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Es gibt mal wieder was zu feiern: Ein Sieg zum Abschluss der Erfolgssaison. Viel Abschiedsschmerz im Vereinsheim

25. Juni. Wie sieht der passende Abschluss zu einer erfolgreichen Saison aus? Am besten mit einem Sieg – und dazu dann noch ein schönes Abschlussfest. Beides gelang uns heute.

Teil eins: Überzeugend besiegten die Jungs den Grünauer BC mit 6:2. Wir kombinierten sehr schön, erspielten uns schon früh viele Möglichkeiten gegen einen Gast, der gewillt war, die Saison ordentlich abzuschließen – sich aber nach dem 2:0 von uns durch eine Rote Karte selbst dezimierte. In der Folge sah es lange so aus, als ob die lauf- und kampfstarken Grünauer  deutlich unter Wert geschlagen würden. Sie trafen die Latte, verschossen einen Handelfmeter – bevor sie noch zu zwei verdienten Ehrentreffern kamen. Grünau, das in diesem Jahr das Halbfinale des Berliner Pokals erreichte (und wie wir gegen Union ausschied), müsste nun eigentlich noch in die Relegation, wird aber die Landesliga freiwillig verlassen. Hat für die neue Saison vermutlich noch nicht einmal eine A-Jugend, weil die guten 2000er vom neureichen Nachbarklub VSG Altglienicke weggeholt werden. Die-C-Jugend wiederum fühlt sich nicht stark genug für die Landesliga. Da regiert die Vernunft. Was auch den Blick auf uns lenkt. Um ein Haar hätten auch wir noch Relegation gespielt, aber Wilhelmsruh holt nun eine Mannschaft, die den Platz der alten B einnimmt. So ist es ein Hin und Her, auch schon im Jugendfußball… Ich glaube, für uns ist es so der beste Weg. Verbandsliga in Borsigwalde – noch zu früh. Noch…

Zurück zu uns. Wir hatten heute allen Grund zum Feiern im Vereinsheim (danke an Wirtin Melanie). Kaum zu glauben, aber wahr: Wir haben exakt die identische Punktzahl geholt wie in der Hinrunde. Satte 22 Zähler. Ich will ehrlich sein: Das hatte ich nicht für möglich gehalten für unsere junge Mannschaft. Das Trainerteam ist megastolz auf die Jungs, die es bis zum Ende durchgezogen haben – und einen sensationellen Fußball gezeigt haben. Seit der England-Tour hatte ich den Eindruck, da ist eine Truppe nochmal deutlich mehr zusammen gewachsen, da sind auch Jungs aus der zweiten Reihe nach vorne         getreten. Wie sagt man heute so schön: Die Borsigboys haben richtig gut performt. Darunter auch zwei, die wir heute in die höherklassige Verbandsliga verabschiedeten. Und auf solche Wechsel ist ein Trainer immer stolz. Da war heute ein bisschen Augenwasser im Spiel, als Onur und Hussein mir ein persönliches Geschenk überreichten – und es war auch bewegend, als wir auch so manchen Spieler „einteilten“ und somit zumindest für ein Jahr verabschiedeten. Die einen gehen mit in die A-Jugend, die anderen bleiben in der B-Jugend. Denn es geht um das große Ganze: den Verein. Alle bleiben auf dem Niveau Landesliga – was für die kommende Saison Herausforderung und wieder Spaß verspricht. Ich bin sicher: Wir werden zwei Mal die Landesliga rocken – ohne zu träumen. In Demut erst einmal das Ziel Klassenerhalt anpeilen. Manch einer der 2001er, die mit in die A gehen, wird daran wachsen, gegen Ältere zu spielen. Und mancher einer, der in dieser Saison nicht Stammspieler war, wird es in der kommenden Saison in der neuen B sein. Wir haben in dieser emotional schwierigen Rückrunde gesehen, als wir auch schmerzhafte Schnitte vollziehen mussten, welch tolle Jungs wir haben. Seit einigen Wochen wird bei uns wieder extrem konzentriert trainiert. Wir Trainer freuen uns jedenfalls auf die neue Saison – und wir wissen, dass wir die 2001er, die in der B bleiben, in gute Hände geben.

Ich möchte mich auf diesem Wege nicht nur bei meinen ehrgeizigen Spielern bedanken (in diesem Alter nicht mehr eine Selbstverständlichkeit, wenn andere Dinge wichtiger werden), sondern auch und vor allem bei den Eltern. Von ganzem Herzen. Schon die Ostsee-Tour hat mir gezeigt, wer wirklich zu schätzen weiß, was wir ehrenamtlichen Trainer reinfeuern. Es waren heute wieder sehr viele Eltern bei unserer sehr harmonischen Abschlussfeier. Und ja, ich werde auch die Eltern von Hussein vermissen – und die von Onur. Immer ehrlich, immer offen – so passt es. Tolle Sportsleute. Andere werde ich vermissen, weil ihre Jungs in der B bleiben. Aber man sieht sich: Geplant ist, zu gemeinsamen Zeiten zu trainieren und dass die A vor der B spielt… Und an alle anderen Eltern: Leute, ich habe erst zuhause beim Auspacken gesehen, welch schönes Geschenk auch die Eltern mir und meiner Frau gemacht haben. Sorry, dass ich es nicht bei der Feier schon gewürdigt habe – aber Ihr habt ja alle gemerkt, dass ich etwas ergriffen war… danke auf diesem Wege auch nochmal an meine beiden Co-Trainer Marius und Norbert – es war mir in dieser Saison eine Ehre! Nur gemeinsam haben wir geschafft, was wir geschafft haben. Und es ist, viel, viel mehr als alle erwarten konnten. Es war eine starke Saison, in der wir auch viel gelernt haben. Sportlich wie menschlich. (mw)

5:0. Viel Spielfreude und starker Einsatz bei Stern Marienfelde

18. Juni. Letztes Auswärtsspiel der Saison – und erneut, wie schon die letzten Spiele, ein starker Auftritt der Borsigboys. Zwei Jungs mit ihrem ersten Einsatz in der Landesliga (gelungen) – und viel Einsatzfreude bei allen. Am Ende ein 5:0-Erfolg beim FC Stern Marienfelde, der sich tapfer wehrte, auch in der ein oder anderen Situation Pech hatte (u.a. bei einem Lattenschuss), aber letztlich chancenlos war. Und das trotz nicht gerade optimaler Vorbereitung von unserer Seite. Die Spiele im Südwesten sind für uns scheinbar nicht gerade die besten Termine. Diesmal blockierte eine Radveranstaltung viele Straßen (von der scheinbar nur der Trainer und drei weitere Eltern gehört hatten…), die Mannschaft war zur Hälfte erst eine Viertelstunde vor dem Anpfiff vor Ort. Gut, dass es so warm war, dass sich keiner groß warm machen musste… Auf dem glühend heißen Kunstrasen in Marienfelde zeigten wir unter der Leitung eines sehr guten Schiedsrichters  nach anfänglichen Schwierigkeiten eine wirklich begeisternde erste Hälfte mit flottem Pressing und gut organisiertem Gegen-Pressing. Eine ganz andere Einstellung als noch vor kurzem gegen die Absteiger aus Lichtenrade, die ich auf einer Stufe mit Stern sehen würde. Zur Pause denn auch ein verdientes 4:0. Manch einer ließ nun leider in der Konzentration stark nach (was vielleicht menschlich ist bei einer so klaren Führung), denn ansonsten hätten wir das ein oder andere Tor machen müssen. So ging mancher leer nach Hause – obwohl er doch mehrfach so frei vor dem Torwart stand.  Aber grundsätzlich ein sehr guter Auftritt, der nun sogar noch die Möglichkeit eröffnet, durch einen Sieg gegen Grünau in der Rückrunde auf die gleiche Punktzahl zu kommen wie in der Hinrunde. Damit hätte nun wirklich keiner gerechnet in dieser starken Staffel. Letzter Kick off der Saison also am kommenden Samstag, 10.45 Uhr, Tietzstraße. Dann leider ohne unseren Kapitän Daniel, der zwar das Glück hat, nach einem Auswahlverfahren zu einem sechswöchigen Leader-Sportcamp in die USA fliegen zu dürfen – aber damit leider das letzte Spiel verpasst. Wenn der Trainer das gewusst hatte, als er den Amis seine Stellungnahme zu dem Thema abgeben musste… Aber heute hat man ja wieder mal gesehen, wie viel Potenzial ungeachtet von Ausfällen von Stammspielern (zwei verletzte und zwei abwanderungswillige, auf die wir verzichtet haben) in der Truppe steckt. Jungs, das kann man so mal sagen: Wir haben einfach klasse in dieser Saison gearbeitet und uns das redlich verdient! Egal, wie Grünau ausgeht: Am 24. Juni wird gefeiert – Ihr habt wirklich die Landesliga gerockt. Auch heute wieder danke an Carsten für die Spiel-Fotos. Borsigwalde mit Onur B., Dominik – Tobias, Hussein, Eren, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Ahmed, Jendrek, Tim, Fabian, Abdul. (mw)

Traditionelle Ostsee-Reise: Spiel und Spaß an der Küste. Turniersieg in Schönberg, Sieg gegen Männerteam – und Action im Hansa-Park

Pfingsten, 2.-5.Juni. Es waren nur drei Worte. Aber ich finde, sie charakterisieren diese Reise ganz gut. Als wir zurück in Berlin waren, schrieb mir einer der drei Flüchtlingsjungs, die mit uns an   der Ostsee waren: „Es war schön.“ Just jener Bursche, der eigentlich gar nicht mitfahren wollte – und von uns erst überzeugt werden musste. Der Fuß tut weh, schrieb er noch am Tag zuvor, und außerdem sei ja Ramadan. Nun tickerte er also: „Es war schön.“ Dem ist eigentlich nur wenig hinzuzufügen. Unsere Reise an die Ostsee, diesmal mit 37 Borsigwaldern (plus drei im Privat-Pkw) war wieder für die Jungs ein Highlight. Ich habe viele lachende Gesichter gesehen, die Disziplin war top. Und wenn eine ganze Truppe nachts bis ein Uhr zusammen am Strand sitzt – dann muss man auch als Betreuerteam mal Fünfe gerade sein lassen… Dabei war es diesmal nicht so einfach,   den Borsigboys auch fußballerisch was zu bieten. Die Turniere in Schleswig-Holstein schwächeln. Immer weniger Spieler und Teams im strukturschwachen Raum – in manchen Ligen spielen Neuner und Elfer-Truppen in einer Spielklasse. Das Turnier in Schackendorf diesmal komplett ohne Großfeld. Schön, dass uns der TuS Fahrenkrug bei Schackendorf mit seiner ersten Männermannschaft einlud zum Freundschaftsspiel. Eine harte Nuss, dachte ich vorher, auch wenn die Jungs nur in der zweitniedrigsten Spielklasse kicken, so dürften wir doch körperlich keine Chance haben. Dem war aber nicht so. Von der ersten Minute an ließen wir Ball und Gegner laufen,  spielten auf dem Rasenplatz einen sehr guten Ball – und machten die Sache in Halbzeit zwei klar,    als wir einfach den längeren Atem hatten. Am Ende ein 6:3 für uns, das fast noch schmeichelhaft für die Kreisklassen-Männer war – was von denen aber mit Fassung und sportlicher Fairness ertragen wurde. Beim gemeinsamen Elfmeterschießen und Grillen danach noch viel Spaß und interessante Gespräche. Ein toller Verein, super gastfreundlich – sogar mit Extra-Grill für unsere Moslems. Das hat alles rundweg Riesenspaß gemacht. Danke an den Jugendobmann Mike, der das 90-Minuten-Spiel bei herrlichem Sonnenschein möglich gemacht hat. Um 21.45 Uhr waren wir dann in der Jugendherberge in Dahme, bezogen die Zimmer. Samstag dann vier Stunden Strand, mit Baden in der kühlen Ostsee – bevor es nachmittags nach Schönberg ging – zum abgespeckten Ostsee-Cup. Auch hier nur noch ein Großfeldturnier: das der B-Jugend. Dafür durfte im Stadion gespielt werden, auf einem riesigen, gepflegten Rasenplatz. Wir hatten zwei Teams gemeldet – was bei 16 Feldspielern und drei Torhütern sehr gewagt war. Ein Spieler hatte sich nämlich morgens noch beim Rennen ins Meer den Zeh verletzt. Zudem beklagten im Verlauf des Turniers zwei weitere Spieler Verletzungen – so dass es bei 16 Minuten Spielzeit und insgesamt zehn Partien bei einigen, die doppelt spielen mussten, ordentlich an die Substanz ging. Ich denke mal, mit nur einem Team hätten wir trotz teilweise guter Konkurrenz locker das Turnier gewonnen – so grätschten wir eher glücklich auf Platz eins mit Team A und auf den letzten Platz mit Team B. per Losentscheid waren die Teams übrigens gebildet worden, um klar zu machen: Der Spaß stand im Vordergrund. Wie gesagt: Am Ende waren wir nur ein Tor besser als die Konkurrenz aus Holstein und Hamburg. In einem Turnier, bei dem nur wenige Treffer fielen, hatten wir drei erzielt – und kein einziges Gegentor bekommen. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Übrigens: Alle unsere drei Torhüter durften fleißig im Feld mitwirken und machten das gut. Abend fand dann das gemeinsame Gucken des Champions League Finales auf dem Programm, wobei auch in diesem Jahr der Basketball-Court und Fußballplatz sehr eifrig genutzt wurden. Am Sonntagabend zu einem Duell der besonderen Art: Unsere Jungs spielten gegen eine Mädchen-Handballmannschaft. Unglaublich, welcher Ehrgeiz da im Spiel war. Der Sonntag war ansonsten geprägt vom Besuch im Hansa-Vergnügungspark, der mit einigen spektakulären Attraktionen aufwarten kann. Kam gut an bei den Jungs – die Begleitpersonen wagten sich zumindest auf die zahlreichen Wildwasserbahnen und jene Achterbahnen, die nicht für Lebensmüde gedacht sind… Irgendwann kam auch die Sonne raus – und wir verbrachten noch schöne Stunden am Strand. Am Montag dann: Zimmer aufräumen, letzter Strandbesuch – und Abfahrt. Für manch einen, der den Verein verlassen wird oder in die A-Jugend geht einfach nur: ein wunderbarer Abschied für diese Saison. Auf ein Wiedersehen in Dahme! Oder, um es mit drei Worten zu sagen: Es war schön. (mw/Fotos: Wolf)

2:2. Es war mehr drin, aber: gerechtes Remis in Mahlsdorf

21. Mai. Vorneweg: Ein Kompliment an beide Mannschaften. Sportlich ging es um nicht mehr viel, allenfalls um die Ehre und den ein oder anderen Tabellenplatz – und trotzdem rissen sich alle den Hintern auf, marschierten bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Rasenplatz am Rosenhag. Beide Teams, so viel steht fest: sind topfit. Der Kollege von Eintracht Mahlsdorf berichtet von einer ebenso hohen Trainingsbeteiligung wie bei uns. Und, bevor ich ins Detail gehe, möchte ich mein Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, dass so eine junge und talentierte Truppe wie die Mahlsdorfer absteigen müssen. Guckt man aufs Ergebnis-Tableau, stellt man fest, wie oft die Jungs Remis gespielt haben, also nah dran waren – und dann vergleicht man, wie oft wir unsere Partien eng gewonnen haben. Freud und Leid liegen eben oft eng beinander – und ich denke, bis auf die drei Top-Teams in unserer Staffel sind die Leistungs-Unterschiede nicht allzu gravierend. Unter diesem Aspekt ist unsere Performance in dieser harten Staffel auch noch einmal als bemerkenswert anzusehen. Viele hatten uns jedenfalls als Absteiger auf dem Zettel… Nun zum Spiel: Die Anfangsphase gehörte klar uns, wir beschäftigten Mahlsdorf 20 Minuten lang sehr intensiv – die Ausbeute von nur einem Treffer, mal wieder unser Manko. Die Gastgeber kamen danach besser ins Spiel und besaßen Gelegenheiten, wir verwalteten zu sehr. Nach der Pause wieder eine starke Startphase von uns. Um ehrlich zu sein, hatte ich drauf gesetzt, dass ein frühes zweites Tor uns den Sieg bringen würde angesichts der Temperaturen. Das Tor fiel  – aber wir wähnten uns zu sicher. Das erste Gegentor fiel nach einer Stunde nach einem der vielen Freistöße gegen uns. Der Schiedsrichter traf aus unserer Sicht bei der Einschätzung von Zweikämpfen sehr viele zweifelhafte und auch falsche Entscheidungen gegen uns. Dennoch müssen wir es besser verteidigen. Den zweiten Treffer schenken wir Mahlsdorf – und der bissige Gegner wollte nun noch mehr. Wir hätten die Partie rasch wieder beruhen können – aber wir vergaben einen Foulelfmeter und noch zwei, drei hundertprozentige Chancen. In einem Fall rätsel ich bis jetzt, warum die Kugel nicht hinter die Linie ging, sondern irgendwie noch rausgewurschtelt wurde. Alles in allem aber denke ich aber, dass das Unentschieden in Ordnung geht – weil eben die Lila-Weißen auch sehr viel investiert haben. Eintracht Mahlsdorf wünsche ich alles Gute beim Unternehmen Landesliga-Rückkehr. Vor uns steht, nach der England-Reise, nun unsere zweite große Tour bevor – an die Ostsee. Unsere Saison-Abschlussreise, die auch Abschluss-Charakter hat, weil ja unser Trainerteam kommende Saison die A-Jugend übernehmen wird und so mancher Spieler (auch wenn er eigentlich noch im B-Bereich verbleiben könnte) mitgehen wird. Bis zum nächsten Punktspiel sind jedenfalls vier Wochen Pause. Die Spiel-Fotos, wie immer, von Carsten. Borsigwalde heute mit: Onur B. – Tobias, Hussein, Eren, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Jan, Pascale, Nico, Ahmed, Muhudin, Kandia. (mw)

Borsigboys ordentlich, aber: Aufsteiger BFC Dynamo heute zu stark

18. Mai. Als alles vorbei war, feierten die Dynamos ihren Aufstieg. Schon vor dem Spiel hatten sie betont, alles mobilisiert zu haben für diese Partie. So ist das eben, wenn man als kleinerer Verein unter der Woche zu einem großen muss… Aber dafür haben wir es gegen einen der Top-Favoriten   unserer Staffel sehr, sehr ordentlich gemacht. Sachlich und solide, wieder mit viel Teamspirit. Vor allem in der zweiten Halbzeit. Wir gerieten leider sehr schnell in Rückstand. Schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich unsere heutige Achillesferse: Die Abwehr leider nicht so sattelfest wie zuletzt gegen Wilhelmsruh – es mag neben der Stärke der Offensivabteilung des BFC auch daran liegen, dass uns Wochentagspiele nach langen Schultagen nicht liegen. Fakt ist: Die ersten drei Treffer wirkten irgendwie – geschenkt. Klar, die Flanken vor dem zweiten und dritten Tor waren  schon klasse – aber ob Gegenspieler so frei und ungedeckt stehen müssen, stelle ich da mal in Frage. Vor allem das 1:2 und 1:3 waren ärgerlich, weil wir nach unserem Ausgleich die Partie in den Griff bekommen hatten – und auch unsere Chancen besaßen. Das dritte Tor – eine Art Genickbruch heute, in einem temporeichen, rasanten Spiel bei hohen Temperaturen ins Sportforum lockte.  In der zweiten Halbzeit ließen wir im Grunde fast nichts mehr zu – kassierten das 1:4 aus einer derart glasklaren Abseitsposition, dass man auch konstatieren muss: Der Referee, der uns schon zwei Mal in dieser Saison top gepfiffen hat, erwischte heute auch nicht den besten Tag. Uns pfiff er zwei, drei Mal zurück, als es nie im Leben Abseits war. Aber, eines ganz klar gesagt: Der 23. Mann war nicht der Grund für unsere Niederlage. Der BFC Dynamo war besser. Körperlich heute deutlich überlegen, spielerisch den entscheidenden Tick besser. Der BFC gewann verdient – letztlich auch, weil wir in Halbzeit zwei kaum noch zu Offensivaktionen kamen. Glückwunsch an die Weinroten zum Aufstieg. Wir müssen konstatieren, dass wir vor allem in den Partien gegen solche, auch individuell stark besetzen Spitzenmannschaften (Dynamo hatte heute einen afrikanischen Spieler vorne drin, den man normalerweise permanent hätte doppeln müssen) gemerkt haben, dass wir eine gute Mannschaft sind – aber eben noch keine Spitzenmannschaft. Das ist nicht schlimm, wir waren vier Spieltage vor Saisonschluss in dieser bärenstarken Liga auch rechnerisch schon gerettet – das hat uns wohl keiner zugetraut. Und es sind noch neun Punkte zu vergeben… Borsigwalde heute mit: Onur B. – Tobias, Hussein, Eren, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Jan, Pascale, Nico, Ahmed, Jendrek, Stefan.(mw)

4:1! Historischer Sieg gegen Concordia Wilhelmsruh. Teamgeist lebt

13. Mai. Ein überraschend deutliches 4:1 gegen den FC Concordia Wilhelmsruh, eines der Top-Teams in unserer Liga. Ein furioser Sieg mit zwei Geschichten. Fangen wir mal bei der Historie an: Das erste Aufeinandertreffen mit Concordias starken 2000ern hatte ich bei NNW, in der D-Jugend. 0:1. Wir waren jüngerer Jahrgang in der Landesliga. Dann gab es Spiele in der C-Jugend und in dieser Hinrunde. Wir erzielten nie mehr als ein Tor, unterlagen stets deutlich und hoch. Nun also der erste Sieg. Das ist schonmal ein Grund zum Feiern. Norbert spendierte danach Fassbrause für alle. Und die Jungs hatten es sich verdient. Womit wir zur zweiten Geschichte rund um dieses Spiel kommen: Das 2:3 von    Lichtenrade (auch wenn wir wohl die Punkte noch am grünen Tisch zugesprochen bekommen, weil der LBC es nicht so genau mit den Regeln genommen hat) hat uns Trainer die Augen geöffnet. Dafür, dass manch einer die Saison nur noch ausklingen lässt. Nicht mehr für die Mannschaft fightet, nur noch sein eigenes Ding macht, sich auch vom Trainerteam nicht mehr aus der Lethargie wecken lässt – und zudem noch bei eigenen Fehlern uneinsichtig ist, was auf die Stimmung bei vielen Teamkollegen  schlägt. Im Vergleich zum Lichtenrade-Spiel also der Kader heute auf vier Positionen verändert. Mit Jungs, die immer beim Training sind – und sich dieses Spiel schlichtweg verdient hatten. Das sorgte durchaus für Gesprächsstoff im Vorfeld – aber im Nachhinein können wir sagen: alles richtig gemacht. Die 16 Jungs, die heute eingesetzt wurden, haben den Matchplan voll umgesetzt. Ein einfacher Plan: früh stören, attackieren, Wilhelmsruh nicht ins Spiel kommen lassen. Einfach Herz zeigen. Ein Appell vorn mir an den Teamgeist, schon vor dem Warmmachen – mancher löste sein Versprechen ein, sich für das Kollektiv den Arsch aufzureißen. Einer für alle, alle für einen. All das, was uns in der Hinrunde in engen Partien stark gemacht hat, war auch heute wieder zu sehen. Wilhelmsruh gehörten die ersten Minuten, dann erarbeiten wir uns Chance um Chance, die wir leider wieder mal nicht nutzten. Bis hin zu einem Ball, der an den Dreiangel klatschte. Concordia machte aus der ersten richtigen Chance das Tor – aber diesmal ließen wir uns von dem Rückstand nicht verunsichern, drückten weiter und gingen verdient mit einem 2:1 in die Kabine. Auch hier spürbar: Immer positive Aufmunterung untereinander, keine Vorwürfe. Danach recht bald das 3:1 – und wütende Reaktionen der Gäste. Nun wurden wir immer müder, spielten aber unseren Trumpf aus:  Bankspieler, die nicht draußen saßen und damit haderten, sondern Bankspieler, die sofort umsetzten, was wir taktisch forderten. Also keine wirklichen Bankspieler, sondern JOKER. Die stachen. Sie liefen und kämpften – und mit etwas Glück überstanden wir diese starke Drangphase der Pankower – und setzten kurz vor dem Ende den finalen Stoß. Durch einen dieser Joker. Ein starkes Spiel mit viel Verwöhnaroma, wir Trainer sind stolz auf die Truppe. Da freut man sich schon gleich auf die nächste schwierige Nummer, das Duell am Donnerstag beim Aufstiegsanwärter BFC Dynamo. Und manch einem sollte das heute Stoff zum Nachdenken liefern, wie so eine Fußball-Mannschaft funktioniert. Vielleicht hat der ein oder andere im Laufe der letzten Wochen und Monate vergessen, dass Fußball kein Sport der Egoisten ist – sondern Teamwork. Deshalb, das betonte auch der von mir hoch geschätzte Wilhelmsruher Trainerkollege Tobias, haben wir den Sieg heute auch verdient. Ich wünsche Dir, lieber Tobias (ich weiß, dass Du hier immer mitliest) auf diesem Wege alles Gute für die Zeit nach der Trainerzeit, jedes Spiel gegen Dein Team (auch die Niederlagen) hat mir viel Input gebracht – mach`s gut. Auch bei uns stehen Veränderungen an, die bisweilen auch sein müssen. Wobei ich in Deinem Fall sicher bin: Irgendwann wird es auch Dich wieder jucken… Die Spiel-Fotos heute, wie immer in bewährter Manier von Carsten. Borsigwalde heute mit: Onur B. – Tobias, Hussein, Eren, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Jan, Tim, Pascale, Kandia, Nico, Fabian, (Kais). (mw)

Zerpfiffen, zerhackt – Fußball wie im Stau. 2:3 in Lichtenrade

Update 26. Mai: In der Sportrechtssache Lichtenrader BC 25 I – SC Borsigwalde, B-Junioren Landesliga der B-Junioren vom 02.05.2017, hat das Sportgericht Jugend aufgrund des Einspruchs des Vereins SC Borsigwalde 1910 für Recht erkannt:

1.
Das Spiel der B-Junioren, vom 2. Mai 2017 zwischen dem LBC und dem SC Borsigwalde ist nach
§ 21 SPO dem SC Borsigwalde als gewonnen und dem LBC entsprechend als verloren zu werten.
2.
Der Verein Lichtenrader BC wird nach § 44 Ziff. 1 Buchst. a RVO in eine Geldstrafe in Höhe von
30 EURO genommen.
3.
Der Trainer des Lichtenrader BC wird nach § 45 Nr. 1 RVO unter Haftung seines
Vereins in eine Geldstrafe von 30,00 € genommen.
Kurzum: Die Partie wurde nachträglich mit 6:0 für uns gewertet, weil der LBC Spieler eingesetzt hat, die er nicht hätte einsetzen dürfen. Irgendwie passend zu dem, was passiert ist an dem Tag…

2. Mai. In der Nachspielzeit fiel er doch noch – der Ausgleichstreffer. Längst verdient, weil wir Druck ohne Ende machten. Der Ball im Tor – aber der Schiedsrichter entschied auf Abseits. Alle unsere Eltern, die auf dieser Höhe standen, schwören Stein und Bein: nie im Leben. So blieb es beim 3:2 für den Lichtenrader BC. Und die Szene passte zu diesem Spiel, das wenig Spaß machte. Die Anfahrt: eine Katastrophe. Eine Stunde und 40 Minuten brauchte ich selbst – viele Spieler, die mit dem Auto anreisten, kamen zu spät. Der Torwart gar erst zehn Minuten vor dem Anpfiff. Staus ohne Ende. Ich sage es mit einem Satz: Es ist hochgradig unfair vom Lichtenrader BC, der einen Freitermin gezogen hat, uns und Concordia Wilhelmsruh ohne Not unter der Woche ans andere Ende der Stadt zu lotsen. Damit erschleicht man sich einen Wettbewerbsvorteil. Dann hatten wir auch noch einen Schiedsrichter, der unter Beobachtung stand. Nach diesem Spiel sage ich: Bevor ich als Jugendleiter noch einem jungen Menschen rate werde, Schiedsrichter zu werden, zahlen wir weiter lieber Fehlabgabe (die sowieso im System der modernen Wegelagerei des BFV ein Thema für sich ist). Wer sich das freiwillig antun möchte – gerne. Aber man sollte sich das gut überlegen. Der Schiedsrichter entschuldigte sich schon vor dem Spiel dafür, wie er pfeifen und handeln müsse – es seien ja Beobachter des Verbandes da. Die, mit gezücktem Stift und Block, haben mit ihren Anteil daran, dass es das schrecklichste Fußballspiel seit Jahren wurde. „Materialkontrolle“ (so nannte es der Referee) bei jeder Auswechslung, die gefühlt jeweils eine Minute dauerte. Schuhkontrolle, wie in der Bundesliga. Dazu ständige Maßregelungen der Spieler – alles für die Galerie. Noch nie habe ich ein dermaßen zerhacktes Fußballspiel gesehen. Wenn die Nettospielzeit bei 50 Minuten lag, dann war es viel. Kurzum: Der junge Schiedsrichter, bestimmt ein Guter, tat mir richtig leid. Aber zurück zu uns: Wir hatten die Partie anfangs völlig unter Kontrolle, gingen folgerichtig mit 1:0 in Führung. Was danach passierte, spottet jeder Beschreibung. Mit einfachsten Mitteln ließen wir uns, nach drei haarsträubenden individuellen Fehlern, drei Tore einschenken. Unser Sturmlauf in den letzten 20 Minuten kam dann schlichtweg zu spät. Man könnte nun konstatieren: Mal abgesehen von der beschwerlichen Anreise machten einige Spieler den Eindruck, dass sie die Saison als beendet ansehen. Wir Trainer hatten auf der Rückfahrt jede Menge Zeit, darüber zu sprechen – und werden unsere Schlüsse daraus ziehen. Kurzum: Der ein oder anderem, der derzeit vielleicht nicht damit rechnet, wird auf den letzten Metern der Saison noch seine Chance kriegen. Andere haben in Lichtenrade das falsche Zeichen gesetzt. Borsigwalde heute mit: Onur B., Kais, Tobias, Hussein, Eren, Nico, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Onur Y., Muhudin, Jendrek, Stefan. (mw)

0:2 – Tasmania unterstreicht seine Favoritenrolle

30. April. Am Ende kam der Schiedsrichter und entschuldigte sich bei uns für „eine Fehlentscheidung“. Eine große Geste. Beim Stande von 1:0, etwa 20 Minuten vor Schluss, war ihm nach eigener Aussage die Sicbeiden der Händen auf der Torlinie für seinen bereits geschlagenen Keeper klärte. Statt Strafstoß ging die Partie einfach weiter, später kassierten wir noch das 0:2. Wir könnten nun hadern, aber um der Wahrheit Genüge zu tun: Diese Blackout des ansonsten sehr guten Referees war nicht entscheidend für unsere Niederlage. Tasmania in der Breite schlichtweg individuell besser besetzt, körperlich und auch spielerisch den entscheidenden Tick besser als wir. Ein Punkt wäre, auch angesichts der Tatsache, dass wir noch die ein oder andere gute Chance hatten, im Bereich des Möglichen gewesen – aber der Sieg für einen der Staffelfavoriten geht alles in allem in Ordnung. Bei bestem Fußballwetter und auf Naturrasen forderte uns der Gegner von der ersten Minute an sehr, wir verteidigten sehr diszipliniert – aber vorne fehlte dann doch die finale Durchschlagskraft. Wie gesagt: Wir spielen bis dato eine gute Rolle in dieser Liga, auch läuferisch war das heute wieder stark von uns – aber wir müssen auch konstatieren, dass zu den Top-Teams einiges fehlt. Nicht schlimm, wie ich finde. Schon am Dienstag geht es beim Lichtenrader BC weiter. Die Partie zweifellos vom LBC vorgezogen, um sich im Abstiegskampf einen Vorteil zu verschaffen. Nicht ohne Grund werden Borsigwalde und Wilhelmsruh durch Freitermine gezwungen, unter der Woche die weite Reise anzutreten. Ich denke, wir werden den Ärger darüber in positive Energie umzusetzen wissen… Borsigwalde heute mit: Onur B., (Joel) – Kais, Tobias, Hussein, Eren, Nico, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Onur Y., Pascale, Jendrek. (mw)

Feiner Fußball gegen Gäste aus Kolumbien

28. April. Schöner Termin an der Kühnemannstraße. Der SV Nord Wedding veranstaltet seit elf Jahren ein Event mit der Deutschen Schule in Bogota in Kolumbien. Die Gymnasiasten der deutschsprachigen Schule kommen für einen viermonatigen Austausch nach Deutschland – und bevor die Jugendlichen auf die Gastfamilien aufgeteilt werden, gibt sich die Schulmannschaft die Ehre. Da Nord Wedding keine eigene B-Jugend hat, waren wir nun schon zum zweiten Mal dran. Vor zwei Jahren setzte es eine deutliche Niederlage, diesmal besiegten wir die Kolumbianer klar mit 8:2. Weil diesmal die Vorgaben klar umgesetzt wurden: Gemeinsam agieren. Denn der Gegner – ausnahmslos mit Jungs (und in der Schlussphase) einem Mädchen aus Mannschaften in Bogota (darunter angeblich auch Ausdwahlspieler) verfügt über deutliche individuelle Qualität, die wir aber nach dem 1:1 durch den starken Stoßstürmer der Kolumbianer, im Verbund gut zu bändigen wussten. Was wir zeigten, war sehr schön anzusehen. Neben Wimpel- und Trikottausch gab es auch Medaillen für alle Teilnehmer dieses Freundschaftsspiels, danach wurde gemeinsam gegessen. Danke an Nord Wedding für die Einladung. Wir spielten heute mit vielen, die sonst in der harten Landesliga-Staffel nicht so viel Einsatzzeit bekommen konnten, obendrein drei noch nicht spielberechtigten Akteuren, von denen zwei einen exzellenten Eindruck hinterließen und auch Tore beisteuerten. Borsigwalde mit: Joel, Dominik – Tim, Fabian, Kandia, Pascal, Pascale, Abdul, Onur Y., Muhudin, Ahmed, Jendrek, Jan, Alex, Daniel, Kais. (mw)

Demonstration der Stärke im Nordduell – 8:1 gegen den Frohnauer SC

22. April. Nordduell an der Tietzstraße. Und die erste halbe Stunde gehörte mit zum Besten, was die Truppe in dieser Saison abgeliefert hat. Am Ende ein nicht für möglich gehaltenes 8:1 – im Hinspiel hatten wir uns noch zu einem 0:0 gemüht. Eine Demonstration unsererseits – und irgendwie auch eine Demütigung für den Gegner. Der Frohnauer SC mit Schwindelanfällen bei unseren Angriffen, die Abwehr stetig unsortiert, wir mit immensem Druck. Als sich der Torhüter der Gäste verletzte (was eher einen Bruch bei uns als bei Frohnau verursachte), stand es schon 5:0 für uns – und eine höhere Führung zur Pause wäre sogar möglich gewesen. Die Chancenverwertung noch immer nicht top – aber deutlich besser als noch in den letzen Partien.  In der zweiten Halbzeit   war der Schwung ein wenig dahin, wir wechselten auch viel durch – aber es blieb die Dominanz in einem für die neutralen Zuschauer recht einseitigen Derby. Die Borsigwalder hatten ihre Freude am   Spieltrieb unserer Jungs, die den Alterskollegen aus Frohnau heute wenig gestatteten. Wir eroberten sehr, sehr viele Bälle schon im Mittelfeld, spielten präzise und schnell. Im Grunde ein richtiges Sechs-Punkte-Spiel, das wir auch in der Höhe verdient gewannen. Weil der FSC den ersten Abstiegsrang belegt, auf den wir nun elf Zähler Vorsprung haben, zählt der Erfolg quasi doppelt. Noch sind wir rechnerisch nicht durch – aber es sieht gut aus. Kompliment an die Mannschaft, die den Schwung aus England (Bericht unter „Abseits) mitgenommen hat. Borsigwalde heute mit: Onur B., Joel –  Kais, Tobias, Hussein, Eren, Nico, Ablaye, Simon, Jan, Jendrek, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Onur Y., (Pascale). (mw)

Unsere England-Tour: Zwischen Halbfinale in Blackpool, Middlesbrough und Old Trafford – Erinnerungen fürs Leben

Ab auf die Insel – hieß das Motto für die Borsigboys über Ostern, vom 14. Bis 18. April. Hier die Erlebnisse:

Erster Tag, Freitag: Anreise. Witzig, schon am Flughafen Schönefeld fragte uns ein Security-Mitarbeiter, aus welcher Region denn unser Verein kommt. „Borsigwalde? In Berlin? Nie gehört.“ Ein weiteres Argument  für unsere unlängst vollzogene Wappen-Änderung… Nach der Ankunft in Manchester empfing uns schon unser Busfahrer Martyn und fuhr uns ins Hotel nach Blackpool, Norbreck Castle. Das in Burgform gehaltene Hotel hat äußerlich schon die besten Zeiten hinter sich – aber innen war alles super. Pool, schöne Zimmer, gutes Essen. Allerdings stellten wir rasch fest, dass mancher nicht weiß, was gutes Essen ist. Der McDonald`s in Blackpool machte jedenfalls gute Geschäfte mit einigen Borsigboys. Die Jungs hatten freien Ausgang, nach dem Essen bis 22 Uhr. Andere nutzten die Zeit für den Strand direkt vor der Haustür – unser Helferteam schleppte Essen für die Mahlzeiten mittags beim Turnier an. Schon an dieser Stelle einen großen Dank an unsere Spielerväter Wilhelm, Norbert und Christian, die Marius und mich, sowie unsere Reiseleiterin Tanja, bestens unterstützt haben. Jeder Wunsch des Trainers wurde umgesetzt. Ganz starker Auftritt von Euch, verbunden mit viel Arbeit – nicht nur das Schleppen des Essens ins Hotel, sondern auch das Beaufsichtigen der Spieler. Das war nicht immer leicht.

Zweiter Tag, Samstag. Turniertag im Myerscough College in Preston. Gute Plätze (bis auf einen, aber dazu später mehr). Spiel eins gegen Matlock Town FC aus England war ein schwerer Gang. Unsere Jungs hatten große Probleme mit dem ebenso spielstarken wie robusten Gegner, das 0:1 zur Pause (nach eher unnötigem Elfmeter-Foul von uns) eher schmeichelhaft für uns. Wir stellten um, auch das System. Und rissen die Partie endlich zumindest phasenweise an uns – kamen zum Ausgleich, auch durch Strafstoß. Zwei Elfmeter – ein Indiz, wie diese Partie geführt wurde. 1:1.

Vorrunden Spiel zwei dann gegen die Schotten von Claremont AFC – nicht so einfach wie das Ergebnis es besagt. Der Gegner kam zu einem 1:1-Ausgleich, weil wir zu viel liegen ließen – wir aber siegten letztlich 4:1. Ein starker Fight. Nun ging es gegen Roundwood AFC aus Irland. Der Gegner war uns in nahezu allen Belangen unterlegen. Das 3:0 eine viel zu geringe Ausbeute angesichts unserer Dominanz. Und das sollte sich rächen: Trotz eines guten ersten Turniertages nur Platz zwei aufgrund der schlechteren Torausbeute in der Gruppe hinter Matlock. Eine harte Nuss drohte im Viertelfinale. Am Abend hüpften einige noch in den Pool, andere zogen wieder los. Mit der Bettruhe nahm es mancher nicht so genau – für einige steht eben nur das eigene Vergnügen im Vordergrund, nicht das mannschaftliche Gesamterlebnis. Schade eigentlich. Ein schwieriges Alter.

Dritter Tag, Sonntag: Müde Gesichter und viele Verspätete beim Frühstück. Die Entschuldigung lautete: „Aber wir haben doch nicht mal durchgemacht.“ Nur fast. Es ging bei einigen bis weit nach Mitternacht – unser Gegner Celtic Glasgow war im gleichen Hotel, legte aber eine andere Disziplin an den Tag. Die Standpauke vom Borsigwalder Trainer – nur logisch. Doch, das muss man den Jungs lassen, sie zeigte auch Wirkung. Der 1:0-Sieg durch einen kunstvollen Freistoß kurz vor Ende der jeweils auf 2×20 Minuten angesetzten Partien (auf einem supermodernen Kunstrasen), war vollauf verdient. Wir hatten die besseren Torchancen und die bessere Spielanlage, was mich überraschte. Tags zuvor hatte ich gesehen, wie Celtic die Jungs vom VFB Reichenbach aus Schwaben beim 6:0 schwindelig gespielt hatte. Der Celtic-Trainer hatte bestimmt nicht mit einer Niederlage gegen uns gerechnet – aber gratulierte fair: „Well done!“ Dazu möchte ich sagen, dass das immer so war hier in England. Faire Partien, faire Trainer – nach jedem Spiel. Man merkt, dass für die Engländer Fußball ein Kulturgut ist, das sie anständig behandeln. Das richtig Spaß gemacht, ebenso wie die vielen Gespräche mit englischen Trainerkollegen.

Im Halbfinale dann ein Schock: Es fand auf einem Acker statt, tief bis zum Knöchel versanken unsere Spieler an diesem regnerischen Tag. Diese Schlammschlacht war dem Semi-Final unwürdig – und wir wissen nicht, ob unsere weißen Hosen jemals wieder wirklich weiß werden. Allein das zweite Tor fiel nur aufgrund eines Platzfehlers – die Iren von Greystones Unites AFC kamen mit den Verhältnissen jedenfalls wesentlich besser zurecht.  Am Ende ein 2:3, nach dem viele sagten: Auf einem anderen Platz hätten wir gewonnen. Was mich nun enttäuschte: Zwei Jungs äußerten, dass sie auf das Spiel um Platz drei eigentlich keine Lust mehr haben. Unfassbar. So kann man das letzte Spiel so beschreiben: Die anderen, in diesem Fall die Belgier vom RFC Tournai, wollten es einfach mehr als wir. Borsigwalde hatte seine Chancen – aber die anderen waren zwingender.

Vierter Tag, Ostermontag: Wir spielten beim Poulton FC aus der A-Klasse. Die regionale Einteilung in England ist A, B und C. Schon beim Warmmachen stellten wir fest, dass der Gegner (Verbandsliga-Niveau) groß und kräftig ist – und einen guten Ball spielt. Unsere Gastgeber nahmen die Partie ernst, hatten sogar ein Schiedsrichter-Gespann engagiert. Die erste halbe Stunde gehörte fast nur uns – wieder einmal war die Ausbeute das Manko. Nur ein Treffer. Dann kam der Gegner auf. Erzwang den Ausgleich. Mit dem Pausenpfiff erzielten wir das 2:1 – vermeintlich. Never ever Abseits – aber der Linienrichter hatte halt die Fahne oben. Auch in der zweiten Halbzeit ein packendes, ausgeglichenes Spiel, das wir gefühlt gewonnen haben – aber im Endeffekt 2:3 verloren. Auch hier wieder: Sehr viel Wertschätzung für uns und unsere Art Fußball zu spielen. Mit dem Bus ging es nun nach Middlesbrough, zum Premier League Spiel gegen Arsenal London. Ein stimmungsvolles Erlebnis, weil wir direkt zwischen beiden sangesfreudigen Fanblöcken auf der Südtribüne saßen bzw. zumeist standen. Ein Dank hier nochmal an Boro, das uns nach intensivem Austausch mit der Nachwuchsakademie die Karten zur Verfügung stellte – obwohl das in England aus Sicherheitsgründen eigentlich nicht erlaubt ist, weil wir keine „ticket history“ besitzen. Umso unschöner, dass drei Spieler von uns diese Gastfreundschaft nicht zu würdigen wussten – und sich nicht einfach nur drüber freuen konnten, dass einer von ihnen das Trikot von Özil mit nach Hause nehmen konnte. Mehr sage ich dazu nicht mehr. Auch als Trainer und Reise-Mitorganisator (gemeinsam mit meiner Frau) darf man mal traurig und enttäuscht sein. Nachts um halb zwei waren wir wieder im Hotel – einige haben jetzt Boro-Trikots…

Fünfter Tag, Dienstag: Wir wollten, dass die Jungs so viel wie möglich aus England mitnehmen. Sind also selbst den Abreisetag nicht ruhig angegangen. Heute begannen wir mit einer Stadion-Tour bei Manchester United. Graham von Man United empfing uns – nur unsere Mannschaft hatte einen eigenen Guide. Tolle Sache, toller Typ. Ein Mann, der Man United atmet – und viele super Geschichten zu erzählen hatte in diesen ganz speziellen knapp 70 Minuten. Als ihm auffiel, dass unser Klub genau in dem Jahr gegründet wurde, als Old Trafford seine ersten Spiele erlebte, wollte er auch viel über uns wissen. Highlights: Wir durften sogar in der ManU-Kabine Platz nehmen, auf den Sitzen der Spieler, und auf der Ersatzbank. Dabei fiel auf: In dieser kleinen Coachingzone hätte unser Trainer ein echtes Auslaufproblem… Danach durften die Jungs noch eine kleine Trainingssession auf einem Kunstrasenplatz vor dem Old Trafford mit Peter, einem FA-Lizenztrainer, absolvieren. War jetzt nicht der Brüller und super innovativ – aber eine Stunde Bewegung tat ganz gut, bevor wir noch in den Fanshop hüpften. Erst bei ManU, dann bei City um die Ecke. Über die Probleme am Flughafen, dass einige fast den Flieger verpasst haben und Marius sogar auf dem Flughafen übernachten musste – kein Wort mehr. So eine Teamreise ist stressig für die Aufsichtspersonen, nicht jeder weiß um die Gefahren, die auf so einer Reise lauern. Damit muss man als Trainer leben. Ich kann aber jene verstehen, die sagen: Sowas tue ich mir erst gar nicht an… Dann hieß es Goodbye Manchester, Goodbye England. Alles in allem hat es Spaß gemacht – und 90 Prozent der Mannschaft haben sich prima verhalten. Ich denke, manch einer wird die Erlebnisse nicht so schnell vergessen. Die Borsigboys on tour mit Onur B., Dominik –  Kais, Tobias, Hussein, Eren, Nico, Simon, Jan, Jendrek, Lucas, Alex, Daniel, Onur Y., Tim, Ahmed, Christian (trotz Krücken), Begleitteam: Matthias, Marius, Norbert (Trainerteam), Christian, Wilhelm, Tanja (Organisation und Betreuung), Louisa (Maskottchen). (mw/Fotos: Wolf)

 

Testspiel statt Dynamo – 7:2 beim 1.FC Lübars

2. April. Auf den Spielausfall gegen den BFC Dynamo (am Donnerstag mitgeteilt) konnten wir mit einem Testspiel reagieren. Der 1.FC  Lübars empfing uns am heutigen Sonntag an der Schluchseestraße. Der Gegner steckt im Abstiegskamp in der Bezirksliga, was allerdings kaum zu sehen war. Die Grün-Weißen haben einige gute Akteure in ihren Reihen, spielen sehr körperbetont – so dass es ein guter Test war. Den wir mit 7:2 gewannen. Die von uns allerdings vielleicht erwartete spielerische Dominanz konnten wir nur ganz selten zeigen, im Abwehrbereich zeigten wir teilweise erschreckende Wackler. Auch konnte sich von jenen, die sonst weniger spielen, kaum einer aufdrängen. Erwähnenswert ist noch, dass wir ohne Schiedsrichter auskamen in einer insgesamt sehr fairen Partie. Zum Spielausfall bei Dynamo (die Partie wird am 18.05. nachgeholt) hier noch eine Anmerkung, die wir so dem BFV am Freitag geschickt haben:

…auch wir vom SC Borsigwalde 1910 sind betroffen über den Tod des Jugendspielers Ruben. Deshalb haben wir bisher für die Absetzung der B-Jugendspiele des BFC Dynamo großes Verständnis gehabt. Nun zerstört der BFC Dynamo dieses Verständnis mit der Ansetzung eines so genannten Benefizspiels an diesem Samstag. Aus unserer Sicht wird hier keinem die Zeit zur Trauer gegeben – die man sich offenbar mit der Absetzung der B-Jugend-Pflichtspiele ausbedungen hatte. Wir halten dieses Spiel zum jetzigen Zeitpunkt für pietätlos, der Junge ist noch nicht einmal beigesetzt – und verstehen nicht, warum unter diesen neuen Voraussetzungen am Tag danach ein anderes B-Jugendteam des Vereins nicht gegen den SC Borsigwalde antreten kann. Aus unserer Sicht gibt es nur zwei verständliche Sichtweisen: Entweder man hält inne – und wird sich klar, wie unwichtig doch Fußball ist. Oder das Spiel geht weiter. Jetzt geht das Spiel auf Beschluss des BFC Dynamo weiter für die Hauptbetroffenen (es sind die 2001er, die spielen) – und für andere nicht. Die müssen wieder in einem Nachholspiel unter der Woche antreten.

Die Fotos sind – wie immer – von Carsten. Danke. Borsigwalde heute mit: Onur B., Dominik –  Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Ablaye, Simon, Jan, Jendrek, Alex, Nico, Muhudin, Daniel, Onur Y., Lamin, Kandia.(mw)

 

Unglücklich gegen Berliner SC – das bessere Team verliert

25. März. So ist eben manchmal Fußball. Damit könnte man das Spiel in einem Satz beschreiben. Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft. Dass wir heute dem Berliner SC mit 0:2 unterlagen, ist eigentlich immer noch schwer zu begreifen. Wir bestimmten überraschend das Spiel, im Grunde über 80 Minuten. Im Hinspiel gelang uns das nur eine Halbzeit, weshalb ich unseren damaligen Sieg als etwas glücklich sah, umso unglücklicher die Niederlage heute. Wir erarbeiteten uns hundertprozentige Torgelegenheiten fast am Fließband, vor allem in Halbzeit eins – und doch unterlagen wir. Ich glaube, der Gegner brachte vier, fünf Bälle auf unser Tor – das war`s.  Kam ansonsten kaum ins Spiel. Bot wenig Überraschendes. Dieses 0:2 kann man so erklären: Wir hatten heute sehr viel Pech und nicht die nötige Konzentration im Abschluss, aber vor allem: Der Gegner hatte einen sensationellen Torwart, der Reflexe ohne Ende zeigte. Der Junge lenkte Bälle noch mit den Fingerspitzen an die Latte, parierte mit der Fußspitze – die beste Torhüter-Leistung, die ich in dieser Saison bisher in unserer Staffel gesehen habe. Wenn man dann weiß, dass der Trainer diesen Keeper in der Winterpause ersetzen wollte (durch unseren Torwart, weshalb wir uns hier nicht auf der Gerüchteebene bewegen), dann sieht man, wie es bisweilen im Fußball funktioniert. Heuern und feuern ist bei manchen groß in Mode. Ich will nicht drum herum reden: Ich habe dem Trainerkollegen erst im Januar in einem Gespräch gesagt, dass Leute wie er aus meiner Sicht den Jugendfußball kaputt machen. Wenn in der B-Jugend-Landesliga schon mit Siegprämien und Einsatzprämien gearbeitet wird, Spieler nach Gutdünken ausgetauscht werden und man hemmungslos (mit Kohle) bei Mitkonkurrenten in der Staffel wildert – dann ist das nicht meine Wellenlänge. Aber es ist, zum Glück, auch nicht die Regel im Jugendfußball. So gesehen: Respekt den beiden Trainerkollegen, seine beiden Co-Trainer aus der Hinserie, die jahrelang für den Berliner SC beste Arbeit abgeliefert haben – und mit ihm ab dem Winter nicht mehr zusammen arbeiten wollten. Damit aber zurück zum Spiel, bei dem mich nur eines ärgert: das Ergebnis. Ansonsten gibt es keine zwei Meinungen: Wir haben (im Gegensatz zum vergangenen Sonntag) guten Fußball geboten, immer offensiv, immer attraktiv – wurden aber halt zwei Mal ausgekontert. Das ist schade, aber nicht schlimm. Ich habe mir längst abgewöhnt, nur in Ergebnissen zu denken – und ich hoffe, ich konnte das auch jenen unserer Spieler vermitteln, die  es leider zuerst nicht so sahen. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Onur B., (Dominik) –  Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Nico, Ablaye, Simon, Jan, Jendrek, Lucas, Alex, Muhudin, Daniel, Onur Y. (mw)

Mutlos, kampflos bei Hürtürkel

19. März. Das heutige Spiel gegen den BSV Hürtürkel war mal wieder der Beweis: Wenn zahlreiche Spieler nicht an ihr Limit gehen, haben wir in dieser ebenso starken wie ausgeglichenen Staffel  nichts zu bestellen. In der ersten Halbzeit trat eine mutlose, ja fast schon ängstliche Borsigwalder Mannschaft auf. Eingeschüchtert von der aggressiven Stimmung am Columbiadamm, schon vor dem Spielbeginn (eskalierte schon fast alles bei der Passkontrolle), überließen wir dem Gegner komplett das Feld. Ich war selten so enttäuscht von meiner Mannschaft, die vor lauter Zaghaftigkeit auch noch Fehler in Serie produzierte. Das 0:3 ging absolut in Ordnung. Hürtürkel   war uns körperlich und kämpferisch (schon traurig, dass ich das über meine Mannschaft sagen muss, denn wenn wir als jüngerer jahrgang nicht über den Kampf kommen – über was dann?) überlegen. Die Gastgbeber zeigten all das, was uns sonst ausgezeichnet hat – während wir zu oft den Schwanz einzogen. Wenn man so will, kam die aufrüttelnde Kabinenansprache, als ich an das Ehrgefühl der Spieler appellierte, zu spät. In der zweiten Halbzeit, die aufgrund einer zum Glück nicht so schwer wie befürchteten Verletzung eines Hürtürkel-Spielers eine halbe Stunde unterbrochen war, lieferte den Beweis: Wir haben heute gegen eine Mannschaft verloren, gegen die man nicht verlieren muss. Die Heimelf kam fast nicht mehr vor unser Tor – allerdings waren wir auch nicht zwingend genug. Mehr als das 1:3 war nicht drin. Die Defensive war heute sehr mit Fehlern behaftet, die Offensive ein Totalausfall, im Mittelfeld überließ man dem Gegner zu viele zweite Bälle und stand zu weit weg – nein, so kann man keine Spiele gewinnen. Zum Glück ist in der Tabelle nichts passiert, wir haben weiterhin elf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit Onur B., (Joel) –  Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Ablaye, Daniel, Simon, Jan, Jendrek, Lucas, Alex. (mw)

Spiel gegen JFC gedreht – mit klugem Kopf beim Rasenschach

11. März. Das war wieder kein Spiel für schwache Nerven gegen den JFC Berlin. Nach 23 Minuten lagen wir 0:2 hinten – und wussten nicht, warum. Obwohl, eigentlich ist es keine Breaking News, wenn ich sage, dass wir wieder einmal grob fahrlässig Chancen haben liegen lassen. In einer Frequenz, als müssten wir sie nur von den Bäumen schütteln – so wie in Mali die Kokosnüsse. Womit alles gesagt wäre zum Spielverlauf: Borsigwalde drückte, kombinierte, begeisterte – wobei Letzteres streichen wir ab Minute 23. Denn da waren Eltern und Trainerteam langsam, aber sicher  verärgert über diese fatale Inkontinenz und Inkonsequenz vor dem Tor. Was für die Truppe spricht: Sie spürte selbst, dass sie eigentlich die bessere Mannschaft war. Vor allem spielerisch heute den körperlich starken Gästen aus Lichtenberg überlegen. Bis zur Pause schafften wir tatsächlich noch den Ausgleich – im Grunde wäre auch ein 5:2 oder 6:2 verdient gewesen, aber so waren wir froh, den Kelch wenigstens halbvoll sehen zu können. Und es war gut, dass wir nicht mit einem Rückstand gen Umkleide gingen, denn das Spiel sollte sich völlig verändern. Der JFC kam mit veränderter Taktik zurück. Für Außenstehende mag es wie Ergebnis-Halten ausgesehen haben, uns war schnell klar, worauf das zielte: Die Gäste verteidigten nun gefühlte zehn Meter höher und disziplinierter. Aus einem schönen Spiel wurde so Rasenschach. Der JFC lauerte auf einen Fehler der Borsigboys. Unsere Jungs aber machten es gut – sie ließen sich nicht locken und warteten ihrerseits geduldig auf ihre Chance. Und die kam. Mit einer sehr feiner Einzelaktion erhöhten wir auf 3:2 (64.) und machten dann den Sack zu (78.). Ein vollauf verdientes 4:2, was auch der Trainerkollege des JFC einräumte. Ganz klug gespielt, auch von den Jungs, die sonst den Kopf nur zum Frisieren haben.  Wenn man nun nochmal guckt, dass der JFC letzte Woche Tasmania besiegt hat, die Tasmanen ihrerseits Viktoria besiegt hatte am ersten Rückrundenspieltag – dann zeigt das, welche gute Truppe wir heute geschlagen haben. Und es zeigt einmal mehr, wie mörderisch die Staffel ist, in der vor allem im Abstiegskampf alle Register gezogen werden. So nimmt der Lichtenrader BC ausgerechnet gegen uns und Wilhelmsruh (die am weitetesten entfernten Team) seine Freitermine, lässt uns unter der Woche anreisen… Ich kann nur sagen: Man sieht sich bestimmt mal wieder in einer Staffel. Gut, dass wir uns heute in einer fairen Partie mit einem guten Schiedsrichter wieder ein paar Meter vom Keller weggearbeitet haben, wo mittlerweile mit allen Mitteln gearbeitet wird. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit: Onur B., (Dominik) –  Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Ablaye, Daniel, Simon, Lamin, Jan. Jendrek, Lucas.(mw)

Mutlos gegen spielerisch überlegenen FC Viktoria

4. März. Eine Szene kurz vor Schluss. Mit Symbolwert. Der Torwart ist ausgespielt, das Tor des Gegners leer – aber wir schießen den Spieler auf der Torlinie an, aus wenigen Metern. Wir hätten heute wohl noch bis zum Morgengrauen weiter kicken können – und keinen Treffer erzielt gegen den FC Viktoria 89. Es gibt   solche Tage. Verloren aber haben wir die Partie nicht nur, weil wir unsere Torchancen, ein gutes halbes Dutzend so genannter hundertprozentiger vor allem in Halbzeit eins, allesamt regelrecht kläglich liegen ließen – nein, so einfach erklärt sich kein 0:5. Ja, der Gegner war einfach auf fast  jeder Position individuell besser (was schon beim Hinspiel zu sehen war) – und wir stellten uns auch taktisch sehr naiv an. Da fielen Tore im direkten Gegenzug auf Chancen von uns, oder dribbelte einer an drei Abwehrspielern von uns vorbei durch den Strafraum. Einige hatten heute die Hose gestrichen voll, dass ich den, der die waschen muss, nicht beneide. Mancher wirkte so ängstlich und verkrampft, dass unser Kollektiv nicht funktionierte. Und nur übers Kollektiv haben wir eine Chance gegen Gegner, die uns Woche für Woche körperlich überlegen sind. Doch es waren zu viele Bälle, die beim Gegner landeten, von der ersten Minute an, in der es in unserem Kasten auch schon hätte klingeln können. Ich denke, das war heute unser schlechtestes Saisonspiel. Ich verstehen es nicht, weil wir gegen solche Gegner mit ihren Ausbildungsteams und einem Zulauf in jeder Transferperiode ohne Ende doch rein gar nichts zu verlieren haben. Warum diese Mutlosigkeit gegen einen allseits faire Gegner, der in der von einem guten Referee geleiteten Partie auf spielerische Mittel setzte – und nicht auf jene Härte, mit der wir uns oft auseinander setzen müssen? Vielleicht zwei, drei Leute von uns waren heute in Normalform – mehr keinesfalls. Manch einer dürfte auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden sein, und das ist auch gut so. Denn noch sind wir mit der Sache nicht durch, 25 Zähler reichen nicht für den Klassenverbleib. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit Onur B., Joel  –  Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Ablaye, Daniel, Simon, Muhudin, Alexander, Lucas. (mw)

3:2 – guter Rückrundenstart gegen den SSC Teutonia

25. Februar. Um ehrlich zu sein: Ich war überrascht. So hatte ich den Spandauer SC Teutonia nicht erwartet. Das war nicht mehr die Mannschaft, die uns noch im letzten Spiel vor der Winterpause einen starken Kampf mit viel Leidenschaft, Spielkunst und noch mehr Charakter geliefert hatte. In  Unterzahl waren die Teutonen damals besser als heute mit voller Kapelle und Ersatzbank. In der ersten Halbzeit an der Tietzstraße: ein Klassenunterschied. Der Gast nur mit langen Bällen, mit Fußball hatte das nichts zu tun. Nur eine Chance aus der Ferne. Wir mit tollen Kombinationen, viele Offensivdrang – purer Lust am Spiel. Schnell führten wir 2:0 – und wir hätten eigentlich bis zur Pause alles klar machen müssen. Wir verschossen noch einen Elfmeter, trafen Aluminium oder scheiterten am wieder einmal famosen Spandauer Torhüter. Ein 5:0 – und kein Gast hätte sich   beschweren dürfen. Schon früh war der Frust beim körperlich überlegenen und spielrisch heute unterlegenen Gegner spürbar, in vielen Fouls und Provokationen drückte er sich aus. Doch kein Vorwurf, so ist Fußball – und wir machten den Fehler und das Spielchen bisweilen mit. Unsere Strafe: zwei Gegentore nach Freistößen. Ganz ärgerlich, weil man heute das Gefühl hatte, aus dem Spiel heraus hätte Teutonia nichts gebacken bekommen. So war es eigentlich ein Witz, dass wir – auch wenn wir in Halbzeit zwei nicht mehr an die bärenstarke erste Hälfte anknüpfen konnten, blieben wir doch immer die bessere Mannschaft  – bis zur letzten Sekunde zittern mussten. Jungs, da müssen wir einfach noch mehr unser Hirn einschalten. Was dann bei Teutonia in den letzten Minuten passierte, auch noch nach dem Schlusspfiff (sogar noch weit, weit nach dem Schlusspfiff) – das möchte ich nicht kommentieren. In der heutigen Zeit habe ich als ergrauter Trainer das Gefühl, dass mir sowas durchaus auch mal passieren kann. Gewisse Werte bleiben einfach bei gewissen Leuten immer mehr auf der Strecke. Das gilt für viele Spieler in diesem pubertären Alter, wie ich quer durch fast alles Teams feststellen muss. Und da ich das ebenso kompetente wie konsequente Trainer- und Betreuerensemble von Teutonia sehr schätze (ebenso wie es sich beim Großteil der Truppe um sehr faire Sportsleute und gute Kicker handelt), spare ich mir sowieso den erhobenen Zeigefinger. Zumal ich auch weiß: Die Teutonen werden das intern klären. Mit ihrem ohnehin schon dünnen Kader haben sie sich heute durch Undiszipliniertheit (zwei Rote Karten rund um den Schlusspfiff) im Abstiegskampf selbst geschadet. Und wenn mich nicht alles täuscht, gibt es noch ein drittes „internes Rot“ wegen latenter Dumm- und Niveaulosigkeit in der dritten Halbzeit. Irgendwie schade, denn es war mal wieder ein interessantes Spiel, wie immer wenn die beiden Teams aufeinander prallen. Eines, das wir letztlich vollkommen zu Recht gewannen – und damit den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößerten. Unsere Mannschaft hat den Schwung aus der guten Vorbereitung mit sehr vielen Testspielen, in denen wir vor allem an der taktischen Variabilität gearbeitet haben, super mitgenommen. Darauf lässt sich aufbauen, denn es folgen nun bis zu unserer England-Reise an Ostern sehr, sehr schwere Partien. Wir wirken gerüstet. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Onur B., –  Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Ablaye, Daniel, Jendrek, Simon, (Muhudin), Alexander, Lucas.  Bei der A haben heute ausgeholfen (2:4 beim Köpenicker SC): Fabian, Ahmed, Jan. (mw)

Hier findet Ihr den Bericht von Teutonia

Ein Hauch von Europacup an der Tietzstraße – 4:0 gegen Nordstrand IF aus Oslo

19. Februar. Testspiel mit Europapokal-Flair: Heute ging es auf unserem Platz gegen die norwegische U16 von Nordstrand IF aus Oslo. Der Verein absolviert gerade mit fünf Teams ein Trainingslager im Poststadion. Eine Mannschaft, die als sehr spielstark gilt, der Verein ist leistungssportlich orinientiert, verfügt über eine eigene Jugend-Akademie. Alle Situationen, auch in größter Bedrängnis, wollten die Osloer spielerisch lösen – das zeigt die Anlage, die aber auch gefährlich sein kann. In einigen Situationen hatte ich den Eindruck, dass den Nachfahren der Wikinger ein wenig die Robustheit fehlt. So dass am Ende das 4:0 für uns klar in Ordnung ging. Nach einer ersten Drangphase von uns zogen die Norweger bald vor allem im Mittelfeld das Spiel an sich – ohne jedoch wirklich häufig gefährlich in die letzte Zone vorzudringen. Das machten wir besser – und erzielten zwei blitzsauber heraus kombinierte Treffer bis zur Pause. Auch danach besaßen wir die besseren Chancen, wovon wir noch zwei nutzten. Insgesamt eine faire, freundschaftliche Partie, genau wie es in so einem Vergleich sein muss. Für unsere Jungs – und bestimmt auch die Gäste aus Oslo – war es mal was anderes. Ein anderer Gegner, eine andere Sprache – und ein schönes Spiel unter der Leitung von Schiedsrichter David Jahn. Ihm, unseren Gästen und Carsten (für die Action-Fotos) ein Dankeschön. Für uns war es nun die Generalprobe für den Rückrundenauftakt am Samstag gegen den SSC Teutonia. Es darf ein enges Spiel erwartet werden – wir wirken jedoch aktuell gut gerüstet. Borsigwalde heute mit: Onur B., Joel –  Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Ablaye, Daniel, Jendrek, Marcel, Simon, Muhudin.

Guter Auftritt beim eigenen Hallenturnier: Platz 3. Tennis Borussia gewinnt den Kiezhelden-Cup

18. Februar. Unser alljährliches Hallenturnier, der Kiezhelden-Cup, heute in der Hatzfeldtallee. Es wurde ein schönes Turnier. Doch es begann gar nicht gut.

Im Vorfeld hatten wir extra den Kontakt zum Sportamt und Hallenwart gesucht, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Denn schon vor einigen Wochen hatte unsere F-Jugend     beim Turnier des Nordberliner SC die Erfahrung gemacht, dass es Pannen geben kann. Das Turnier begann damals mit einer halben Stunde Verspätung, weil der Hallenwart spät um die Ecke bog. Heute kam es für uns noch schlimmer. Um eines vorneweg zu sagen: Wenn ich als Verein eine Hallenzeit von 9 bis 14 Uhr zugewiesen bekomme, dann gehe ich davon aus, dass ich um 9 Uhr auf dem Parkett stehen kann. Dazu wäre eine Hallenöffnung um zehn vor neun ausreichend. Wir wollten um 9.15 Uhr beginnen. Nicht einmal das war möglich. Ich will Euch Details aus dem Büro  des Platzwartes ersparen, der irgendwann um 8.57 Uhr vor der Halle auftauchte, dann gemütlich an      gut und gern 100 Spielern und Eltern vorbei marschierte, in sein Zimmer am Sportplatz ging – um dort festzustellen, dass der Schlüssel für die Halle nicht da war. Er sollte eigentlich auf dem Tisch liegen, hatte der Kollege gesagt… Es folgten viele Telefonate, kein Aufgeben unsererseits – was irgendwann auch der Hallenwart verstand. Wir hatten heute sogar Gäste aus Fürstenberg an der Havel, die fast eineinhalb Stunden angereist waren – da kann man ein Turnier nicht so einfach     absagen. Es wurde also viel telefoniert – und irgendwann kam ein Kollege mit dem Schlüssel. Das Turnier konnte beginnen, mit mehr als einer Stunde Verspätung, die  wir bis zum Ende auch durch unser Entgegenkommen auf 25 Minuten reduzierten – so dass die Handballer nach uns auch noch pünktlich beginnen konnten. Wie gesagt: Man muss jetzt nicht mehr ins Detail gehen. Nur wundere ich mich, dass es nicht einmal eine Art Notfallnummer für solche Fälle im Büro des Platzwartes gibt. Die Sache hätte also ohne Weiteres schief gehen können, wenn nicht irgendwann ein Kollege des Platzwartes bei einem anderen geklingelt hätte, der den Schlüssel hatte…

Zurück zum Turnier: In der Hatzfeldt-Halle kann man auch als B-Jugend noch wunderball Fußball spielen.  Sie ist schön groß, wir setzten zudem auf einen Futsal-Ball, um Flachpassspiel zu fördern – und Bolzen zu verhindern. Auch das klappte prima. Ich denke, wir sahen teilweise sehr guten Hallenfußball, den schönsten bot zweifellos Tennis Borussia. Die Veilchen gewannen am Ende verdient. Unsere erste Mannschaft verlor nur eine Partie, spielte in sechs Spielen fünf Mal Remis (auch gegen TeBe) – ein guter Auftritt, aber Unentschieden machen halt keine Champions. Platz sechs. Unsere zweite Mannschaft verlor letztlich nur gegen TeBe mit 0:1. Entscheidend dafür, dass es nicht für Platz zwei, sondern nur Rang drei reichte, war aber ein 2:2 gegen den SC Staaken, nach 2:0-Führung. Deutliche Siege gab es hier gegen den sieglosen Turnierletzten FC Arminia Tegel (4:0), den Vierten SC Siemensstadt (3:0) und den Fünften SV Fürstenberg (3:0), ein 3:3 gegen die eigene „Erste“. Alles in allem ein guter, ansprechender Auftritt bei einem Turnier, das durch sehr viel Fairness gefiel. Erstaunlich viele Eltern hatten sich auch eingefunden, so dass wir am Ende auch guten Absatz bei unserem wieder einmal von Heidi organisierten, sehr abwechslungsreichen Buffet fanden – und es nicht bereuen mussten, gänzlich auf Startgeld verzichtet zu haben (auch, weil uns die Verspätung schlichtweg peinlich war). Jeder bekam bei uns seinen Pokal und seine Urkunde – und ich denke, alle gingen sehr zufrieden nach Hause. Danke auch an die Turnierleitung mit unserem alten NNW-Kumpel Klaus, daneben Deniz mit seinen unnachahmlichen Ansagen – und an alle, die heute gepfiffen haben: Neben Maris und mir waren das auch Juro und Carsten vom SC Siemensstadt. Und danke an alle Spieler für einen respektvollen Umgang miteinander – und Carsten für die Fotos.

Borsigwalde I mit Domenik, Joel – Jan, Ahmed, Ablaye, Eren, Jendrek, Marcel, Tim, Fabian, Muhudin / Borsigwalde II mit Onur B., Joel, Kais, Hussein, Onur Y., Nico, Simon, Pascale, Tobias, Christian, Daniel.

Den Turnierplan findet Ihr hier

 

Saftlos gegen den BAK

12. Februar. Heute fanden wir nur selten ins Spiel. Fand die Partie noch in Halbzeit eins auf Augenhöhe statt, so bereitete uns der Berliner AK in der zweiten Hälfte große Probleme. Heute sah  man auch die Schwächen des neuen Systems – vor allem, weil der ein oder andere Spieler nicht spritzig war und nicht die nötige Laufarbeit verrichtete. Mag sein, auch aufgrund der anstrengenden Partie gestern. Für den Verbandsligisten BAK war es das einzige Spiel am Wochenende. Nach zahlreichen von uns vergebenen Chancen kassierten wir jedenfalls fast mit dem Pausenpfiff das 0:1 nach einem gravierenden Abwehrfehler. In der zweiten Halbzeit spielten wir nicht klug – und zu wenig engagiert. Traurig, dass wir den Fehler aus Halbzeit eins sogar fast deckungsgleich noch einmal wiederholten. Am Ende ein 1:4, das vielleicht um ein Tor zu hoch ausfiel – aber die Niederlage war alles in allem verdient. Borsigwalde heute mit Onur B., –  Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Lamin, Ablaye, Daniel, Jendrek, Lucas, Jan, Tim. (mw)

6:4 gegen Füchse – in Halbzeit zwei zu ungeordnet

11. Februar. Es war ein seltsames Spiel – und das spiegelte sich auch im Ergebnis wider. Zur Pause führten wir 4:0 gegen die Füchse Berlin, deren 2.B aus der anderen Landesliga-Staffel. Unsere    Nachbarn legten los, als ob sie es richtig eilig hätten mit dem Toreschießen und kamen zu den ersten Chancen – doch den Treffer machten wir. Danach gefühlt 60 Prozent Ballbesitz für den Gegner, der aber nicht mehr gefährlich vor unser Tor kam. Wir erspielten uns hingegen einige Gelegenheiten – und nutzten diese auch. Erst in den letzten zwei, drei Minuten vor der Pause wurden die Füchse wieder gefährlich, ließen da eine hundertprozentige Chance liegen. Alles in allem das 4:0 gefühlt zwei Tore zu hoch – nur leider hatten das meine Spieler nicht verinnerlicht. Wir kamen aus der Kabine und staunten – dass der Gegner plötzlich sehr viel griffiger und galliger war. Rasch stand es 3:4 – und die Partie wurde von uns viel zu hektisch geführt. Es fehlte die ordnende Hand. Auch nach dem 5:3 durch einen Konter änderte sich das nicht. Wieder kamen die Füchse auf 4:5 ran – bevor wir per Strafstoß sieben Minuten vor dem Ende alles klar machten. Ein teilweise vogelwildes Spiel von uns in Halbzeit zwei. Die erste Hälfte war hingegen taktisch sehr gut gespielt. Für die Zuschauer war es jedenfalls unterhaltsam – und obendrein bis auf ein, zwei Szenen sehr fair. Wir kamen ohne Schiedsrichter aus – das spricht für sich. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Onur B., Hoel –  Simon, Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Lamin, Ablaye, Daniel, Jendrek. (mw)

1:0 bei Empor – in letzter Minute noch belohnt

5. Februar. Und wieder ein starkes Spiel der Borsigboys. Diesmal bei der U16 des SV Empor. Als sich alle fast schon mit dem Resultat aus der letztjährigen gemeinsamen Pokalpartie (0:0 nach 70  Minuten, Empor gewann dann das Elfmeterschießen) abgefunden hatten, belohnte sich unsere Truppe aber doch noch durch den Siegtreffer in letzter Minute. Ein 1:0, das vollauf in Ordnung   ging, auch nach Ansicht der Trainerkollegen von Empor – eher gefühlt ein bisschen niedrig ausfiel. Denn wir ließen kaum was zu auf dem schönen neuen Kunstrasen im Jahnsportpark , und erarbeiteten uns gleichzeitig deutlich mehr Gelegenheiten als der spielstarke Gegner aus der anderen Landesliga-Staffel. Ein, zwei Schwachpunkte sieht man als Trainer immer – aber heute wäre das wirklich jammern auf hohem Niveau, zumal es für fast alle Jungs das zweite Spiel gegen einen starken Gegner binnen 40 Stunden war. Und wieder war es läuferisch und taktisch ein gelungener Auftritt unserer Mannschaft, die erneut stark gefordert wurde. Danke an Empor für ein faires und interessantes Spiel. Ein Dank geht an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit: Onur B. –  Simon, Onur Y., Muhudin, Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Lamin, Ablaye, Tim. (mw)

Ohne Bank – taktisch stark beim Verbandsligisten Frohnau

3. Februar. Richtig guter Auftritt unserer Jungs beim Verbandsligisten Frohnauer SC. Lauf- und kampfstark präsentierte sich an diesem Freitag abend unsere junge Truppe (die beiden 2000er suchen wohl immer noch den Afrika-Cup irgendwo am S-Bahnhof Wittenau, den sie für den   S-Bahnhof Frohnau hielten) auf dem gut bespielbaren Kunstrasen an der Schönfließer Straße. Nur einen Wechsler hatten wir heute dabei – es war für die zwölf Jungs eine wirklich anstrengende Partie gegen den klassenhöheren und ein Jahr älteren Gegner, denn beide Teams hielten bei nasskaltem Wetter von der ersten bis zur letzten Minute das Tempo hoch. In Halbzeit eins fand ich uns sogar einen Tick besser, weil wir immer nach spielerischen Lösungen suchten und Frohnau sehr häufig früh  den Abschluss suchte. In der zweiten Hälfte, vor allem nach dem 1:0 von uns, nahm der Druck der Frohnauer deutlich zu und spiegelte sich noch durch zwei Treffer im letzten Spiel-Viertel wieder. Am Ende also ein 1:2 – nicht unverdient für Frohnau, das am Ende doch zu einigen Gelegenheiten kam – aber für uns ein bisschen schade, weil wir für ein Remis hart gearbeitete hatten und das zweite Tor sieben Minuten vor dem Ende sehr unglücklich fiel. Aber: Grundsätzlich ein ganz starker Auftritt mit sehr viel taktischer Disziplin. Wenn man bedenkt, wie viele heute aufgrund der dünnen Personaldecke auf ungewohnten Positionen spielen mussten, ist diese Vorstellung umso wertvoller einzuordnen. Danke an den Frohnauer SC für ein wirklich packendes Testspiel mit offenem Visier und sehr viel Fairness. Wir kamen ohne Schiedsrichter aus – und hatten nur zwei, drei Diskussionen der Spieler auf dem Platz. Ich denke, das spricht für sich. Dem FSC wünschen wir alles Gute für den Abstiegskampf in der Verbandsliga. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Onur B. –  Simon, Onur Y., Muhudin, Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Fabian, Eren, Christian, Nico. (mw)

Revanche gegen DJK – mit viel Lust zwölf Tore

29. Januar. 12:2 hieß es am Ende für uns gegen DJK Schwarz Weiß Neukölln. Standesgemäß, müsste man aufgrund des Klassenunterschiedes sagen. Doch da war doch was? Stimmt, noch im Sommer  unterlagen wir diesem Gegner mit 0:1 auf dessen Platz – in einem grässlichen Spiel von unserer Seite, das aber offenbar gut dafür taugte, die Neuköllner heute nicht zu unterschätzen. Doch diesmal hatten wir nur eine kurze Schwächephase von zehn Minuten, in der wir auch die beiden Gegentore bekamen (zum 1:3 und 2:3), ansonsten spielten wir mir sehr viel Lust und Leidenschaft. Die Gäste wurden früh gestört, kamen kaum zum Spielaufbau – und in Halbzeit zwei im Grunde nicht mehr wirklich gefährlich vor unser Tor. Alles in allem ungefährdet und ideal, um das neue System zu automatisieren, weil wir in unserem Bemühen auch kaum gestört wurden. Trotz dünner Personaldecke unsererseits (Urlauber, Kranke und Verletzte), mit nur drei Mann auf der Bank, eine gute Darbietung der Borsigboys. Danke an Bäumchen für eine souveräne Schiedsrichterleistung und Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit Onur B. –  Ablaye, Lamin,  Jendrek, Simon, Onur Y., Muhudin, Kais, Tobias, Lucas, Jan, Hussein, Pascale, Fabian. (mw)

Guter Auftritt gegen Verbandsligist Tennis Borussia

21. Januar. Nach einer Viertelstunde stand es 0:2. Tennis Borussia hatte zwei Mal aufs Tor geschossen – und zwei Mal war der Ball drin. Schon zu diesem Zeitpunkt waren wir Trainer aber zufrieden. Das    Ergebnis spiegelte in keiner Weise den Spielverlauf wider – der absolut auf Augenhöhe stattfand. Und so ungerecht bis dahin alles wirkte, erst recht in der Folge, als wir beste Chancen nicht verwerten konnten – so zeigte sich doch: Der Fleißige und Konzentrierte wird im Fußball oft belohnt. Wir drehten die Partie noch in der ersten Halbzeit in ein 3:2. Klingt komisch, wenn man  gegen einen Verbandsligisten spielt – aber über weite Phasen waren wir da besser. Das änderte sich dann in Halbzeit zwei. TeBe erhöhte den Druck und nutzte zwei Fehler von uns zum 4:3. Alles in allem verdient für die Charlottenburger, die hinten raus spritziger wirkten – und zur zweiten Halbzeit ja noch einen gewissen Serhat bringen konnten, der beide Treffer erzielte. Serhat – unser alter Weggefährte aus NNW-Tagen. Hat mich gefreut, ihn wieder zu sehen. Und vielleicht helfen ihm die zwei Tore, den Trainer zu überzeugen… Danke an die körperlich unglaublich starke U16 der Veilchen für ein faires und spannendes Testspiel. Der Trainerkollege kam hinterher und lobte unsere Mannschaft für ihre Leistung. Er habe in Borsigwalde nicht ein so starkes Team erwartet. Die Spielfotos sind wieder von Carsten – danke. Borsigwalde heute mit Onur B., Joel –  Ablaye, Lamin,  Christian, Jendrek, Simon, Daniel, Onur Y., Muhudin, Kais, Tobias, Lucas, Jan, Hussein, Pascale, Eren. (mw)

Budenzauber: Platz zwei und vier in Fürstenberg

15. Januar. Eine große Halle mit Rundumbande aus Plexiglas, dazu gute Stimmung. Im Grunde hat sich die Fahrt nach Fürstenberg (rund eine Stunde) gelohnt – es war mal wieder Hallenfußball der guten, alten Art, nicht Futsal. Der gastgebende SV Fürstenberg meldet demonstrativ alle seine  Teams nicht für die Futsal-Wettbewerbe des Brandenburger Verbandes, überhaupt stößt diese Hallenfußball-Form auf viel Ablehnung in vielen Ländern. In Berlin hatten wir es ja letzte Woche auch – die großen Klubs Hertha, Union, TeBe haben die Veranstaltung boykottiert bei der B-Jugend, andere größere Vereine schickten Rumpftruppen. So verkommt die Hallenmeisterschaft zu einem Muster ohne Wert. Nun denn… Wir starteten heute in Fürstenberg mit zwei Teams. Mannschaft eins kam ganz schlecht ins Turnier, gleich ein 2:4 gegen eine der beiden Gastgeber-Teams. Mancher hatte große Augen, wie hart die Gegenspieler doch zu Werke gingen. Ob die 13 Buden von uns aus dem Freiluftspiel, beim „richtigen Fußball“, in den Herbstferien die Fürstenberger noch so schmerzten? Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass Borsigwalde I im Finale noch einmal auf dieses Team treffen sollte. Die Gruppenphase beendeten wir als Zweiter durch ein 5:0 gegen Team Waldhof, eine technisch sehr beschlagene Flüchtlingsauswahl, die nur gegen uns so unterging – und durch ein 1:1 gegen den FSV Mirow/Rechlin aus Mecklenburg. Die zweite Mannschaft wusste im Grunde lange Zeit mehr zu gefallen, weil mehr miteinander gespielt wurde. Einem 2:2 gegen den SV Fürstenberg I folgte ein 3:0 gegen den SV Alslüdersdorf und ein 4:3 (nach 0:3) gegen  Fortuna Grüneberg. Auch hier Platz zwei in der Gruppe. Beide Teams im Halbfinale, das unsere zweite Mannschaft unglücklich durch ein 2:3 gegen Fürstenberg I verlor und wir durch ein 2:1 gegen Fürstenberg I gewannen. Im Spiel um Platz drei und im Finale ging es dann wieder sehr hart zur Sache – und wir zogen zwei Mal knapp (und eigentlich auch sehr unglücklich) den Kürzeren. 2:3 im kleinen Finale, 1:2 im Endspiel. Schade, aber trotzdem ein guter Auftritt unserer Jungs – und am Ende auch noch Shakehands mit den Gastgebern. So muss es sein. Borsigwalde heute mit: Nico, Ablaye, Lamen, Fabian, Christian, Jendrek, Simon, Daniel. Tim, Onur Y., Muhudin, Kais,  Joel, Domenik, Tobias. (mw)

3:5 gegen Staaken: Ordentlich – aber noch mit Fehlern

14. Januar. Erstes Testspiel im Neuen Jahr, Gegner war der SC Staaken mit seiner körperlich starken 2.B, die im Moment in der anderen Landesliga-Staffel ganz vorne mitmischt. Nach zwei harten    Trainingstagen am Donnerstag und Freitag sah das schon ganz ordentlich aus, vor allem in der zweiten Halbzeit, die 2:2 endete – mit einem großen Chancenplus für uns, teilweise sehr gutem, schnellem Umschaltspiel. In der ersten Hälfte hatten wir, vor allem nach den ersten Auswechslungen, große Probleme mit dem neuen System, das wir ausprobieren wollen. Hier machten sich einige krankheitsbedingt Fehlende bemerkbar – zu oft standen wir falsch und zu weit   weg. Dass der Trainerkollege Thorsten danach von einem glücklichen Sieg für seine Mannschaft sprach, bezog sich vor allem auf den zweiten Abschnitt, der Mut macht. In Halbzeit eins ging das 3:1 für Staaken in Ordnung. Nicht verschweigen sollte man, dass drei Gegentore auf geradezu haarsträubende individuelle Fehler zurück gingen. Mancher der Spieler schob es dabei auf die Platzverhältnisse, die wir aber als nicht schlecht empfanden. Der Rasen war im Grunde frei bis auf eine vereiste Ecke, in der wir die Spieler um Zurückhaltung baten. Das sollte man auch noch erwähnen: Wir spielten ohne Schiedsrichter – und das funktionierte prima. Die Trainer mussten von außen drei, vier Mal rein pfeifen – ansonsten regelten das die Jungs selbst. „Mit anständigen Mannschaften geht das“, sagte Thorsten. Wir geben das Kompliment nach diesem 5:3 für den Gast zurück. Gerne wieder gegen den SC Staaken bei nächster Gelegenheit. Wir sehen uns auch bei unserem Hallenturnier am 18. Februar. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit: Onur B., Joel – Nico, Ablaye, Lamen, Fabian, Christian, Jendrek, Simon, Daniel, Tim, Onur Y., Muhudin, Kais, Hussein, Tobias. (mw)

Chancenlos bei der Hallen-Vorrunde

7. Januar 2017. Kaltstart ins Neue Jahr. Wie im letzten Jahr ging es ohne eine einzige Trainingseinheit in die Hallenmeisterschaft. Doch verpassten wir die Endrunde in der vergangenen Saison diese nur hauchdünn um ein Tor, war es in diesem Jahr eine klare Sache. Man kann nun viele Gründe anführen: Der eklige schwarz-gelbe Ball, der mich schon vor Turnierbeginn irritierte, auch die schwachen Leistungen der Referees, die Futsal pfeifen müssen – ohne wirklich die Regeln zu kennen. Das mit dem Futsal ist sowieso eine Diskussion, die nie enden wird. Ich denke, Futsal kann schön  sein, ist schön anzuschauen im Fernsehen – wenn es Spieler spielen, die es können. Auf unserer Ebene ist es eben doch so, dass es Mannschaften gibt, die auch in der Halle mit allen Mitteln arbeiten – und wenn dann die Schiedsrichter… aber lassen wir das. Man kann es auch in einem Satz formulieren: Bei uns fehlte heute das letzte Quäntchen Willen und Leidenschaft. Sieht man sich die Ergebnisse gegen zumeist höherklassige Konkurrenz an, wissen alle, was ich meine. Oft kassierten wir die entscheidenden Treffer in der letzten Spielminute. So gab es gegen die Verbandsligisten Berliner SC (0:1) und FC Internationale (1:2) Neiderlagen, ebenso in unserem vielleicht besten Spiel gegen den Regionalligisten Berliner AK ein 1:2. Mag sein, dass wir mehrfach einen Zähler verdient gehabt hätten – aber im Grunde waren wir heute schlecht. Gegen die Landesligisten Hürtürkel (1:3) und CFC Hertha 06 (1:2) setzte es auch Niederlagen. Auch, weil uns bisweilen der Mut fehlte. Und, das müssen wir jetzt auch mal sehen: Wir haben uns natürlich aufgrund unserer guten Platzierung in der Landesliga qualifiziert für ein U17-Teilnehmerfeld – und das als U16. Da blitzte unsere individuelle Klasse, die wir durchaus habenb, nur selten auf. Interessant war die Partie gegen Hürtürkel, die ja bei uns in der Staffel sind. Die Niederlage draußen scheint noch sehr an ihnen zu nagen. Schade, dass wir da einen leitenden Schiedsrichter hatten, der so gar nichts mitbekam von all den Bösartigkeiten auf dem Spielfeld – bis hin zu einem Tor, das mit der Hand erzielt wurde. Danach musste ich mich auch noch von dem Trainerkollegen bepöbeln lassen – ohne, dass das Kampfgericht einschritt. Und später planten einzelne Spieler (nachdem unsere Eltern die Treffer von Internationale gegen Hürtürkel beklatscht hatte) sogar den Sturm auf den Borsigwalder Fanblock. Dabei wurde einer unserer Begleiter aus dem Verein körperlich attackiert und beleidigt von einem Spieler. Schon lange fragen sich im Berliner Fußball viele, wie lange der BFV noch zuschaut beim Treiben dieses Vereines, der sich aus meiner Sicht in den vergangenen Jahren sehr zu seinem Nachteil entwickelt hat. Ich verweise hier mal auf einen Artikel (die Grauen Wölfe des Fußballs), der unterstreicht, was ich meine. Wir jedenfalls müssen darauf gefasst sein, dass das Rückspiel im März in der Liga kein Spaß wird. Ab der kommenden Woche widmen wir uns wieder der Vorbereitung auf die Rückrunde, wo es gilt, den Klassenerhalt möglichst frühzeitig zu sichern. Die Hallenturniere (nix Futsal!) nehmen wir als Spaß. Auf diesem Wege allen Mitgliedern und Freunden des Teams noch ein Gesundes Jahr 2017! Für Borsigwalde heute beim Futsal: Onur B., Eric – Christian, Ablaye, Hussein, Kais, Tim, Onur Y., Pascale, Simon, Daniel, Lucas. (mw)

Tolle Hinrundenbilanz, aber jetzt: irgendwie müde … Borsigboys mühen sich zu einem Punkt bei dezimiertem SSC Teutonia

18. Dezember. Endlich Winterpause! Durchatmen… Beim 1:1 heute im Stadion Hakenfelde fühlte ich mich an die vergangene Bundesliga-Woche erinnert. Schalke schon nach vier Minuten mit zehn Mann gegen Leverkusen – und klar die bessere Mannschaft, weil einer für den anderen lief… Heute haben wir das auch so ähnlich erlebt. Der SSC Teutonia, seit Wochen von argen Verletzungssorgen geplagt, trat nicht zum ersten Mal in Unterzahl an. Wir fanden im Grunde eine Halbzeit lang kein Mittel gegen eine gut organisierte Mannschaft. Die Spandauer glichen ihre Unterzahl durch die körperliche Überlegenheit kraft ihres Alters und sehr viel Kampfgeist aus, wir fanden auch spielerisch keine Lösung – und verloren zu viele Zweikämpfe. Das 0:0 zur Pause ging mehr als in Ordnung für die Gastgeber, hüben wie drüben so gut wie keine Torraumszenen, die erwähnenswert  gewesen wäre. Einmal liefen wir alleine auf den Torwart zu, der uns zum ersten, aber beleileibe nicht zum letzten Mal heute in die Suppe spuckte mit einer bärenstarken Reaktion. In Halbzeit zwei machten wir es deutlich besser vorne, vergaben aber mehrere hundertprozentige Gelegenheiten. Die Gastgeber kamen deutlich seltener gefährlich vor unser Tor, wir aber ebneten ihnen den Weg durch ein unnötiges Foul, das einen Strafstoß nach sich zog. Dass wir später einen aus unserer Sicht klaren Elfer nicht bekamen – Schwamm drüber. Sich darüber aufzuregen, hieße vom wahren Grund abzulenken. Wir sind zu spät aktiv geworden! In den letzten Minuten zeigten wir, wie es hätte funktionieren können. Da warfen alle nochmal alles rein. Lange Zeit hatten wir den Eindruck, dass der ein oder andere gar nicht richtig unter uns ist. Das mag auch damit erklärbar sein, dass gerade gegen deutlich größere und kräftigere Gegner mancher 2001er, der derzeit nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist (auch wir hatten viele Kranke und Verletzte in den letzten Wochen) bei uns nach wie vor an seine Grenzen stößt. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung. Gleichzeitig gilt: Wir haben im Grunde gegen alle Mannschaften, die hinter uns stehen, sehr ordentlich gepunktet. 22 Punkte, wer hätte das ist dieser starken Staffel gedacht? Der Zähler heute kann auch noch ganz wichtig sein. Andere jedenfalls (Gruß zum Berliner SC) kriegen im Keller offenbar schon derart die Panik, dass sie bei uns und einem anderen Klub aus der Staffel versucht haben, durch unseriöse Angebote an Spieler Unruhe zu stiften. Ich nenne das jetzt mal durch die Art und Weise, wie der zuvor von mir durchaus geschätzte Trainerkollege vorgegangen ist, schlechten Stil – und drücke mich damit vornehm aus. Hinten herum die Spieler anrufen, obwohl man sich unter Trainern seit Jahren kennt – ganz mies. Meine Nummer hätte er nicht recherchieren müssen, die der Spieler schon… Und wenn auch nur ansatzweise stimmt, was ein Spieler aus einem anderen Verein herum erzählt bzw. in der Welt herumschreibt – der Berliner SC, wohlgemerkt die zweite Mannschaft, ködere ihn mit einer stattlichen Sieg- und einer zusätzlichen Torprämie, plus Fußballschuhen -, dann sage ich: Wie weit sind wir in der Landesliga der B-Junioren eigentlich schon gekommen? Was ist aus diesem einst zu Recht so stolzen Verein geworden? Wir jedenfalls bilden weiter aus – und bleiben cool: In der Phase, da man versucht hat, bei uns so Unruhe zu stiften, haben wir jetzt zehn Punkte aus vier Partien geholt… Frohes Fest, sage ich da nur. Die Fotos sind heute wieder von Carsten. Danke. Borsigwalde heute mit Eric, (Onur B.) – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Jendrek, Kais, Lucas, Simon, Jan, Muhudin, Onur Y., Nico. (mw)

3:2 gegen Stern Marienfelde – fast noch den verdienten Sieg verschenkt

10. Dezember. Elf Minuten vor dem Ende schien der Drops gelutscht. Wir führen 2:0. Endlich. Der Riegel schien geknackt. Doch ehe wir uns versahen, stand es 2:2 – wieder hatten wir uns scheinbar selbst um den Lohn gebracht. In der 79. Minute dann aber noch das erlösende 3:2 gegen den FC Stern Marienfelde. Fazit: Ohne Nervenkitzel geht bei uns scheinbar nichts. Fakt ist aber auch: Wir haben jetzt 21 Zähler, einer mehr als wir uns gewünscht hatten. Da kann man nicht meckern. Gegen alle vier Teams, die unter dem Strich stehen, in der Abstiegszone, haben wir dreifach gepunktet. Völlig unbelastet gehen wir also in die letzte Partie beim SSC Teutonia – auch eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft. Heute zeigten wir einmal mehr, dass wir bereits sind, diesen Kampf anzunehmen. Es war das erwartet schwere Spiel. Stern tat in der ersten Halbzeit so gut wie nichts für die Offensive, igelte sich hinten massiert ein – und kam zu keiner einzigen Gelegenheit aus dem Spiel heraus. Wir vergaben fünf, sechs beste Einschuss-Möglichkeiten gegen eine Gastmannschaft, die erst in Halbzeit zwei zeigte, wie viel Potenzial sie doch hat. Ausgerechnet als die Marienfelder immer selbstbewusster wurden und die ersten Top-Gelegenheiten besaßen, erzielten wir das 1:0, ließen das 2:0 folgen. Dann leider sofort danach ein richtig schwerer Abwehrschnitzer zum 1:2 – und überhaupt viel zu viel Unruhe in unseren Reihen. Das 2:2 fiel durch einen umstrittenen Strafstoß, für den unsere Spieler und wir Trainer kein Verständnis hatten – ein Handspiel ja, aber wo soll der Junge hin mit seiner Hand? Wollen wir im Jugendfußball auch schon Spieler, die völlig unnatürlich mit den Händen hinter dem Rücken durch den Strafraum laufen? Das 3:2 für uns war dann auch etwas kurios. Zu dem Zeitpunkt war Marienfelde nur noch zu zehnt und spielte der ein oder andere bei den Gästen bereits auf Zeit. In diesen Fall der Torhüter, der den Ball so lange hielt (gefühlt 30 Sekunden), dass der Referee indirekten Freistoß im Strafraum gab. Eine ebenso harte Entscheidung wie bei unserem Strafstoß, wobei ich betonen muss: Beide Entscheidungen kann man nach dem Regelbuch so treffen. Man könnte also sagen, der Schiedsrichter hat alles richtig gemacht. Wie dem auch sei: Wir gewannen letztlich verdient in einer umkämpften, aber stets fairen Partie. In erster Linie verdient, weil wir in Halbzeit eins einfach drückend überlegen waren und leider kein Kapital daraus schlugen. Es war für uns nun an einem Tag, da vor allem in der Offensive mancher nicht in Bestform war, der dritte Sieg in Folge. Glückwunsch an die Mannschaft, Noch einmal aufraffen… Borsigwalde heute: Onur B., (Eric) – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Jendrek, Kais, Lucas, Simon, (Jan), Muhudin, Onur Y., (Fabian). (mw)

4:2 – starker Auftritt in Grünau. Wir wollten den Sieg unbedingt …

04. Dezember. Es gibt diese Spiele, da hast Du als Trainer nie das Gefühl, dass sie verloren gehen könnten. Obwohl sie eng sind, hart umkämpft – und der Gegner stark. Heute war so ein Spiel – und ich glaube, die Mannschaft spürte meine Zuversicht die ganze Zeit. Ich hatte das Bedürfnis, die Jungs immer wieder anzutreiben. Denn es war ein wirklich packendes Spiel von unserer Mannschaft, vielleicht die beste Saisonleistung in einem Punktspiel. Von der ersten Minute an voll konzentriert gegen den Grünauer BC, konnte man jedem Spieler ansehen, dass er nur eines wollte: den Sieg. Und, wie gesagt: Ich war immer sicher, dass wir es schaffen würden. Die Jungs fighteten heute um jeden Meter auf wirklich sehr schwierigem Boden (rutschiger Kunstrasen, mit Reifglätte). Der Gegner: Viele wuchtige, zweikampfstarke Hünen. Unsere Spieler aber wuchsen über sich hinaus – so gar keine Bi-Ba-Butzelmänner am Buntzelberg in Grünau (ich musste unbedingt ein Foto machen von der doch noch recht „ostigen“ und sehr idyllischen Sportanlage), sondern eine Truppe, in der jeder für den anderen lief und ackerte. Und ja: Wir brauchten heute bei dieser Schlacht zu früher Stunde (für die meisten ging es um 7.30 Uhr zuhause los) am anderen Ende der Stadt jeden Mann,  keiner ging ohne ordentliche Einsatzzeit nach Hause. Weil sich alle auf dem Feld auspowerten – gb4 gb5im Dienste der Mannschaft. Das hat mit imponiert, dafür ein großes Lob an die Jungs. Das Spiel, wieder nichts für schwache Nerven. Zwei Mal gerieten wir in Rückstand – zwei Mal antworteten wir recht schnell. Weil der Rückstand jeweils auch unverdient war, belohnte sich die Mannschaft. Dann, sechs Minuten vor dem Ende, unser 3:2 – als Grünau schon ein wenig im Verwaltungs-Rhythmus war, wir aber noch nach dem Sieg gierten. Und mit dem Schlusspfiff, per Foulelfmeter, das 4:2. In einer wirklich sehenswerten, umkämpften Partie – aber allseits fair, wie auch der gegnerische Trainer sagte und betonte, wir seien die bessere Mannschaft gewesen. Ja, ich muss sagen: Es war auch ein Duell in angenehmer Atmosphäre, mit einem fairen Gegner und einem umsichtigen Schiedsrichter, der seine Linie beibehielt und sehr viel mit den Spielern kommunizierte. Keiner dieser Wichtigtuer, sondern einer, der sich als Teil des Spiels versteht. Keiner ist perfekt und natürlich fühlten wir und der Gegner uns hin und wieder benachteiligt – aber nachdem wir diesen Referee schon bei unserem Spiel beim JFC  hatten, muss ich sagen: Ich hätte gerne mehr von der Sorte… eben weil er mit den Jungs auf dem Feld spricht und sich auch nicht zu schade ist, uns Trainern mal was zu erklären, zwischendurch. Der Mann war übrigens neun Kilometer mit dem Fahrrad angereist – das ist einer von den Referees, die es nicht um des Geldes willen machen, sondern aus Leidenschaft und Freude am Fußball. Wie wir ehrenamtlichen Trainer. Nochmals Glückwunsch an meine Mannschaft, die jetzt nah dran ist an unserem Ziel, das wir uns bis zur Winterpause gesetzt haben. Acht Punkte Vorsprung sind es durch diesen Sieg im Sechs-Punkte-Spiel auf den ersten Abstiegsrang, den der Grünauer BC belegt. Wie ich denke, nicht bis zum Ende – die Mannschaft hat mehr Qualität. Borsigwalde heute: Onur B., Eric – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Jendrek, Kais, Lucas, Simon, Jan, Stefan, Muhudin. Spiel-Fotos: Carsten Pahl. (mw)

6:2 gegen Mahlsdorf. Ergebnis täuscht – auch dieser Sieg hart erarbeitet

26. November. Es war eines dieser Sechs-Punkte-Spiele in unserer Staffel. Gegen einen Mitbewerber um den Klassenerhalt. Das habe ich die ganze Woche betont, auch vor dem Pokal-Highlight gegen Union: „Dieses Spiel gegen Eintracht Mahlsdorf ist wesentlich wichtiger!“ Doch beim Aufwärmen schon hatte ich nicht den Eindruck, dass alle Spieler die Botschaft verstanden hatten. Dieser Eindruck verfestigte sich leider in der ersten Halbzeit. Mit einem 2:2 ging es in die Pause – und der Gast brachte uns nicht nur bei den beiden Toren in arge Verlegenheit. Mag sein, dann manch einem auch noch das schwere Pokalspiel in den Knochen steckte – aber irgendwie hatte ich den Eindruck: Mahlsdorf will es mehr als wir… Deutliche Worte waren in der    b4  b7Kabine nötig – und, das muss man der Mannschaft lassen, die Jungs nahmen sie an. Mit zwei schnellen Treffern nach Wiederbeginn brachten wir uns auf die Siegerstraße. Es wurde flüssiger kombiniert, die taktischen Vorgaben besser umgesetzt. Am Ende ein 6:2 – und einmal mehr die Erkenntnis: In unserer Liga gibt es keine schwachen Teams. Schön, dass wir in der Lage waren, im zweiten Abschnitt eine Schippe drauf zu legen, aber: Das Ergebnis spiegelt nicht wider, wie sich der BSV Eintracht an der Tietzstraße verkauft hat. Ein, wie wir, fast durchweg jüngerer Jahrgang mit sehr viel Potenzial und sehr viel Leidenschaft, Mut und Spielkultur. Wenn überhaupt, dann waren wir das berühmte Quäntchen besser – aber keinesfalls diese vier Tore. Aber wir haben nicht unverdient gewonnen, auch diese drei Punkte mussten wir uns hart erarbeiten. Es sind wichtige Zähler auf dem Weg zum Klassenerhalt – ein Mitkonkurrent wurde auf Distanz gehalten. Glückwunsch an die Truppe. Spielfotos: Carsten Pahl. Borsigwalde heute mit Onur B.,  – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Nico, Jendrek, Muhudin, (Fabian), Kais, Lucas, Simon, Jan. (mw)

0:3 – enttäuschender Auftritt in Wilhelmsruh

19. November. Einige Spieler entschuldigten sich nach dem Abpfiff bei mir für ihre Leistung heute. Müssen sie gar nicht – dafür haben gerade diese selbstkritischen Spieler in dieser Saison schon zu oft sehr gut gespielt. Aber der Vorgang zeigt Zweierlei: Erstens, einige Jungs haben einen richtig   starken Charakter. Zweitens: Wenn es so weit kommt, ist die tiefe Enttäuschung, die der Trainer heute nach Spiel-Ende verspürte, auch berechtigt. „War nicht mein Tag“, schrieb einer der Jungs per Whattsapp, eine Stunde nach Spielende. Man könnte sagen: Es war nicht UNSER Tag. Zur Pause ein 0:2, bei dem man sich fragen musste: Warum 0:2? Die anderen waren nicht besser, aber halt viel cleverer. Drei Mal aufs Tor gezielt, zwei Mal war der Ball drin. Wir haben unsere Chancen liegen lassen. Beim 1:0 hat Concordia Wilhelmsruh schon im Grunde aus Nichts alles gemacht – ein Fernschuss aus über 30 Metern, eine Fehlerkette bei uns. Ebenso beim 0:2 – ein Tor, wie wir es von Concordia kennen. Nicht, dass der Trainer nicht exakt solche Situationen vorhergesagt hätte…. Hinzu kam: Uns pfiff der Schiedsrichter, der auch nicht seinen besten Tag hatte, mehrmals beste Chancen als Abseits weg – zwei Mal völlig absurd, ganz bitter, weil wir gegen den reinen 2000er-Jahrgang von Concordia, dessen Wege wir ja seit Jahren kreuzen und um dessen spielerische und kämpferische Stärke wir wissen, uns ohnehin alles hart erarbeiten müssen. Zur Pause also dieses cw4 0:2, das die Gastgeber eigentlich nicht verdient hatten. Den Sieg aber verdienten sie sich dann in der zweiten Halbzeit, als wir uns leider nicht aufbäumen konnten, auch spielerisch klar unterlegen wirkten, und mit nur noch einem Gegentreffer (nach erneutem krassen individuellen Fehler) gut bedient – das hat mich dann erst richtig enttäuscht. Mag sein, dass wir Verletzungen und Krankheiten nicht so gut kompensieren können wie andere Teams – aber unser Kader ist groß, und aus der zweiten Reihe kommt derzeit nicht genug. Das ist schade, weil wir Kampfgeist zeigen müssen, um unser Saisonziel Ligaerhalt zu schaffen. Dann hätten wir mit unserer Truppe (heute wieder nur ein 2000er) ein sehr hoffnungsvolles zweites Jahr in der Landesliga vor uns. Auch jene Spieler, denen jetzt noch ein Quäntchen fehlt. Die aber zumindest zeigen müssen, dass sie da sind, wenn sie gebraucht werden. Nun das Highlight gegen Union am Mittwoch, das wir genießen müssen – wichtiger sind allerdings die nächsten Punktspiele. Foto: Carsten Pahl. Borsigwalde heute: Onur B. – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Nico, Jendrek, Muhudin, Onur Y., Jan, Ahmed, (Fabian), Kais,  Simon.

Verdienter Sieg, wichtige Punkte – 2:0 gegen LBC

12. November. Ganz wichtige Punkte holten wir heute im Kampf um den Klassenerhalt. Einmal mehr wurde heute deutlich, welche Hammerstaffel wir in der Landesliga erwischt haben: Mit dem Lichtenrader BC stellte sich der nominell Letzte vor – der vermutlich in der anderen Staffel null Abstiegssorgen hätte und so gar nicht wie ein Letzter spielte. Ähnlich ist ja die Situation für uns: In der b5 b6anderen Staffel müssten wir vermutlich auch nicht zittern. Aber gut, so ist es jede Woche ein Kampf auf Biegen und Brechen, der unsere Jungs weiter bringt – auch heute. In Summe geht unser Sieg (Fotos: Carsten Pahl) klar in Ordnung, weil wir deutlich mehr Top-Torchancen hatten, vor allem in der ersten Halbzeit. Aber wenn es blöd läuft, macht Lichtenrade beim Stande von 0:0 freistehend aus acht Metern das Ding rein – und wir gucken blöd aus der Wäsche, weil wir zuvor einige hundertprozentige Möglichkeiten haben liegen      lassen. Abhaken, bloß nicht drüber nachdenken, weiter konzentrieren – so kamen wir voll motiviert wieder aus der Kabine und erzielten gleich das 1:0. Der LBC reklamierte abseits, aber auf den Fotos ist auch gut zu erkennen, dass der Treffer regelgerecht war. Das 2:0 war dann letztlich regelrecht erarbeitet in einer nicht mehr so prickelnden zweiten Halbzeit. Die Gäste schwächten sich durch Undiszipliniertheiten selbst, wobei ich betonen möchte: Der LBC ist keine unfaire Mannschaft! Und aus meiner Sicht auch kein Team, das absteigen wird. Dafür wirkten die Jungs viel zu strukturiert und körperlich stark. Ich denke, in unserer Liga wird es noch ganz, ganz eng. Gut, dass wir heute wichtige Zähler gesammelt haben. So wertvoll die Unentschieden zuletzt waren – man tritt mit so einem Punkt ja doch irgendwie auf der Stell. Auch deshalb: Glückwunsch zum Dreier. Borsigwalde heute: Onur B. – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Simon, Kais, Pascale, Hussein, Nico, Jendrek, Lucas,  (Muhudin), (Onur Y.), (Eric.) – (mw)

Favoriten geärgert – 4:4 gegen Tasmania

6. November. Es gibt diese Spiele, die sind nicht einfach zu erzählen. An deren Ende man nicht weiß, ob man sich freuen oder ärgern soll. Sagen wir es so: Wir haben es heute geschafft, einen der Staffelfavoriten richtig zu fordern. Bis in die Nachspielzeit führten wir 4:3. Dass man dann noch nach tas3 tas4einem individuellen Fehler das 4:4 bekommt, ist immer ärgerlich – aber man muss auch ehrlich sein und zugeben: Der SV Tasmania, ein gefühlter Verbandsligist, hatte gefühlte 70 Prozent Ballbesitz. Das Spiel drohte mehrfach in die Richtung unserer Gäste zu kippen, auch in Phasen wie vor unserem 3:2, das zu diesem Zeitpunkt aus dem Nichts kam. Wir verhinderten eine Niederlage mit sehr viel Leidenschaft. Vor allem, wenn rund um unseren Strafraum gefährlich agiert wurde. Tolle Abwehrleistung mit wenigen Fehlern. Pep Guardiola hätte am schnellen Kombinationsspiel der Neuköllner seine Freude gehabt – manch anderer Trainer an unserer disziplinierten Spielweise. Für die Zuschauer war es ein spannendes, ein packendes Spiel. Häufiger hörte ich heute am Ende wieder: Wir haben nicht erwartet, in Borsigwalde eine solche starke Truppe zu sehen. Wir warfen als junge Truppe das in die Waagschale, was wir zu bieten haben: Laufbereitschaft und sehr viel Herz, gepaart mit schnellem Umschaltspiel. So erarbeiteten wir uns zahlreiche hochkarätige Tormöglichkeiten, von denen wir unterm Strich zu wenige nutzten. Hört sich nach einem 4:4 komisch an, aber wie gesagt: Es gibt Spiele, die sind nicht einfach zu erklären. Das 3:4 fiel nach unserem 4:2 zu schnell, aus unserer Sicht aus klarer Abseitsposition – aber auch darüber zu diskutieren, ist müßig. Am Ende, denke ich, geht das 4:4 in Ordnung. Für uns ist das ein wertvoller Punkt auf dem Weg, die Klasse zu halten. Gute Besserung an Alex, dessen Knieverletzung hoffentlich nicht so schlimm ist wie der erste Verdacht. Ein MRT wird das zeigen. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit: Eric, (Onur B.) – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Simon, Kais, Pascale, Alexander, Hussein, Nico, Jendrek, Lucas, Jan, Muhudin. (mw)

Letzter Test: 7:2 gegen VfB Hermsdorf

29. Oktober. Letzter Test vor dem Wiederbeginn der Punktspiele – Zu Gast war bei uns der VfB Hermsdorf aus der Bezirksliga. In einer allzeit fairen Partie (Foto: Carsten Pahl) war heute doch über b1weite Strecken der Klassenunterschied deutlich sichtbar, trotz der körperlichen Überlegenheit der Gäste. Vor allem in der Phase der ersten Halbzeit als wir unsere derzeit vermeintlich stärkste Combo auf dem Feld hatten, lief der Ball wie am Schnürchen. Zur Pause stand es denn bereits 5:1. Mit dem Schlusspfiff gelang Hermsdorf noch das 2:7. Nach fünf Testspielen in den Herbstferien wirken wir nun ganz gut gerüstet für den Rest der Hinserie, der uns einige Knaller beschert. Erst einmal den SV Tasmania, der nächste gefühlte Verbandsligist. Vom Pokal-Hit gegen Union will noch gar keiner reden – sollte auch keiner. Gute Besserung an Ablaye, der sich nach einem Pressschlag eine Bänderdehnung zugezogen hat. Danke an den Hermsdorfer Schiedsrichter Hardy, der die Partie souverän leitete. Die Borsigboys heute mit Onur B., Dominik – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Simon, Muhudin, Kais, Ahmed, Pascale, Bilal, Onur Y., Alexander, Hussein, Nico, Sami, Jendrek. (mw)

Ohne Frischebox – 3:4 gegen SC Staaken

23. Oktober. Nur einen Tag nach dem Sieg gegen die Füchse spielten wir heute gegen den nächsten Verbandsligisten, die U17 des SC Staaken. Manch einem unserer Spieler fehlte sichtlich die  körperliche und geistige Frische, vor allem im Defensiv-Verhalten machten wir zu viele einfache Fehler, die wir teuer b6bezahlten – mit Gegentoren. Sieht man mal von der ersten Viertelstunde ab, als wir ansehnlich kombinierten, und einer ähnlich langen Phase nach der Pause, hatte Staaken das Duell weitgehend im b3Griff – und gewann am Ende auch verdient. Es war für viele Spieler in unseren Reihen eine komplizierte Partie, ebenso für Marius und Norbert an der Pfeife (danke für den Einsatz), da der Gegner das Spiel auch sehr, sehr ernst nahm. So kam es, dass die Giftigkeit auf beiden Seiten zeitweise Punktspiel-Charakter hatte. Ich will ehrlich sein: Ich finde das gar nicht schlecht, dass in Testspielen nicht mit Wattebäuschchen geworfen wird – sofern sich im Nachhinein die Spieler (auch die übermotivierten) in die Augen gucken und die Hand geben können. Genau das war heute der Fall. Deshalb danke an den SC Staaken für eine interessante und spannende Partie an der Tietzstraße. Über das 3:4 müssen wir uns letztlich nicht grämen, da wir uns ordentlich präsentiert haben. Um es auf den Punkt zu bringen: Wir können nicht jeden Tag einen starken Verbandsligisten schlagen – aber wir haben heute wieder drei Tore gegen einen Verbandsligisten erzielt. Fotos: Carsten Pahl. Borsigwalde heute mit Onur B. – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel,  Christian, Simon, Muhudin, Jan, Kais, Ahmed, Pascale, Bilal, Onur Y., Alexander, Hussein, Nico. (mw)

3:1 gegen Füchse – geboren aus einer starken Defensive

22. Oktober. Zweites Testspiel gegen die Füchse – und diesmal gelang ein Sieg im Derby. Ein 3:1, das sich die Jungs letztlich in der zweiten Halbzeit verdienten.  Der Reihe nach: Der Tabellenführer der Verbandsliga trat mit einigen Spielern an, die sonst nicht zur Startelf zählen. Das soll aber die      Leistung der fuechse1Borsigboys nicht schmälern, bei denen es auch einige Umstellungen gab. Sei der Gegner auch noch so bärenstark: Solche Spiele sind ja da, mal was auszuprobieren. Die Füchse von Beginn an sehr ballsicher, mit viel Druck auf unsere Abwehr. Man muss ehrlich sein, dass das 1:1 zur Pause für uns sehr schmeichelhaft war – und nur (was heißt nur?) einer sehr guten Defensivleistung geschuldet gegen sehr fuechse6lauf- und kombinationsstarke Füchse. Im Grunde erzielten wir den Ausgleich mit unserem einzigen ernsthaften Torschuss, nach Balleroberung und einem schnellen Umschaltspiel hatte der Treffer allerdings durchaus Verwöhnaroma. Wir nahmen uns vor, in der zweiten Halbzeit endlich mutiger zu spielen – und genau so kam es. In Summe hatten wir nun deutlich mehr zwingende Möglichkeiten und erzielten zwei blitzsaubere Tore. Weitere Treffer wären durchaus möglich gewesen, weil unsere Gäste nun sehr viel länger den Ball hielten und dies auch zu einigen Ballverlusten führte. Glückwunsch an unsere Mannschaft, ganz nebenbei: Mein erster Sieg gegen meinen Freund Andy auf der Füchse-Trainerbank. Das dritte Spiel ist im Grunde nur eine Frage der Zeit… Es macht Spaß, gegen eine solche offensiv denkende und faire Mannschaft zu spielen. Man sieht halt die alte NNW-Schule, hüben wie drüben… Was man bei uns auch noch deutlich sehen konnte: Dass der ein oder andere Spieler, der bislang nicht zum Kader der Landesliga-Mannschaft gehörte, bei Spielen in der 2.B und bei torreichen Testspielen wie am vergangenen Wochenende in Fürstenberg sehr viel Selbstbewusstsein getankt hat. So etwas freut auch die Trainer und zeigt: Es lohnt sich für Spieler, auch mal geduldig zu sein. Danke an die Füchse für ein faires Spiel, danke an Norbert für eine souveräne Schiedsrichterleistung. Morgen auf ein Neues gegen einen Verbandsligisten: Staaken kommt. Borsigwalde heute mit Eric – Tobias, Eren, Daniel, Jendrek, Christian, Simon, Muhudin, Jan, Kais, Ahmed, Fabian, Pascale, Bilal, Onur Y., Hussein, Sami, Nico, Ablaye (mw)

13:1 – Die Macht vom Nordgraben besiegt die Macht von der Havel

16. Oktober. Auf zur sonntäglichen Landpartie! In Brandenburg ist wieder einer gegen den Baum gegurkt – wir nicht. Obwohl ich mich bei der Anreise schon gefragt habe, wer da vorne über 30 Kilometer die Fahrspur blockierte. Zur Ehrenrettung der Einheimischen muss ich sagen: Es war sv7 sv8 sv9einer unserer Borsigwalder Eltern, der wohl immer noch glaubt, auf fremdländischen Landstraßen herrsche Tempo 50… Wie kommt so ein Spiel zustande? Der SV Fürstenberg 1914 hatte angefragt, ob wir mal zu einem Freundschaftsspiel vorbeikommen wollen. Schon im Sommer, wir hatten uns dann auf Herbst vertagt. Vergleicht man die klimatischen Bedingungen von damals und heute – eigentlich eine Fehlentscheidung. Man hätte sonst noch so viel machen können abseits des Fußballplatzes. Denn Fürstenberg heißt nicht umsonst die Wasserstadt, das ist ein wirklich sehr sv1   sv4  sv6schönes Fleckchen Erde mit herrlichen Seen und blühenden Landschaften. Heute war es bei etwa neun Grad allerdings etwas zu kühl zum Schwimmen… Jedoch ist die Sportanlage bei jedem Wetter ein Traum. Ein Rasen wie in England im hübschen Stadion der Fürstenberger, der Platzwart scheint mit der Nagelschere drüber zu gehen. Wenn ich mich nicht getäuscht habe, ist er bei jedem Zweikampf, der in eine Grätsche ausartete, auf der Terrasse ein bisschen zusammen gezuckt… sv10 sv11 sv12  sv14sv15     Man sah unseren Jungs regelrecht an, wie viel Spaß sie auf diesem Geläuf hatten, von der ersten Minute an wurde kombiniert, in die freien Räume gelaufen. Schon nach einer Viertelstunde war das für die Gastgeber kaum noch zu verteidigen, bis zur Pause zogen wir auf 4:0 davon. Und das, obwohl wir sehr früh begannen, sehr viel zu tauschen. In der zweiten Hälfte hatten die Fürstenberger auch konditionell ihre Probleme. In der Truppe stehen einige richtig gute, athletische Fußballer – aber in der Breite hat es heute nicht gereicht, um uns aufzuhalten. Am Ende nach 90 Minuten ein 13:1 für uns, der Ausflug hatte sich in jeder Hinsicht gelohnt. Mancher unserer zahlreich mitgereisten Eltern, der die Partie von der Terrasse aus verfolgte, kennt nun wirklich jeden Schlager aus den 80igern (und unsere Spieler wissen jetzt auch, dass Dieter Bohlen nicht nur DSDS macht, sondern auch Gejaule mit Thomas Anders fabriziert hat). Und ja, die Jungs haben hierzulande auf so einem Teppich noch nie gekickt. Und ja, sie haben gesehen, dass Kühe nicht lila sind und es auch Landstriche ohne Graffiti gibt. Danke an Carsten, der heute wieder für die Spielfotos verantwortlich zeichnet, den Rest hat der Trainer geknipst – und wer sich wundert, warum so oft das Wappen im Bild ist: Es drängte sich auf. Denn die freundlichen Gastgeber aus Fürstenberg, die trotz der Packung bis zum Ende durchhielten, wissen nun in Anlehnung an ihr Vereinswappen, wer die wahre Macht von der Havel ist… Zumindest: die Macht vom Nordgraben…  heute mit Eric, Dominik – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Jendrek, Christian, Simon, Muhudin, Jan, Tim, Kais, Alexander, Ahmed, Fabian, Pascale, Bilal, Sami. (mw)

5:2 – zwei Gesichter beim SC Siemensstadt

15. Oktober. Den Test heute beim Bezirksligisten SC Siemensstadt nutzten wir für einige Experimente. Und einige Jungs aus der zweiten Reihe sollten ihre Chance bekommen. Kaum einer  wusste sie zu nutzen, manches, was wir ausprobierten, funktionierte dennoch. Das Spiel ist schnell erzählt: Wir hatten die Partie die erste Viertelstunde komplett im Griff, nach dem 1:0 schien der zweite Treffer nur eine Frage der Zeit. Dann begannen unsere Wechsel, die sich eigentlich durch die Bank nicht auszahlten. Mit wirkungslos beschreibe ich das Tun einzelner Akteure noch nett. Wir entwickelten keine Torgefahr mehr und wackelten hinten. Zur Pause stand es nach teilweise wirklich haarsträubenden Fehlern 1:2 aus unserer Sicht. Also das   scs3    Kommando personelle zurück – und wir nahmen das Heft des Handelns wieder an uns. Am Ende ein 5:2 mit vier sehr schönen Treffern und viel Dominanz (noch drei Aluminiumtreffer) in Halbzeit zwei. Der ein oder andere weiß jetzt hoffentlich wieder, warum er in der ersten Garnitur derzeit keinen Stammplatz hat… Danke an den SC Siemensstadt für eine allzeit faire Partie am Rohrdamm. Foto: Carsten Pahl. Borsigwalde heute mit Onur B., Dominik – Ablaye, Tobias, Onur Y., Daniel, Jendrek, Christian, Simon, Muhudin, Tim, Kais, Alexander, Ahmed, Fabian, Elyas, Pascale, Bilal, Nico (mw)

7:0 – Pokal-Hürde Rehberge unerwartet niedrig

13. Oktober. Recht mühelos erreichten wir heute die dritte Runde des Berliner Pokals. Der eigentlich erwartete schwere Gang gegen den Bezirksligisten BSC Rehberge sollte sich auch und vor allem deshalb doch als leichte Übung erweisen, weil unsere Mannschaft sehr konzentriert und mit   sehr viel Leidenschaft und Spielfreude zu Werke ging. Am Ende standen sieben Tore. Dabei hatte selbst ich offensichtlich unterschätzt, wie wichtig den Jungs das Spiel war… Aufgrund der reh1aVorkommnisse der  vergangenen Saison hatte schon unter der Woche der ein oder andere Akteur – und auch der ein oder andere im Umfeld – davon gesprochen, dass da noch eine Rechnung offen sei. Ich sagte der Mannschaft noch einmal vor der Partie, dass es auch meiner Sicht nicht so ist. Ich habe längst meinen Frieden damit gemacht. Denn der BSC Rehberge ist trotz der offensichtlichen Unfairness in der Partie gegen uns (die letztlich die Schiedsrichter-Disziplinarkommission mit einem Verweis gegen den „Unparteiischen“ geahndet hat) in der Bezirksliga kleben geblieben, wir und Lichtenberg 47 sind aufgestiegen. Alles gut also, wenn es denn einen Fußballgott gibt (wie Ihr wisst, zweifeln seit 2001 alle Schalker daran…). Letztlich stiegen die beste Mannschaft der Hinrunde (wir) und die beste der Rückrunde (L47) auf. Erwähnen möchte ich hier noch, dass sich das Trainergespann und mehrere Spieler aus Lichtenberg die heutige Partie angeschaut haben – und uns angefeuert haben. Das fand ich richtig klasse, das hatte Stil. Danke dafür an Marco und André, sowie die Jungs. Wir drücken Euch ganz fest die Daumen für den Aufstiegskamp in der Bezirksliga – und uns, dass wir trotz Hammer-Staffel drin bleiben in der Landesliga, damit es bald ein Wiedersehen gib! Zurück zur Pokalpartie: Rehberge begann so, wie wir es erwartet hatten: hochmotiviert. Allerdings bereiteten sie uns nur fünf Minuten wirklich Probleme. Danach übernahmen wir mehr und mehr die Spielkontrolle. Meine Mannschaft setzte eins zu eins um, was ich verlangt hatte. Kurzum: Losgelöst vom Punktspieldruck mit zuletzt extrem starken Gegnern (was uns abhärtet) zeigten wir Spaßfußball mit Verwöhnaroma – sehr zur Freude der Zuschauer, soweit sie nicht aus dem Wedding kamen. Immer wieder wurde die Viererkette der Gäste düpiert, auf die allzeit gespielten langen Bälle waren wir auch bestens vorbereitet. Ehrlich gesagt hatten wir mehr Kombinationsfußball erwartet. Kurzum: Irgendwann wurde es einseitig, in Halbzeit zwei kam von Rehberge so gut wie nichts mehr. Das 7:0 am Ende eher schmeichelhaft und nur einer exzellenten Torwartleistung geschuldet. Kompliment an meine Spieler, die von der ersten Minute an zeigten, dass sie – wenn keiner an dem Spiel rumschraubt – deutlich mehr Qualität besitzt als Rehberge. In Runde drei wünschen wir uns nun – Hertha. Da Klubs wie wir eh nicht Pokalsieger werden, sollte das Motto gelten: Wenn schon, denn schon… Eric, (Onur B.) – Ablaye, Tobias, Hussein, Eren, Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, Onur Y., Muhudin, Jan, Tim, Kais, Alexander. (mw)

0:0 im Nordduell beim Frohnauer SC

8. Oktober. Manche Spiele bekommen das Ergebnis, das sie verdient haben. In diesem Fall ein 0:0.  Beim Abgang vom Platz sagte ein Frohnauer Trainerkollege zu mir, dieses Spiel habe keinen Sieger verdient gehabt – ich wollte nicht widersprechen. Es wurde viel zu viel gepuffert statt kombiniert, beide fsc6Teams kamen im Grunde nur ansatzweise zu Torchancen – was für beide Abwehrreihen spricht. Kompliment also an beide Defensivreihen, die sehr gut standen. Beide Offensivabteilungen, da bin ich mir sicher, können deutlich mehr. Dass der Frohnauer SC (der diesmal drei Spieler aus seiner Verbandsligamannschaft in der Startformation hatte) daheim schwer zu bespielen ist, wusste ich aus einer Spielbeobachtung. Lichtenrade erging es so: Die Südberliner machten eine halbe Stunde lang das Spiel, aber kein Tor – dann den ersten Fehler, und landeten auf der Verliererstraße. Das wollten wir vermeiden. Und das gelang uns auch in einem vielleicht nicht so unterhaltsamen, aber allseits fairen Nordduell. Schade, dass wir darüber hinaus nicht so viele eigene Akzente setzen konnten – und die Jungs auch manche meiner Tipps nicht annahmen. Irgendwie haben sie sich dieses Spiel heute auch aufzwingen lassen – statt ihr eigenes zu machen. Einige Jungs wirken nach zwei englischen Wochen und wirklich hammerharten und körperlich überlegenen Gegner zuletzt auch schon arg müde – so dass heute unsere sonst so verbreitete Spielfreude nicht wirklich oft aufblitzte. Schwamm drüber, ein Punkt ist ein Punkt. Frohnau hat uns noch nie gelegen – und das macht den Punkt eigentlich noch wertvoller. Und wer sich die heutigen Ergebnisse von Viktoria und JFC anschaut, der weiß auch einzuordnen, wie gut wir gegen diese „Riesen“ gegengehalten haben. So gesehen sind wir mit acht Zählern und einer ordentlichen Tordifferenz bisher gut im Soll. Der Gegner, der unsere junge Truppe abschießt – der muss erst noch kommen. In diesem Sinne feilen wir in den Herbstferien an einigen Dingen – und punkte danach fleißig weiter. Für Borsigwalde spielten heute Onur B., (Eric) – Ablaye, Tobias, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, Onur Y., Muhudin, Pascale, Kais, Alexander. (mw)

Niederlage – aber mutiger Auftritt gegen Viktoria

4. Oktober. Um gegen solche Teams zu spielen, haben wir in der vergangenen Saison wie die Löwen um die Landesliga gekämpft… Klar, wir waren heute dem FC v1Viktoria 89 aus Lichterfelde unterlegen, nicht nur körperlich, auch spielerisch – aber das ist ja nur logisch und auch nicht das entscheidende Kriterium. Unsere Borsigboys haben  sich super verkauft gegen eine Mannschaft, die seit Jahren dem Prozess der Auslese unterworfen ist, mit Spielern, die übrig geblieben sind v1und nicht durchs Sieb gefallen sind beim Leistungsfußball in all den Jahren, da sie von den Trainer des LFC ausgebildet wurden. Vermutlich tauchen dort hundert Mal so viele Probespieler auf wie bei uns… und wie hat es einst ein Fußball-Philosoph über den FC Bayern gesagt: „So eine Mannschaft könnte auch der Platzwart trainieren.“ Genau so sah das auch bei Viktoria aus: sehr viel Dynamik, sehr viele Automatismen, entstanden in all den Jahren. Schlichtweg: schöner Fußball mit sehr viel Kraft. Dem wir uns bravourös entgegen stemmten. Guckt man sich die bisherigen Ergebnisse der Truppe an, muss man schon das 0:0 zur Pause als Erfolg für uns werten. Schon da hatten wir eine gehörige Prise Glück, aber auch sehr viel Können gezeigt. Denn auch wir hatten unsere Gelegenheiten, drei, vier richtige gute. Der LFC ständig im Vorwärtsgang, fand irgendwann den Schlüssel, um unsere gut organisierte Truppe zu überwinden. Und als wir nach dem 1:2 nochmal kurz Hoffnung hatten, stellten die Südberliner quasi im Gegenzug wieder den alten Abstand her. Das 1:4 fiel erst in der vierten Minute der Nachspielzeit. Fazit: Trotz der Niederlage hat es Spaß gemacht, unseren Jungs (und natürlich auch denen von Viktoria) zuzusehen. Wir wissen sehr wohl, dass wir heute ein besonders dickes Brett zu bohren hatten – und in der Staffel noch andere Gegner warten, mit denen wir trotz unserer jungen Mannschaft auf Augenhöhe sind. Für Borsigwalde spielten heute Onur B., Eric – Ablaye, Tobias, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, (Simon), Onur Y., Muhudin, Pascale, Kais, Alexander. (mw)

1:3 – per Elfmeter um Lohn gebracht

1. Oktober. Eines vornweg: Der BFC Dynamo ist normalerweise nicht unsere Kragenweite. Ein Verein, der den Anspruch hat, mit der U17 mindestens Verbandsliga zu spielen und sich nun unglücklicherweise (auch weil der BFV letzte Saison keine glanzvolle Rolle gespielt hat) in der Landesliga widerfindet, außerdem mit seinem 2000er-Jahrgang gegen unsere junge Mannschaft (nur ein älterer Jahrgang in der Startformation) ganz klarer Favorit ist. Ich hätte also nie gedacht, dass ich mich am Ende über ein 1:3 b3gegen diesen BFC Dynamo ärgern würde. Ist aber so. Aus gutem Grund, unabhängig davon, dass der Sieg für den BFC aufgrund der Spielanteile nicht unverdient war. Aber beim Stande von 1:1 gab es einen geradezu absurden Elfmeter, eine Schwalbe auf der Torauslinie, die selbst den  Dynamo-Spielern ein hämisches Lachen ins Gesicht zauberte, als der Schiedsrichter tatsächlich auf den Punkt zeigte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er längst die Partie aus der Hand gegeben; im Grunde schon als er auf die ständigen Dauer-Beleidigungen durch die Dynamo-Bank zuvor („Betrüger“, „Blinder“), die ihrerseits unser 1:0 als nicht regulär angesehen hatte, nicht angemessen reagierte – sondern dadurch, dass er nun seine  Linie völlig aufgab und es offensichtlich den Gästen „recht machen“ wollte. Unsere Jungs wurden so um den Lohn ihrer Arbeit gebracht. Ich finde, wir haben taktisch diszilpiniert und mutig agiert, hatten vor dem 1:1 noch eine Riesenchance zum 2:0. Aber so ist das eben oft im Fußball: Der angesetzte Schiedsrichter ist gar nicht erst erschienen, der freiwillige Ersatz auf den letzten Drücker  ist mit dem Spielniveau (Tempofußball Landesliga) überfordert und am Ende der Gelackmeierte. Weil beide Mannschaften feststellten, wie schwach die Leistung des Referees war. Uns hat das alles am Ende allerdings einen Punkt gekostet. Mehr will ich dazu gar nicht mehr sagen, die Enttäuschung über den Vorgang an sich wird noch lange anhalten. Allerdings sollte uns die Niederlage, letztlich ein 1:3 nach Konter in der Schlussminute, im Bemühen um den Ligaerhalt nicht umwerfen.Foto: Carsten Pahl. Borsigwalde heute mit: Onur B., (Eric) – Ablaye, Tobias, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, (Onur Y.), Muhudin, Sami, (Pascale), Kais, Alexander.   (mw)

Zweimal Rückstand aufgeholt – 3:3 beim JFC

27. September. Und wieder haben wir es spannend gemacht… Erst zwei Minuten vor dem Ende erzielten wir heute das 3:3. Ein gefühlter Sieg? Keineswegs. Schon zur Pause haderten wir mit einem 1:1, weil wir eigentlich mit zwei, drei Toren Unterschied hätten führen müssen. Schon da  sprach ich an, dass wir aufpassen müssen, nicht mit leeren Händen dazustehen. Die erste halbe Stunde ging klar an uns, spielerisch waren wir fast gut und gern 60 Minuten besser als jfc1der Gegner, der aber seine körperliche Überlegenheit und sehr viel Dynamik ins Feld führte. Das ist eine richtig gute Truppe! Ich blicke mal zwei Jahre zurück: Da verloren wir gegen die 2000er des JFC Berlin mit 1:5 unser Ligaspiel und waren schlichtweg chancenlos. So gesehen sah das diesmal viel, viel besser aus. Und wer sind wir, dass wir mit einer so jungen Mannschaft (wieder nur drei 2000er im Kader) den Anspruch haben dürfen, solche Spiele automatisch zu gewinnen? Ja, es wäre heute möglich gewesen zu siegen – aber wir sollten das Glas halb voll sehen. Wir machen auf diesem Niveau eben noch Fehler, die der Gegner gnadenlos bestraft. Mit fast 100prozentiger Ausbeute heute. Gnadenlos effektiv. Natürlich ist es schade, wenn aufgrund einer Spielbeobachtung meinerseits zuvor klar ist, wie der Gegner agiert – und wir trotzdem die Stärken nicht verhindern können… aber so ist nun einmal Fußball. Die Zuschauer jedenfalls sahen auf einem der Landesliga unwürdigen alten, rutschigen Sandplatz, der mal ein Kunstrasen war, ein packendes und allzeit faires Spiel unter der Leitung eines souveränen Referees. Über den Stadionnamen, der einfach nur eklig ist, verliere ich diesmal kein Wort mehr – sonst sind sie beim JFC wieder beleidigt…jeder weiß, wie sympathisch mir dieser Verein ist, der nur auf Jugendarbeit setzt und eine exzellente Arbeit macht, aber diese Stadionname geht gar nicht. Auch nicht in diesen Tagen, wo ich mal eines loswerden will: Leute, ich habe jetzt jede Grafik zum Tabellenstand jfc3der Königsblauen mindestens zehn Mal per Whatts App erhalten…macht Schluss, Ihr nervt! Ich weiß jetzt, dass Schalker bei Rewe keine Punkte sammeln, bei der Polizei keine Punkte kriegen, es eine neue Marienkäferart ohne Punkte in der Veltins-Arena gibt, ha, ha, ha… Zurück zum Spiel: Glückwunsch an die Mannschaft, die nach zwei Rückständen nie aufgab, tapfer zurück fightete. Man darf auch nicht vergessen, dass die Jungs erst am Sonntag ein schweres Spiel hatten und nach der Schule direkt so eine weite Auswärtsfahrt auf sich nehmen mussten. So gesehen: Alles gut… wir sind mehr als im Soll. Und weil fast alle es bisher so gut machen, müssen sich die Reservisten weiter in Geduld üben. Auch so ist Fußball. Samstag gegen es schon weiter gegen einen der Staffelfavoriten: BFC Dynamo. Borsigwalde heute mit: Eric, Onur B. – Ablaye, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, Onur Y., (Muhudin), Sami, Pascale. (mw)

Nächster Kraftakt, nächster Sieg – 3:2 beim BSC

25. September. Zweites Spiel, zweiter Sieg. Hart erarbeitet, wie man auch im Gesicht eines Spielers ablesen konnte, der mit einem Cut über dem Auge ausscheiden musste. Letztlich das 3:2 gegen den Berliner SC nicht unverdient, wie man so schön sagt. In erster Linie, weil wir furios begannen und den BSC auf dem herrlichen Rasenplatz, dem Hauptplatz des Vereins (während die 1.B  auf dem Nebenplatz b3spielen musste) mit unserem schnellen Umschaltspiel völlig überraschten. Es hört sich vielleicht seltsam an, aber es wäre sogar mehr als diese 3:0-Führung möglich gewesen, zu der freilich auch der BSC mit b5Fehlern beitrug. Aber schon nach einer halben Stunde merkte man unseren Jungs an, wie viel Kraft dieses ständig Anlaufen auf tiefem Boden (und bei hohem Gras) gegen einen zeitweise konsterniert wirkenden Gegner kostete. Der BSC riss die Partie mehr und mehr an sich – und hätte in Halbzeit zwei auch einen Zähler verdient gehabt. Denn da kamen wir nur noch zu Konterchancen, trafen einmal den Pfosten und vergaben aus kürzester Distanz – ansonsten machen die Schwarz-Gelben das Spiel und setzten uns gewaltig unter Druck. Nach dem 2:3, dem zweiten Strafstoß und in diesem Fall einem unberechtigten Elfmeter, wurde das umkämpfte Spiel für uns in den letzten Minuten zu einer wahren Abwehrschlacht, die wir auch mit etwas Glück überstanden. Aber wie sagt man so schön? Glück hat nur der Tüchtige. Mancher von uns hatte am Ende Herzrasen – so macht Fußball Spaß. Glückwunsch an die Mannschaft zu einem Saisonstart, wie wir ihn mit unserer jungen Truppe nicht erwarten durften. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit Onur B. – Ablaye, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, Onur Y., Muhudin, Sami, Pascale, (Eric). (mw)

Starker Kampf bringt ersten Landesliga-Dreier

15. September. Starker Start ! Und ein würdiges Saison-Eröffnungsspiel an der Tietzstraße. Eine Landesligapartie mit sehr viel Rasse, Klasse und Tempo lieferten sich die Borsigboys und der BSV Hürtürkel am Donnerstag.  Das Duell war auf Wunsch der Gäste vorverlegt worden. Am Ende siegten wir in einem Duell, das nichts für schwache Nerven war und die Zuschauer voll mitnahm, mit 2:1. Wie ich, denke letztlich auch verdient. Wir zeigten heute einfach wieder sehr viel Herz h2und Leidenschaft. Die erste Halbzeit gehörte weitgehend uns. Wir waren spielerisch überlegen, Hürtürkel fiel wenig ein gegen unser schnelles und strukturiertes Offensivspiel. Die besseren Chancen hatten wir auch, unter anderem einen Lattenschuss. Kurz vor der Pause fiel dann auch das längst überfällige 1:0. Hürtürkel spielte erst nach dem Pausenpfiff so, wie ich sie von Beginn an erwartet hatte. Auf diesem Wege danke an meinen Trainerkumpel Andreas: Das Video vom Testspiel Hürtürkels gegen die Füchse (ein beeindruckendes 2:1 für die Neuköllner) war durchaus Gold wert. Wir waren jedenfalls vorbereitet auf das aggressive Pressing, ließen unterm Strich wenig zu, obwohl der Gegner plötzlich mehr Ballbesitz hatte und sehr drückte. Das sah gut aus – und vielleicht hatten wir auch in der einen oder anderen Szene Glück. Einen unserer Konter hätten wir aber bei einer Eins-gegen-eins-Situation von Stürmer und Torwart eigentlich zum 2:0 verwerten müssen, stattdessen kam Hürtürkel eine Viertelstunde vor dem Ende zum Ausgleich. Meine Jungs aber steckten nicht auf, kämpften weiter wie die Löwen. Das Spiel hatte nun Pokalfight-Charakter, wurde zum offenen Schlagabtausch. Durch einen Strafstoß kamen wir noch zum Siegtreffer, wobei die Partie davor einige Minuten unterbrochen war – irgendwann war es doch recht hitzig auf dem Platz und Hürtürkel versuchte doch sehr intensiv, die körperliche Überlegenheit gegen unsere junge Mannschaft auszuspielen. Das führte letztlich zu einem klaren Strafstoß und einer Roten Karte. Ich bin stolz, dass meine Spieler weitgehend die Nerven behielten und am Ende sogar weitere Gelegenheiten hatten, um in der Nachspielzeit noch zu treffen. Kurzum: Ein toller Saisonauftakt gegen eine Mannschaft, die aus meiner Sicht oben mitspielen wird. Zwei, drei Akteure bei Hürtürkel sind schon Extraklasse. Wir haben die ersten Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Glückwunsch an alle. Borsigwalde heute mit: Eric (Onur B.) – Ablaye, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, Onur Y., Fabi, Ahmed (Jan). (mw)

Rassiges 3:2 gegen den SC Staaken

11. September. Letztes Testspiel vor dem Saisonstart. Generalprobe gelungen. Heute wurde den Spielern sehr viel abverlangt – vom Gegner als auch vom Wetter. Bei brütender Hitze spielten wir an der sc1Hatzfeldtallee gegen die 2.B des SC Staaken, überwiegend    2001er, fünf 2000er. Also von der Altersstruktur mit unserem Team vergleichbar. Vorab: Großes Kompliment an alle Jungs, von beiden Teams die ein hohes Tempo an den Tag legten. Offensiv zu werke gingen – sehr zur Begeisterung der Zuschauer, die eine Partie mit offenem Visier sahen. Am Ende ein 3:2 für uns, das so auch in Ordnung ging, wie auch der Staakener Trainer Thorsten letztlich betonte. Die Spandauer besaßen, ebenso wie wir, noch einige sehr gute Einschuss-Möglichkeiten, aber vor allem in der Anfangsphase hätten wir mehr als nur ein   Tor machen müssen. Da waren wir zu meinem Erstaunen drückend überlegen und kombinierten sehr zielsicher. Später waren beide Mannschaften im Grunde stetig auf Augenhöhe. Danke an Juro für eine souveräne Schiedsrichterleistung, danke an Carsten für die Fotos – und Dank an unsere Gäste für eine umkämpfte, aber sehr faire Partie. Alles Gute für die Landesliga-Saison! Borsigwalde heute mit: Eric, Maurice, Fabian, Onur Y., Jan, Tim, Ablaye, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Ahmed, Daniel, Jendrek, Christian, Bilal. (mw)

Derbysieg – 9:1 gegen Lübars im Pokal

10. September Die erste Runde im Berliner Pokal war für uns nicht die höchste Hürde. Unser Nachbar 1.FC Lübars, einst mein erster Verein als Trainer, wird derzeit nicht nur bei den Frauen gebeutelt, die lueb4von der Zweiten Liga in die Verbandsliga durchgereicht wurden, sondern auch bei einigen Teams im Jugendbereich. Da wartet auf den neuen, sehr engagierten Jugendleiter, sehr viel Arbeit. Gerade erst im Training, mit dem von mir hochgeschätzten Recep als Vertretungstrainer, tauchten 13 Lübarser an der Tietzstraße auf – und wehrten sich so gut es ging. Ein bisschen taten mir die Jungs in ihren bei den Männern geborgten Langarm-Trikots bei über 30 Grad leid – meine Jungs aber stellten schnell die Weichen auf Sieg gegen einen vor allem in läuferischer Hinsicht klar unterlegenen Gegner. Spielerisch war das gar nicht übel, was viele Lübarser zeigten – über den Flügel, mit viel Drang nach vorne. Sie zeigten Mut und Herz, verkauften ihre Haut teuer – aber wir waren heute einfach die eine Spielklasse besser. Am Ende ein 9:1, das auch in der Höhe in Ordnung ging. Danke an die Lübarser für ein faires Derby. Etappe eins auf der „Road to Maobit“ ist geschafft, es warten nun allerdings härtere Brocken in den nächsten Wochen auf uns. Der erste Gegner in der Landesliga, Hürtürkel, setzte am letzten Wochenende mit einem 2:1 gegen Füchse ein Achtungszeichen. Borsigwalde heute mit: Onur B. – Lucas, Ablaye, Simon, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Tim,  Ahmed, Jan, Daniel, Jendrek, Christian, Bilal. (mw)

Solider Sieg gegen Brandenburg 03

03. September. Das letzte Testspiel vor unserem Pflichtspielstart (kommenden Samstag im Pokal gegen den 1. FC Lübars) absolvierten wir gegen einen Landesligisten aus der anderen Staffel:  Brandenburg 03. Das Spiel fand im Rahmen der Saisoneröffnung des SC Borsigwalde statt, die man als gelungen FCBbezeichnen darf. Die ganze Abteilung war auf den Beinen – da war Pepp drin. Am 12. September gibt es dazu eine Menge Fotos und Berichte aus unserer dann neuen Homepage der Jugendabteilung. Auf diesem Wege aber schon einmal danke an die vielen, vielen Helfer, die diesen Tag ermöglicht haben, der vor allem für unsere Kinder ein gelungenes Erlebnis war. Genau dafür machen wir doch alle Jugendarbeit, oder? Zurück zu unserem Spiel gegen den FC Brandenburg 03. Wir begannen sehr kombinationssicher mit jener Elf, die sich zuletzt als die erste Elf herauskristallisiert hat. Gingen auch verdient in Führung, die wir bis zur Pause eigentlich noch hätten ausbauen müssen. Zahlreiche Wechsel (auch der Tatsache geschuldet, dass wir möglichst   viele Jungs zur Feier des Tages heute spielen lassen wollten) zerstörten dann gewaltig den Fluss. Erst gegen Ende – als wir wieder den ein oder anderen zurück brachten – kamen wir auch wieder auf die Siegerstraße. Zwischendurch hatten die allseits gefährlichen Charlottenburger in einer fairen Partie den verdienten Ausgleich erzielt. Fair, wie ich finde, auch deshalb, weil einer meiner Spieler sogar den Referee bat, einen Elfmeterpfiff für uns zurück zu nehmen. Und das, obwohl wir uns alle einig waren (selbst der gegnerische Trainer), dass die Entscheidung des umsichtigen Referees Michael Menzel richtig und der Strafstoß berechtigt war… Egal, die Geste sollte nicht unerwähnt bleiben, auch wenn es nur ein Testspiel war. Am Ende ein 3:1 für die Borsigboys. Danke an Brandenburg für den Besuch bei uns. Bosigwalde heute: Onur B., Eric, Dominik – Lucas, Ablaye, Simon, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Tim,  Eren H., Sami, Ahmed, Jan, Daniel´, Maurice, Jendrek, Elyas, Vincent, Onur Y..(mw)

Dynamisch gegen Dynamo – 2:0

01. September. Donnerstags, zur besten Sendezeit lieferten wir heute ein packendes Testspiel ab – was auch mit am Gegner lag. Die körperlich starke, robuste und spielstarke U16 des BFC Dynamo forderte uns alles ab, agierte sehr, sehr körperbetont (was ich gut finde, weil uns in der Landesliga auch nichts anderes BFCerwarten wird) – und unsere Jungs gaben alles. Sehr viel Kampfkrfat und Lauffreude. Erstaunlich angesichts der Belastung am Tag zuvor, als wieder der Berg rief und wir sehr intensiv im konditionellen Bereich arbeiteten. Mehrfach sprachen Spieler von der „Kotzgrenze“. Tags darauf gewann unser für seine enorme Sensibilität  bekanntes Trainerteam dann den Eindruck, wir können beim nächsten Mal vielleicht noch ein paar Schippen drauf legen… Spaß beiseite, das war heute wirklich richtig gut. Dynamo hatte allenfalls die ersten fünf Minuten und eine kurze Drangphase in Hälfte zwei, als einmal strittig war, ob der Ball hinter der Linie war (die Terrasse und mein Spieler auf der Linie sagen nein) –     ansonsten bestimmten wir weitgehend die Partie, kombinierten gut, störten vor allem früh und hatten so viel Ballbesitz. Allein die Torausbeute fehlte lange, erst in Halbzeit zwei erzielten wir zwei Treffer über Standards, wo wir meines Erachtens mittlerweile auch mehr Gefahr ausstrahlen als noch zu Beginn der Vorbereitung. Neun Tage vor dem Pflichtspielstart sind wir erst einmal frohen Mutes.  Danke an Dynamo für ein packendes Spiel und an Michael Menzel für eine gute Schiedsrichterleistung. Borsigwalde heute mit: Onur B., Eric – Lucas, Ablaye, Simon, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Tim,  Eren H., Sami, Ahmed, Jan, Daniel´, Christian, Maurice, Jendrek, Onur Y..(mw)

4:1 gegen den SV Lichtenberg

28. August. Im fünften Testspiel gelang heute der erste Sieg. So langsam füllen sich die Reihen, die Rückkehr einiger Leistungsträger macht sich bemerkbar. Beim 4:1-Erfolg gegen den SV Lichtenberg, nominell Bezirksliga, gefühlt Landesliga, zeigten wir bei erneut sehr hohen Temperaturen eine starke erste Halbzeit. L47Sehr viel Bewegung, sehr viel Esprit, sehr viel Torgefahr. Bewundernswert, was mancher Spieler trotz der hohen Belastung in den den letzten Tagen noch    abrief. Leider fielen nur zwei Treffer in Halbzeit eins – eine nicht angemessene Ausbeute. In Halbzeit zwei kam der Gast zum Anschlusstreffer, zu dieser Zeit verdient, weil wir nachgelassen hatten. Ausgerechnet in die starke Drangphase von L47, als sich fast schon der Ausgleich abzuzeichnen schien, erzielten wir dann zwei Tore binnen zwei Minuten – so war eine Viertelstunde vor Schluss der Drops gelutscht. Schön aber, dass sich die Mannschaft heute mal belohnt hat. Danke an L47 für das Spiel, wir drücken dem Mitaufsteiger aus unserer Staffel aus der vergangenen Saison die Daumen, dass es in einem Jahr zu einem Wiedersehen in der Landesliga kommt. Borsigwalde heute mit: Onur B., Eric – Lucas, Ablaye, Simon, Tobias, Kais, Bilal, Ramesh, Hussein, Nico, Eren P., Tim,  Eren H., Elyas, Sami, Ahmed, Jan, Daniel. (mw)

Gegen KSC noch Führung verspielt

27. August. Der zweite Test gegen einen Verbandsligisten binnen zwei Tagen. Heute gegen den Aufsteiger Köpenicker SC. Trotz 4:3-Führung unterlagen wir am Ende noch 4:6. Bei brütender Hitze kassierten wir die letztlich entscheidenden Tore in den letzten zehn Minuten. Zuvor wirkte es, als  hätten wir die Köpenicker, die aus meiner Sicht eine beeindruckende erste Halbzeit zeigten, sehr laufstark und kombinationssicher, endlich im Griff – prompt schlug der klassenhöhere und KSCkörperlich deutlich überlegene Gegner noch drei Mal zu. Erstaunlich, wie viel Druck die Gäste in der letzten Viertelstunde nochmal aufbauen konnten. Man muss, wie ich finde, angesichts der Temperaturen (auf dem Platz dürfte es 45 Grad gehabt haben) den Hut vor allen Spielern ziehen, für diese Hitze war es eine Partie mit sehr viel Tempo. Beide Teams hatten keine volle Ersatzbank (wir nur zwei Wechsler, der KSC drei). Dass beide Mannschaften vor dem Tor beste Chancen liegen ließen, dürfte so letztlich auch mangelnder Konzentration angesichts der Hitze geschuldet gewesen sein. Wir   waren heute nach vorne deutlich verbessert, hinten drückt nach wie vor der Schuh. Das zeigt auch die Anzahl der Gegentore. Die Fehler, die zu den Treffern führten, waren teilweise haarsträubend. Da fehlte mehrfach die letzte Konsequenz. Da der KSC ohne etatmäßigen Keeper angereist war, spielten Eric und Onur jeweils eine Halbzeit in jedem Team – und bekamen so auch 80 Minuten   Spielpraxis. Wie ich finde, eine gute Lösung. Überhaupt stellte sich mit dem Köpenicker SC der erwartet faire und spielstarke Gegner vor. Noch vor wenigen Tagen gewann der KSC 5:0 übrigens beim BFC Dynamo, unserem Staffel-Mitkonkurrenten. Danke an den KSC für den Besuch bei uns. Zu uns: Unterm Strich konnten wir bis heute noch kein Testspiel gewinnen – ärgern dürfen wir uns darüber, aber ich halte das angesichts der Belastung und der Qualität der Gegner zuletzt für nicht so dramatisch. Fußballerisch sind wir deutlich verbessert im Vergleich zur ersten Trainingswoche. Was den Kader angeht, sind wir ab nächster Woche wieder komplett. Morgen kommt Lichtenberg 47 an die Tietzstraße – ein Bezirksligist auf Landesliganiveau. Danke an Michael Menzel für die heutige souveräne Spielleitung. Borsigwalde mit: Onur B., Eric – Lucas, Ablaye, Simon, Tobias, Kais, Bilal, Muhudin, Ramesh, Hussein, Nico, Eren P., Tim. Außerdem traten wir heute zeitgleich bei einem Kleinfeldturnier (12. Hermann-Nauermann-Gedächtnisturnier) an der Körtestraße an. Dort erreichten folgende Spieler aus unserem Kader (gemeinsam mit drei C-Junioren) den dritten Platz:  Dominik, Eren H., Elyas, Sami, Ahmed, Jan.(mw)