ich mittlerweile zu weich und zu nett geworden…? Ich befürchte ernsthaft einen Autoritätsverlust, wenn Spieler ihre Rede mit den Worten beginnen: „Lieber Papi…“ Um es mit einem Satz zu sagen: Es war eine schwere Saison, speziell nach dem Hilalspor-Spiel, aber ich denke, Marius, Norbert und ich haben irgendwie einen ganz guten Draht zu den Jungs gefunden, die in einem schwierigen Alter sind. Die Rückrunde: Unter dem Stichwort Disziplin absolut top. Anders hätte es auch nicht funktioniert – in der Hinrunde war uns drei Trainer zu oft zu viel Testosteron in der Luft. Danke an meine beiden Co-Trainer, ohne die ich es nicht geschafft hätte. Und danke auch an diese sensationelle Elternschaft. Gebt uns auch Kraft bei den vielen Niederlagen, die nächste Saison kommen werden. Denn Verbandsliga, das wissen wir alle: wird ein Abenteuer. Wir haben Staffelkonkurrenten, die mit dem ganz dicken Geldbeutel durch die Gegend laufen (bis zu 30 Euro Siegprämie, wie man hört) – bei uns gibt`s nur ganz viel Liebe und Fürsorge… Und ja, wir wollen Spieler, die auf die Frage „Geld oder Liebe?“ eine klare Antwort geben können. Wenn wir dann am Ende „über dem Strich stehen“, wäre das mehr wert als eine erkaufte Meisterschaft.

 

Kommen wir zu Teil zwei der Aufstiegsfeier: Die Jungs hatten sich gewünscht, dass sie mal eine Pool-Party machen können. Feucht-fröhlich ging es dann auch noch bis in die Nacht auf dem Grundstück mit dem blauen Haus zu… Ich habe mich irgendwann verkrümelt und Marc die Aufsicht über den nicht weichenden harten Kern überlassen – und ja, ich war irgendwie erleichtert am nächsten Morgen, dass die Grundmauern noch standen. Die Nachbarn schäumten zwar, weil sie erst um vier Uhr Schlaf fanden, aber was soll ich sagen? Sorry, Aufstieg ist nur einmal im Jahr. (mw/Fotos: Pahl, Wolf)

Der Aufstieg. Das Wunder. „Die größte Leistung im Berliner Jugendfußball in den letzten Jahren.“ Verbandsliga – wir kommen!

10. Juni. Hans Oertwig rief Sonntagabend an. Er sprach „von der größten sportlichen Leistung im Berliner Jugendbereich in den letzten Jahren“, so der Berliner DFB-Trainer, „nicht, weil der SC Borsigwalde jetzt zum ersten Mal mit der A-Jugend in der Verbandsliga spielt, sondern aufgrund der Zusammensetzung der Mannschaft. Das ist eine richtige Sensation.“ Der renommierte Trainer hat es auf den Punkt gebracht. Ja, es ist ein Wahnsinn, dass wir mit einer halben B-Jugend in die höchste Berliner Spielklasse aufgestiegen sind. Seit Sonntag, 11.35 Uhr, ist es vollbracht. Das Fußball-Wunder von Borsigwalde 2.0 (nach dem Klassenerhalt genau dieser Jungs vor zwei Jahren in der B-Jugend).

Die letzte Etappe war nicht mehr schwer. Der CFC Hertha 06 wollte nur noch antreten, um sich nicht durch Streichung die Relegation zu verbauen, wo der Verein noch die Landesliga halten kann. Neun Mann stellten sich noch unseren hochmotivierten Kiezhelden – und die Treffer fielen fast im Minutentakt. Zur Pause ein 15:0, es half auch nichts, dass wir selbst nur noch aus- und nicht mehr einwechselten. Der Gegner gab zur Pause auf – und bei uns brachen die Dämme. All die Anspannung der letzten Wochen mit den vielen Endspielen gegen starke Gegner – sie fiel ab. Wasser- und (alkoholfreie) Bierduschen vor den Augen von rund 30 mitgereisten Borsigwalder Fans und Eltern.

Zeit zum Rückblick. Vor der Saison hab en wir uns verabschiedet – von einem Traum. Verbandsliga. Wir waren fest davon überzeugt, diesen als B-Jugend zu erreichen. Mancher war traurig, wir haben aber Verzicht geübt – für den Verein, der sonst keine A-Jugend hätte stellen können. Sechs Jungs nahmen wir aus der B mit. A-Jugend Landesliga – das lockte dann noch drei andere 2001er an. Die Hälfte des Kaders also: B-Junioren. Wer hätte denn ernsthaft gedacht, dass wir uns den Traum eine Altersklasse höher erfüllen? Die Vorbereitung: hart und holprig. Spieler kamen, Spieler gingen wieder. Es musste auch charakterlich passen – und das war leider nicht immer so. Noch im Winter haben ich einen neuen Spieler weggeschickt, der sportlich Klasse war – aber menschlich ein Arsch. Am Ende hatten wir noch 17 Jungs, die füreinander durchs Feuer gingen. Eine geile Truppe. Hungrig auf Erfolg, die meisten immer beim Training, mancher spielet wochenlang angeschlagen, beendete die Saison unter Schmerzen. Es war nicht immer leicht. Wenn ich nur daran denke, wie uns Hilalspor mit brutaler Gewalt aus dem Rennen nehmen wollte, wie uns Dynamo schon im Herbst Spieler abzocken wollte. Es hat uns noch enger zusammengeschweißt. Und ja, wenn Hans Oertwig jetzt sagt, „manch anderer kotzt ab, lieber Herr Wolf, weil ausgerechnet Borsigwalde aufsteigt“ – dann trifft er auch hier den Nagel auf den Kopf. Mancher in unserer Staffel muss sich fragen, warum er mit deutliche besseren Möglichkeiten nicht besser war als der vermeintliche Dorfklub Borsigwalde, der aber mittlerweile sehr, sehr gute Strukturen im Jugendbereich hat. Es macht uns noch mehr stolz, dass uns keiner etwas zugetraut hat. Um nur einen Gegner zu nennen: Dynamo, mit einer A-Jugend in der Regionalliga, schafft es nicht ansatzweise, sein Potenzial abzurufen. Und ja, es ist eine Genugtuung, wenn ich sehe, dass Dynamos so genannte U18 (die in Wahrheit meist eine halbe U19 war) zum Beispiel nicht mehr war als ein Durchlauferhitzer für Spieler – und nie eine Mannschaft. Schön, wie ein Spieler von Hertha 06 angesichts unserer Jubelszenen noch sagte: „Eigentlich wollte ja wir aufsteigen.“ Ja, und Borsigwalde wollte eigentlich nur drinbleiben – bis wir gespürt haben, welche Kraft Teamgeist und Kameradschaft geben können. Bei uns gibt es keine Siegprämien, wie mittlerweile bei der A-Jugend längst üblich. Nein, bei uns gibt es dafür andere Akzente. Denkt an unsere lustige Italien-Turnierreise – und die Abschlussreise zu Bayer Leverkusen. Es hat die Jungs zu einer Gemeinschaft geformt. Es sind nicht elf Freunde, aber sie haben sich alle respektiert – und sie hatten ein Ziel. Gemeinsam mit ihren ebenso hart arbeitenden Trainern.  Ich kann Euch sagen, dass meine Frau es bisweilen nicht lustig fand, wenn ich sonntags noch losgezogen bin, um bei herrlichsten Wetter Dynamo gegen Friedenau zu gucken. Aber es musste sein – weil ich auch das Gefühl gebraucht habe, alles gegeben zu haben. Jetzt ist der Akku wirklich leer – und ich denke, es dürfen ab Anfang Juli (nach der Sichtung) dann auch mal ein paar Wochen ohne Fußball sein.

Ich möchte hier danke sagen: an meine Frau, die versteht, warum einer, der selbst vier Kinder hat, auch noch fremde Kinder trainieren muss…

Danke an 18 (bzw.19) wirklich ganz tolle Jungs, auf die wir Trainer verdammt stolz sind. Ihr seid manchmal nicht die Bravsten, aber Ihr seid ehrlich – und das schätzen wir. Danke an meine Co-Trainer Marius und Norbert, die mit mir durchgehalten haben – obwohl wir gerade nach dem Hilalspor-Spiel uns gefragt haben: Warum haben wir uns das angetan? Alleine hätte ich das nie geschafft.

Danke an unsere sensationellen Eltern. Leute, Ihr seid die Größten. Ihr habt uns Trainern und Euren Jungs so viel Kraft gegeben. Ihr ward stärker als der ewig zweifelnde Trainer! Ich kann mich noch erinnern, als das Verletztenlager immer größer wurde (ebenso wie meine Sorgenfalten), die schwierigen Spiele anstanden – und ein Vater gesagt hat: „Vertraut Euren Kindern, sie werden es schon machen.“ Eine Kabine voller Obst, Süßigkeiten, Essen, Anfeuerung, Aufmunterung – Ihr Eltern seid mit aufgestiegen, das möchte ich hier noch einmal ganz deutlich betonen!  Als selbst unser ein sich ruhender Team-Fotograf Carsten beim Spiel gegen Lichtenberg immer wieder rein rief: „Es ist Euer Spiel, Ihr werdet es gewinnen, weiter, weiter, weiter…“ Bis zur 96. Minute. Bis zum Tor. Da wusste ich: Jeder, wirklich jeder, gibt hier alles. Und Ihr alle werdet mithelfen, Euren Kindern zu erklären, dass es keine Schande ist, jetzt öfter auch mal zu verlieren.

Ja, wir gehen jetzt in einer Liga, die höchste Berlins, in der wir künftig öfter verlieren als gewinnen werden. Ich bin sicher, wir alle wollen damit klarkommen. Der Cottbuser Fußballtrainer Eduard Geyer hat mal gesagt: „Die Bundesliga wollte nicht zu mir kommen – also bin ich in die Bundesliga gegangen.“ So ist das auch bei uns: Wir sind nicht IRGENDWO hin gewechselt, WIR haben uns die Verbandsliga erkämpft. Mit dem Verein, für den wir spielen. Mit jeder Faser unseres Körpers. Blut, Schweiß und Tränen. Das sollte uns stolz machen. Und jetzt lasst uns nächsten Samstag noch feiern. Der Gegner vor der Feier, eigentlich unwichtig, aber: passenderweise eine Mannschaft, die uns auch nichts zugetraut hat. Die aber jetzt zum MEISTER kommen muss. Einfach nur schön.

UNSERE AUFSTEIGER:

Justin – Torwart. Er spricht nicht, aber er hält fast alles. Und ist das nicht wichtiger? An der Frisur sollten wir allerdings noch arbeiten.

Nico – Kapitän. Er ist leise, aber wenn er was sagt, dann hat es Gewicht. Zuverlässig hoch drei. Es war eine gute Wahl.

Tobi – Abwehr. Der Riese, der die Gegner abkocht. Gut, dass er so nuschelt, wird wären wohl sonst ständig vor dem Sportgericht.

Lucas – Abwehr, Mittelfeld. Manchmal irre, aber ein Herz so groß wie ein Fußball.

Eren – Sechser. Der Mann könnte auch Fußball lehren, weil er ein Spiel lesen kann. Dazu hat er sechs Beine.

Alexander – Mittelfeld. Hose XXL, Herz ebenso groß. Feiner Fußballer. Fühlt sich vom Trainer immer ungerecht behandelt, aber weiß doch tief drinnen, dass der Alte Recht hat.

Simon – Sechser (oder da, wo er gebraucht wird). Der Mann, der nicht verlieren kann und dann meckerig wird Aber er meint es nicht so. Und er ist einfach nur ein richtig Guter.

Gianluca – Mittelfeld. Hat diese Saison 20 Kilo abgenommen und in Form von fußballerischer Klasse wieder draufgepackt.

Daniel – Mittelfeld. Er musste im Winter nach England gehen. Wir dachten nicht, dass wir ihn ersetzen können. Aber wir haben ihn trotzdem vermisst. Ihn und seine Pferdelunge. Bis bald!

Mamadou Billo – Abwehr. Sie nannten ihn Gazelle. Schnell wie der Wind, ein Kämpferherz. Er ist 99er – und wird uns fehlen.

Julian – Abwehr. Unser Bärchen. Wir lieben ihn. Ein echter Teamplayer.

Pascal – Sturm. Von Positionsspiel hat er noch nichts gehört. Scheißegal, der Mann hat einen eingebauten Torgaranten. Und darauf kommt es vorne an.

Ablaye – Sturm. Zu ihm schauen alle Kinder in Borsigwalde auf, himmeln ihn an wie anderswo die Kids Pogba. Er läuft und läuft und läuft. Reißt Löcher, schießt Tore – und ist eien Seele von Mensch. Junge, Du darfst nicht gehen.

Christian – Mittelfeld. Er will nicht auf der Außenbahn laufen – aber er läuft. Und kämpft. Der Schrecken aller Gegenspieler. Nur er darf „Papa“ zum Trainer sagen.

Stefan – Sturm. Lange gesperrt, am Ende aber ganz, ganz wichtig. Kein Konditionswunder, aber: Schön, dass er nicht aufgegeben hat. Seit der Leverkusenfahrt wissen alle: Der Mann hat Stehvermögen.

Mert – Mittelfeld. Kam im Winter, hat sich häufig in den Dienst der Mannschaft gestellt.

Adnan – Abwehr. Er ist ruhig, und so spielt er auch. Hat imemr geduldig auf seine Chancen egwartet. Ein Teamplayer.

Melvin – Mittelfeld. Der Mann aus der B2, der das Format – und vor allem das Temnpo – für die A1 hat. Er hat uns so oft geholfen – und er ist so wichtig. Jetzt ist er einer von uns.

Malek – Mittelfeld, Sturm. Als Hilalspor losprügelte, wählte der Trainer seine Nummer: „Wir brauchen Männer.“ Er kam, sah – und stieg auf. Als Mann, als Kämpfer. Comeback des Jahres.

Zittersieg gegen Lichtenberg 47

2. Juni. Gut, dass in dieser sechsten Minute der Nachspielzeit (die Länge war einer Trinkpause geschuldet) keine Videokamera auf den Trainer gerichtet war. Am Ende des Torjubels irgendwo mitten auf dem Platz hatte ich zwei blutige Knie – muss also irgendwas schief gelaufen sein. Vermutlich hätten alle gesagt. Der Typ ist irre. Zeigt aber auch, welch Ballast heute auf allen lag – inklusive mir. Das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen, in gewisser Weise das dritte „Endspiel“ – das schleppten auch viele der Spieler mit sich rum. Und nun kam ausgerechnet mit Lichtenberg 47 ein Gegner, der diese Saison noch nicht abgehakt hat, der um jeden Meter kämpfte. Verbissen, robust, klug in der Spielanlage. Ich hatte aus Spielbeobachtungen gesagt: Was nicht passieren durfte, gegen diese taktisch extrem diszipliniert agierende (und flexible) Truppe in Rückstand zu geraten – doch wir gerieten prompt in Rückstand. Mit dem ersten Fehler in der Rückwärtsbewegung, den ersten Ballverlusten – liefen wir in einen nahezu von L47 perfekt vorgetragenen Konter. Noch hatten wir viel Zeit – aber wir trieben Schindluder mit unseren Chancen – und wir blieben nicht konzentriert genug. Lange, viel zu lange, bei manchen lagen die Nerven blank angesichts der vielen Torschüsse, die nicht ins Ziel fanden. Weil Lichtenberg die Räume geschickt eng machte, bedeutete bei diesem schwül-heißen Wetter jede Torchance viel Arbeit – und diese schien sich nicht auszuzahlen. Wenn wir durch waren, dann stand da noch ein furios haltender Torwart. Ganz ehrlich: Mithin die stärkste Torhüter-Leistung, die ich in dieser Saison bisher gesehen habe. Wir liefen also an, gegen eine Mauer, ein Bollwerk, einen harmonischen Verbund – und wir hätten bei einem der Konter auch das 0:2 kassieren können. Aber am Ende war uns das Glück hold. 74. Minute, ein Wahnsinns-Freistoß. Und dann die sechste Minute der Nachspielzeit, das erlösende 2:1. Wie sagt man so schön: Letztlich glücklich, aber es dürfte keinen auf dem Platz gegeben haben, der behauptet hätte, der Sieg wäre unverdient. Dafür haben die Jungs wieder einmal zu viel investiert. Kaum einer fand dabei zur Form vom letzten Mittwoch, aber nochmal: das dritte Spiel in sechs Tagen, der Kader wird immer dünner in dieser kräftezehrenden Saison, auch heute haben wieder drei, vier Jungs gespielt, die eigentlich eine Pause bräuchten, um ihre Blessuren zu kurieren. Und zwei sind humpelnd nach Hause gegangen. Schon letzten Donnerstag, beim Training, haben viele geklagt, dass ihnen alles weh tut… Da haben wir nur Standards geübt – und heute vielleicht davon profitiert? Fakt ist: Derzeit fahren wir mit den letzten Tropfen Sprit im Tank – dem Ziel entgegen? Ja, liebe Freunde aus Lichtenberg, Ihr werdet jetzt schmunzeln – aber ich muss es nochmal sagen: Wir brauchen noch einen Sieg, um die Relegation zu vermeiden. Platz zwei ist uns sicher. Aber der reicht aller Voraussicht nach nicht für den Gang in die Verbandsliga. Mehr will ich jetzt nicht mehr sagen, wir haben vielleicht auch zu viel gerechnet in letzter Zeit. Dabei ist uns, mit Ausnahme des Hilalspor-Spiels, ein wenig die spielerische Leichtigkeit abhanden gekommen. Dass das Restprogramm mit in der Rückrunde stark auftrumpfenden Teams wie Lichtenberg und Berliner SC (plus Hilal und Füchse) nicht von Pappe ist, kommt hinzu. Und, ja: Mann, wie eng waren so viele Spiele in dieser Saison. Heute noch enger als sonst… Zum Abschluss möchte ich noch ein paar Sätze zu L47 und deren Verantwortlichen sagen. Im Grunde eigentlich nur ein Wort: danke. Ihr habt menschliche Größe gezeigt und am Ende verstanden, warum mancher Spieler bei uns heute so agiert hat, wie er agiert hat. Es sind junge Leute, die sich sportlich nun plötzlich eine Chance arbeitete haben, die ihnen keiner zugetraut hat. Um ehrlich zu sein: Lange Zeit auch nicht einmal der eigene Trainer. Nun flattern bisweilen die Nerven, wird überreagiert, überinterpretiert. Schön, dass man dann noch miteinander sprechen, sich aussprechen kann. Spieler und Trainer. Denn gerade solche Sportsleute wie die von L47 sehen wir ja immer wieder – die Wege kreuzen sich seit Jahren automatisch auf der Spur des Erfolges. Und so möchte ich nicht nur meiner Mannschaft ein Kompliment machen für den nimmermüden Einsatz heute (ich wäre selbst bei Niederlage angesichts dieser Energieleistung in Halbzeit zwei nicht sauer gewesen), sondern auch unseren Gästen für eine bärenstarke Rückrunde – Platz drei hinter dem Berliner SC und uns, das spricht für sich. Und jetzt: weiter geht`s. Am Sonntag wartet der CFC Hertha 06. Borsigwalde heute: Justin – Pascal,  Eren, Nico, Simon, Tobias, Christian, Ablaye, Malek, Julian, Mert, Lucas, Stefan, Gianluca, Melvin, Adnan. (mw/Fotos: Pahl)

Hilalspor – die sportliche Antwort

Bevor ich überhaupt etwas zu diesem Spiel schreibe, möchte ich was anderes loswerden: Einfach nur atemberaubend, wie sich unser Verein an diesem heißen Mittwochabend präsentiert hat. Wir haben das Helft des Handelns in die Hand genommen und gezeigt: Es ist UNSER PLATZ, UNSER VEREIN, UNSER SPIEL. Unsere Gäste von Hilalspor waren davon sichtlich beeindruckt – für ihre üblichen Spielchen blieb kein Raum mehr. Wir hatten Ordner aufgeboten, Polizei, wir     hatten Absperrungen vorgenommen und es waren Beobachter des BFV vor Ort. All das zeigte Wirkung. Danke an unseren Sicherheitschef Totti, die Ordner Klaus, André, Carsten und Erik. Die hatten keinen leichten Job (wurden von „Gästen“ oft beschimpft), waren aber auch Garanten für ein ruhiges Spiel, in Kombination mit einem sensationell starken und souveränen Schiedsrichtergespann Dietrich/Birkhoff/Liebscher, das konsequent auf Zuschauer und Verantwortliche beider Teams, sowie Spieler, einwirkte. Ja, Leute, ich bin noch immer sehr beeindruckt: 300 Menschen auf unserem Platz. Jugendspieler mit Trommeln, anfeuernde Eltern – wir haben gezeigt, was für ein starker Verein wir sind. Vor den Augen vieler „Fußball-Prominenter“ aus dem Norden. Und wir haben gezeigt, dass ALLE hinter dieser jüngsten A-Jugend des Vereins stehen, die sich mit diesem Sieg gegen Hilalspor die Chance auf etwas Historisches erhalten hat. Noch nie war eine Borsigwalder U19 in der Verbandsliga. Ab sofort heißt die Rechnung: zwei aus drei. Zwei Siege brauchen wir noch, nachdem wir den direkten Verfolger nun mit einem sensationellen und auch in der Höhe verdienten 6:0 erstmal in die Schranken verwiesen haben. Sieben Punkte auf Hilal, vier auf Füchse – von so einer Ausgangslage hätte drei Spieltage vor Schluss keiner von uns zu träumen gewagt. Nun ist sie da – auch, weil unsere junge Mannschaft, eine halbe B-Jugend, getragen wurde von diesem Publikum. Dass es so kommen würde, war früh zu spüren. Es knisterte an der Tietzstraße. Und in der Kabine. Die Jungs wollten sich richtig heiß machen, Gas geben schon bei der Erwärmung. Hilalspor kam spät raus, wollte Kräfte sparen – wir gingen auf Betriebstemperatur ins Spiel. Als dann noch ein Führungsspieler in der Kabine nach meiner schon sehr emotionalen Rede das Wort ergriff – ich hatte Gänsehaut. Was für eine Truppe! Heute war ich das ganze Spiel über verdammt stolz auf die Jungs. Hatte uns Hilalspor noch im Hinspiel den Schneid abgekauft – nun war es umgekehrt. Wir gewannen gefühlt 80 Prozent der Zweikämpfe, spielten es dann sauber aus – und hätten schon zur Pause klarer führen müssen als 1:0. Dass so ein knappes Resultat gefährlich ist, zeigte sich, als einer unsere Jungs nach einer Stunde den Ausgleich quasi von der Linie kratzte, artistisch – und wir dann zuschlugen. Taktisch clever, mit Herz und Verstand. Der Gegner: konsterniert. Ergab sich in sein Schicksal gegen eine Mannschaft aus Borsigwalde, die heute eine Klasse besser war. Ich verstehe die Sprache nicht, mit der diese Mannschaft kommuniziert (was mich immer wieder wundert in einer deutschen Liga…) – aber ich habe verstanden, wie sie sich angemacht haben. Ja, wir haben an diesem Abend auch das Hinspiel aufgearbeitet, als aus meiner Sicht das Sportgericht uns zu Unrecht auch eine Teilschuld am Spielabbruch (mit drei Roten Karten gegen Hilalspor, die seltsamerweise bei fussball.de immer noch nicht eingetragen sind) gegeben hat. Ich will hier nicht mehr drauf rumtrampeln, aber: Vor dem Sportgericht hat Hilalspor damals behauptet, man werde an der aufgrund der Enge für A-Junioren unzumutbaren Spielstätte Waldeckpark künftig die Zuschauer nur noch jenseits des Zauns dulden… es gab kein einziges Spiel unter diesen versprochenen neuen Voraussetzungen seitdem. Wie ehrlich ist dieser Verein? So haben wir denn gestern unsere sportliche Antwort gegeben. Was das bedeutet? Kein Grund, um allzu lange zu feiern. Mit Lichtenberg 47 wartet schon der nächste schwere Gegner, der eine starke Rückrunde spielt. Auf geht`s Borsig, kämpfen und siegen! Der Traum lebt. Auf diesem Wege auch gute Besserung an Mamadou, der die Nacht in der Notaufnahme verbracht hat. Borsigwalde heute: ALLE. (mw/Fotos: Pahl)

Hier der Link zum Spielbericht bei Spreekick TV

Hier der Link zum Trainerinterview

 

Ebenso bittere wie verdiente Niederlage beim Berliner SC

27. Mai. Nach acht siegreichen Spielen nun der Rückschlag. Eine bittere, aber nicht unverdiente Niederlage. Bitter, weil wir in der letzten Minute noch die Latte trafen (zuvor auch schon den Pfosten) – nicht unverdient aber auch, weil eine starke Halbzeit eben nicht reicht gegen die wohl spielstärkste Mannschaft unserer Staffel. Wir waren schlichtweg am Anfang nicht da. Versemmelten gute Chancen – und der Gegner nutzte jeden Fehler von uns hinten gnadenlos aus. So stand es irgendwann 3:0 für den Berliner SC, der reifer und abgeklärter wirkte. Bevor wir endlich anfingen, uns auf unsere Stärken zu besinnen, war die Partie im Grunde schon gelaufen. In der Folge machten wir den Druck, den wir sofort hätten machen müssen. Wie im Hinspiel zitterte sich dann eine Mannschaft zum 4:3-Sieg. In diesem Fall der BSC, im Winter noch waren wir es. Ein erneuter Beweis, wie eng unsere Liga ist. Weshalb die Ausgangslage nun nach wie vor klar ist: Wir brauchen drei Siege aus vier Spielen, dann kann uns keiner was. In allen anderen Fällen sind wir auf Schützenhilfe angewiesen. Ärgerlich, dass wir heute Pech hatten mit dem Schiedsrichter-Gespann. Auf der einen Seite winkte ein 13-Jähriger, dem der Chef-Referee noch vorher Abseits erklärte… Warum dann der leitende Schiedsrichter vor dem 1:0 per Strafstoß zu dem Linienrichter geht und ihn fragte, statt nicht selbst zu entscheiden – ein Rätsel. Der Assistent verlegte den Tatort jedenfalls in den Strafraum. Hinterher hörte ich zwei Versionen. Erstens: nie im Leben überhaupt Foul, zweitens: wenn, dann nicht im Strafraum. Leider gab es nicht nur in dieser Szene unschöne Begleiterscheinungen: Unter die Zuschauer auf der Tribüne hatte sich (nach Auskunft von BSC-Verantwortlichen, die ausdrücklich betonten, mit diesen Leuten nichts zu tun zu haben) eine Gruppe Krakeeler unseres nächsten Gegners Hilalspor gemischt – offensichtlich nur mit einem Ziel: Spiel und unsere Spieler zu beeinflussen. Ich kann hier nur an alle Borsigwalder appellieren: Das Spiel am Mittwoch ist auf UNSEREM Platz, in UNSEREM Kiez, mit UNSEREN Fans. Helft der jüngsten A-Jugend, dieser Verein je hatte. Denn jetzt brauchen wir Eure Hilfe! Borsigwalde heute: Justin – Pascal,  Eren, Nico, Simon, Alexander, Tobias, Christian, Ablaye, Malek, Julian, Mert, Lucas, Stefan, Gianluca, Melvin. (mw/Fotos: Pahl)

Ein Turniersieg, über den sich keiner mehr freut

20. Mai. Am Ende konnte sich bei uns über den Turniersieg keiner mehr so richtig freuen: Fünf Minuten vor Turnierende stieg ein Spieler von Grün Weiß Neukölln mit brutaler Härte gegen unseren Alexander ein. Die Szene: Unser Spieler ist mit Ball vorbei, der Gegner hat keine Chance auf den Ball und springt einfach nur in Alexander hinein. Die Diagnose, am späten Abend im Krankenhaus: Das Sprunggelenk ist gebrochen, die Bänder sind gerissen. Dem Neuköllner Spieler, der selbst aufgelöst war, mache ich weniger den Vorwurf als dem Cheftrainer der U17 von Grün Weiß Neukölln. Bereits in der Vorrunde hatten wir gegen diese 2:2 gespielt. Danach beorderte er seine Mannschaft in der Kabine und brüllte minutenlang auf die Spieler ein. Das konnte man noch sehr weit hören. Im Finale, ähnliche Bilder in der Pause – wieder ein unnötiges Scharfmachen der Mannschaft mit Drohungen im Stile von „Ihr habt noch 15 Minuten Zeit, sonst…“ Ganz ehrlich, Leute: Ich kann diesen verbalen Müll, wonach die Spieler mit dieser Art des „Kollegen“ umgehen könnten und er das ja alles nicht so meine (mehrfach von Eltern widergegeben) nicht mehr hören. Das ist keine Art, die man tolerieren kann. Das Verhalten des Trainers wird hier in geradezu beschämender Weise schöngeredet. Typen, die so viel Aggression verbreiten und offensichtlich Jugendliche mit dem Mittel der Angst befehligen, machen den Jugendfußball kaputt. Nochmal: Wir reden hier von einem Pfingstturnier – und nicht vom Fifa World Cup! Um Alex tut es mir sehr leid. Wir sprechen hier von einer Pause, die bestimmt sechs Monate dauern wird. Den neuen Minijob kann er vergessen, den Surfurlaub. Und dem Team fehlt er die letzten, wichtigen Saisonspiele. Ich bin sicher: Die Truppe wird jetzt auch für Alex spielen. Mich haben am Montag, als ich Dienst als Jugendleiter beim Pfingstturnier der E- und F-Jugend hatte, viele gefragt, warum ich so nachcdenklich bin. Ganz ehrlich: Über die Nummer komme ich nur schwer hinweg. Ich mache mir selbst Vorwürfem, dass ich dieses Turnier angenommen und nicht einfach nur ein Testspiel vereinbart habe. In jedem Fall: gute Besserung an Alex! Das Sportliche, kurz und knapp: Wir marschierten bei dem A-Jugend-Turnier von Schwarz Weiß Neukölln recht ungefährdet durch die Vorrunde. Die Jungs nahmen es so, wie ich es angesagt hatte: ein bisschen bewegen, Spaß haben, Ergebnis im Grunde: nebensächlich. Schade, dass es nicht jeder so sieht. Aber schon nach dem Vorrunden-Spiel äußerten sich Eltern von Grün Weiß Neukölln (das bei den beiden Treffern von unseren Fehlern profitierte) abfällig über unsere Truppe. Da fiel sogar der Begriff „Gurkentruppe“. Das alles zeigt ganz offensichtlich, welcher Geist hier regiert. Mit Respekt hat das alles nichts mehr zu tun. Die weiteren Ergebnisse: 5:0 gegen SW Neukölln, 5:2 gegen Berliner TSC, 1:1 gegen die sehr gute 3.A von Hertha 03 Zehlendorf – Halbfinale. Dort ein 1:0 gegen die verlustpunktfrei durch die Vorrunde gekommenen Fortunen aus Biesdorf. Und dann eben das Finale, ein 2:1 für uns – aber kein Grund zur Freude nach neun Stunden Turnier. Danke trotzdem an Schwarz Weiß Neukölln, ein sehr guter Gastgeber, und an die Referees, die bei heißem Wetter Ihr Bestes gaben und selbst geschockt waren am Ende über so viel Brutalität. Borsigwalde heute: Justin – Pascal, Eren, Nico, Simon, Alexander, Julian, Mert, Tobias, Ablaye, Adnan, Christian, Gianlucca. (mw/Fotos: Wolf)

Ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden: Die Borsigboys bei Bayer Leverkusen. Fußball unter den Augen von Rudi Völler – bei tollen Gastgebern, die uns tiefe Einblicke gewährten

11. und 12. Mai. Manchmal können auch noch die Träume von größeren Kindern wahr werden…

Ich will das Erlebte mal mit drei Episoden beschreiben, die sinnbildlich sind. Die erste, aus der Halbzeitpause: Einer unserer Spieler, für den das halbvolle Glas sonst eher immer halbleer ist, sagt: „Matthias, das macht hier so viel Spaß.“ Da lagen wir wohlgemerkt schon 0:4 zurück – und es war klar, dass wir chancenlos sind. Die zweite, als das Spiel aus war und wir 0:12 verloren hatten. Da kam einer der Jungs, die die A-Jugend in diesem Jahr verlassen, und sagt: „Danke Matthias, dass wir das erleben durften.“ Und als wir am Samstag gegen Mitternacht wieder daheim waren, verabschiedete sich einer der Spieler vor der U-Bahn von mir mit den Worten: „Matthias, ich bin so dankbar.“ Dann zog er mit seinem Leverkusen-Shirt in die dunkle Nacht…

Punkt eins: Dankbar sollten wir Helmut Jungheim sein, dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, der uns dieses besondere Erlebnis ermöglicht hat. Und das waren auch alle bei uns. Zum Abschluss hatte jeder Spieler nochmal das Bedürfnis, Herrn Jungheim die Hand zu schüttelt, der prompt sogar sagte: „Sympathische Truppe, toller Verein. Das können wir gerne nächstes Jahr nochmal machen…“ Wahnsinn.

Der Reihe nach: Ankunft in Leverkusen um 15 Uhr. Über Bayer 04 hatten wir Sonderkonditionen bei Best Western, einem Vereinssponsor bekommen. Schönes Hotel, 15 Minuten Fußmarsch zur Arena – wo wir schon erwartet wurden. Der erste von zwölf Ordner, die eigens für unser Spiel Dienst schoben, begrüßte uns mit den Worten: „Wo ist denn Euer Bus?“ Dann kam Helmut Jungheim mit dem ersten Highlight: Umziehen in der Gästekabine, an der schon das Wappen von Hannover 96 hing. Die Jungs schon hin und weg, die Kabine gefühlt 20 Mal so groß wie eine in Borsigwalde… „Hier hat auch schon Messi gesessen“, sagte Helmut Jungheim noch. Und nebenan in der Kabine: Die Profis von Bayer 04 nach dem Training, die gerade die Arena verließen, von manchem Borsigwalder gleich angequatscht…

Warmmachen im Ulrich-Haberland-Stadion. André durfte erst fotografieren, als er sein Leibchen hatte – wie in der Bundesliga. Der Rasen: ein Teppich. Die Jungs: wie eine Herde junger Wildpferde, begeistert, aufgeregt. Smalltalk mit dem Schiedsrichtergespann, dann kamen die Gegner. Sagen wir es mal so: Sie waren nicht gerade klein…, obwohl die U19 von Bayer 04 heute nur mit 2000ern und einem 99iger antrat, dazu zwei 2001er Probespieler. Der Bursche, der beim gemeinsamen Erinnerungsfoto neben mir stand, sah aus wie Gerald Asamoah… Dass heute mancher Leverkusener Spieler, der zum Beispiel an einen anderen Klub ausgeliehen war, nochmal mitspielte, um sich zu zeigen, vielleicht doch bei Bayer 04 weitermachen zu dürfen – machte die Sache für uns auch nicht leichter. Kurzum: Wir trafen vor 150 Zuschauern, darunter Rudi Völler, der die Partie aus dem Vip-Raum der Arena beäugte, auf zwanzig hochmotivierte Bayer-Spieler. Die zeitweise sogar nach eigenen Toren den Ball eigenhändig wieder aus dem Tor zum Anstoßpunkt brachten. Mit Markus von Ahlen und Iraklis Metaxas waren zwei Trainer auf der Gegenseite, die uns höflich begrüßten. Eine wirklich freundliche Atmosphäre. Ich gebe zu: auch ich war etwas nervös in meiner Coaching-Zone.

Das legte sich rasch: Die ersten Minuten spielten wir frech, versuchten die Spielereröffnung von Bayer zu verhindern – und hatten auch den ersten Torschuss. Doch nach acht Minuten, der erste vehemente und schnell vorgetragene Bayer-Angriff – und gleich das 0:1. Fortan waren wir vornehmlich mit Verteidigen beschäftigt, schossen vielleicht insgesamt drei, vier Mal aufs Tor. Die beste Gelegenheit hatte Lucas, freistehend: drüber geköpft. Erst in der Schlussphase kamen wir noch nach Balleroberungen zu Konterchancen, die wir aber leider schlecht in Überzahl ausspielten. Ein Törchen wäre so schön gewesen. Ich glaube, wir hätten alle Lambada an der Eckfahne getanzt. Aber auch so war es schön… Der Unterschied von drei Spielklassen: allzeit deutlich zu sehen. Traurig war von den Jungs keiner, im Gegenteil: Mancher bewies Humor, indem er danach auf lächelnde Gegenspieler mit den Worten zuging: „Also für Dich ist in Borsigwalde immer ein Platz frei.“ Einer im roten Trikot sagte sogar grinsend: „Danke Jungs, ich werde es mir überlegen.“ Null Arroganz oder Hochmut – einfach eine klasse Stimmung. Die noch besser wurde, als der Bayer-Zeugwart in die Kabine kam und Polo-Shirts an alle verteilte. Die Dinger, die man nicht kaufen kann – die sonst nur die Spieler tragen. Eine schöne Erinnerung.

Noch am Freitag, nach dem Spiel, lud uns Bayer 04 zum Essen ins Hotel Lindner ein. Vier Sterne, tolles Buffet, super Gespräche. Helmut Jungheim und Markus von Ahlen waren auch mit dabei. Gastfreundschaft pur. Helmut Jungheim betonte noch einmal die Motivation, sowas zu machen: Zum einen habe Bayer 04 ein Image (Plastikklub, Pillenklub), das dem Verein nicht gerecht werde – durch solche Aktionen wolle man doch auch mal was geraderücken. Zum anderen, sagte der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, „seid Ihr doch die wahren Sportler. Was wären wir Profis ohne die vielen Amateurklubs wie Borsigwalde, die so tolle Jugendarbeit betreiben?“ Um 23 Uhr zogen wir alle von dannen – die vielleicht glücklichsten Verlierer, die Borsigwalde je gesehen hat…

Am Samstag, 10 Uhr, ging das Abenteuer weiter. Helmut Jungheim empfing uns schon an der Arena – zur Tour durch das Allerheiligste. Wir sahen viele Bereich, in die sonst nur Mitarbeiter kommen. Was mich besonders überrascht hat: In der Dreiviertelstunde, die Herr Jungheim mit uns auf der Tribüne saß und über die Strukturen der Nachwuchsarbeit bei Bayer 04 sprach, hingen die Jungs an seinen Lippen. So konzentriert hätte ich sie gerne auch an der Taktiktafel vor dem Friedenau-Spiel gehabt… Apropos Taktik-Tafel: In Leverkusen läuft das schon digitaler, werden zur Pause bei Spielen der U17 und U19 bereits Bilder aus der ersten Halbzeit auf einem großen Monitor mit den Spielern analysiert. Nach zweieinhalb Stunden in der BayArena, in denen die Jungs Herrn Jungheim mit Fragen gelöchert haben, hatten wir so viel Input, dass einem der Abschied fast schon schwerfiel. Als Sahnehäubchen obendrauf aber hatten wir ja noch die Freikarten für die Partie der Bundesligaprofis  gegen Hannover 96. Da kassierte 96 das erste Tor schon in Minute fünf, was einen von uns zu der verwegenen Aussage trieb: „Wir haben die null aber länger gehalten.“ Neben uns saß ein Spieler der Bayer-U19 und schmunzelte…

Von diesen wunderbaren Tagen in Leverkusen werden die Jungs noch ihren Kindern erzählen. Und ich wette, im Laufe der Jahre wird es so laufen wie in der Fußgängerzone von Leverkusen, wo eine Gruppe unserer Jungs in ihren roten Bayer-Shirts gefragt wurden, ob sie Jugendspieler von Bayer 04 sind. „Klar“, kam die Antwort, ohne rot zu werden, im Pokal habe man zwar gerade am Mittwoch unglücklich das Finale verloren, dafür jetzt „ein Freundschaftsspiel gegen Borsigwalde hoch gewonnen…“ Fazit: Klasse Ausflug, starke Aktion von Bayer Leverkusen – ein Bundesliga-Verein hat auf einmalige Weise Kinderträume wahr gemacht… (mw/Fotos: Weishaupt)

 

 

Die späte Erlösung beim 4:1 gegen Friedenau

5. Mai. Das Ergebnis sah am Ende deutlich aus. Viel deutlicher als das Spiel in Wahrheit war. Im Grunde täuscht es sogar. Und ich kann nur hoffen, dass manch einer heute das Spiel gegen einen Tabellenletzten und nun auch als Absteiger feststehenden Friedenauer TSC, der nie wie ein Absteiger spielte, als Warnzeichen nimmt: Wer sind wir, dass wir so auftreten dürfen in dieser schweren Staffel? Unserem Spiel fehlte heute gegen einen kampf- und laufstarken Gegner über weite Phasen jenes Tempo, jene Leidenschaft – ohne die wir nicht dahin gekommen wären, wo wir jetzt zur Überraschung aller stehen. Dass, wie heute, manchmal die Kreativität und Inspiration nicht da ist – das kann passieren. Aber so blutarm,      wie mancher heute auftrat – das sollte nicht sein und hat uns auch echt enttäuscht. Bisweilen wirkte es pomadig, ja auch: arrogant. Die Anzeichen aber gab es schon vorher: Vier Spieler kamen verspätet, der ein oder andere deutlich. Das Aufwärmprogramm wirkte lustlos, die Konzentration auf niedrigem Level. Und als der Trainer, der erst vor zwei Wochen erlebt hat, wie Friedenau spielt, deutlich auf die Stärken des Gegners hinwies und warnte, da hatte mancher vielleicht das Spiel schon abgehakt. Aber, Leute, wie gesagt: Schon beim 2:8 gegen Dynamo war zu sehen, welche Moral in dieser Truppe steckt: Man fraß Gegentore klaglos, die klar abseits war, lag bei brütender Hitze früh deutlich zurück – und steckte doch nie auf. Genau so war es auch heute. Aus einer gut organisierten Defensive, die bisweilen von einer Vierer- und Fünfer- zur Sechserkette wurde, setzte Friedenau Nadelstiche. Die Spieler pumpten sich aus – wir fanden kein Rezept. Unser erster Torschuss, der den Begriff verdient hatte: nach 25 Minuten. Unser Tor nach 40 Minuten – ganz einfach, so einfach wie wir öfter hätten spielen sollen. Nach der Pause wirkte es, als ob die Truppe die Ansage verstanden hatte. Zwei, drei dicke Chancen, ein Pfostentreffer – und die kalte Dusche, das 1:1. Danach lange Verkrampfung pur. Hadern mit sich und dem Mitspieler, Anrennen – fast ein Spiel auf ein Tor. Die Erlösung kam spät, in der 87. Minute zum 2:1. Erst dann war der Friedenauer Widerstand gebrochen, das 3:1 und 4:1 wirkte dann sooooo leicht. Es war ein dreckiger Sieg, nicht unverdient aber eben auch letztlich aufgrund der späten Tore glücklich. Das sollten wir so mitnehmen; und weil mancher Konkurrent in der Staffel auch zuletzt so gewonnen hat, müssen wir uns nicht schämen. Mancher aber sollte sich besinnen: Es ist noch nichts erreicht, wir müssen weiter hart arbeiten. Hinterher sagte einer zu mir, womöglich habe die Truppe schon Bayer Leverkusen im Kopf gehabt. Auch das mag sein. Fast wäre es schief gegangen.  Borsigwalde heute: Justin – Pascal,  Eren, Nico, Simon, Alexander, Tobias, Christian, Ablaye, Malek, Julian, Mert, Lucas, Stefan, Gianluca. (mw/Fotos: Pahl)

Hochkonzentriert zu drei Punkten beim BFC Dynamo

26. April. Mit jeder Menge Respekt gingen wir die Aufgabe beim BFC Dynamo an. Der hat bislang eine famose Rückrunde gespielt – und schielte wohl auch noch auf die Aufstiegsränge. Zumal die erste Mannschaft in der Regionalliga gut im Rennen liegt. Das Spiel hatte der BFC mit Freitermin auf diesen Donnerstag gelegt, um auch Regionalligaspieler einsetzen zu können. Über die Hintergründe will ich mich hier nicht groß auslassen, nur so viel: Bereits im Oktober wollte der BFC zwei unserer Spieler zu sich lotsen – mit dem Widerstand eines „kleinen Vereines“ hatte man nicht  gerechnet. Der uns vom Jugendleiter angebotene „Deal“ war schlichtweg anmaßend, man könnte es auch Erpressung nennen. Dass man uns unsere Reaktion übelnahm – spricht für sich und das Selbstverständnis dieses Vereins. Und, ehrlich gesagt: Ich weiß gar nicht, was dieser Mensch sich einbildet, wer er ist. Meine Antwort: Da es zum Glück die Mauer nicht mehr gibt, die Stasi und Erich Mielke auch nicht mehr: ein Verein wie viele andere im Berliner Fußball. Nur das mancher der so genannten großen Vereine auch wirklich groß im Umgang mit Kollegen von kleineren Vereinen sind. Nur einer der beiden Spieler ist übrigens letztlich gegangen, weil man ihm angeblich die Chance auf die Regionalliga versprochen hat – dass er nun (nach Ende seiner Sperre) nicht einmal gegen uns spielte, nun ja: traurig, aber so läuft das wohl heutzutage. Zurück zur Partie, die von einem sehr guten Gespann geleitet wurde, das man vor allem dafür loben muss, dass es miteinander kommunizierte – und beide Mannschaften gleich streng behandelte. Auch für Trainer nicht so einfach: Mal kurz das Füßchen aus der Coachingzone – schon die (nette) Ermahnung… Die Schiris kaum älter als die Spieler – aber mit einem souveränen Auftreten. Uns gegenüber stand eine körperlich deutlich überlegene Mannschaft. Doch das schreckte unsere Jungs einmal mehr nicht. Nach einer starken Viertelstunde der Dynamos übernahmen wir die zusehends die Kontrolle über das Spiel. Durfte das 1:0 vielleicht noch unter der Kategorie „aus heiterem Himmel“ verbucht werden, verdienten sich unsere Spieler in der Folge bereits die 2:0-Halbzeitführung, die durch einen Strafstoß zustande kam. Borsigwalde spielte taktisch diszipliniert, sehr clever – und, das freute mich besonders, ließ sich zu keiner Zeit provozieren. Genau das ist der Weg zum Erfolg gegen Mannschaften, die womöglich individuell besser besetzt sind. Aber einmal mehr zeigten wir im Sportforum, dass wir ein echtes Team sind. Einer fightete für den anderen – die Roten Karten holten sich in den letzten Spielminuten, als der Drops längst gelutscht war, ein Spieler der Dynamos ab. Fazit: Wir haben uns erstmal Platz eins zurückgeholt – mit einer wirklich sehr starken TEAM-Leistung. In Summe ließen wir gegen den BFC kaum Torchancen zu und wirkten spielerisch sogar über weite Phasen reifer. Hochkonzentriert fuhren wir die drei Punkte ein. Gut gemacht, aber: Es warten noch sechs schwere Aufgaben! Borsigwalde heute: Justin – Mamadou, Pascal,  Eren, Nico, Simon, Alexander, Tobias, Christian, Ablaye, Malek, Melvin, Lucas, Stefan, Melvin, Gianluca. (mw)

Viel Spaß beim deutsch-kolumbianischen Vergleich

20. April. Auch in diesem Jahr stellten wir uns dem Vergleich mit der Deutschen Schule aus Kolumbien, den der SV Nord Wedding nunmehr zum 9. Mal ausrichtete. Mangels Jugendteams (Nord Wedding hat nur noch eine Mannschaft) bestreiten wir seit einigen Jahren den sportlichen Part. Der aber auch in diesem Jahr wieder im Hintergrund stand. Bei der Schulmannschaft weiß man ja nie, wie stark sie ist – ich erinnere nur an den Auftritt vor zwei Jahren. In diesem Jahr fehlten Auswahlspieler ganz offensichtlich, ließen wir nichts anbrennen – und siegten 15:3. Was da an Chancen noch liegen blieb – unwichtig. Wir setzten auch zwei Schwestern von Spielern ein (was vor allem in einem Fall für sehr hohen Unterhaltungswert sorgte), wollten uns nur ein bisschen bewegen, Spaß haben – und ansonsten gilt die volle Konzentration den folgenden drei wichtigen Punktspielen vor Pfingsten. Nach dem Spiel gab es wie immer ein Grillfest, einmal mehr super organisiert von Nord Wedding. Wirklich schade, dass der Verein mit seinen netten Ehrenamtlichen keine Größe mehr ist im Jugendfußball. Es fehlt schlichtweg an Trainern, um überhaupt noch Kinder aufzunehmen. Am Ende gab es den üblichen Trikottausch – und einen Wanderpokal für uns, den im nächsten Jahr dann mal ein anderes Team aus unserem Verein verteidigen muss… Borsigwalde heute mit: Domenik – Laura, Ayleen, Pascal, Simon, Mert, Tobias, Stefan, Ablaye, Lucas, Christian, Gianluca, Eren. (mw/Fotos:Pahl)

Souveräner Sixpack bei den Spandauer Kickers

14. April. Eines vorneweg: Donnerstag habe ich mir wirklich Sorgen gemacht. Fünf richtig dicke Fragezeichen standen hinter Spielern, einer fiel definitiv aus. Anders gesagt: Wir hatten zwölf Mann, wovon zwei auch noch angeschlagen waren… Entwarnungen trudelten dann Freitag bis spätabends sein. Am Samstag nun zeigte sich einmal mehr, aus welchem Holz die Jungs geschnitzt     sind: Zwei hatten mit Ihren Chefs geredet – und sich frei geholt bzw. gingen freiwillig in die Nachtschicht, direkt nach dem Spiel. Andere bissen auf die Zähne. Um ehrlich zu sein: Einer hatte sich so herbe Schmerztabletten eingeschmissen, dass mir ganz schwindlig wurde, als ich es erfahren habe. Muss man nicht gut finden, aber die Jungs sind selber groß – und es zeigt, wie sehr sie für diese Mannschaft brennen und alles geben wollen. Das Spiel bei den Spandauer Kickers, die für uns immer einer Art Angstgegner waren, weil sie bissig sind, ist schnell erzählt: Wir hatten die Partie von der ersten bis zur letzten Minute erstaunlich gut im Griff. Knüpften quasi an der Testspielleistung in Siemensstadt an. Der Ball lief zeitweise wie an der Schnur gezogen, wir agierten mit sehr viel Ruhe und Köpfchen. Der Gegner lauerte auf unsere Fehler, die wir aber kaum anboten. Im ganzen Spiel ließen wir vielleicht zwei, drei nennenswerte Torgelegenheiten zu – ansonsten drückten wir der Partie ganz klar den Stempel auf. Das 6:0, die Treffer schön verteilt auf beide Hälften, geht voll in Ordnung. Die Jungs ahben das gut gemacht, aber: Der Gegner hatte auch nicht die personellen Alternativen, so wie wir heute. Und so grüßen wir weiter von der Tabellenspitze. Wo das noch hinführt? Ich will da nicht groß drüber nachdenken und schwadronieren, wir sollten einfach weiter so kicken wie heute, denn es stehen schwere Aufgaben an. Borsigwalde heute mit: Justin – Mamadou, Pascal,  Eren, Nico, Simon, Alexander, Tobias, Christian, Ablaye, Malek, Adnan, Lucas, Stefan, Mert, Melvin. (mw/Fotos: Pahl)

7:1 – viel Spielfreude gegen Siemensstadt

7. April. Heute setzte die Mannschaft alle Vorgaben prima um. Von Beginn an traten wir in einem fairen Spiel sehr dominant, diszipliniert und spielfreudig auf. Gefühlt hatten wir gegen den SC Siemensstadt, gegen den wir uns in der Vergangenheit häufiger mal schwer getan hatten, heute 80 Prozent Ballbesitz. Dazu sehr viele Torchancen. Das 7:1 am Rohrdamm spiegelt denn auch durchaus das Spielgeschehen wider. Ein sehr unterhaltsames und inspirierendes Testspiel von uns – eine Art Wiedergutmachung für den Grottenkick vom vergangenen Mittwoch. Nächsten Samstag wird es dann wieder ernst bei den Spandauer Kickers – die letzten acht Punktspiele der Saison stehen an. Borsigwalde heute mit: Justin – Mamadou, Pascal, Nico, Simon, Alexander, Julian, Mert, Tobias, Stefan, Ablaye, Adnan, Lucas, Christian. (mw/Fotos: Pahl)

Schmuckloses 5:3 gegen Schöneberg

4. April. Der Gegner war sichtlich zufrieden, aus unserer Sicht war es kein guter Test. Nach starken ersten 15 Minuten verloren wir gegen den 1.FC Schöneberg mit seinen vielen afrikanischen Spielern völlig den Faden und jegliche spielerische Linie. Statt, wie anfangs erfolgreich praktiziert, den Gegner mit schnellem Kurzpassspiel seiner Stärken zu berauben (die ganz klar im Zweikampf liegen), ließen wir uns zu sehr auf lange Bälle, Einzelaktionen und episches Ballhalten ein – mit Folgen: Die schnellen Gegenspieler holten sich Ballbesitz und jede Menge guter Aktionen, wir haderten. Schnell stand es 2:2, dann 3:3 auf unserem Ausweichplatz im Borsigpark (neuer, schöner Rasen, aber nicht so hübsche gelbe Linien). Erst in der Schlussphase gelangen uns noch zwei schön herausgespielte Treffer zum 5:3-Endstand. Gut, dass wir gespielt haben – schön war es nicht wirklich. Da ich heute als Schiedsrichter sehr nah dran war: Mir wurde zu viel negativ gequatscht, zu wenig konstruktiv. Als Mitspieler würde mir das Geblubber von manch einem auf den Sack gehen. So bitte nicht mehr. Mancher war vieleicht asuch noch gedanklich in Italien (Bericht unter „Abseits“).Borsigwalde heute: Justin – Mamadou, Pascal, Eren, Nico, Simon, Alexander, Julian, Mert, Tobias, Stefan, Ablaye, Adnan, Lucas. (mw)

Schön wars in Bella Italia – sieht man mal von den Schwalbenkönigen und Tomaten-Schiedsrichtern ab

Ostern 2018. Am Ende waren irgendwie alle begeistert von dieser fünftägigen Auslandsfahrt. Einhelliger Tenor: hat riesigen Spaß gemacht. Könnte auch bedeuten: Ab einem gewissen Alter sind die Ergebnisse allein nicht mehr so entscheidend… Der Reihe nach: Nach Spanien, Kroatien und England wollten die Borsigboys den nächsten Turnier-Länderpunkt sammeln. Die Wahl für die diesjährige Turnierreise fiel auf – Italien. Obwohl der Trainer ja bekanntlich ein Skeptiker ist, wenn es um die Italiener geht. Da hält er es eher mit Sir Alex Ferguson, der einst gesagt hat: „Wenn mir ein Italiener sagt, dass das auf dem Teller Pasta ist, schaue ich unter der Soße nach, um sicher zu gehen. Die sind die Erfinder der Vernebelungstaktik.“ Nach unserer Erfahrung würde ich nun sagen: Sie sind auch die Erfinder des peinlichen Schwalben-Fußballs, des Weicheier-Rumjammer-Fußballs und des Tomaten-Schiedsrichterwesens. Ich mache es also kurz: Wir siegten bei diesem Turnier in fairen Partien gegen die deutschen Mannschaften der FG Marktbreit Martinsheim (1:0) und FC Lörrach-Hauingen (3:0), wir unterlagen dem US Audace 0:2, dem US Brugnera 0:2 und dem FC Spinea aus Italien 1:2 – wobei wir diese Partie vorzeitig beendeten. Bevor es zu eskalieren drohte. Wir wissen alle, wie emotional unsere Jungs reagieren können, wenn sie ungerecht behandelt werden, und manchmal ist das auch schwer verständlich. In diesem Fall aber nicht. Ich lasse deshalb mal einen Spieler des FC Hauingen zu Wort kommen, der hinterher zum Eurosportring-Mitarbeiter ging und nett fragte: „Darf ich mal ein Feedback abgeben?“ Er durfte. „Wir kommen hierher, zahlen viel Geld – um auf einem Acker zu spielen und von den italienischen Schiedsrichtern ständig klar und entscheidend benachteiligt zu werden.“ Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen. Die Referees pfiffen so unverschämt und dreist für ihre      Landsleute, wie ich es noch nie gesehen habe. Da wurde mit gelben und roten Karten gegen die deutschen Teams nicht gegeizt. Die Gelben gab es schon für simple Berührungen, Rote erlebten wir für das erste Foul an der Mittellinie. So kam es, dass wir ständig dezimiert waren und am zweiten Tag beide Partien nur jeweils mit elf Mann (ohne Ersatzbank) bestreiten mussten, weil plötzlich auch noch einer mit Gelb-Sperren um die Ecke bog. In Sachen Regelauslegung und Passkontrollen – wie in der Champions League – aber nicht einmal einen Ersatzball zur Hand. Der Sportplatz: schlecht gepflegt. Ich schlage vor: Sollen die Italiener nächstes Jahr unter sich spielen – so wie wir jetzt die WM ohne sie spielen. Besser so. So behandelt man jedenfalls keine Gäste. Die Krönung waren jene Spieler und Trainerkollegen, die beim Warmmachen noch Bälle von uns schnorrten – um        uns gleich darauf als „Nazis“ zu verunglimpfen. Da haben die Herren Mussolini und Co. wohl im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst… Damit ist alles gesagt zu einem Turnier, bei dem wir sportlich keinem Gegner unterlegen waren. Eine Überraschung angesichts unseres zusammengewürfelten Kaders, der mit Abstand der jüngste war (in der U19 dürfen sogar vier Spieler bis 21 Jahre mitspielen). Von 13 Mann waren wieder neun B-Junioren. Weil wir aber bekanntlich ein großes Kämpferherz haben, mussten wir eben anders besiegt werden. Durch Schwalbenkönige und Pfeifenheinis. Sorry, dass ich so unsachlich bin, aber: dieses Turnier war das schwächste, was ich jemals erlebt habe. Eigentlich dem Veranstalter Eurosportring unwürdig, geschäftsschädigend. So, und nun kommen wir zum angenehmen Part, der letztlich überwog (vielleicht auch, weil wir schon mit sportlich bescheidenen Zielen angereist waren): Wir hatten tolles Wetter, 19 bis 21 Grad, der Strand war ein Traum – und unser Hotel Union in Riccione auch. Super Essen, freundliche Mitarbeiter – ein Knaller, diese Location. Die Jungs nutzten die Lage aus, waren allabendlich auf Achse. Wirklich witzig fand ich dabei den Pool-Wettbewerb. Über Schnick-schnack-schnuck wurde entschieden, wer spontan in welchem Hotelpool springen musste. Wohlgemerkt: fremden Hotelpool. Unser Rahmenprogramm für das gesamte Team: Wir sammelten auch hier unseren Fußball-Länderpunkt in Form eines Fußballspiels. Sassuolo Calcio gegen SSC Neapel. Beeindruckend, was die Napoli-Ultras auf die Beine stellten. Die Busfahrt: lang, aber erträglich – und irgendwie auch spaßig. Die Kiezhelden-Hymne und deutsche Schlager auf den Lippen. Und nächstes Jahr? Gerne wieder Ausland, muss ja nicht Italien sein. Unseren fußballerischen Gastgeber rufen wir nochmal ein dreifach donnerndes „Ohne Italien fahren wir zur WM“ zu. Basta. Danke an alle mitreisenden Eltern, die sich prima eingebracht haben. Unser Team in Rimini: Julian, Alexander, Dominik, Eren, Tobias, Lucas, Marc, Adnan, Gianluca, Christian, Pascal, Melvin, Simon. Trainer: Matthias und Norbert. Dazu unser Fanclub: Anja, Kerstin, Tanja, Erik, Wilhelm, Bianca, Tiara, Sina, Louisa und Leni. (mw)

3:0 gegen SV Empor – endlich mal wieder geglänzt

17. März. Drittes Rückrundenspiel, dritter Sieg. Diesmal bei plötzlich wieder wirnterlichen Temperaturen gegen den in der Tabelle als Top-Team ausgewiesen SV Empor. Fußballerisch war das klar unsere beste Pflichtspiel-Leistung im neuen Jahr. Eine Partie, die aufgrund ihrer Attraktivität mit den etwas mageren Auftritten zuletzt versöhnte. Von Beginn an drückten wir dem Duell an der Tietzstraße unseren Stempel auf und erspielten uns einige Chancen. Das alte Lied: Die    Verwertung über die ganzen 90 Minuten hinweg – höchst ausbaufähig. Aber wir zeigten viel Esprit und Kreativität. Schade, dass der Referee bei einem toll herausgespielten Tor auf Abseits entschied. Da vor dem letzten Pass noch zwei Mann von Empor auf der Torlinie verteidigen wollte, der Ball zudem zurück gespielt wurde – eine Fehlentscheidung, des ansonsten aber sehr guten Unparteiischen, der eine klare Linie verfolgte. Es spricht für die Truppe, dass sie nach kurzer Aufregung zurück ins Spiel fand – und sich irgendwann auch belohnte. Das 1:0 zur Pause – eher schmeichelhaft für den Gast. Der aber kam nach etwa einer Stunde immer besser auf, nahm das Zepter in die Hand – und wir begannen, um unsere Führung etwas zu zittern. Gut und gern 20 Minuten lang, bis wir nach einem Foul im Strafraum per Elfmeter alles klar machen konnte. Das 3:0 noch ein Gastgeschenk des ansonsten wirklich famos haltenden Empor-Torhüters. Fazit: Noch eine Nachholpartie nun am Donnerstag gegen den SV Wartenberg, dann ist erst einmal wieder Pause. Die werden wir mit sehr kleinem, aber hochmotivierten Kader in Italien bei der Trofeo Adriatico verbringen. Italien – das fehlt nach England, Kroatien und Spanien noch auf unserer Reiseliste. Der Fokus aber liegt natürlich weiterhin auf der Liga. Das Thema Klassenerhalt ist durch, aber wir sind dennoch gut beraten, uns nicht in Tagträumen zu verirren. Was diese jüngste Mannschaft der Liga leistet, ist eine faustdicke Überraschung. Mehr als eine Phrase werdet Ihr aber weiterhin nicht vom Trainerteam hören: Wir wollen so lange wie möglich da oben bleiben. Borsigwalde heute mit: Justin – Mamadou, Pascal, Gianluca, Eren, Nico, Simon, Alexander, Julian, Tobias, Christian, Ablaye, Malek, Adnan, Lucas, Stefan. (mw/Fotos: Weishaupt)

2:1 bei Teutonia – Tabellenführer, ohne zu glänzen

11. März. Arbeiten wir erst einmal das Sportliche dieser Partie beim Spandauer SC Teutonia ab: Wir spielen derzeit ein bisschen wie – nun ja: Schalke. Das ist wahrlich kein von mir nun krampfhaft erzwungener Vergleich. Mein Lieblingsverein fährt aktuell Punkte ohne Ende ein, ohne dabei fußballerisch zu überzeugen. Wir gewannen nun auch unser zweites Rückrundenspiel, standen      dabei wirklich hinten sehr gut (wie die ruhmreichen Königblauen), aber es fehlte an der Kreativität – auch da sind die Schalker bekanntlich derzeit nicht so gut dabei. Schon zur Pause musste ich mir von meiner Mannschaft anhören, dass auf dem Kunstrasenplatz von Teutonia so schwer zu passen sei. Das kann ich nicht beurteilen, für mich sah das Geläuf ordentlich aus. Fakt ist: Mit Fußball hatte das heute über weite Phasen wenig tun – und auch nichts mit dem, was wir noch unter der Woche geübt haben: Kombinieren durchs Zentrum. Das habe ich heute nicht gesehen. Nur Gebolze, Puffern und Flippern hüben wie drüben. Stückwerk und Stockfehler. Viele Fehlpässe, auch von Spielern, die sonst ballsicherer sind. Wir waren dabei noch so ein bisschen die Einäugigen unter den Blinden, weshalb das 1:0 zur Pause und das 2:1 am Ende auch in Ordnung gingen. Jubelstürme löste das Ergebnis nicht aus, dafür waren wir einfach zu schwach. Und der Gegner auch. Eine Partie auf mäßigem Niveau (im Gegensatz zum Hinspiel) mit zwei Teams, die nahezu mit dem letzten Aufgebot antraten. Bei uns spülten die Engpässe sogar einen B2-Spieler in die Startelf, der seine Sache gut machte.  Teutonia erarbeitete sich nur eine Torchance aus dem Spiel heraus, bei uns waren es vielleicht vier oder fünf. Die ersten beiden Tore, unser 1:0 und das 1:1 waren Geschenke der Sieht-man-selten-Kategorie. Das Fußballherz erfreute allenfalls unser 2:1, schön herausgespielt und herausgepresst. Den Treffer spielerisch erzwungen. Ach hätten wir es doch öfter mal so sehenswert gemacht. Dazwischen gab es viel zu viel Gequatsche. Diskussionen über unwichtige Dinge, ob nun ein Einwurf richtig gesehen wurde. Bisweilen war auch von beiden Seiten zu viel Härte im Spiel – und zu wenig: Ich sage mal sorry, wenn es dem Gegenspieler weh getan hat. Mag sein, dass der Zufall hier Pate stand: Irgendwie spielten heute immer Feuer und Wasser direkt gegeneinander – aber, ganz ehrlich: Es nervt langsam, wie viel Testosteron in der Luft ist, selbst wenn man auf anständige Gastgeber wie Teutonia trifft. Und, ganz ehrlich, Jungs in blau und grün: Seien wir doch alle froh, dass sich ein Freiwilliger fand, die Partie zu pfeifen. Nachdem zum zweiten Mal in dieser Saison auswärts kein Schiedsrichter erschienen ist. Nennt mir eine Entscheidung, die ganz sicher falsch war und die Partie beeinflusst hat… mir fällt keine ein. Im Gegenteil: Ich möchte hier mal sagen: Der Schiedsrichter war heute einer der Besten. Er hatte seine Linie – jene Linie, die Ihr Spieler nicht hattet. Nicht unerwähnt lassen möchte ich allerdings, dass nach dem Duschen viele Borsigwalder und Spandauer Spieler noch aufeinander trafen, sich die Hand gaben – und alles Gute für den Rest der Saison wünschten. Das versöhnt auch einen grauen Wolf wie mich ein wenig mit der Jugend von heute… und ja: Wir sind tatsächlich aktuell Tabellenführer, auch wenn wir heute nicht so gespielt haben. Kann mich  mal einer kneifen? Borsigwalde heute mit: Justin – Mamadou, Pascal, Gianluca, Eren, Nico, Simon, Alexander, Julian, Tobias, Christian, Ablaye, Malek, Melvin. (mw/Fotos: Pahl)

Den Bericht der Hakenfelder, auch ungeschminkt, findet Ihr hier

1:0 beim TSV Rudow – gelungene Revanche

25. Februar. Wie wollen wir es nun nennen? Arbeitssieg? Zittersieg? Ein glücklicher Sieg? Ein völlig verdienter Sieg? Sucht Euch was aus, es passt alles zu diesem 1:0-Erfolg zum Rückrundenstart     beim TSV Rudow.  Wir bestimmten die ersten Minuten und erzielten das frühe 1:0. Dann hätten wir wirklich rasch alles klar machen können, nein: müssen. Stattdessen ließen wir die Gastgeber aufkommen. Nicht, dass wir selbst nachließen (auch wir erarbeiteten uns weiter unsere Chancen) – aber die Rudower hätten nun den Ausgleich erzielen können, nein: müssen. Unser Torhüter hielt uns im Spiel, Rudow hatte zudem Schusspech. Beim Hinspiel war das noch anders gelaufen. Auch da hatten wir scheinbar alles im Griff – und ehe wir uns versahen, nutzte damals Rudow alle Fehler von uns. So verloren wir das Spiel damals schon in Halbzeit eins. Heute hatten wir da mehr Fortune, was auch nötig war, weil wir in Halbzeit zwei wieder geradezu fahrlässig mit besten Gelegenheiten umgingen. Der TSV Rudow profitierte dabei von sensationellen Reflexen seines Keeper, kam gleichzeitig kaum noch gefährlich vor unser Tor, blieb aber durch Standards am Drücker. Und so waren wir alle froh, als die Partie endlich vorbei war. Fazit: Heute mit kleinem Kader (nur drei Feldspieler auf der Bank) nach einer Woche, in der wir jeweils nur elf, zwölf Mann im Training hatten. Darunter Rekonvaleszenten, Angeschlagene. Die Personaldecke ist derzeit sehr dünn angesichts einiger Verletzten. Die Jungs haben es gut gemacht, mit sehr viel Leidenschaft – ohne dabei zu glänzen. Alle aber haben sich ausgepumpt für das Team. Ein verdienter Arbeitssieg. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Justin, (Martin) – Mamadou, Pascal, Gianluca, Eren, Nico, Simon, Alexander, Julian, Mert, Tobias, Christian, Ablaye, Malek. (mw)

Gelungene Generalprobe

18. Februar. Gelungene Generalprobe: Das letzte Testspiel vor dem Rückrundenstart wurde mit 2:1 gegen den Lichtenrader BC gewonnen. Die erste Halbzeit wurde von uns sehr engagiert geführt, die zweite Hälfte dann leider nicht mehr. Mancher tat nur noch das Nötigste. Wir ließen insgesamt wenig zu – und hatten einmal mehr viele Torgelegenheiten gegen den Verbandsligisten. Chancenverwertung – das alte Thema. Schade auch, dass wieder viel Testosteron in der Luft lag. Hier ist auch ganz klar das Ziel für die Rückrunde, auch angesichts eines dünnen Kaders: beherrscht Euch! Gute Besserung an Lucas, der heute leider unsere Verletztenliste verlängerte – Schlüsselbeinbruch. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute: Justin – Mamadou, Pascal, Gianluca, Eren, Nico, Simon, Alexander, Julian, Mert, Tobias, Christian.

5:5 – schwere Beine beim JFC

11. Februar. Heute ging es zum Spitzenteam aus der anderen Landesliga-Staffel, dem JFC Berlin aus Lichtenberg – bekannt für seine hervorragende Nachwuchsarbeit. Nach der obligatorischen und unvermeidlichen Trainer-Aktion „Unser-Stadion-hat-einen-beschissenen-Namen-und-soll-schöner-werden“ (siehe Foto) entwickelte sich eine flotte Partie bei unangenehmem, eisigem Wind, später auch noch Schnee-Grießel. Wir waren in Halbzeit eins phasenweise deutlich überlegen, machten aber zu wenig aus unseren zahlreichen Chancen. Das 3:2 zur Pause spiegelte nur unzureichend den Spielverlauf wider – und schon da war bei den Gegentoren zu sehen, dass wir heute hinten nicht so sattelfest waren wie noch gestern. Wer nun dachte, nach dem 4:2 für uns wäre der Drops nach      etwa 55 Minuten endgültig gelutscht, sah sich getäuscht: Die Beine unserer Jungs wurden immer schwerer – das Spiel von gestern machte sich bemerkbar, ebenso die krankheitsbedingt plötzlich sehr dünne Spielerdecke heute. Der JFC witterte in einer fairen Partie unter der Leitung eines sehr guten Referees von Sparta Lichtenberg Morgenluft und drückte uns vor allem am Ende ordentlich in die eigene Hälfte. Ich denke, letztlich geht das Ergebnis von 5:5 in Ordnung und zeigt auch deutlich auf, wo beide Teams heute der Schuh drückte: hinten. Für die Jungs war es ein anstrengendes Wochenende, an dem wir aber wieder viel gelernt haben: Leichtsinnsfehler wie gestern und heute können im Ernstfall wichtige Punkte kosten! Danke an Carsten für die Spiel-Fotos. Borsigwalde heute:  Justin – Mamadou, Pascal, Gianluca, Eren, Nico, Simon, Alexander, Julian, Mert, Zakaria, Tobias, Stefan. (mw)

Selbst um den Lohn gebracht gegen Berliner SC

10. Februar. Das Spiel heute gegen den Tabellenzweiten der Verbandsliga lässt sich so auf den Punkt bringen: Wir haben uns selbst um den Lohn gebracht. In den letzten zehn Minuten kassierten wir gegen den Berliner SC noch zwei unnötige Treffer. Wir hatten es davor versäumt, unsere     Chancen zu verwerten. Allein in den ersten zehn Minuten kamen wir schon drei Mal frei zum Abschluss, der Gästetorwart parierte zwei, drei Mal sehr stark. Auch Gästetrainer Zeljko bestätigte unserer Mannschaft in Halbzeit eins ein klares Übergewicht – auch an  klaren Tor-Möglichkeiten. Das 0:0 zur Pause – somit eher schmeichelhaft für den BSC. In Halbzeit zwei passierte dann wenig, beide Teams neutralisierten sich, die Partie fand weitgehend zwischen beiden Strafräumen statt. Und so bedurfte es eines kapitalen Fehl-Rückpasses von uns, um dem Gegner das erste Tor aufzulegen. Schon da war die Enttäuschung bei unseren Spielern spürbar, hatten die Jungs doch zuvor sehr viel Laufaufwand betrieben, um den starken Gegner nicht nur in Schach zu halten, sondern auch immer wieder prima umzuschalten. Fazit: Wieder ein gutes Spiel gegen einen starken Gegner, der vielleicht zum Schluss gieriger war als wir. Eine solche Spitzenmannschaft auf der Berlin-Liga aber bestraft nun einmal auch solche Fehler, wie wir sie plötzlich am Ende gemacht haben. Müßig, darüber zu diskutieren, ob der eine Ball von uns in Halbzeit eins hinter der Linie war – ich als Schiedsrichter vertraute auf die Ehrlichkeit des gegnerischen Torwarts… Insgesamt eine äußerst faire Partie, von beiden Seiten mit sehr viel Tempo geführt. Hat Spaß gemacht. Borsigwalde heute mit: Justin – Mamadou, Pascal, Gianluca, Eren, Nico, Simon, Alexander, Ablaye, Julian, Mert, Zakaria, Tobias, Stefan. (mw/Fotos: Pahl)

Gut, aber nicht gut genug gegen Verbandsligist Viktoria

4. Februar. Einen guten Auftritt lieferten wir heute gegen den Verbandsligisten FC Viktoria 89 ab. Trotz Umstellungen im Kader und dünner Ersatzbank zeigten die Kiezhelden über weite Strecken eine Partie auf Augenhöhe. Klar, wir hatten nicht einen Sahnetag erwischt wie noch im Sommer,  als wir diesen Gegner 3:0 besiegten – aber wir waren auch heute nah dran, eine Überraschung zu schaffen. Das 3:1 zur Pause für Viktoria – verdient, aufgrund der deutlich höheren Spielanteile. Auch wenn zwei Tore schon durch krasse Fehler unserseits zustande kamen. Der Gast in einer fairen Partie individuell natürlich auf einigen Positionen viel besser besetzt, aber wir mit großem Kämpferherz und immer wieder mit Drang nach vorne, vor allem dann nach dem Seitenwechsel. In einer ganz starken Phase mit mehreren Torchancen waren wir drauf und dran, das 4:4 zu erzielen – und liefen prompt in einen Konter zum letztlich entscheidenden 3:5. Der Endstand. Aber, wie gesagt: Es war trotzdem ein starker Auftritt unserer Mannschaft. Es wirkt (in Kombination mit dem Spiel gestern), als stünden wir langsam, aber sicher besser im Saft nach der Winterpause. Nur schade, dass derzeit von den Spielern, die wir leistungsmäßig aktuell auf  den Positionen 15 bis 21 sehen, nur sehr wenig kommt. Wer hier noch aufspringen will, muss im Training deutlich mehr machen. Borsigwalde heute mit: Justin – Mamadou, Pascal, Gianluca, Eren, Nico, Simon, Alexander, Ablaye, Julian, Mert, Adnan, Zakaria, George. (mw)

Starker Sixpack gegen Mariendorf

3. Februar. Unser stärkstes Spiel in der bisherigen Rückrundenvorbereitung zeigten wir heute gegen den TSV Mariendorf 1897. Gegen diesen ambitionierten Gegner, mittlerweile Tabellenführer in der Bezirksliga, hatten wir uns schon im Sommer schwer getan. So war es auch heute in der Anfangsphase. Der robuste und kampfstarke Gegner presste sehr früh und intensiv, spielte sehr körperbetont, um es vorsichtig zu formulieren. Wir schafften es heute bis auf eine kurze Phase, als die Partie auszuufern drohte (Schiedsrichter Rainhard Lorenz vom VfB Hermsdorf wunderte sich zurecht, warum ein Freundschaftsspiel – Zitat – „mit Messern zwischen den Zähnen“ bestritten werde), uns auf unser Spiel zu konzentrieren – und gingen dann letztlich mit einem verdienten 3:0 in die Kabine. Es wurde teilweise sehr schön über die Flügel gespielt und wir arbeiteten uns auch in Halbzeit zwei noch eine Fülle von Torchancen. Der Gast, der zwischendurch in Hälfte zwei ob unserer Überlegenheit resignierend wirkte, kam erst in der Schlussminute zu seinem Ehrentor. Das 6:1 am Ende aus meiner Sicht auch in der Höhe korrekt. Ein guter Test, weil der Gegner einen ähnlichen Spielstil pflegt wie viele Landesligisten – und aus meiner Sicht auch in der Landesliga gut mithalten würde. So gesehen Kompliment an unsere Truppe. Morgen kommt mit Viktoria 89 aus der Verbandsliga ein weiterer Prüfstein. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Kader: Justin – Mamadou, Tobias, Christian, Pascal, Gianluca, Eren, Nico, Simon, Alexander, Ablaye, Julian, Mert, Eiven, Zakaria. (mw)

Anständig verkauft beim Verbandsliga-Tabellenführer

28. Januar. Ein dickes Brett nahmen wir uns heute zum Bohren vor: Die U19 des SC Staaken, Tabellenführer der Verbandsliga (mit zwölf Siegen aus 13 Spielen in der Hinrunde und schon acht Punkten Vorsprung auf den BSC). Was mich freut: Staaken hat uns eingeladen. Das zeigt, dass wir mittlerweile einen ordentlichen Ruf haben. Als Mannschaft, die gegenhalten will. So war das auch heute. Leider kassierten wir mit den ersten drei Schüssen aufs Tor binnen der ersten Viertelstunde gleich drei Treffer. Das tat weh, aber die Truppe hat sich nicht aufgegeben. Es war klar, dass wir heute vor allem über eine disziplinierte Defensivleistung kommen mussten. Das funktionierte in der zweiten Hälfte auch viel besser als in Halbzeit eins, weil wir kaum noch Chancen der Gastgeber zuließen. Alles in allem dennoch ein Klassenunterschied deutlich sichtbar. Man neigt ja nach Niederlagen, in diesem Fall einem 0:6, immer dazu, zu sehr die eigenen Fehler hervorzuheben – aber man muss auch mal anerkennen, welch tollen Kombinationsfußball Staaken spielt. Speziell dieses Kombinieren am Flügel, was wir auch häufig üben, legen die Jungs mit viel mehr Geschwindigkeit und Ballsicherheit an den Tag. Das ist dann eben one touch in Reinkultur – eine Qualität, die wir so nicht haben. Das ist aber auch nicht schlimm, man darf auch nicht vergessen, dass wir heute wieder neun 2001er im Kader hatten. Hinzu kommt bei Staaken der Blick für den Mitspieler im Rückraum, der mich beeindruckt – und der immer wieder zu zwingenden zweiten Bällen führt. Ja, es war irgendwie schon ein Lehrstunde – aber auch eine, die uns was gebracht hat. Die Jungs mussten heute viel Laufarbeit verrichten – und haben das ordentlich gemacht. Wir waren kein Sparringsgegner, wenngleich auch nicht auf Augenhöhe. Aus meiner Sicht ein wertvoller Test, beide Teams haben sich seit dem ersten Spiel im Sommer, als wir auch schon deutlich unterlagen, weiter entwickelt. Schade, dass wir bei unseren eher seltenen Kontern keinen Treffer erzielen konnte. Aber der Gegner ist eben in allen Mannschaftsteilen erstklassig besetzt. Borsigwalde heute: Justin – Mamadou, George, Tobias, Christian, Pascal, Gianluca, Eren, Nico, Simon, Alexander, Ablaye, Julian, Mert, Lucas. (mw)

Platz eins in Fürstenberg

27. Januar. Platz eins, bester Torwart (Christian) und Torschützenkönig (Gianluca) – so lautet die Bilanz beim Hallenturnier des SV Fürstenberg/Havel. Mehr geht nicht. Wir setzten uns in Hin- und Rückrunde gegen die brandenburgische Konkurrenz von SV Altlüdersdorf, TuS Sachsenhausen und SV Fürstenberg (zwei Teams) teilweise recht deutlich durch. So sehr die volle Halle auch den Gastgebern die Daumen drückte – am Ende wurde deutlich, wer heute einmal mehr den besten Hallenfußball zeigte. Borsigwalde heute: Tobias, Christian, Pascal, Gianluca, Lucas, Simon, Adnan, Eiven, Zakaria, Alexander. (mw)

3:6 – zu viele zu weit weg von der Stammelf

21. Januar. Nach 25 Minuten wechselten wir. Schließlich hatte mancher schon einen ganzen Fußballtag von gestern in den Beinen. Vier neue Spieler. Und ein Spiel, das wir bis dahin klar dominierten, kippte. 2:1 lagen wir in Führung, zur Pause stand es schon 2:4. Dass wir heute mit nahezu jedem Schuss aufs Tor auch einen Treffer kassierten und auch für den Gegner Chancen zu  Chancen machten, die eigentlich gar keine waren, gleichzeitig zahlreiche so genannte hundertprozentige Möglichkeiten liegen ließen, passte auch ins Bild bei diesemn 3:6. Die Tor- und Chancenflut machte den Auftritt zwar nicht zu einem gefühlten Grottenkick (weil eben die unterhaltsamen Torraumszenen da waren), aber das Fazit nach drei Testspielen lautet dennoch: Die Neuzugänge sind schwer zu integrieren in unser eingespieltes Ensemble – wenn sie sich nicht integrieren lassen wollen bzw. denken, dies sei ein Selbstläufer. Gleiches gilt für Spieler, die seit Jahresbeginn gar nicht oder schlecht trainieren. Es kommt derzeit wenig von der Bank. Und es ist bezeichnend, wenn unser Rekonvaleszent aus Eigenmotivation derzeit mehr im Training macht als mancher, der sich sicher fühlt. Es fehlt aktuell bei einigen in Sachen Mentalität. Das war schon am Samstag gegen Wannsee in der ersten Halbzeit zu sehen. Erst Recht heute, gegen gut aufgelegte und spritzige U17-Verbandsligaspieler des SC Staaken. Der kam nur mit 13 Mann – aber die wollten alle. Ich denke, wir haben aktuell 15 Mann, auf die man sich verlassen kann und die für die Gemeinschaft alles geben. Die sollten sich jetzt mit Blickrichtung Rückrunde weiter einspielen – der Rest muss sich im Training empfehlen und drauf hoffen, dass er dann mal ein paar Minuten bekommt. Wer das nicht will oder kann, weiß um die Konsequenzen. Fakt ist, dass die Zeit der Experimente jetzt vorbei ist. Am Sonntag wartet mit der U19 von Staaken ein echter Gradmesser. (mw)

Noch eine Energieleistung: Platz zwei in Siemensstadt

20. Januar. Direkt vom Testspiel in Wannsee ging es für sieben Spieler zum Turnier des SC Siemensstadt in dessen großer Halle – quasi zum Auslaufen. Hier lieferten die Jungs bis auf einen   Durchhänger (2:3 gegen Siemensstadt blau) ein sehr gutes Turnier ab. Allseits faire Spiele und kaum Stress gab es heute – allein unsere 2:0-Sieg gegen den BFC Dynamo aus unserer Staffel gab wieder Anlass zu Diskussionen. Allerdings waren die recht einseitig… Wir begannen das Turnier mit einem 3:1 gegen Siemensstadt weiß, es folgte ein 2:2 gegen Berolina Stralau und abschließend ein nochmal furioses 5:1 gegen die 2.A der Füchse. Die Jungs haben bei einem vom SCS wieder einmal sehr gut organisierten Turnier alles gegeben und wurden mit einem Punkt Rückstand auf Stralau und Platz zwei belohnt. Wieder einmal bewährte sich auch in der Halle, mit einem Feldspieler im Tor zu agieren. Borsigwalde indoor: Christian – Pascal, Gianluca, Lucas, Nico, Simon, Tobias, Alexander. (mw)

2:2 in Wannsee – eine Halbzeit pfui, eine Halbzeit hui

20. Januar. Manchmal kann ein Spiel zwei Gesichter haben – so wie heute. Halbzeit eins war – mit einem Wort: unterirdisch. Wir agierten in ungewohnter taktischer Formation, einfach um mal was auszuprobieren. Und es wurde ein Grottenkick unsererseits gegen starke Gastgeber der FV Wannsee. Der Gegner presste sehr gut, erarbeitete sich ein klares Plus an Chancen und Feldüberlegenheit. Wir kamen kaum in die Zweikämpfe und auch nur zu zwei Chancen. Die ersten 20 Minuten war bei uns vorne komplett tote Hose. Ehrlich, so einen schwachen Auftritt hat unsere Mannschaft schon lange nicht mehr abgeliefert. Besonders auffällig, wie sich die Spieler gegenseitig die Räume eng machten und sich so regelrecht selbst die Luft zum Atmen nahmen. Schade, dass beim ein oder anderen keine Selbstkritik zu spüren war. Das 0:2 zur Pause entsprach jedenfalls vollauf dem Spielverlauf, auch wenn ein Treffer durch einen fragwürdigen Strafstoß entstand. Wir stellten zur Pause wieder um – und agierten plötzlich wie verwandelt. Nun drückten wir den Gegner über weite Phasen in seine eigene Hälfte und ließen nur noch sehr wenig zu. Wenn, dann Konter – ansonsten drückten wir der Partie den Stempel auf. Und kamen so noch zu zwei verdienten Treffern. Fazit: Ein lehrreicher Nachmittag. Während die Spieler haderten, vor allem in Halbzeit eins, konnten wir Trainer auch der einiges Positives abgewinnen. Zum Beispiel die Erkenntnis: Noch wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Danke an Wannsee für eine allseits faire Partie. Die Spielfotos sind von Carsten – danke. Borsigwalde heute:Justin – Mamadou, George, Tobias, Adnan, Christian, Pascal, Gianluca, Eren, Nico, Simon, Nikola, Alexander, Ablaye. (mw)

Erster Test: Viele Fehler, ein 4:4 gegen Verbandsligist Neukölln

14. Januar. Erstes Testspiel im neuen Jahr. Mit einem Wort: fehlerbehaftet. Vor allem die Anfangsphase war zum Abgewöhnen. Nach 15 Minuten stand es bereits 2:2 – das zeigte die Schwächen auf beiden Seiten. Unsere umformierte Defensive, vor allem die Sechser – null Zugriff  auf die schnellen Offensivkräfte von Grün Weiss Neukölln. Zu wenige Ballsicherheit, zu wenig Ballgefühl, Riesendruck auf unsere Abwehrkette. Der Verbandsligist wiederum auch mit Riesenlöchern in der Defensive – anfangs jeder Schuss von uns ein Treffer. Wir durften uns aber vor allem bei unserem Torhüter bedanken, dass die Partie nicht frühzeitig zu unseren Ungunsten kippte. Er zeigte heute starke Reflexe auf der Linie in Eins-gegen-Eins-Situationen, von denen wir in einer Halbzeit so viele zuließen wie in den letzten drei Punkt-Spielen insgesamt nicht. Wir stellten um – und bekamen das Spiel mehr in den Griff, ohne über weite Phasen wirklich zu überzeugen. Aber, wie gesagt: es wurde besser. Rund 30 Minuten lang ließen wir kaum noch Chancen zu, um gegen Ende wieder etwas fahriger zu werden. Ich denke, unterm Strich geht das 4:4 in Ordnung. Für meinen Geschmack hatten wir heute viel zu wenig Ballbesitz (gefühlt 60:40 für die Gäste), zu gefallen wusste aber unser Umschaltspiel. So erzielten wir die Tore, von denen drei wirklich schön heraus kombiniert wurden. Schade, dass mancher Spieler auf beiden Seiten gegen Ende nicht mehr den Charakter des Spiels zu würdigen wussten. Es ging im Grunde um Nichts, Leute – da sind überhartes Rangehen, versteckte Fouls und Testosteron-Ausbrüche völlig unnötig. Borsigwalde heute: Martin – Mamadou, George, Tobias, Adnan, Christian, Pascal, Gianluca, Lucas, Eren, Ablaye, Nico, Simon, Stefan. (mw/Foto: Wolf)

Hallenmeisterschaft: gut gespielt, aber Endrunde knapp verpasst

13. Januar. Sportforum Hohenschönhausen, Vorrunde zur Hallenmeisterschaft, für die wir uns aufgrund der guten Hinrunden-Platzierung (Rang drei) in der Landesliga qualifiziert haben. Unsere „Hallen-Spezialisten“ lieferten ein gute Turnier ab – leider reichte es aber nicht für die   Qualifikation zur Endrunde in der Sömmeringhalle. Spiel eins gegen Verbandsligist VSG Altglienicke (mit Trainer Torsten Mattuschka) gewannen wir verdient mit 2:0. Wenn man bedenkt, dass die VSG danach nur noch Siege einfuhr, ist die Leistung besonders zu bewerten. In der zweiten Partie gegen den Lichtenrader BC 25 war mehr drin als dieses 1:1. Aber der Knackpunkt war das Duell gegen den Verbandsligisten Berliner SC. Wir führten 1:0 und spielten danach doch zu blauäugig, vergaben unsere Chancen und wurden ausgekontert – und kassierten fast mit der Schlusssirene sogar noch das 1:3. Die letzte Partie gegen unseren Staffel-Rivalen Füchse gewannen wir mit 2:0, durchaus schmeichelhaft für unsere Nachbarn… Leider lief ansonsten alles gegen uns, so dass am Ende Altglienicke und BSC mit jeweils zwölf Punkten weiter kamen, unsere zehn Zähler nicht reichten. Schade, wenn man noch bedenkt, dass wir (hinsichtlich des Alters) mit lediglich zwei A-Junioren angetreten sind, also wieder klar die jüngste Truppe stellten, sollte man unsere spielerische Leistung noch einmal höher hängen. Wir haben uns richtig gut verkauft, auch der Plan, mit einem Feldspieler im Tor zu agieren (von den 48 Spielminuten insgesamt 46…), ging sehr gut auf. Die Sportfreunde Kladow traten nicht an – alle Partien wurden 2:0 gegen sie gewertet. Erwähnen möchte ich noch, dass in diesem Jhr die SchiedsrichterLeistung in Sachen Futsal viel besser als im letzten Jahr war. Kompliment für die Jungs und das Mädel an der Pfeife.Über die gute Leistung sollte auch nicht hinweg täuschen, dass wir in einer Partie mit einer folgenschweren Fehlenscheidung zu leben hatten. Borsigwalde heute mit: Christian, Martin – Pascal, Gianluca, Lucas, Eren, Ablaye, Nico, Simon, Adnan. (mw)

Platz eins und zwei beim eigenen Kiezhelden-Cup

6. Januar. Mit Hallenturnieren im Großfeldbereich ist das ja so eine Sache. Ob das noch Sinn macht? Das heutige Turnier der Borsigboys war ein Argument dafür. 21 teilweise hart umkämpfte, aber durchweg faire Spiele standen am Ende zu Buche. Mit einem Doppelsieg der Gastgeber. Nur Siege heimsten unsere Mannschaften ein – im direkten Vergleich schlug dann Borsigwalde I das Team von Borsigwalde II mit 3:1. Beide Teams erzielten zusammen 42 Tore in zwölf Spielen und kassierten nur 13 – ein starker Auftritt. Die Teams hatten die Jungs selbst gewählt – auch so gab es keine Diskussionen. Die Trainer guckten heute auch, wer für die Berliner Hallenmeisterschaft am kommenden Wochenende in Frage kommt. Der ein oder andere ist wirklich ein exzellenter Hallenspieler und drängte sich regelrecht auf für den Kader, der maximal zehn Mann groß wird. Zum Üben spielten wir (wie bei unserem letzten Training vor er Winterpause in der Halle) auch heute bereits mit Futsal-Bällen. Mit dabei waren neben der B1 des SC Borsigwalde auch die B2, die letztlich zwar die hinteren Ränge belegten – aber sich trotzdem prima schlugen. Dritter wurde der 1.FC Schönberg vor dem SC Siemensstadt und dem SV Fürstenberg auf Rang fünf. Jedes Team erhielt einen wunderschönen Glas-Pokal mit Borsigwalde-Wappen. Zum besten Torhüter wurde Ebrima vom FC Schöneberg gewählt. Er erhielt einen Pokal, Torschützenkönig (und mit einem Derbystar-Spielball ausgezeichnet) wurde Simon mit acht Treffern. Mit sieben Toren lagen Gianluca und Pascal nur knapp dahinter – dieser interne Dreikampf und der damit verbundene Ehrgeiz war schon alleine ein großer Unterhaltungsfaktor… Danke an Klaus, unseren Freund aus NNW-Tagen, der mit Deniz und Julian (Musikmeister und Torschützenliste) die Turnierleitung innehatte. Ein großer Dank geht im Namen der Mannschaft auch an Kerstin und Yvonne, die den Essensstand verantworteten. Viel Arbeit, gutes Essen – und das alles für die Teamkasse. In die zwar bei der A-Jugend angesichts des geringeren Zuschauer-Interesses nicht mehr ein Riesenbatzen fließt – aber immerhin… Zwischendurch war die Tribüne in der Hatzfeldtallee ganz ordentlich gefüllt.  Borsigboys I heute mit: Christian – Pascal, Guanluca, Lucas, Mamadou, Eren, Eiven und Mert. Borsigboys II mit: Justin – Ablaye, Tobias, Adnan, Nico, Alex und Simon. (mw/Fotos: Wolf, Pahl)

 

Platz zwei und drei beim Refugees-Welcome-Cup

23. Dezember. Fußballerischer Jahresabschluss am Tag vor Heiligabend in der Soccerhalle. Das Netzwerk „Willkommen in Reinickendorf“ mit der Initiative „DIS“ (Our Dream is Soccer) hatte uns als 1.A-Jugend zum 2. Refugees-Welcome-Turnier eingeladen. Zwölf Teams gingen an den Start, wir stellten zwei Mannschaften. Vornweg: Vielen Dank an die ehrenamtlichen Helfer von DIS für das tolle Turnier. Es gab nicht nur wertvolle Preise, sondern auch leckeres Essen und eine sehr freundliche Atmosphäre von Seiten der Veranstalter. In der Soccerhalle Treuenbrietzener Straße verliefen vor allem die Vorrunden-Begegnungen allseits fair – nur hin und wieder flackerte auf, dass mancher Teilnehmer dieser oftmals bunt gemischten Teams (Vereinsspieler fanden sich mit meist jungen, erwachsenen Geflüchteten zusammen) es bisweilen etwas zu ernst nahmen. Unsere erste Mannschaft setzte sich in der Vorrunde (mit Hin- und Rückspiel) gegen Mohajer Sport, den Titelverteidiger „Die Unbefristeten“ und Yaran Berlin I durch – als Sieger in einer wirklich fußballerisch sehr starken Gruppe. Unsere zweite Mannschaft qualifizierte sich als bester Gruppen-Zweiter in der Staffel mit dem Syrischen SV, Team Babo und Arminia Tegel für das Halbfinale. Dort blieb uns ein direktes Aufeinandertreffen erspart. Borsigwalde I unterlag dem Team Babo, Borsigwalde II besiegte Pentakick. Gegen die Jungs (darunter Vereinsspieler der Füchse) gab es auch einen klaren Sieg im Spiel um Platz drei. So kam es zum Endspiel Team Babo gegen Borsigwalde II, das etwas merkwürdig verlief. Nach dem 2:0 für Team Babo gab es mehrere Schauspieleinlagen, Zeitschindereien ohne Ende – wirklich merkwürdig. Aber gut, wir nahmen das auch mit Fassung – und heimsten Platz zwei und drei bei diesem Turnier ein. Die Jungs haben sich als faire Teilnehmer erwiesen und gut gegen teilweise körperlich deutlich überlegen Gegner gegengehalten. Mit Marc und Aileen (die zur besten Spielerin des Turniers gewählt wurde) hatten wir zwei Gastspieler dabei. Die Ausbeute am Ende, neben sehr viel Spaß: Drei Pokale, fünf Bälle – und ein Gutschein für eine Shisha-Bar, den wir zugunsten der Mannschaftskasse dem Sieger verkauften… Borsigwalde I spielte mit: Martin – Alex, Malek, Daniel, Gianluca, Pascal, Aileen. Borsigwalde II: Christian – Marc, Adnan, Simon, Lucas, Tobias.  (mw)

Einen Bericht zu unserer Weihnachtsfeier findet Ihr unter “News/Abseits”

 

Fast wie an der Playstation – verdienter Sieg beim SV Empor

18. Dezember. Heute möchte ich mal etwas über meinen (emotionalen) Schatten springen und sagen: Ja, ich bin richtig stolz auf die Mannschaft. Zumindest, und jetzt kommt schon die Einschränkung, die man von mir kennt: was das Sportliche angeht… zum anderen später mehr. Wir gewannen heute völlig verdient mit 5:1 beim SV Empor, der Regionalliga-Reserve. Vielleicht um ein, zwei Treffer zu hoch – aber in jedem Fall hat heute die bessere Mannschaft als Sieger den Platz in der Nordend-Arena zu Wilhelmsruh verlassen. In solchen Momenten weiß man auch als Trainer, warum man sich bei Arschkälte das jüngste Heimspiel von Empor anguckt, um eine Art Matchplan zu erarbeiten. Der heute richtig gut aufgegangen ist. Empor spielte genau so, wie wir sie erwartet haben – und reagierte auf unsere Taktik ebenso, wie wir es uns erhofft haben. Die Jungs haben alle Ansagen prima umgesetzt – auch wenn das bedeutete, vor allem läuferisch bis an die Schmerzgrenze zu gehen. Das haben heute alle  getan. Und so krönten wir mit einem Auswärtssieg eine sensationelle Hinrunde! Jungs, das habt Ihr Euch verdient! Tolle Trainingsbeteiligung, meist hohe Konzentration, ein befruchtender Konkurrenzkampf. Zum Spielfilm: Empor spielerisch stärker in den ersten 20 Minuten – aber dann in der Folge nur noch in Intervallen wirklich überzeugend. Was das Verdienst unserer Truppe war. In der ersten Hälfte von Halbzeit eins waren die Gastgeber eine Klasse ballsicherer als wir. Aber wir waren stets giftig und gallig, klauten in der Folge immer mehr Bälle – und störten den Spielaufbau. Mit unserem schnellen Umschaltspiel kamen die favorisierten Gegner nicht so gut zurecht. Unser Glück, das wir uns erarbeitet haben: Nach einem Standard gingen wir, im Grunde mit unserem ersten ernsthaften Torschuss, in Führung. Für Empor ein echter Stimmungskiller. Mit noch mehr Fortune hätten wir bis zur Pause noch erhöhen können. Ein Aufreger war dann das 2:0. Die Kollegen von Empor haben ein Abseits gesehen, unsere Eltern, die auch auf Ball-Höhe standen, sagen: kein Abseits. Das brachte Diskussionen und Hektik in die Partie. Testosteron-Ausstöße, auch von unserem Team, die ich hasse. Zeitstrafen (gegen beide Mannschaften), Verbal-Scharmützel – und Kritik am Referee (ein Borsigwalder Trainer), die aus meiner Sicht, und aus der Sicht anderer Beobachter, völlig unbegründet war. Um ehrlich zu sein: Außer dem 2:0 gab es keine strittige, entscheidende Szene. Hier muss ich auch nochmal erwähnen, dass wir Borsigwalder dem angesetzten Referee noch hinterher telefoniert haben. Für 13 Uhr war die Partie angesetzt, wir erreichten ihn um 12.35 Uhr – und er sagte, er würde es erst zu 14 Uhr schaffen… Ich lasse das jetzt mal so stehen. Landesliga A-Jugend ohne Schiedsrichter – das ist immer Mist, ich habe es  kürzlich bei der Spielbeobachtung BSC gegen Rudow gesehen, wie übel sowas ausgehen kann… Fazit nach einem impulsiven Duell: Schade, dass unsere Mannschaft im Bereich der Emotionen immer noch Lern-Bedarf hat – und sich selbst damit aus dem Konzept bringt. Gut war, dass wir gerade noch rechtzeitig den Faden wieder aufnehmen konnten. Das Spiel entschieden wir dann mit regelrechten Sonntags-Toren. Wie unsere Nummer sieben die Treffer drei und vier reingemacht hat – also sowas geht sonst nur auf der Playstation. Den einen Ball irgendwie mit der Hacke (aber aus gefühlten zehn Metern Entfernung) – und den anderen gegen den ansonsten starken Empor-Keeper, der aber immer mitspielen will und deshalb zu weit vor dem Gehäuse stand – von der Mittellinie. Wahnsinn. Den Schlusspunkt setzte ein klarer Strafstoß gegen Gastgeber, die sich dann irgendwann aufgegeben hatten. Um eines nochmal festzuhalten: Am Ende kamen zwei der drei Empor-Trainer und gratulierten fair dem verdienten Sieger. So war es auch unter diesem Aspekt noch ein versöhnlicher Tag. An unseren Verhalten bei hitzigen Situationen müssen wir noch arbeiten – aber spielerisch war das heute wirklich top. Wir haben auch wenig zugelassen gegen einen spielkstarken Gegner. Dieses Spiel – auch die Krönung einer schönen Hinserie. Die Ansage war, dass alle nochmal alles raushauen sollten im letzten Spiel – und genau das passierte. Wir überwintern mit einer sensationellen Platzierung oben, die keiner erwartet hat von der jüngsten Mannschaft der Staffel. Nur einen Zähler aktuell von einem Aufstiegsrang entfernt – und mit jeder Menge Puffer nach unten. Außerdem qualifiziert für die Berliner Hallenmeisterschaft, die wir dann halt mal so mitspielen… Am Dienstag nun noch ein Spaßtraining in der Halle Hatzfeldtallee, Donnerstag Weihnachtsfeier und noch ein Spaß-Turnier in der Soccerhalle am Samstag. Lassen wir ein gutes Jahr würdig ausklingen… Borsigwalde heute mit: Justin, (Martin) – Alexander, Simon, Tobias, Pascal, Nico, Mamadou, Gianluca, Malek, Ablaye, Lucas, Daniel, Eren, Adnan, Christian. (mw/Fotos: Pahl)

Nicht belohnt – unnötige Niederlage im Fuchsbau

10. Dezember. Vor dem Nord-Derby in der Landesliga waren die Rollen klar verteilt. Der Staffel-Favorit und der Underdog, der überraschend mit oben steht. Klare Sache, eigentlich – bei Niederlage kein Grund zum Ärgern. Im Nachhinein muss ich aber sagen: Selten habe ich mich über eine Niederlage mehr geärgert, sie als unnötiger empfunden. Dieses  1:2 bei den Füchsen Berlin  Reinickendorf hätte nicht passieren müssen. Zur Pause schon hätten wir führen müssen. Fünf dickste Gelegenheiten vor dem Pausenpfiff – aber kein Treffer. Die Füchse waren allenfalls die ersten 20 Minuten besser, danach war es – wie Spielbeobachter Andreas Kerwin (TeBe) konstatierte, eigentlich eine typischen Unentschieden-Spiel. Wobei uns klar die letzten 20 Minuten vor der Pause gehörten, bevor die Partie in einem Duell mündete, das in Halbzeit zwei nicht mehr zu gefallen wusste. Viele lange Bälle, keine Stafetten, kaum noch herausgespielte Torchancen – auf allerdings auch schwer zu bespielendem Rasenplatz am Freiheitsweg. Wir gingen 1:0 in Führung – und kassieren fast im Gegenzug den Ausgleich. Viel zu schnell, viel zu billig – nach einer Fehlerkette, die nur eines vermuten lassen kann: Da fühlten sich einige wohl schon zu sicher und waren nicht mehr konzentriert. Dass die letzte Aktion der Füchse vor dem Tor ein klares Foul war, das der Schiedsrichter nicht gesehen hat – nun ja, kommt dann noch hinzu. Leider verloren wir danach völlig den Faden – und am Ende nach einem weiteren Blackout in der Defensive, als der Ball nach einem Freistoß ewig unterwegs war, auch die Partie. Wie gesagt: einfach nur unnötig. Die Jungs haben sich nicht belohnt für eine gute Vorstellung in Halbzeit eins, konnten aber auch  in Halbzeit zwei auch leider nichts mehr zulegen. Ich denke, man muss klar festhalten, dass wir heute nicht schlechter waren als der Tabellenführer (der womöglich auch nicht seinen besten Tag hatte) – aber uns fehlt halt doch die Cleverness und der letzte Tick faire Brutalität (um mal Anleihe beim ehemaligen Bundesligaspieler Christian Beeck zu nehmen). So sollten wir uns wieder auf das besinnen, um was es im Grunde geht: den Abstand zu den Abstiegsrängen so groß wie möglich zu halten. Borsigwalde heute mit: Justin, Martin – Alexander, Simon, Tobias, Pascal, Nico, Mamadou, Gianluca, Malek, Ablaye, Lucas, Daniel, Eren, Adnan, Christian. (mw)

Stark kombiniert – 4:1 gegen Hertha 06

2. Dezember. Das ist schon eine bemerkenswerte kleine Serie: Seit dem Wiederbeginn nach den Herbstferien holte die Mannschaft aus vier Partien zehn Punkte. Die drei von heute zählen im Grunde doppelt, weil wir mit dem ambitionierten Charlottenburger FC Hertha 06 jene Mannschaft besiegten, die in unserer Staffel den Relegationsrang belegt. Den Vorsprung darauf vergrößerten wir somit auf aktuell neun Zähler. Und das mit einem Spiel, nachdem ich der Mannschaft ein riesiges Kompliment machen durfte. Dieser 4:1-Sieg wurde erspielt. Mit Verwöhnaroma. Die Jungs     kombinierten erfrischend, hielten sich  von der ersten Minute an voll an die taktischen Vorgaben. Es war auch für die Zuschauer ein richtig schönes Spiel, bei dem wir bis auf die zehn Minuten vor der Halbzeitpause stets das Heft des Handelns behielten. Die Treffer waren toll herausgespielt, jeder lief wieder für den anderen. Es wurde super verschoben, ganz früh gepresst – ganz, ganz stark. Mehr gibt es im Grunde nicht zu sagen. Es war vielleicht unser bester Saisonauftritt heute. Dass der Gegner nach dem Spiel ankündigte, im Winter einen Trainerwechsel vorzunehmen und mehrere neue starke Spieler zu holen, zeigt allerdings eines auch ganz klar: Die Konkurrenz wundert sich vielleicht, dass Borsigwalde mit seiner jungen Truppe da oben steht- aber sie schläft nicht. Uns hingegen ereilte heute die Hiobsbotschaft, dass ein Leistungsträger für die Rückrunde wegen eines schulischen Auslandsaufenthaltes nicht zur Verfügung stehen wird. Ihr sehr also: Wir brauchen weiterhin jeden! Erst recht vor den beiden nun folgenden Auswärtspartien, mit der wir die Hinrunde beschließen werden: Es geht gegen die Staffel-Favoriten Füchse und Empor. Wäre schön, wenn wir da auch jeweils was mitnehmen würden. Das wäre dann quasi wie eine Zugabe. Borsigwalde heute mit: Justin, Martin – Alexander, Simon, Tobias, Pascal, Nico, Mamadou, Gianluca, Malek, Ablaye, Lucas, Daniel, Eren, Adnan, (Nikola), (Eiven). (mw/Foto: Pahl)

1:1 in Lichtenberg.  Vier mal Pfosten, Latte – und ein Wunsch: Gute Besserung für Bärchen!

26. November. Bevor ich hier überhaupt was zum Spiel und Drumherum an der Bornitzstraße schreibe, möchte ich auf diesem Wege unserem Julian gute Besserung wünschen. Es gibt Wichtigeres als Ergebnisse – und das ist die Gesundheit. Julian verletzte sich bei einem Zweikampf so schwer, dass er nach etwa einer halben Stunde lange mit großen Schmerzen auf dem Platz liegen blieb – und dann ins Krankenhaus gefahren wurde. Bange Minuten für ihn und uns. Danke hier an Norbert, Kerstin und Yvonne für die tolle Erste Hilfe. Eure Unterstützung in solchen Momenten ist Gold wert! Mittlerweile gibt es zumindest Andeutungen zur Diagnose: Mehrfacher Bänderriss im Sprung-Gelenk. Kopf hoch, Bärchen, das wird wieder! In unserem bis dahin wirklich sehr guten, druckvollen Spiel gab es nach dieser Aktion und der langen Unterbrechung einen Knick. Nicht nur, dass Julian bärchenstark war, ich hatte den Eindruck, dass mancher Mitspieler nicht mehr so mutig wie zuvor agierte. Aber das soll beileibe kein Vorwurf sein.

Nun zur Partie: Wir hatten, wie gesagt, bis dahin alles im Griff. Der SV Lichtenberg 47 fand im Grunde offensiv nicht statt – das lässt sich übrigens fast auf die gesamte Begegnung festmachen, ausgenommen die Schlussphase. Unsere Chancenverwertung war allerdings einmal mehr nicht gut – und L47 verteidigte mit sehr viel Geschick und Leidenschaft. Deutlich kompakter, als ich es in anderen Partien der Ost-Berliner wahrgenommen habe. Trotzdem kamen wir zu guten Gelegenheiten. In diesem Spiel trafen wir insgesamt vier Mal Latte und Pfosten, außerdem war der  Ball wohl (nicht zu erkennen für den Referee) einmal bereits hinter der Linie. Unseren ersten gegebenen Treffer erzielten wir erst, als das Duell schon recht zerfahren und unansehnlich wirkte. Den Ausgleich kassierten wir nach einer Kette von nicht geklärten Bällen. Was folgte, war ein plötzlicher Sturmlauf der Gastgeber, der uns durchaus auch noch diesen einen Zähler hätte kosten können. So ist das halt oft im Fußball … Am Ende also ein 1:1, das ich jedoch durchaus positiv sehe. Leute, denkt immer an die Struktur unserer Truppe. Wir sind und bleiben eine halbe B-Jugend! Wir haben das heimstarke Team der Lichtenberger, das auch schon den Topteams Empor und Füchse auf eigenem Platz jeweils ein Remis abgetrotzt hat, auf Distanz gehalten. Überhaupt ist an diesem Spieltag in unserer Staffel nicht viel passiert.

Leider kassierten wir kurz vor dem Ende noch eine völlig unnötige Rote Karte – und mussten auch wegen dieser Unterzahl noch gute fünf Minuten zittern. Dazu möchte ich was sagen: Von Beginn an wurden unsere Spieler von ehemaligen Borsigwalder Akteuren, die mittlerweile bei L47 in der B-Jugend ihr Dasein fristen (nur einer hat sich bisher wirklich durchsetzen können, einer kommt sogar über den Status eines Maskottchens nicht hinaus) bepöbelt. In übelster Form. Ich habe in der Halbzeitpause noch einmal darauf hingewiesen, dass doch bei uns alle wissen, welch Geistes Kind mindestens zwei dieser Spieler sind, die wir aufgrund ihrer schlechten Kinderstube gar nicht mehr bei uns haben wollten – und dass man da einfach weghören muss bei so viel verbalem Dünnpfiff. Einem unserer Spieler ist das leider nicht gelungen, er ließe sich zu einer verbalen Retourkutsche hinreißen, die der Referee mit Rot bestrafte. Den Spruch muss ich ebenso kritisieren wie das Verhalten unserer ehemaligen Mitspieler, von denen jener, der unseren Spieler bis aufs Blut reizte, auch noch als Linienrichter fungierte. Bin gespannt, ob das vor diesem Hintergrund noch ein Fall fürs Sportgericht wird… Ich sehe das letztlich so: Da dürfte sich bei diesen ehemaligen Borsigwaldern, die schon immer bevorzugt auf dem Ego-Trip waren, viel Frust mit Neid paaren, wenn sie sehen, wie toll es die ehemaligen Kameraden jetzt als 2001er bei der A-Jugend machen. Und damit: genug gesagt. Fakt ist: Wir sind so gut dabei, dass das auch heute wieder viele neutrale Zuschauer gelobt haben.

Wichtig ist mir allerdings noch, dass das Team der A-Junioren von L47 positiv erwähne, das uns einen starken Kampf geliefert hat – allseits fair. Und mit sehr viel Mitgefühl bei unserem Julian. Den Gegenspieler trifft da null Schuld, es war ein Kampf um den Ball. Loben möchte ich auch meine Trainerkollegen der A- und B-Jugend bei Lichtenberg 47. Zwei Trainerkollegen, die am Ende klare Ansagen machten bezüglich des Verhaltens einiger Zuschauer. „Ihr solltet Euer Verhalten mal überprüfen, sowas wollen wir bei uns nicht“, sagte der Kollege Hinz (A-Jugend) hinterher zu der Störer-Gruppe. Was der Kollege Lehmann (B-Jugend) und ich besprochen haben, bleibt unter uns. Ich habe aber wieder gespürt, dass wir beide auf einer Wellenlänge liegen. Ich wünsche beiden Landesliga-Teams von L47 aufrichtig alles Gute – auch wenn wir bei der A-Jugend direkte Konkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt sind. Wir stehen nächste Woche vor einem schweren Spiel gegen Hertha 06, das derzeit den möglichen Relegationsrang belegt. Bitter, dass wir heute zwei wichtige Spieler für diese Partie verloren haben. Aber was wollen wir uns nach so einem Wochenende beschweren… Denn eines möchte ich noch erwähnen, das sei mir erlaubt: Die Nummer eins im Pott sind wir! Nach diesem Remis, einem gefühlten Derbysieg, konnte mir heute nicht wirklich etwas die gute Laune vermiesen. Also: Glück auf an alle! Borsigwalde heute mit: Justin, (Martin) – Alexander, Simon, Tobias, Pascal, Nico, Julian, Mamadou, Gianluca, Malek, Ablaye, Lucas, Daniel, Eren, Christian, (Adnan). (mw)

Offensiv-Spektakel: 4:3 gegen Berliner SC

18. November. Das war ein richtig gutes Landesliga-Spiel. Es hatte Rasse, Klasse, Tempo. Zwei Teams mit offenem Visier, Offensivfußball im Blut. Am Ende gewannen wir, wie heißt es so schön: glücklich, aber nicht unverdient. 4:3 gegen den Berliner SC. Und bevor ich ins Detail gehe, möchte ich ehrlich sein: Der Blick auf die Tabelle überrascht auch mich. Nie im Leben hätte ich erwartet, dass wir nach neun Spielen 19 Zähler haben. Umso schöner. Denn es warten weitere schwere Aufgaben auf uns. Nun zum Spielfilm, 90 packende Minuten, die bei kalten Temperaturen keinen Zuschauer kalt ließen. Wir kamen ganz schlecht ins Spiel, ein richtig doofes Gegentor beim ersten Angriff des BSC. Unser System hat eben auch seine Tücken, wenn nicht alle gleich hellwach sind. Aber die Mannschaft zeigte sofort eine Reaktion: Wir pressten die Gäste nun regelrecht in ihre Hälfte – und belohnten uns nach einer Viertelstunde. Es war nun unser Spiel, ganz klar. Das 2:1, ebenfalls völlig verdient. Der Ausgleich kurz vor der Pause eher überraschend – aber im Grunde auch nicht zu verteidigen. Da fliegt eine Flanke Millimetergenau auf den Schädel eines heran stürzenden Spielers – allererste Sahne, dieses Tor. Überhaupt war es heute der Tag der schönen Treffer. Das 2:2 zur Pause, ich kann mich da nur wiederholen: irgendwie gefühlt zu wenig für unseren Aufwand. Aber diesmal hatten wir den Vorteil, dass der Gast nur zwei Mann auf der Ersatzbank sitzen hatte. Wir wollten es auch über die Laufbereitschaft lösen. Was zuerst gut klappte (das 3:2 gleich nach der Pause), bevor wir dann das Spiel über weite Phasen an die Gegner verloren. Nun fiel unser Treffer zum 4:2 nach einem Konter quasi aus dem Nichts, in einer starken Drangphase der Gäste, die drauf und dran waren den Ausgleich zu erzielen. Er wäre verdient gewesen, ohne Frage. Nun also, in der 86. Minute (plus bereits angezeigten fünf Minuten Nachspielzeit aufgrund einer Verletzungsunterbrechung) die Entscheidung! Von wegen. Wir erhielten eine Zeitstrafe und kassierten per Strafstoß das 3:4. Dann zitterten wir auch diesen Sieg über die Zeit. Für wen das jetzt negativ klingt, dem halte ich entgegen: Nein, die Truppe hat hart gearbeitete für diese drei Punkte. Wieder einer für den anderen. Kompliment für diese Charakterstärke. Die Spiele waren zuletzt sehr eng, genauso wie diese Liga ist. Wir sind gut dabei. Deutlich besser als erwartet. Borsigwalde heute mit: Justin, (Martin) – Alexander, Simon, Tobias, Pascal, Nico, Julian, Mamadou, Gianluca, Malek, Ablaye, Lucas, Daniel, Eren, Christian, Adnan. (mw)

 

Hart erarbeitet – 2:0 gegen Spandauer SC Teutonia

11. November. Wie sagte es unser Rückkehrer nach seinem ersten Pflichtspiel in dieser Saison? „Der Unterschied“, so also Malek, „zwischen der A-Jugend im letzten Jahr und in diesem Jahr – hier kämpft einer für den anderen.“ Gut gesagt. So haben wir uns jedenfalls heute drei Punkte gegen den Spandauer SC Teutonia erkämpft, erarbeitet – und weniger erspielt. Zumindest, wenn   man die zweite Halbzeit nimmt. In Hälfte eins waren wir tonangebend und wussten durchaus spielerisch zu gefallen in einem Abnutzungskampf zweier Mannschaften, der fast nur im Mittelfeld stattfand. Torchancen waren im Grunde fast nur bei uns – aber der Ertrag einmal mehr zu dürftig für den großen Aufwand. Da ist es irgendwie logisch, dass in Halbzeit zwei bisweilen die Körner fehlen. 1:0 – alle ahnten, was kommen würde: zittern. Teutonia kam wütend aus der Kabine und nun zu mehreren Gelegenheiten. Wir hatten das Glück des Tüchtigen – und eines überragenden Torhüters. Jeder fightete für den anderen, mancher biss auf die Zähne. So wurde manche Chancen    noch im letzten Moment zerstört – und wir konnten auch froh sein, dass die Gäste aus Hakenfelde ihre Angriffe oftmals nicht zu Ende kombinierten. In der Nachspielzeit setzten wir dann per Kopfball das 2:0 – und holten so verdient drei Punkte. Klar, aufgrund der zweiten Halbzeit hätte Teutonia auch einen Zähler mitnehmen können, aber insgesamt waren wir heute in einem Spiel mit wenig packenden Strafraumszenen einen Tick besser. Den Sieg ordne ich ganz oben im Regal ein, unter der Rubrik: besonders wertvoll. Das sind Big Points im Kampf um den Ligaerhalt. Ich habe Teutonia vor der Herbstpause bei Hertha 06 gesehen, als sie den Gegner regelrecht auseinander genommen haben. Nun, sagten einige Begleiter des Teams, war Borsigwalde schlichtweg körperlich fitter. Teutonia hat nicht einmal getestet in den Ferien – wir haben drei Mal gespielt und die Zahl der Trainingseinheiten noch einmal hoch gefahren. Fast alle haben prima mit gezogen – wenn auch nicht ohne Murren. Vielleicht verstehen aber nach so einem Spiel alle, warum a) Fitness ganz wichtig ist und b) wir jeden Spieler brauchen. Diese Liga kostete so viel Kraft und ist so kompliziert, dass wir zum Beispiel heute einen Verteidiger nach der Pause gar nicht mehr bringen konnten, obwohl er stark gespielt hatte. Aber nach Gelb und Zeitstrafe wäre das nächste Foul Rot gewesen. Es ist der schmale Grat, auf dem wir auch heute wieder gewandelt sind. Schön aber, dass die Truppe das üble Erlebnis Hilalspor verarbeitet hat. Besser möglicherweise als wir Verantwortlichen, die immer noch schlucken. Mit der Wertung gegen beide Teams hatten wir aufgrund des Spielstandes bei Abbruch gerechnet – aber wie sich das Sportgericht letztlich alles hinbiegt, um auch Borsigwalde eine Schuld am Abbruch zu geben, das ist schon skandalös angesichts der Tatsache, dass hier Hilalspor drei Rote Karten erhalten hat und selbst eingeräumt hat, man werde künftig keine Zuschauer mehr in ihren Käfig am Waldeckpark lassen… Wir könnten nun einfach abwarten, ob noch was auf unsere von den Hilalspor-Sündern beschuldigten Spieler zukommt – aber wir haben trotzdem schon vorab eine Protestnote verfasst. Unsere Mannschaft ist gefordert, auch durch ihr Verhalten in den nächsten Wochen zu zeigen, dass wir faire Sportsleute sind. Und so billige Laien-Schauspielveranstaltungen wie diese Sportgerichtsverhandlungen wollen wir uns künftig ersparen… Danke an Carsten für die Spiel-Fotos von heute. Borsigwalde spielte mit: Justin, (Martin) – Alexander, Simon, Tobias, Pascal, Nico, Julian, Mamadou, Gianluca, Malek, Ablaye, Lucas, Daniel, Nikola, Christian, (Adnan). (mw/Fotos: Pahl)

Hier der sehr gute Bericht von Teutonia, unter dem Motto: Kiezhelden besser im Saft

5:1 gegen 1.FC Schöneberg

4. November. Ein Beobachter brachte es prima auf den Punkt: Wir hätten uns sehr gut dem Gegner angepasst. Genau so war es. Die ersten 20 Minuten kombinierten wir ganz gut – und führten verdient mit 2:0. Gegen eine etwas unkonventionell auftretende Mannschaft des 1.FC Schöneberg aus der Bezirksliga. Der Gast: eine ungeheuer kampfstarke Mannschaft, mit sieben oder acht Afrikanern – jeder fightete um jeden Meter Boden, teilweise mit etwas übertriebener Härte. Unsere prall gefüllte Ersatzbank sah irgendwann recht leer aus, weil so mancher seine Wunden leckte. Schöneberg hat wirklich einige exzellente Kicker in seinen Reihen – so richtig miteinander aber spielen die nicht. Und genau das machten wir irgendwann leider auch nicht mehr. Jeder wollte glänzen, jeder war torgeil – und so waren wir bisweilen hinten recht offen, standen uns vorne gegenseitig auf den Füßen rum. Immer dann, wenn wir schnell und direkt spielten, hatte der Gegner Probleme, aber wir wendeten das Mittel zu selten an, hielten zu lange de Ball – und zogen so auch Fouls, die vermeidbar gewesen wäre. Kein schönes Spiel, mit vielen Unterbrechungen. Das 5:1 am Ende klar in Ordnung, aber wir hätten uns doch mehr Spielkultur gewünscht. Nur konsequent, dass für einen Probespieler der Weg heute bei uns auch zu Ende war – ein prima Fußballer, allerdings mit dem Hang zu extrem viel Egoismus und der Erwartung, dass alles auf ihn ausgerichtet wird… Funktioniert bei uns nicht, wir können unser Ziel nur gemeinsam erreichen. Umso schöner, dass mit Malek heute einer sein Comeback bei uns feierte, der weiß, wie Teamgeist geschrieben wird.Der Test morgen gegen Südring entfällt – der Gegner hat heute um 18 Uhr abgesagt… ohne Worte. Borsigwalde heute mit: Justin – Alexander, Simon, Tobias, Pascal, Nico, Julian, Eren, Christian, Adnan, Eiven, Mamadou, Gianluca, Malek, Ablaye, Lucas. (mw)

3:2 beim SC Staaken

28. Oktober. Testspiele gegen die U18 des SC Staaken sind immer enge Spiele. So auch heute. Wie im Sommer erzielten wir drei Tore – kassierten diesmal aber nur zwei. Statt wie damals ein 3:3, also am Samstag ein 3:2 für uns. Aber gefühlt hätte es auch mit Remis oder einem Sieg der Gastgeber im Sportpark Staaken ausgehen können. Bei uns funktionierten heute einige Abläufe ab dem Moment nicht mehr so gut, wenn gewechselt wurde. So zeigten wir ungewohnte Defensivprobleme und spielten über einige Phasen viel zu umständlich nach vorne.  Ich würde es mal so auf den Punkt bringen: Ein solides Spiel von uns, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Immerhin haben wir zweimal einen Rückstand wett gemacht – der Ehrgeiz hat gestimmt. Beide Teams hatten Möglichkeiten, um mehr Treffer zu erzielen. Danke an Staaken für eine faire Partie. Martin – Alexander, Simon, Tobias, Pascal, Nico, Julian, Eren, Christian, Adnan, Eiven, Shawn, Nikola, Stefan, Mamadou., Gianluca. (mw)

4:2 bei den Füchsen – aber zu lange im Kampf-Modus

23. Oktober. Heute testeten wir bei einer Verbandsliga-B-Jugend: Füchse Berlin Reinickendorf. Für unseren jungen Kader mal eine Portion mehr Spiel und weniger Kampf – das war das Ziel. Gelang in Halbzeit eins kaum. Wir waren noch zu sehr im Landesliga-A-Jugend-Modus. Zu viele hohe Bälle, zu  schnelle, überhastete Abspiele, insgesamt zu wenig Ballbesitz-Fußball für uns auf Naturrasen am alt-ehrwürdigen Wackerweg. Die Füchse machten das sehr gut, ebenso wie der souveräne Referee. Ein eher nüchternes 1:1 zur Pause. In Halbzeit zwei dann ein ganz anderes Spiel von uns. Wir drängten den Gegner über weite Phasen in seine Hälfte um kamen so zu zahlreichen Gelegenheiten und drei weiteren Treffern. Endstand 4:2. Das ging letztlich in Ordnung. Heute haben wir einiges ausprobiert, hatten vier Spieler dabei, die noch nie unser Trikot getragen haben.  Ein fünfter bisher nur in Testspielen. Von den Fünfen sind nun vier nach den Herbstferien spielberechtigt – so dass wir auf Unwägbarkeiten besser reagieren können. So mussten seit Saisonbeginn zwei Spieler aus beruflichen Gründen den Fußball ganz an den Nagel hängen, drei, vier andere sind nicht gerade die Zuverlässigkeit in Person, weshalb wir da auch schon konsequent waren und weiter sein werden. Die aktuelle Woche werden wir nochmal nutzen, um auch über Zusatztraining in die Belastung zu gehen. Borsigwalde heute mit: Justin – Alexander, Simon, Tobias, Pascal, Nico, Julian, Eren, Lucas, Christian, Adnan, Eiven, Shawn, Kandia, Zakria, Mamadou., Gianluca. (mw/Fotos: mw)

Unwürdig: Hilalspor sorgt für Spielabbruch

15. Oktober. Am Ende hat einer von Hilalspor einfach nur brutal zugetreten. Und der Schiedsrichter brach ein Spiel ab, über das ich  am liebsten gar nichts schreiben würde. Doch das wäre auch nicht richtig. Bevor ich mich zu sehr auf den Gastgeber fokussiere: Aus unserer Sicht geht dieser Spielabbruch, den letztlich allein Hilalspor zu verantworten hat, leider auch auf das Konto des Unparteiischen. Das 2:1 für die Kreuzberger, irgendwie Sinnbild für eine Spielleitung mit vielen Gesten und wenig Gespür. Vor dem entscheidenden Kopfstoß zum 2:1, ein zweiter Ball, wird unser Spieler vom Torschützen mit Knien und Ellbogen brutal weggerammt (bleibt danach minutenlang liegen, wirkt benommen) – doch der Treffer zählt. Ein lapidares „Er kann sich ja nicht in Luft auflösen“ sagt der Schiedsrichter dazu. Von da an dachten die Spieler von Hilalspor wohl, sie könnten sich alles erlauben. Wir wurden nicht mehr bespielt, wird wurden aufs Übelste bekämpft. Immer wieder Ellbogen. Erst recht, nachdem wir mal darauf hingewiesen haben, wer da alles nicht auf dem Spielberichtsbogen steht, aber in der Coaching-Zone sitzt und steht – und nach dem 2:1 Mittelfinger und andere wüste Gesten zu uns entsandte. Bereits in der Pause, beim Stande von 1:1, aber auch mehrfach während des Spiels, haben wir Trainer und meine Spieler sowie der von uns gestellte Linienrichter (der auch körperlich angegriffen wurde) den Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht, dass unsere farbigen Spieler ständig getreten und mit „Nigger“-Schimpfworten bedacht werden. Immer wieder hörten wir: „Ich habe nichts gehört.“ Mit einem Satz: So ein dreckiges, unwürdiges Spiel habe ich selten erlebt. Und das Ende, ebene eine Tätlichkeit gegen einen unserer Afrikaner, könnte man als den Endpnkt einer „Treibjagd“ beschreiben. Sorry, aber mir fällt kein besseres Wort ein. Wie groß muss der Hass sein, wenn er sogar das Gefühl eines Sieges überlagert???? Mehr will ich jetzt auch nicht mehr sagen, denn die Sache geht vors Sportgericht. Und: Wer so blöd ist wie die letztlich drei besonders aggressiven Spieler von Hilalspor und wenige Minuten vor dem Ende offenbar im blinden Hass gegen einen Migranten so zutritt gegen und eine Massenkeilerei auf dem Platz auslöst (unglaublich, wer da auch alles an Zuschauern auf den Platz stürmte) – der muss sich nicht wundern, wenn er am Ende trotz 4:1-Führung mit leeren Händen dasteht. Dass wir Angst hatten, in die Kabine zu gehen – und auch gebeten wurden, das erst einmal nicht zu tun, sei nur am Rande erwähnt. Kurz zum Spiel: Das 1:1 zur Pause ging in Ordnung. Die Partie kippte nach dem irregulären 2:1. Zur Verteidigung des Referees muss ich eines aber noch sagen: Vielleicht kann ein einzelner Mann auch so ein Spiel auf so einem Platz nicht leiten – schon gar nicht, wenn er nicht konsequent ist. Nach dem 2:1 wurden wir aus der Coaching-Zone von Hilalspor beschimpft – wo über 15 Leute saßen und standen. Da haben nur jene was verloren, die auf dem Spielberichtsbogen stehen…. Und: Die „Zuschauer“ stehen auf diesem Gitterplatz nur wenige Zentimeter vom Geschehen entfernt und sind alles andere als nur Zuschauer. Von mir hier noch ein: „Kopf hoch!“ an unsere Afrikaner. Wir hatten gerade intern Diskussionen darüber, wo die Grenze zur Diskriminierung beginnt. Heute wurde sie überschritten. Borsigwalde mit  Justin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Nico, Julian, Eren, Lucas, Daniel,  Volkan, Christian, Lamin, Fayes, Kandia. (mw)

Ordentlicher Pokal-Auftritt in Frohnau, drei irreguläre Tore

11. Oktober. Das heutige Pokalspiel beim Frohnauer SC möchte ich mal so auf den Punkt bringen: Der Sieg für die Gastgeber geht in Ordnung. Sie waren einen Tick überlegen. Einen Tick? Ja, nur einen Tick. Das Ergebnis von 6:1 wirkt klarer als der Spielverlauf war. Das überrascht angesichts der Konstellation: Verbands- gegen Landesliga. Halbe B-Jugend gegen halbe Männermannschaft… Frohnau war gefühlt vielleicht ein, zwei Tore besser – und meine Spieler, denen ich ausdrücklich für ihren Kampfgeist ein Lob aussprechen möchte, haderten mit dem Schiedsrichter-Gespann. Eines vorweg: Von unserer Coaching-Seite habe ich viele der aus Sicht des Referees entscheidenden Szenen nicht klar sehen können. Das Licht dafür einfach zu schummrig. Recht deutlich war aber wohl für alle, dass dem Treffer zum 2:0, ein Strafstoß, eine Fehleinschätzung voraus ging. Da ist der Spieler maximal ausgerutscht. Es folgte vor der Pause noch ein Tor, bei dem sich viele der Zuschauer, die direkt auf Ball-Höhe waren, echauffierten – den Ball soll der Spieler mit der Hand mitgenommen haben vor dem Torabschluss. Der  Assistent winkte, der Schiedsrichter (hatte schon auf Tor entschieden) ging erst zu ihm, dann zum Spieler und befragte ihn (was ich gut finde) – der sagte aber, es sei kein Handspiel gewesen. Lasse ich wertungsfrei so stehen, weil ich es nicht gesehen habe. Gleiches gilt für eine Szene, als die komplette Frohnauer Bank vehement Rot für einen unserer Spieler forderte – für einen bestimmten. Rot gab es dann auch in der Folge der Diskussionen – aber für einen ganz anderen Spieler… Unsere Videoaufnahmen (Carsten hat mitgefilmt) bringe ich mal so auf den Punkt: Ein Treffer von Frohnau klar abseits, Handspiel vor dem Tor auch klar zu sehen und der Elfmeter ein Witz, weil unsere Spieler weit weg von dem rausrutschenden Frohnauer – also drei Treffer irregulär. Die Rote Karte geht in Ordnung. Die Spreekick-TV-Bilder bestätigen den Eindruck komplett in Bezug auf Tore und Platzverweis. Alles in allem gilt: Ich hatte mir von der Spielleitung durch ein Gespann mehr Klarheit, mehr Kommunikation, mehr Ball-Höhe erhofft. Aber vielleicht ist es halt wie in der Champions League: Wenn die Anzahl der Schiedsrichter (man denke nur an die Torlinienrichter) immer größer wird, bedeutet das eben noch lange nicht die erhoffte Klarheit. Es durfte also – und das ist ja das Schöne am Fußball – fleißig diskutiert werden nach dieser Partie. Allerdings habe ich dieses Duell recht schnell abgehakt. Auch, weil unsere Truppe das richtig gut gemacht hat. Wir ließen kaum Chancen zu, selbst als wir nur noch zu zehnt waren, verteidigten die Jungs mit sehr viel Geschick und Leidenschaft, Frohnau fiel wenig ein. Im Strafraum des Gegners ging bei uns im gesamten Spiel allerdings auch wenig – auch ein Grund, warum der Frohnauer Sieg in einem Spiel mit sehr vielen Mittelfeld-Zweikämpfen in Ordnung geht. Der Pokal, das ist klar, hat für unsere junge Mannschaft (die wieder mit sieben 2001ern antrat) keine Priorität. Vielleicht sollten wir sogar froh sein, dass uns womöglich eine Reise mittwochs ans andere Ende der Stadt erspart bleibt. Ein SC Borsigwalde wird nicht Pokalsieger in einer Altersklasse, in der andere schon viel Geld investieren. Und selbst jene, die in der A-Jugend-Verbandsliga schon üppig Siegprämien zahlen, werden noch ihre Meister in diesem Wettbewerb finden. Ab jetzt: volle Konzentration auf die Punkterunde. Borsigwalde heute mit:Justin, Martin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Nico, Julian, Eren, Lucas, Daniel,  Stefan, Volkan, Nikola, Christian, Lamin. (mw)

Hier das Video zum Spiel von Spreekick TV

Hier das Trainer-Interview

Tag der Arbeit – 7:1 beim Friedenauer TSC

8.Oktober. Sieben zu eins. Das hört sich deutlich an. Deutlich deutlicher als es war. Um ehrlich zu sein, gingen wir heute nicht mit jenen Gefühlen nach Hause, die so ein 7:1 auslösen kann. Der Friedenauer TSC tat mir, ehrlich gesagt, sogar ein bisschen leid. Ich bin auch sicher, die stetig ackernden Jungs (die bis zu unserem Strafraum teilweise wirklich prima kombinierten) werden noch Punkte machen in dieser ausgeglichenen Staffel, in der wir aktuell als Spitzenmannschaft aufgewiesen werden – allein haben wir heute nicht so gespielt. Wir gerieten mit 0:1 in Rückstand – das war Ausdruck unserer großen Orientierungsprobleme, die wir vor allem im Abwehrbereich heute hatten. Unser Glück, dass wir sofort das 1:1 erzielten, fast im Gegenzug. So gewannen wir erst einmal an Sicherheit. Wobei wir 20 Minuten lange nicht das spielten, was uns stark macht – sondern uns der körperlichen Spielweise des robusten Gegners anglichen. Viel zu oft hoch und weit auf einem schwierig zu bespielenden Terrain. Der uralte Kunstrasen in Teppichform, nass, glitschig – der ein oder andere bei uns hatte schlichtweg das falsche Schuhwerk und musste sich nicht wundern, dass er heute etwas kürzer zum Zuge kam. Irgendwann begriffen wir, dass auf so einem Geläuf schnelles Kurzpassspiel die beste Variante ist – und damit hatte dann selbst die diesen Rasen gewohnte Heim-Elf ihre Probleme. Wir wackelten zwar nach dem 2:1 noch mehrfach, aber wir hatten das Glück des Tüchtigen und wir machten ein wunderschönes Tor zum 3:1. Und kurz vor der Pause das 4:1 – nun machten wir es bis zum Ende nicht souverän, aber durchaus ordentlich. Die Jungs haben prima gearbeitet, auch wenn einige nicht ihren besten Tag hatten. Es war, zugegeben, für die Zuschauer auf dem engen Platz kein schönes Spiel – aber wir nahmen verdient die Punkte mit. Wohl wissend, dass nun noch vor den Herbstferien zwei richtige Brocken (gerne dürfen wir auch von Herausforderungen sprechen) auf uns warten: Hilalspor, die letztjährige Verbandsliga-Truppe von Trabzonspor, die dorthin gewechselt ist – und am Mittwoch bereits im Pokal das Verbandsliga-Topteam Frohnauer SC. Borsigwalde heute: Justin, Martin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Nico, Fayes, Julian, Eren, Lucas, Daniel,  Stefan, Gianluca. (mw/Fotos: Pahl)

12:1 – und dann gab Lübars auf…

3. Oktober. Was soll man sagen? Pflichtaufgabe erfüllt. So lange uns der Gegner ließ. Zwanzig Minuten vor dem Ende signalisierten die Spieler des 1.FC Lübars dem Schiedsrichter, dass sie aufhören wollen. Der Referee pfiff dann achselzuckend ab. Von vier Verletzten war die Rede, was seltsam war – draußen saßen noch zwei Ersatzspieler und auf dem Feld waren elf Mann. Aber gut, so richtig wehrten die sich ohnehin nicht mehr am Tag der Deutschen Einheit. Es stand bereit 12:1 für uns – und wir hatten schon Mühe, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Soll nicht arrogant klingen, aber ich glaube nicht, dass diese A-Jugend der Lübarser in dieser Zusammensetzung landesligatauglich ist. Mal sehen, ob sie die Saison durchstehen. Nur eine Viertelstunde hielten sie gut mit, nach unserer schnellen 2:0-Führung wurden wir zu früh nachlässig, erlaubten das 1:2 – und stellten uns zeitweise recht umständlich an. Spielten so gar nicht das, was angesagt war. In der Folge, nach einem Eigentor der Marke Slapstick,  legten wir das ab – und zogen schon zur Pause auf 6:1 davon. In Halbzeit zwei kam Lübars im Grunde kaum noch über die Mittellinie. In der Truppe sind einige gute Individualisten – aber da passt noch recht wenig zusammen. Ich wünsche den Nachbarn, meinem ersten Verein als Trainer, dass sie sich konsolidieren können. In allen Bereichen – es sieht ja insgesamt nicht so gut um den Verein aus, sportlich drückt speziell im Großfeldbereich der Schuh übel. Auf uns warten nun härtere Brocken. Borsigwalde heute: Justin, Martin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Nico, Julian, Eren, Lucas, Daniel,  Stefan, Gianluca.(mw/Fotos: Pahl)

1:1 gegen Dynamo. Da war sogar mehr drin.

30. September. Ist das Glas halb voll oder halb leer, nach diesem 1:1? Lassen wir den Trainerkollegen Piotr vom BFC Dynamo zu Wort kommen. Er sprach am Ende von einem glücklichen Punktgewinn für seine Mannschaft, und davon, dass er sehr enttäuscht sei von den Seinen, die Borsigwalde wohl unterschätzt hätten. Das liegt durchaus nahe. Beim BFC, einem der Top-Favoriten unserer Staffel, bestand die Hälfte des Kaders aus 99er-Jahrgängen, manch einer würde auch gerne in der Regionalliga-Mannschaft des Vereins mitwirken – beim SC Borsigwalde bestand die Hälfte des Kaders aus 2001er-Jahrgängen. Doch Größe schlägt nicht immer Herz, das wissen wir an der Tietzstraße seit Jahren. Immer wieder      wagen wir den Kampf gegen Größere – und oft genug haben wir ihn gewonnen. Heute leider nicht, obwohl das verdient gewesen wäre. In Halbzeit eins empfand ich die Partie als weitgehend ausgeglichen, das 1:1 ging in Ordnung – auch wenn wir da schon gegen Ende die besseren Gelegenheiten hatten. In Halbzeit zwei war es über weite Phasen ein Spiel auf ein Tor – auf das des Favoriten. Uns fehlt halt einfach schlichtweg im einen oder anderen Moment die nötige Cleverness. Heute kam noch hinzu, dass auch der Unparteiische im Zweifelsfall eher gegen uns entschied, seltsamerweise auch und vor allem bei den Freistoß-Pfiffen. Schade, dass mit dem Mann nicht zu reden war – weder auf dem Feld, durch unsere Spieler, noch danach. Wie er darauf beharrte, dass es nach etwa einer Stunde, als unser Angreifer im Strafraum ab geräumt wurde, nie im Leben Strafstoß gewesen wäre – das passte ins Bild. Nur so viel: Die Videoaufnahmen zeigen eindeutig, dass es Elfmeter für uns hätte geben müssen. Kein Vorwurf, dass der Referee es im Spiel nicht so gesehen hat – aber diese Herangehensweise, wonach alle anderen definitiv alles falsch sehen und er alles richtig – sowas finde ich nicht gut. Aber, um nicht zu viel über den Unparteiischen zu schreiben: Dass wir die anderen fünf, sechs Hundertprozentigen nicht rein gemacht haben – das geht allein auf unsere Kappe. Unschön, aber auch irgendwie sinnbildlich für die Spielleitung, die doch arg von oben herab wirkte, war jene Rote Karte in der Nachspielzeit, als unser Spieler einfach einen Schritt zu spät kommt. Nichts Böses in einer umkämpften, aber weitgehend fairen Partie – und dann, zack, die Rote Karte. Die zweite schon gegen uns, im vierten Spiel. Es wirkt auf Außenstehende, als seien wir eine unfaire Truppe – und das ist einfach nicht korrekt. Wir sind eine Mannschaft mit viel Herz und Leidenschaft. Die Jungs haben das bittere 3:4 unter der Woche prima weggesteckt. Wenn wir so weiter machen, sind wir auf einem ordentlichen Weg. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute: Justin, (Martin) – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Nico, Julian, Eren, Lucas, Daniel,  Stefan, Gianluca.(mw)

3:4 gegen Rudow – Lehrgeld bezahlt

27. September. Bitter. Das war das Wort des Abends. Und so manche Phrase wurde bemüht. Der Fußball ist nicht gerecht. Fußball ist ein Ergebnissport. Es gewinnt eben nicht immer die bessere Mannschaft.  Das alles trifft den Nagel auf den Kopf, wenn man dieses 3:4 gegen den TSV Rudow betrachtet. Nichts gegen den Gast, der aus meiner Sicht alles in die Waagschale warf, allseits fair    und leidenschaftlich. Aber der wirklich gute Fußball wurde an diesem Mittwochabend an der Tietzstraße nicht mit Punkten belohnt. Gehen wir in die kurze Analyse: Wir hatten die Partie komplett im Griff, hätten statt 1:0 schon früh höher führen müssen. Dann passieren drei Fehler, die auf diesem Niveau nicht passieren dürfen – und wir verlieren den Faden. Auf das ganze Spiel bezogen kann man sagen: jeder unserer Fehler wurde heute gnadenlos bestraft. Abgesehen von den vier Toren hatte Rudow vor unserem Gehäuse kaum etwas zu bieten. Was für unsere Truppe spricht: Sie riss in Halbzeit zwei die Partie wieder an sich, mit faszinierendem Offensiv-Fußball und Pressing, der Gast kam kaum noch zum Atmen – und nach dem 3:3 muss das vierte Tor für uns fallen. Wir waren so gut… Stattdessen: Eine halbseidene Szene vor unserem Tor – 3:4. Enttäuschung. Niedergeschlagenheit. Viel investiert, kein Ertrag. Es war zu erwarten, dass unserer jungen Mannschaft sowas passieren kann. Daraus müssen wir lernen. Wir dürfen aber nicht weiter so Schindluder treiben mit unseren Chancen. Und auch jene, die das bisher so nicht kannten, müssen verstehen: Dieses Trainergespann will totale Hingabe, von jedem. Und ja, wir halten es wie Otto Rehhagel einst: Das Alter des Spielers ist völlig egal, nebenbei auch die Größe – es spielen die besten. Punktum. Und genau so gehen wir weiter auf Punktejagd in einer Liga, die verrückt wirkt. Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt: Scheinbar kann fast jeder jeden schlagen. Da kommen selbst ernannte Aufstiegsanwärter böse unter die Räder – und eben auch ein Außenseiter wie Borsigwalde erlebt im Kampf um den Klassenerhalt mal einen Rückschlag. So gesehen: nichts Schlimmes passiert. Wir müssen nur draus lernen, dass wir heute Lehrgeld bezahlt haben. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, Martin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Nico, Julian, Eren, Lucas, Daniel, Volkan, Stefan, Gianluca, (Fayes). (mw)

4:1 in Wartenberg – Spiel gedreht und dominiert

21. September. Hut ab vor den Jungs! Erneut ein kompliziertes Spiel gegen einen körperlich überlegenen Gegner – erneut spielerisch und läuferisch besser. Und so holen wir die nächsten drei Punkte. Ich will ehrlich sein: Dieser Saisonstart überrascht mich, fühlt sich aber gut an. Zum Duell beim Wartenberger SV, der am ersten Spieltag mit dem 5:0 bei Lichtenberg 47 eine Duftmarke   gesetzt hatte: Wir gerieten an diesem lauschigen Donnerstagabend unglücklich nach ausgeglichener erster Viertelstunde in Rückstand. Unglücklich deshalb, weil die Ecke, die zum Gegentor führte, keine Ecke war. Die Mannschaft wirkte durch den Rückstand durchaus beeindruckt und musste erst von außen ermahnt werden, das eigene Spiel durchzuziehen und sich nicht die Gangart des Gegners aufdrücken zu lassen. In einem hart umkämpften Spiel kamen wir nach einer halben Stunde durch einen sehenswerten Weitschuss zum Ausgleich, per Strafstoß dann sogar gleich darauf zur Führung. Die verdienten wir uns in der Folge immer mehr. Wartenberg hatte aus meiner Sicht früh den Eindruck erweckt, das 1:0 verwalten zu wollen – nun kamen die Jungs nicht mehr so richtig in den Rhythmus. Den wir aber zum Glück die ganze Zeit hatten. Ärgerlich nur, dass wir uns Mitte der zweiten Halbzeit selbst dezimierten. Der Schiedsrichter war in einer für ihn aufgrund der vielen Zweikämpfe schwer zu leitenden Partie nach einem wiederholten unfairen Einsteigen eines WSV-Spielers schon auf dem Weg zu ihm, um ihm Rot zu zeigen – da ließ sich unser Gefoulter zu einer Revanche hinreißen. Nichts Schlimmes, ein typischer Testosteron-Ausstoß – aber nun war Rot für beide durchaus vertretbar. Zehn gegen zehn, wir fürchteten nun, den Faden zu verlieren angesichts der notwendigen Umstellungen. Aber letztlich muss man sagen: Wartenberg schadete der ganze Vorgang mehr, bei den Grün-Weißen war nun kaum noch Struktur im Spiel. Durch einen individuellen Fehler kamen wir zum 3:1 und auch noch per Konter zum 4:1. Der Sieg am Ende vielleicht um ein, zwei Tore zu hoch – aber verdient. Für den WSV war es nach Aussage des Trainerkollegen, für den ich mich für den allseits fairen Umgang an der Seitenlinie (trotz hektischer Momente auf dem Platz) bedanken möchte,  erst die zweite Niederlage im Jahr 2017. Für uns der zweite Sieg als A-Jugend. Ich möchte noch einmal betonen, dass beide Siege nicht vom Himmel gefallen sind, sondern hart erarbeitet wurden. Nicht nur in diesen Partien. In der Vorbereitung haben – und das ist für A-Jugendspieler schon bemerkenswert – die Jungs nahezu geschlossen die von uns Trainer verordneten neun bis zehn Stunden Fußball pro Woche „abgearbeitet“ – nun werden sie mit einem guten Start belohnt. Jetzt sind wir am Wochenende erst einmal spielfrei, weil unsere Partie in Lübars auf den 3. Oktober verschoben wurde. Der ein oder andere Spieler wird bei der B1 aushelfen, für uns geht es bereits nächsten Mittwoch gegen Rudow weiter. Borsigwalde heute: Justin, (Martin) – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Nikola, Christian, Julian, Eren, Lucas, Daniel, Volkan, Stefan, Gianluca. (mw/Fotos: mw)

4:2 gegen Spandauer Kickers – starkes erstes Pflichtspiel

16. September. Es war vermutlich die jüngste A-Jugend, die jemals für den SC Borsigwalde 1910 in einem Pflichtspiel angetreten ist – und gleich in der ersten Partie einen Sieg landete. 4:2 gegen die Spandauer Kickers. Hart erkämpft – und hochverdient. Großer Jubel bei den zahlreichen Zuschauern und auch bei uns nach einem Spiel, das nervenaufreibender kaum noch geht. Respekt für die Truppe! Der Spielfilm: Die Kickers traten sehr selbstbewusst auf, die ersten Minuten ließen sie den Ball gut laufen – aber das änderte sich schnell. Unsere Jungs legten alsbald den Respekt ab vor den Gästen, die mit neun 99er-Jahrgängen und zwei 2000ern begannen, entsprechend körperlich überlegen waren. Wir übrigens mit acht 2001ern im Aufgebot heute, wovon sieben zum Einsatz kamen. Der Gegner irgendwann fast nur noch mit hohen Bällen bei der Spieleröffnung, wir mit gepflegtem Pass- und sehr schnellem Umschaltspiel. Verdient damit unsere 2:0-Führung. Nach dem Anschlusstor ließen wir recht bald das 3:1 folgen – wirklich allesamt sehr schöne Treffer. Im Grunde machten wir nur einen Fehler, wenn man das so nennen darf: Wir hätten mit einer höheren Führung in die Kabine gehen müssen. Allein kurz vor der Pause ließen wir zwei hundertprozentige Möglichkeiten liegen. Der Aufwand, den unsere Jungs betrieben hatten, war ihnen schon während der 15 Minuten Erholungsphase anzusehen – einige waren wirkten ganzschön kaputt aufgrund unseres laufintensiven Systems. Und leider kamen die Spandauer auch recht schnell zum Anschlusstreffer. Wir verloren den Faden, und um ein Haar wäre die Partie gekippt – wären da nicht immer wieder unsere Konter gewesen, von denen wir einen nutzten. Damit war der Drops gelutscht, die Gäste dezimierten sich danach auch noch selbst in einer insgesamt sehr fairen Partie, die von einem guten Referee geleitete wurde. Apropos Schiedsrichter: Unfassbar, aber wahr: Als 20 Minuten vor Spielbeginn der angesetzte Schiedsrichter noch nicht da war, riefen wir ihn mal an – und er erzählte uns, dass er längst kein Schiedsrichter mehr sei. Wie kann sowas passieren? Fakt ist: Der Schiedsrichter vom BFC Preussen, der danach die B-Jugendpartie leiten sollte, erklärte sich bereit, auch bereits unser Spiel zu pfeifen. Danke dafür, einfach war dieses schnelle, umkämpfte Spiel nicht zu leiten – und der Schiri hatte danach auch fast drei Fußball in den Beinen. Respekt. Am Ende freuen wir uns über die ersten drei Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Der Anfang ist gemacht, am Donnerstag wartet bereits der nächste schwere Gang – es geht nach Wartenberg. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Martin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Nikola, Nico, Christian, Julian, Eren, Lucas, Daniel, Fayes, Stefan, (Gianluca). (mw)

11:0 im Pokal: SFC Friedrichshain keine Hürde

10. September. Die erste Pokalhürde haben wir problemlos genommen. So eine richtige Hürde war es auch nicht. Um es kurz zu machen: Der Gegner hat nicht aufgegeben und blieb immer fair – damit ist fast alles gesagt über dieses 11:0. Es war eine einseitige Partie, die im Grunde fast nur   in der Hälfte des SFC Friedrichshain stattfand, der lediglich zu einem Eckball kam und eigentlich zu keiner Torchance. Da haben wir in der Vorbereitung durch die Bank andere Gegner gehabt, mit drei Verbands- und einigen Landesligisten sowieso – und im Nachhinein ist das auch gut so. Auch gut, dass wir am Freitag nochmal eine Konditionseinheit eingeschoben haben, zu der 17 (!) Spieler erschienen sind – obwohl klar war, dass zum vierten Mal der Berg ruft. Ich bin sehr optimistisch, dass da was zusammen wächst. Die Jungs verstehen sich prima, alle ziehen mit. Das Betriebsklima ist so gut derzeit, dass mit Justin sogar ein Spieler von Stern 1900 zu uns wechselt – obwohl er erst im Dezember spielberechtigt sein wird. Kurzum: Wir freuen uns auf den Ligastart. Borsigwalde heute mit: Martin – Alexander, Simon, Volkan, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Gianluca, Nikola, Nico, Christian, Julian, Eren, Lucas, Daniel. (mw/Foto: Pahl)

Verbandsligist FC Viktoria 89 keine Nummer zu groß …

3. September. So ist manchmal Fußball. Nur 18 Stunden nach dem 0:5 gegen den Berliner SC eine fast identische Mannschaft, ein bärenstarker Gegner – und ein völlig anderes Spiel. Gegen den Verbandsligisten FC Viktoria 89 siegten wir heute mit 3:0 – und das auch in der Höhe verdient. Läuferisch, taktisch und spielerisch eine ganz starke Darbietung  unserer Mannschaft, die den      erfolgsverwöhnten Gast (der im neunten Vorbereitungsspiel seine erste Niederlage kassierte) zeitweise erstaunlich deutlich dominierte.  Die Leichtsinnsfehler von gestern wurden vermieden, einer kämpften für den anderen – und wir spielten sehr schnell und strukturiert nach vorne. Wie sowas geht? Unerklärlich ist manchmal dieser Sport. Für unsere Jungs war es jedoch auch ein wichtiger Sieg für den Kopf. Sie wissen jetzt, dass sie auch einen solchen Top-Gegner (der in Testspielen gegen unsere Staffelkonkurrenten Füchse und Lichtenberg klare Siege einfahren konnte), der obendrein im Gegensatz zu uns sogar nach zwei trainings- und spielfreien Tagen eigentlich frischer hätte sein müssen, bestehen können. Wieder ein Mutmacher für eine schwere Saison. Die Fotos sind von Carsten – danke. Borsigwalde heute mit: Justin, Martin – Alexander, Simon, Volkan, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Gianluca, Stefan, Nikola, Nico, Christian. (mw)

Verbandsligist Berliner SC eine Nummer zu groß

2. September. Zur heutigen Saison-Eröffnungsfeier der Jugendabteilung (mit einem tollen gelungenen Fest) luden wir uns einen starken Gegner ein: Die 1.A-Jugend des Berliner SC, die große Ambitionen hat auf einen der vorderen Plätze. So muss man am Ende auch das Ergebnis relativieren. Lange, gut eine Stunde, hielten wir sehr gut mit gegen das Verbandsliga-Top-Team. Durch einen zweifelhaften Elfmeter lagen wir zur Pause 0:1 hinten, hatten Chancen zum Ausgleich (unter anderem einen Pfostenschuss). Manch einer will in Halbzeit eins kaum einen Klassenunterschied gesehen haben. In Halbzeit zwei dann ganz schwache zehn Minuten von uns, in denen wir durch eine ganz starke Kombination der Gäste und zwei individuelle Patzer mit 0:4 zurück lagen. Am Ende noch ein fünftes Tor für den Berliner SC. Das machte ein wenig den guten Eindruck über weite Phasen des Spiels kaputt und sorgte dafür, dass die Jungs die Köpfe hängen ließen. So spielten die Schwarz-Gelben ihre Überlegenheit aus und kamen auch zu einem verdienten Sieg, der aus meiner Sicht ein wenig zu hoch ausfiel. Aber wir haben viel gelernt – ich denke, die meisten Spieler haben den Sinn und Zweck solcher Partien gegen solche starken Gegner auch verstanden. Bitte auch nicht verstehen, mit welch junger Mannschaft wir uns heute gegen einen Gegner in Bestbesetzung stemmten. Wer diesen Aspekt übersieht, auch aus unseren Reihen, dem ist nicht zu helfen. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Julian – Alexander, Simon, Eren, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Mamadou, Kandia, Gianluca, Stefan, Nikola, Nico, Christian.(mw)

 

6:1 – viel Spielfreude gegen Blau-Weiss Spandau

27. August. Auf der lauschigen Sportanlage Heidenheimer Straße, mit neuem Kunstrasenplatz, empfingen wir heute den FV Blau Weiss Spandau. Weil an der Tietzstraße heute Männer-Spielbetrieb stattfand, mussten wir ausweichen. War mal ganz nett. Der Bezirksligist wusste mit einigen Offensivaktionen zu gefallen, ist vor allem vorne sehr gut besetzt – war hinten jedoch heute sehr anfällig. Schon zur Pause führten wir 4:0, am Ende hieß es 6:1 gegen den ambitionierten Bezirksligisten. Vielleicht um ein, zwei Tore zu hoch – aber auf jeden Fall verdient. Für die Zuschauer war es eine sehr unterhaltsame Partie – das Kontrastprogramm zu gestern. Wir ließen über weite Strecken Ball und Gegner sehr gut laufen, hatten gute Ideen und viel Offensivdrang. Zudem kamen wir wieder ohne Schiedsrichter aus in einer sehr fairen Partie. Im Grunde setzte die Truppe heute das um, was ich von ihr gefordert hatte. So müssen wir weiter machen. Borsigwalde heute: Martin  – Julian, Alexander, Simon, Eren, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Mamadou, Kandia, Gianluca, Stefan, Nikola, Daniel, Nico. (mw)

In aller Bescheidenheit – 1:0 gegen Grün-Weiss Neukölln

26. August. Nur 15 Minuten zeigten wir heute richtig guten Fußball – dann kam der Bruch. Und zwar recht abrupt. Gegen den Verbandsliga-Aufsteiger Grün-Weiss Neukölln entwickelte sich eine zähe, meist sehr unansehnliche Partie mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Unterm Strich reichte unser     Tor aus der Anfangsphase, um dieses Spiel auch verdient zu gewinnen, ein fußballerischer Leckerbissen war es nicht. Manchen Hochkaräter ließen wir noch liegen, der Gegner hatte einen exzellenten Torwart – und kam seinerseits am aber auch zu drei, vier recht guten Möglichkeiten. Unterm Strich fehlte vor allem die gedankliche Frische und Laufbereitschaft. Schlichtweg: Esprit. Mag sein, dass die Trainingswoche, spezielle der intensive Donnerstag und Freitag, beim ein oder anderen seine Spuren hinterlassen hat (manch einer klagte darüber, dass er müde ist) – aber angesichts von fünf Auswechslern hatte ich doch ein bisschen mehr erhofft. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Abdul – Julian, Alexander, Simon, Eren, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Mamadou, Kandia, Gianluca, Stefan, Nikola, Daniel, Nico. (mw)

Der Berg rief. Dann ein niveauvolles 3:3 gegen SC Staaken

19. August. Zweiter Test, der Gegner diesmal aus der anderen Landesligastaffel. Eine durchaus harte Nuss. Am Ende der Partie gegen den SC Staaken aber lässt sich sagen: Das Remis (3:3) geht     in Ordnung, auch angesichts der Spielanteile. Wir hatten anfangs durchaus unsere Probleme, dominierten dann über einige Phasen die Partie (bei schwacher Chancenverwertung) – und mussten in manchen Phasen den Gegner agieren lassen. Da standen wir teilweise zu tief. So wurde aus einer zwischenzeitlichen 1:0- und 2:1-Führung für uns ein 2:3. Fünf Minuten vor dem Ende erzielten wir dann noch den verdienten Ausgleich. Vor allem in Halbzeit eins war es ein extrem   temporeiches, rassiges Spiel – Kompliment an beide Mannschaften, die erst seit dieser Woche wieder im Training stehen. Stark auch einmal mehr, dass wir ohne Schiedsrichter auskamen. Zwei, drei Testosteron-Attacken – sonst lief das prima. Wieder mal ein Gegner mit sehr viel Niveau – auf  dem Feld und auch im Umgang miteinander. Danke an Staaken für den Besuch. Gegen Ende der Partie fehlte manch einem bei uns die Kraft, auch weil wir gestern (siehe Foto, manch einer lief besonders schnell, weil die Mücken fürchterlich waren…) eine einstündige Konditionseinheit im  Steinberg-Park eingeschoben hatten, bevor wir dann noch zum Abschluss ein bisschen Spaß hatten beim Besuch des Puma-Schuhteams. Insgesamt haben wir in der ersten Woche so fast acht Stunden Fußball abgeliefert – der Anfang war gemacht. Die Leute von Puma kamen übrigens nicht nur mit vielen Fußballschuhen zum Ausprobieren, sondern auch mit einer Playstation und einem Fußball-Gewinnspiel (Parcours), bei dem mancher unserer Jungs noch was abstauben konnte. Die Fotos vom Spiel sind wie immer von Carsten. Danke. Borsigwalde heute mit: Martin, Abdul – Julian, Alexander, Simon, Eren, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Mamadou, Kandia, Gianluca. (mw)

Zum Auftakt nach der Pause ein 6:2 gegen Frohnauer SC

Erstes Spiel nach der Sommerpause, nach nur einer Trainingseinheit. Überraschend unterhaltsam. Unsere Jungs mit sehr viel Spielfreude und Tor-Drang. Die U18 des Frohnauer SC, ebenfalls ganz frisch im Training, war im ersten Durchgang lange noch ein ebenbürtiger Gegner und brachte     unsere Defensive mehrfach in Bedrängnis. Doch schon Richtung Pause zogen wir das Spiel immer mehr an uns. Kann auch daran gelegen haben. Dass Frohnau nur zwei und wir fünf Wechsler hatten. 2:0 beim Seitentausch, am Ende ein verdientes 6:2. Noch zwei ärgerliche Gegentore, weil wir nach dem 5:0 doch arg nachlässig hinten agierten. Insgesamt eine wunderbar faire Partie gegen unseren Nachbarn. Wir kamen ohne Schiedsrichter aus – und die Jungs regelten zu 90 Prozent alles im besten Miteinander auf dem Platz. So macht Jugendfußball Spaß. Der Anfang ist gemacht, nach dem ersten Training mit vielen Balleinheiten ruft nun schon recht laut der Berg für heute, bevor am morgigen Samstag nochmal getestet wird. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Martin, Abdul – Julian, Alexander, Simon, Eren, Tobias, Ablaye, Volkan, Mirac, Pascal, Lamin, Mamadou, Kandia, Gianlucca.(mw)

Fast das Beste zum Schluss… Platz zwei in Fürstenberg

16. Juli. Und zum Abschluss nochmal Fürstenberg… Im Grunde mit der „alten B“ und ein paar neuen Gesichtern reisten wir heute zum Sommerturnier des SV Fürstenberg an der Havel mit vier Mannschaften. Ein Turnier auf wunderbarem Grün, mit einigen Aufregern – aber einem ordentlichen Auftritt. Wir  erzielten drei    Siege, verdauten zwei Niederlagen und ein Remis. Gespielt wurde auf dem Rasenteppich an der Havel in einer Doppelrunde, jeweils 20 Minuten. Für jedes Team also 120 Minuten Fußball, mit wenig Pausen. Viele Eltern begleiteten uns zu diesem Saisonfinale.  Wir erzielten heute bereits nach 15 Sekunden das erste Tor – gegen den SC Victoria Templin. Endstand 3:0, im Rückspiel  sogar 5:1. Die Jungs wurden mit nur zwei Toren Letzter. Wir spielten gegen den SV Fürstenberg einmal 2:2 und gewannen 2:0. Kein Mittel fanden wir gegen den Brandenburg-Ligisten Oranienburger FC Eintracht. Das 0:2 im ersten Spiel vollauf verdient, im zweiten Duell wieder 0:2 – aber diesmal waren wir keinen Deut schlechter als die Oranienburger, die aber heute mehr Schussglück hatten. Zudem wurden wir leider drei Mal durch Fünf-Minuten-Zeitstrafen geschwächt, die wir bis auf einen Fall nicht wirklich nachvollziehen konnten. Am Ende ein verdienter zweiter Platz für uns mit zehn Punkten. Fürstenberg wurde mit fünf Zählern Dritter, Oranienburg gewann mit 16 Zählern verdient das interessante Turnier. Es gab viele kampfbetonte Partien. Bei manch einem ist jetzt der Akku leer – am Dienstag ein letztes Training. All jenen, die schon im Urlaub sind: schöne Sommerferien. Danke an den SV Fürstenberg für die Einladung zu dem mittlerweile vierten Aufeinandertreffen in dieser Saison. Die Fürstenberger gehen jetzt komplett in die A-Jugend, weshalb es bestimmt ein Wiedersehen mit unseren Jungs geben wird, die nächste Saison auch schon A-Jugend-Landesligaluft schnuppern dürfen (oder müssen?). Dafür gilt es nun schon Kraft zu tanken. Schön, dass wir heute nochmal ein paar Jungs dabei hatten, die in der B bleiben – den Pokal nahm einer mit nach Hause, der irgendwie auf dem Fürstenberger Rasen immer zu besonderer Form aufläuft… Borsigwalde heute: Dominik, Jan, Tim, Simon, Nico, Alexander, Ablaye, Nikola, Fabian, Stefan, Tobias, Lucas, Christian, Pascal. (mw)

Gut verkauft gegen Verbandsligist SC Staaken

15. Juli. Eine harte Nuss nahmen wir uns heute vor – die U19 des SC Staaken aus der Verbandsliga zu Gast an der Tietzstraße. Ich sage es mal so: Bis zur 55. Minute stand es 2:2 – ein klares Indiz dafür, dass es die Jungs sehr, sehr ordentlich gemacht haben. Mit sehr viel Herz, Laufbereitschaft       und auch dem ein oder anderen Nadelstich gegen einen schon – logischerweise – überlegenen Gegner. Staaken extrem ballsicher mit tollen millimetergenauen Diagonalpässen, die uns schwer zu schaffen machten. Und pfeilschnellen Angreifern. Unsere Treffer erzielten wir nach schnellen, direkt vorgetragenen Kontern – nur so war der Gegner verwundbar. Zur Pause stand es 1:2 aus unserer Sicht, allerdings hatten wir zuvor 20 Minuten lang im Grunde nur noch verteidigt. Das empfand ich als wenig ehrenvoll und einem solchen Spiel auch nicht angemessen. Schon immer habe ich starke Gegner gerne eingeladen mit dem Ziel, ihnen die Stirn zu bieten und mich nicht einzubuddeln. Es klingt nun vielleicht seltsam, wenn ich sage: In der zweiten Halbzeit kassierten wir zwar noch vier Treffer zum Endstand von 2:6 – aber wir spielten mutig mit, hätten auch noch treffen können oder vielleicht sogar müssen. Staaken nutzte in Halbzeit zwei im Stile einer Klassemannschaft schlichtweg besser seine Chancen, gewann letztlich aufgrund unseres Einbruchs nach dem vierten Tor auch in der Höhe verdient. Ich glaube aber, wir haben heute verdammt viel gelernt – und bei unserer starken Staffel haben wir bestimmt auch zwei, drei Truppen drin, die auf einem ähnlich hohen Niveau wie der SC Staaken agieren können. Erwähnenswert noch: Wir kamen ohne Schiedsrichter aus. Und heute lief das auch wirklich ganz super. Meist war noch nicht einmal ein Pfiff von den Trainern nötig. Bei uns gaben heute drei Spieler ihr Debüt. Langsam nimmt der Kader qualitativ und quantitativ eine Form an, die Hoffnung nährt. Spielfotos von Carsten unter www.borsigboys.de  Borsigwalde heute mit: Julian, Alexander, Simon, Nico, Eren, Lucas, Tobias, Cristian, Samuel, Ablaye, Fabian, Nikola, Stefan, Volkan, Mirac, Pascal, Kastriot, Christian. (mw)

Unterhaltsames 4:4 gegen TSV Mariendorf

10. Juli. Vierter Test. Nur einen Tag nach dem letzten. Könnte mit den Kräften schwierig werden, dachten wir vorher. War aber nicht der Fall. Die robuste Truppe des TSV Mariendorf hatten wir lange Zeit ganz gut im Griff in einer unterhaltsamen Begegnung. Das 0:1 fiel nach einem Eigentor,   mitten in unsere länger andauernde Drangphase. Dann zogen wir auf 2:1 bis zur Pause und 3:1 nach einer guten Stunde davon. Es hätten bis dahin mehr Treffer sein können. Beim Gegner ging scheinbar nix mehr. Aber nur scheinbar… Denn nun machte ich den Fehler, die bis dahin sehr gut funktionierende Defensive umzustellen. Zu radikal. Man will ja mal was ausprobieren… Das war aber gar nicht gut im Hinblick auf die Partie, bei der wir im Übrigen ohne Schiedsrichter auskamen. Zwei, drei unkontrollierte Testosteron-Ausstöße – ansonsten ging das ganz gut. Ratzfatz stand es binnen einer Viertelstunde 3:4 – und wir hatten Mühe, den Faden wieder zu finden gegen eine Mannschaft, die vorne brandgefährliche Stürmer drin hatte. Am Ende noch das 4:4 und einige vergebene Großchancen von uns. Rein ergebnistechnisch war mehr drin, was aber im Moment nicht so wichtig ist. Sehen wir es so: Jedes Spiel hilft uns beim Kennenzulernen. Heute hat man schon ganz ordentliche Kombinationen und Flügelspiel gesehen, 16 Mann waren heute auch eine ordentliche Kaderstärke. Samstag wartet mit Verbandsligist Staaken ein echter Härtest an der Tietzstraße. Spielfotos von Carsten unter www.borsigboys.de Borsigwalde heute: Abdul – Julian, Fayes, Lamin, Alexander, Simon, Nico, Eren, Cristian, Samuel, Ablaye, Kandia, Fabian, Yunus, Nikola, Stefan. (mw)

Ordentlich organisiert – 0:1 gegen SV Empor

9. Juli. Drittes Testspiel, erste Niederlage. Allerdings ein ehrenhaftes 0:1, wenn man das so formulieren kann. Vor zwei Wochen, als wir das Spielausmachten, war noch nicht klar, dass der SV Empor mit seiner U18 auch bei uns in der Staffel sein würde – vor Wochenfrist spielte die     Mannschaft auch noch um den Aufstieg in die Verbandsliga, und unterlag dem FC Stern Marienfelde. Nun also das Freundschaftsspiel. Empor – ein Mix aus den Verbandsligaspielern der vergangenen Saison und der alten B1 von Concordia Wilhelmsruh, wird seine Heimspiele auf der Nordendarena austragen. Heute das Duell auf wunderbar gepflegtem Rasenteppich. Die ersten Minuten hatte ich große Bedenken. Empor bestimmte das Geschehen nach Belieben, es ah aus als würden wir unter die Räder geraten. Dann, wie sagt man so schön, fanden wir über den Kampf ins   Spiel. Man muss nicht drum herum reden: Empor hatte die besseren Gelegenheiten, aber wir waren auch nicht chancenlos. Zur Pause ein 0:0, wir durften durchaus zufrieden sein mit der Organisation der Mannschaft. Vor allem wurde sehr, sehr diszipliniert verteidigt – einige Jungs konnten uns sehr überzeugen. Nach etwa einer Stunde dann der Führungstreffer für Empor – wir hätten fast postwendend ausgleichen müssen, vergaben aber. Es war aus meiner Sicht ein sehr temporeiches und engagiertes Spiel beider Mannschaften. Wir hatten nur 14 Mann zur Verfügung, darunter sechs B-Junioren – die jetzt schon zeigen: Sie nehmen den Kampf gegen die „Großen“ an. Das wird nötig sein in dieser Hammerstaffel, die Helden gebären kann, wenn es für uns ordentlich läuft. Ein Wahnsinn, was uns da zugelost wurde. Der Respekt und die Vorfreude sind schon sehr groß, dieser Klassenkampf wird ein echtes Abenteuer. Nächste Woche wird noch weiter fleißig getestet – die Jungs verstehen sich immer besser. Ich denke, da wächst was zusammen. Danke an Carsten für die Spielfotos, die Ihr unter www.borsigboys.de findet. Borsigwalde heute: Abdul – Julian, Fayes, Lamin, Alexander, Salifu, Simon, Tobias, Nico, Eren, Cristian, Samuel, Ablaye, Kandia. (mw)

Wenig Prickelndes beim 3:3 in Siemensstadt

4. Juli. Zweiter Test – und kaum Zufriedenheit. Über weite Strecken ein langweiliger Sommerkick in Siemensstadt. Die Veranstaltung klingt mit dem Ergebnis von 3:3 spannender als sie war. Der Spielfilm: Wir beherrschten die ersten 20 Minuten fast nach Belieben. Da sah das auch noch gut        aus. Das 2:0 war nur unzureichend Ausdruck unserer Überlegenheit in einem nicht ansatzweise so temporeichen und rassigen Spiel wie am Sonntag. Zu schludrig gingen wir obendrein mit den Chancen um, was sich auch in der Folge nicht ändern sollte. Siemensstadt zielte im Grunde fünf Mal aufs Tor  – drei Mal war der Ball drin. Haarsträubende Fehler begünstigten die Gegentore. Wir hatten gefühlt das Vierfache an Möglichkeiten – und vergaben wieder, teilweise kläglich. Außerdem wirkte vieles bei uns nicht heraus gespielt, sondern zufällig. Schade, dass wir nach dem 2:0 nicht UNSER Spieler weiter verfolgen, sondern uns ein anderes aufdrücken lassen. Gegen eine massierte Deckung fiel uns letztlich zu wenig ein, auch eine Systemumstellung in der Pause (mit der Hoffnung auf mehr Spielbreite) fruchtete nicht. Erkenntnisse haben wir viele gewonnen – und darauf kommt es ja bei solchen Spielen an. Borsigwalde heute: Abdul – Julian, Fayes, Lamin, Alexander, Nikola, Fabian, Salifu, Simon, Tobias, Lucas, Nico, Eren, Stefan, Kandia. (mw)

4:1 gegen FC Liria – erster Auftritt der neuen A-Jugend macht Lust auf mehr

2. Juli. Vielleicht lag es daran, dass wir nicht viel erwartet haben. Die Mannschaft ist schließlich neu formiert. In jedem Fall waren wir hinterher alle sehr, sehr zufrieden. Mit 4:1 besiegte die neue    1. A-Jugend, auch in der Höhe verdient, heute die ebenfalls neu formierte 1.A des FC Liria. Der Gegner aus meiner Sicht ein echter Prüfstein, weil vom ehemaligen Hürtürkel-Trainer aus vielen erfahrenen und robusten Spielern zumeist von Neuköllner Vereinen zusammengestellt. Die Gäste waren bissig, zweikampfstark und forderten uns vor allem in Halbzeit eins sehr. Man merkte: Die wollen in ihrem ersten Spiel ebenso den Sieg wie wir. Dieses Spiel (von Bäumchen souverän geleitet) hat deshalb Spaß gemacht, auch wenn es in der zweiten Halbzeit die ein oder andere Nicklichkeit gab – A-Jugend-Fußball ist halt die Vorstufe zum Männerfußball, da geht’s schon zur    Sache. Körperlich waren wir, kein Wunder, deutlich unterlegen, kämpferisch ebenbürtig – und spielerisch aus meiner Sicht besser. Erstaunlich, wie viele gute Kombinationen die zahlreichen Zuschauer (darunter auch Borsigboys, die den Klub verlassen haben und Eltern, Spieler der „alten“ B-Jugend) heute schon erleben durften. Der Auftritt dieser jungen A-Jugend (nur drei 99iger im Kader) macht schlichtweg Appetit auf mehr. Und mehr gibt es auch in den nächsten Wochen. Bis zu den Sommerferien stehen noch mehrere Testspiele an – die Jungs sollen sich kennen lernen, auch das Miteinander-sprechen-auf-dem-Platz lernen. Auch und vor allem mit jenen, die so gut wie kein Deutsch verstehen. Heute hatten wir jedenfalls 14 ehrgeizige Mann an Bord, manch einer stößt schon zum Spiel beim SC Siemensststadt am Dienstag noch dazu.  Welch Geist aktuell in der Truppe herrscht, lässt sich auch daran ablesen: Alle wissen, was am Donnerstag für Wetter herrschte. Land unter in Berlin – aber bei uns waren 14 Mann beim Training, hatten trotz Dauerregens ihren Spaß. Weiter so! Die Fotos kommen in gewohnter Manier von Carsten – danke.

Saison 2016/17

Unnötig hoch verloren gegen Tabellenführer

26. März. 2:6 gegen den BFC Preussen. Das Ergebnis spiegelt nicht wirklich den Verlauf der Partie wider. Eine Stunde lang war unsere Mannschaft ebenbürtig, das 2:2 vollauf verdient. Zwei Mal hatten wir, durch Marc und Volkan, die Führung des Tabellenersten ausgeglichen – und selbst viele Akzente gesetzt. Leider brachen nach dem 2:3 aus unverständlichen Gründen alle Dämme, Preussen machte es dann sehr gut mit schnellen Gegenstößen, auf die wir plötzlich ziemlich kraftlos reagierten.  Die vier Tore bis zum Ende waren bitter, zeigen aber auch den Unterschied: Andere in der Staffel sind halt derzeit cleverer und eingespielter. Da aber immer mehr  Spieler aus Sperren und Krankheiten zurück kommen, dürfte es noch eine ordentliche Rest-Saison werden. Wenn man die Partie (vor allem die erste Stunde)  wieder gesehen hat, mag man sich gar nicht ausmalen, was bei besserer  Personallage in dieser Saison möglich gewesen wäre in dieser nicht gerade mit übermächtigen Favoriten vollgestopften Landesliga-Staffel… (mw)

Glas halb voll? 2:2 gegen Wartenberg

5. März. Erstes Heimspiel in der Rückrunde. Zur Pause ein völlig verdientes 2:0 – am Ende nur 2:2. Logisch, dass man sich da ärgern muss. Aber unser Team sollte heute das Glas halb voll sehen. Der Punktgewinn für den Wartenberger SV ging  aufgrund der zweiten Hälfte in Ordnung, als unsere Truppe fast nur noch über Standard-Situationen gefährlich wurde und der Gast wesentlich strukturierter und mutige als zu Beginn agierte. Letztlich waren unsere A-Junioren in Halbzeit zwei vor allem in der Offensive zu leicht ausrechenbar – was zweifellos auch der Personalnot geschuldet ist. Dafür macht der erste Durchgang Mut: Da wurde flott nach vorne gespielt, ebenso wie bereits vergangene Woche im zweiten Durchgang beim Köpenicker SC. Alles in allem: Die Abstiegszone ist weit weg, die Jungs können weiterhin befreit aufspielen. (mw/Fotos: Wolf)

Regionalligist zu stark

11. Februar. Um es kurz zu machen: Wenn der Gegner über so viele schnelle Akteure verfügt, in seinem Sturm und Drang aber nicht ansatzweise gestört wird – dann kann es auch mal gegen Jüngere so ausgehen… Die U17-Regionalligamannschaft des Berliner AK verpasste unserer A-Jugend heute eine Lehrstunde in Sachen Tempofußball. Am Ende ein 8:1, das auch in der Höhe verdient war. Bei Borsigwalde passte wenig zusammen. Es gelang zu selten der letzte Pass, der Ball wurde zu lange gehalten – Bemühen bis zum Ende, ja – aber eben nur Bemühen. Die Gäste waren einfach eine Klasse besser, kombinierten prima, und brachten in Halbzeit zwei nochmal sieben neue Akteure. So wurde es gegen unsere dünn besetzte A-Jugend Ende bitter. Die Fotos sind von Carsten. (mw)

Erster Test – Spiel gedreht in Unterzahl

21. Januar. Erster Test der A-Jugend im Neuen Jahr – gegen Landesligist SSC Teutonia aus Spandau. Mit dünner Personaldecke. Nur zwölf Mann standen zur Verfügung, darunter zwei Torhüter. Einer ging ins Feld und machte seine  Sache gut. Wie überhaupt die Mannschaft zu gefallen wusste in der ersten Halbzeit. Da waren die Borsigwalder einen Tick besser und kombinationsstärker als die Gäste. Aber es blieb beim 0:0. In der zweiten Halbzeit wirkte Teutonia feldüberlegen, ging auch zu Recht mit 1:0 in Führung. Fühlte sich dann aber wohl zu sicher gegen unsere Mannschaft, die nach zwei Verletzungen plötzlich nur noch aus zehn Spielern bestand. Die vielen Wechsel bei Teutonia und die zweite Luft bei unseren Jungs sorgten dafür, dass die Partie noch mit 2:1 gewonnen wurde. Fünf Minuten vor dem Ende erzielte Sami das 2:1. Das 1:1 fiel nach einem Kopfball von Marc – das erste seiner Laufbahn. Er erinnerte seinen Erzeuger, der heute Schiedsrichter war, an ein altes Versprechen aus der F- oder E-Jugend: Fürs erste Kopfballtor gibt’s fünf Euro. Inklusive Inflationsrate sind wohl sechs fällig. Die Fotos sind von Carsten Pahl. (mw)

Grauer Himmel, graues Spiel – und der Referee ganz grau

11. Dezember. Das 1:2 heute bei Hertha Zehlendorf im Verfolger-Duell war mehr als unnötig. Und doppelt bitter, weil es auch noch zwei Rote Karten gab. Nimmt man seine Gesten und Kommentare, hielt sich der Schiedsrichter die gesamte Partie über für den wichtigsten Mann auf dem Feld. Er hatte aber ab einem gewissen Punkt die teilweise von einigen Spielern sehr hart geführte Partie nicht mehr im Griff – und vergriff sich beim ersten Allerwelts-Foul eines Borsigwalders, der zuvor erheblich hatte einstecken müssen und dies klaglos ertragen hatte. Die verbale Reaktion eines Mitspielers auf die unberechtigte Rote Karte zog den zweiten Feldverweis mit sich. Sehr viel hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt bei unserer Mannschaft aufgestaut. Was die Partie anging, so hatte sie nicht unbedingt Verwöhnaroma, passte sich eher dem Schmuddelwetter an. Grau war der Himmel, grau das Trikot des Referees, grau auch das Spiel. Es wurde viel gepuffert, von beiden Seiten – und fast jede Kombination blieb im Ansatz stecken. Im Grunde wäre ein Unentschieden angemessen gewesen; nicht nur, weil der zweite Treffer aus klarer Abseitsposition erzielt wurde. Auch hier gilt: Der Schiedsrichter hatte bestimmt schon bessere Tage. Borsigwalde steckte bis zum Ende nicht auf und hätte selbst in Unterzahl noch zum Ausgleich kommen können. Es sollte nicht sein, aber: Das Spiel zeigte einmal mehr, dass die Staffel sehr ausgeglichen ist. Da kann dann schonmal der Referee mit ein, zwei fragwürdigen oder sogar falschen Entscheidungen den Unterschied ausmachen.  (mw)

6:1 beim BSV – Der  Wandertag wird belohnt.

13. November. Bei wunderschönen Sonnenschein mussten wir beim BSV 92 antreten.

In der Woche hatten wir beim Training das Ziel ausgesetzt das wir die Serie ausbauen wollen.

In den ersten Minuten kam BSV 92 besser ins Spiel was zur Folge hatte das die erste Chance unser Gegner vergab. Julian in gewohnt lässiger Art hielt die Null fest.

Das war der Startschuss für eine Reihe an Chancen die wir uns erspielten.Bis nach 24 Minuten Sami zum 1 : 0 einen Hammer lostrat.Leider konnte die Führung nicht lange gehalten werden

da ein Fehler in der Abwehr zum Ausgleich fiel.

Nach dem Gegentor wurde weiter daran gearbeitet sich Chancen zu erspielen ,gelungener Weise  stets über die Aussen.

Mit  diese Spielweise  konnten wir BSV 92 die Luft zum Atmen nehmen was in der 45 Minute das 2 : 1 für uns bedeutete.

Danach war HZ

In der zweiten Hälfte wurde munter durchgewechselt was dem Spiel kein Bruch gab,doch jetzt vielen die erwarteten Tore da dem wacker kämpfenden Gegner die Kraft ausging.

Was das Zirkeltraining bewirken kann ,Jungs weiter arbeiten ,die ernsten Gegner kommen jetzt.

Der einzige negative Tropfen bei uns, was leider sich wie ein roter Faden durchzieht ,ist das immer wiederkehrende Gemecker auf dem Platz.

Allerweltfouls werden zu Drama hoch gepuscht ,ausdiskutiert und lautstark kommentiert.Was meistens zur Gelben Karte führt.

Das Fazit sollte jetzt für die restlichen Spiele sein das wir den Gegner spielerisch und kämpferisch Gegenüberstehen und das Reden den Zuschauern überlassen.

Tore:  1 Togay,1 Benny , 1 Stefan , 1 Sami , 2 Pogba ( Malick ). Bericht: Münne

Pokal: Verdienter Sieg in Biesdorf

13. Oktober. Mit langen Anreisen zu Auswärtsspielen haben wir ja mittlerweile kein Problem mehr, die Anstoßzeit war dann doch ein wenig extrem. Um 19.30 in Biesdorf. Wie erwartet, war das ganze Dorf auf den Beinen, um sich den Pokalfight anzusehen und gegebenenfalls unqualifizierte Kommentare von außen abzugeben. Eebenso ungewohnt war die Tatsache, dass wir durch ein schönes Hackentor durch Malick mit 1:0 in Führung gingen. Danach hatten wir dann Glück und einen starken Torwart im Tor, der uns vor dem Ausgleich bewahrte. Durch einen schönen Konter schafften wir es sogar, auf  2:0 zu erhöhen. Jedoch währte dieser Vorsprung nicht lange und schon stand es nur noch 2:1 für uns. So ging es dann auch in die Pause. Wer jetzt jedoch glaubte, Borsigwalde würde sich das Spiel nehmen lassen, der lag falsch. Rückblickend kann man sagen, dass Biesdorf froh sein kann, dass sie nicht noch ein drittes oder viertes Gegentor bekommen haben. Unsere Abwehr stand jetzt auch noch besser, da wir jetzt mit einem Sechser spielten. Wir vergaben auch in der Schlussphase mehrmals freistehend vor dem Torwart, wurden jedoch nicht bestraft. Am Ende stand nicht nur die nächste Pokalrunde zu Buche sondern auch ein Spiel, in welchem man erkennen konnte, dass wir als Mannschaft langsam aber sicher zusammenwachsen. (marc)

Gestellte Aufgabe „3 Punkte“ erfüllt

8. Oktober. Einfach ausgedrückt: 3 Punkte  Mund abwischen und an das nächste Spiel denken.
Doch so einfach kann man dieses Spiel nicht erklären. In den letzten zwei Spielen konnte man eine lichtenberg-2 lichtenberg1Entwicklung  der Mannschaft sehen, aber was gegen Sparta lief war wieder unterirdisch. Ich will den Sieg nicht schlecht Reden und die Tore die wir geschossen haben waren schön anzusehen aber der Rest??? Die ersten beiden Tore waren über die Flügel vorbereitet und dann sauber abgeschlossen so Kurz erklärt sich die 1.Halbzeit. Aber zuerst lagen wir durch mangelnde Konzentration 0:2 zurück.
Diese Art von Spielstart kennen wir leider.Durch den Rückstand hatte die Mannschaft auch nicht die nötige  Ruhe ins Spiel bringen können, genau das Gegenteil, unüberlegte  und überhastete Fehlpässe stärkte den Gegner. In den letzten 10 Minuten brachten wir einige gute Bälle aufs Tor die aber immer wieder durch den hervorragenden Sparta Torwart zerstört wurden.
Halbzeit 2 : 2
In der Halbzeit wurde durchgewechselt und diese Maßnahme trug Früchte. Das Spiel sah nicht besser aus aber wir konnten den Gegner vom unserem Tor weghalten. Uns war auch klar das dieser Gegner nicht wie Wartenberg am Mittwoch irgendwann einbrechen wird, die Mannschaft aus Lichtenberg besteht zu 95 % aus Flüchtlingen, die eine sehr ungewöhnliche Art haben Fußball zuspielen. Sie laufen und rennen nach allem was sich bewegt. Diese Spielweise beinhaltet auch das diese Jungs nach allem Treten. Der Schiedsrichter war mit dieser Situation der Überhärte völlig überfordert. Aber wie gesagt Hauptsache drei Punkte. Am Donnerstag müssen wir zum dritten mal in 7 Tagen auswärts antreten. ( Wartenberg ,Lichtenberg und jetzt nach Biesdorf) aber wenn wir dadurch Erfolg haben fahren wir auch noch weiter in die Ferne. (münne)

Verdiente drei Punkte in Wartenberg

5. Oktober. An einem verregneten Mittwochabend mussten wir tief in den Osten zum Wartenberger SV. Bis jetzt war die Mannschaft noch ohne Punktverlust in dieser Saison. Nachdem einige Spieler krank absagten, konnten wir uns ebenfalls erst später als gewohnt aufwärmen. Scheinbar waren wir in der ersten Minute  a1noch beim Aufwärmen, denn mit dem ersten Angriff verschuldeten wir einen Strafstoß, der das 0:1 brachte. Allerdings steckten wir nicht zurück und erzielten durch Fabio, der heute bei uns aushalf, den Ausgleich. Das 2:1 erzielten wir dann durch Malick, nachdem Wartenberg das Abseits, bei einem Pass in die Lücke der Abwehr, aufhob. Jedoch schafften es die Gastgeber wieder auszugleichen. Der Ball wurde unglaublich schnell und somit viele Bälle brandgefährlich. Das 3:2 vor der Pause erzielte Hamudi, der den Ball nach schöner Kombination regelrecht über die Linie drückte, nachdem der Torwart zweimal parierte. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabine. Den Start in die zweite Hälfte gestalteten wir deutlich besser und so kam es, dass Malek nach einer a2Ecke mit einem schönen Fernschuss zum 4:2 erhöhte. Jedoch gaben die Wartenberger nicht auf und erzielten den Ausgleich. Die Mannschaft des SC Borsigwalde hatte sich jedoch vorgenommen Roger, der gestern Geburtstag hatte, drei Punkte zu schenken und deswegen kämmpften wir uns wieder zurück. Noch am Rande gesagt: Was der Schiedsrichter heute wieder gepfiffen hat, war unterirdisch, keinerlei Konsequenz bei Foulspielen und im Endeffekt hätten wir noch einen Elfmeter bekommen müssen. Wir erhöhten durch Fabio auf 5:4 und Sami erzielte dann per Elfmeter den Schlusspunkt. Fotos: Nils. (marc)

 

3:1 – Kampf und Krampf gegen Anadoluspor

27. September. Dass es nicht leicht werden würde gegen die Truppe aus Kreuzberg, die bisher ohne Zähler in die Saison startete, war im vorneherein klar. Allerdings machten wir uns von Beginn an das Leben selber schwer. Stockfehler, einfache Ballverluste, brachten die in Unterzahl antretenden Gäste zu Tormöglichkeiten. Hinzu kam, dass wir vorne die Chancen nicht gut zu Ende spielten und leichtfertig Tormöglichkeiten vergaben. Wir passten uns leider dem Niveau des Gegners an und spielten zu häufig lange Bälle, die keinen Ertrag brachten. Jedoch zeigten wir auch das, was wir trainiert hatten und kamen häufig durch die Außen zu Chancen. Das Tor fiel jedoch durch einen Pass auf unsere Sturmspitze Sami, die wieder mal wichtige Löcher vorne riss. Das zweite Tor wurde über die Linie ,,gekämpft“ von Hamudi. Allerdings machten wir uns das Leben selber schwer, als wir nach einem Einwurf den Ball uns selber reinwarfen. Jetzt pressten die Kreuzberger auf den Ausgleich, wir schafften jedoch den drietten Treffer noch vor der Pause. In der Halbzeit wurde dann komplett durchgewechselt, was jedoch keine große Veränderung zeigte, zu eigensinnig spielen leider noch zu viele. Häufig war der Rückraum total frei, es wurde aber lieber probiert aus unmöglichem Winkel raufzuschießen. Wir schafften es auch nicht das schnell geforderte Tor nach der Halbzeit zu erzielen. Deswegen mussten wir bei Kontern auch immer wieder zittern, am Ende war das Ergebnis (3:1) jedoch eindeutig und verdient. Für das bevorstehende Spiel am Sonntag gegen die Spandauer Kickers bleibt der Appell, dass mehr als Team zusammen gespielt werden muss und die Konzentration trotz anstrengender Englischen Wochen hochgehalten werden muss. (marc)

3:3 fühlt sich wie ein Sieg an

25. September. Nachdem im ersten Saisonspiel gegen den SV Empor gezeigt wurde, dass erste Fortschritte erkennen zu sind, jedoch nichts Zählbares herauskam, ging es heute zum zweiten Auswärtsspiel in Folge, zum BFC Preußen. Unser System entpuppte sich als nicht angemessen für den Spielstil der Preußen, die im Zentrum oft Überzahl hatten. Und Roger reagierte dementsprechend früh un stellte auf 4-1-4-1 um. In den ersten Minuten setzten wir vorne kaum Akzente und konnten Julien, unserem Torwart danken, dass die Gegner nicht früh in Führung gingen. Jedoch hielt unsere Abwehr nach 37 Minuten dem Druck nicht mehr stand und es hieß 1:0. Zu allem Pech, kam noch hinzu, dass die Gastgeber nun effizienter wurden und uns verdient mit 3:0 in die Kabine schickten. In der Kabine schlossen wir aus der ersten Halbzeit, dass es so nicht weitergehen kann. Es wurden personelle Veränderungen vorgenommen und das Fehlverhalten aufgezeigt. Mit der Einwechslung von Stefan in die Innenverteidigung sorgten wir für mehr Stabilität von hinten heraus und brachten frische Leute für die Außenpositionen. Von Beginn der Zweiten Hälfte an, sah man eine komplett veränderte Borsigwalder Mannschaft. Der BFC Preußen presste zwar immer noch, jedoch stand unsere Viererkette jetzt sicherer und wir konnten für Entlastung sorgen, indem wir vereinzelte Gegenangriffe starteten, Nach einem gut vorgetragenen Konter vollendete Malick zum Anschluisstreffer. Jetzt setzte Roger die richtigen Signale und wechselte gezielt ein. Malek, der zu Beginn der Partie noch in der Innenverteidigung spielte, wurde in das Zentrale Mittelfeld vorgezogen und auch die Spieler, die in der Pause rauskamen, wurden wieder eingewechselt und brachten sich gut ein. Vorne ackerte Sami als einzige Spitze und sorgte bei Angriffen für Aufregung. Die Außen wurden jetzt auch besser eingebunden. Jedoch war es ein Fernschuss von Malek, der  für den Treffer zum 2:3 sorgte. Jetzt hatte die Mannschaft richtig Bock, die Laune der Gastgeber, die sich in der Pause schon in Sicherheit wogen, zu vermiesen. Nur eine Minute später, in der 79. Minute,sorgte  Malick für den Ausgleich. Jetzt wurde das Spiel hektisch. Nach einen paar Rudelbildungen und abgefangenen Angriffen der Preußen, ließ sich in der 95. Minute ein Spieler der Heimmanschaft theatralisch fallen und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Doch Julien machte dem BFC Preußen einen Strich durch die Rechnung und krönte seine bärenstarke Leistung, indem er den Elfer parierte und sogar den Nachschuss hielt. Fazit: Die Mannschaft zeigte Moral und ließ auf eine schwache erste Hälfte eine kämpferische Zweite folgen und sicherte sich somit einen verdienten Punkt, der sich ein bisschen wie ein Sieg anfühlte. (marc)

Wer 1:0 führt, der stets…

18. September. Gut sah es aus, was unsere A-Jugend a1aheute die ersten 12 Minuten beim SV Empor ablieferte. Die 2. A des Gastgebers wirkte überrascht über die gut sortierte und schnörkellose Spielweise unserer Jungs, die schnell 1:0 in Führung gingen. Warum a1a2 a4nach dem Ausgleichstreffer der Faden riss, bleibt ein Rätsel. Die Abwehr klärte die Bälle nicht mehr konsequent, Zweikämpfe wurden nur halbherzig geführt. Druck nach nach vorne -Fehlanzeige. So endete die Partie verdient mit einer 1:6 Niederlage. Die Fotos sind von Carsten Pahl. (hd)