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23. November 2016 – ein Tag der Solidarität. 500 Menschen demonstrieren rund um unser B-Junioren-Pokalspiel gegen Eisern Union die Verbundenheit mit dem MAN-Werk

23. November. Keine Ahnung, wann es zuletzt so voll war auf unserem Sportplatz. Gut und gerne 400 bis 500 Zuschauer waren an diesem Mittwoch gekommen – auch, aber beileibe nicht nur wegen des Fußballspiels der 1.B-Jugend gegen den 1.FC Union Berlin. Der Pokalschlager stand eher im Hintergrund. Es ging um unsere Solidaritätsaktion für das MAN-Werk in Tegel. Dort sollen 300 der 520 dsc_0012Arbeitsplätze wegfallen. Auf dem alten Borsig-Gelände, wo auch der SC Borsigwalde als Arbeiterverein seine Wurzeln hatte. Zahlreiche der Arbeiter  von MAN waren gekommen, viele jugendliche Mitarbeiter des Werkes – um dabei zu sein, wenn Ihr Kiezklub ein Zeichen setzt. Das gelang uns in gesellschaftlicher und sozialpolitischer Funktion – fußballerisch waren unsere um ein Jahr jüngeren und drei Klassen tiefer spielenden B-Junioren dann aber doch ein wenig überfordert gegen den Bundesligisten aus Köpenick. Dennoch: Unsere Kiezhelden haben es gut gemacht. Der gesamte Verein hat mit dieser Veranstaltung einen erstklassigen Auftritt hingelegt.

Wenn der erste Treffer, absolut vermeidbar, nicht so früh (bereits nach einer Viertelstunde) gefallen wäre, hätten die Jungs die Partie vielleicht etwas länger spannend halten können. So stand am Ende ein 0:9, leider ohne Ehrentreffer. Der wäre angesichts von mehreren guten Chancen durchaus möglich und verdient dsc_0246 dsc_0214 dsc_0209 dsc_0197 dsc_0175 dsc_0168 dsc_0167gewesen – aber die Eisernen erwiesen sich als sehr ehrgeizig. Nach Treffern wurde der Ball teilweise sogar aus dem Tor geholt. Und am Ende hatte man den Eindruck: Die Unioner waren mit dem Ergebnis nicht einmal zufrieden… Zum Sportgruß tauchte zur Verwunderung des Referees leider auch keiner mehr auf – ist aber auch in der Junioren-Bundesliga nicht mehr üblich. So dass ich denke: kein böser Wille der fairen Köpenicker, die auch das ganze Drumherum klaglos „ertrugen“: Fototermine eine halbe Stunde vor Spielbeginn mitten auf dem Platz, Einlaufkinder an ihren Händen – das haben die Jungs auch nicht alle Tage bei ihrer Vorbereitung auf ein Spiel. So gesehen: Vielen, vielen Dank an die Eisernen, dass Ihr mitgemacht habt. Die Jungs der MAN-Belegschaft haben nicht ohne dsc_0149 dsc_0141 dsc_0129 dsc_0111 dsc_0110 dsc_0108 dsc_0079 dsc_0070Grund ein Plakat mit der Aufschrift gebastalt: „Schlosserjungs halten zusammen!“ Darauf zu sehen: Die Logos von Union, Borsigwalde, MAN und IG Metall. Aus unserer Sicht war mit alle diesen Aktionen schon vor dem Spiel auch klargestellt: Die Partie hatte aus sportlicher Sicht nicht die höchste Priorität,  es ging darum ein Zeichen zu setzen. Das ist uns gelungen. Mancher der MAN-Arbeiter und auch die zahlreichen Vertreter der IG Metall waren richtig begeistert und gerührt von unserem Engagement, allen voran Carsten Trezciok aus dem MAN-Betriebsrat, dort für die Ausbildung zuständig. Er kickt auch bei unserer Ü50 kickt und sagte: „Diese Aktion passt wirklich perfekt: Ein Arbeiterverein setzt sich für Arbeiter ein – junge Spieler für junge Auszubildende, die um ihre Zukunft bangen. Ich bin echt stolz, wie mein Verein sich hier präsentiert.“ Carsten hatte bei mir als Jugendleiter, der fortan in zahlreichen vorbereitenden Gesprächen den engen Kontakt zu IG Metall und MAN hielt,  mit seiner Idee einer Zusammenarbeit sofort offene Türen eingerannt. „Der SC Borsigwalde steht für Vielfalt, Toleranz und hohes soziales Engagement. Wir beschäftigen uns mit Kindern und Jugendlichen und gerade an so einem Tag, wenn die Leute von MAN hier erscheinen, war für uns eine Selbstverständlichkeit, hier ein Zeichen zu setzen“, sagte SCB-Vizepräsident Frank Radunz. „Wir haben viele, viele Jugendliche im Verein, die demnächst eine Ausbildung machen wollen, auch bei MAN eine Ausbildung machen wollen – und auch deshalb unterstützen wir die Aktion.“ Frank Radunz und unser Geschäftsführer Bernd Naß sorgten mit einer perfekten Organisation dafür, dass auch das Drumherum stimmte – tolle Bewirtung, toller Teamgeist hinter der Theke, draußen unsere E-Junioren und andere Jugendteams mit Trommeln und Tröten. Insgesamt ein ganz, ganz starker Auftritt! Gut, dass Hans-Peter gekonnt wie immer am Mikrofon agierte – damit auch alle Besucher verstanden, um was es heute ging. Irgendwann spielte er den Song ein „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen…“ Symbolwert… Um Symbole und Solidarität ging es heute. Ein Dank von den B-Junioren und der Jugendleitung an den gesamten Verein, der mit seinen Helfern aus allen Abteilungen wieder einmal gezeigt hat, wie viel Kraft wir besitzen, wenn wir zusammen anpacken. Angefangen von den Kleinsten, unseren Auflaufkindern aus der F-Jugend – bis zu den Damen und Senioren. Liebe Borsigwalder, ich möchte Euch sagen:

DAS WAR BUNDESLIGA!

Und wer weiß, vielleicht haben wir ein bisschen was dazu beigetragen, dass der Kampf der MAN-Malocher nicht vergebens ist. „Durch so eine Aktion in der Öffentlichkeit, die auch ihre Kreise zieht, kann man den Druck auf den Konzern erhöhen. Ich meine das eine ist es, das verdeckt zu machen, betriebsintern. Aber unsere Aufgabe ist es, das in die Öffentlichkeit zu tragen und so zu verhindern, dass dieser Stellenabbau passiert“, sagte Robby Kohanka, Jugendvertreter bei MAN. Er habe zwar sonst mit Fußball wenig am Hut, aber: „Ich finde die Aktion der Borsigwalder Fußballer einfach klasse.“

Constantin Borchelt von der IG Metall brachte es so auf den Punkt: Fußball und Arbeitskampf – das sei „ganz nah beinander. Man weiß, wie viel Kraft die Fans im Fußball haben, auch Druck aufzubauen auf Verantwortliche“. Borchelt weiter: „Ich freue mich riesig, dass der Verein SC Borsigwalde mitmacht. Das ist hier ein ganz wichtiger Schritt, um Öffentlichkeit herzustellen. Es stehen zwei Drittel der Arbeitsplätze bei MAN zur Diskussion – und die wollen wir verteidigen mit allen Mitteln, und wie im Fußball muss man kämpfen.“

Wir Kiezhelden vom SC Borsigwalde drücken ganz fest die Daumen, dass auch die Herren von Volkswagen jene Botschaft annehmen, die unsere Spieler, viele Azubis von MAN und die Auflaufkinder auf den Platz trugen: „Ohne Mannschaft schafft MAN nichts.“ Die Fotos erstellte heute Ivonne Bärwolff, ebenso mit dabei war der Fotograf der IG Metall, Christian von Polentz. Euch beiden vielen Dank! In wenigen Tagen findet Ihr an dieser Stelle ein Video zur Veranstaltung, erstellt von unserem Partner in der Jugendabteilung, der media akzent tv-produktion. Bericht: Matthias Wolf

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

 

Saisoneröffnung 2016 – eine gelungene Premiere. Oder einfach nur ein schöner Tag im Kiez…

Es war unser Tag. Der Tag der Jugend beim SC Borsigwalde. 3. September 2016 – zum ersten Mal feierten wir Saisoneröffnung im Rahmen eines großen Festes. Die Sonne lachte über Borsigwalde – und es hatten sich viele große und kleine Kiezhelden versammelt, um miteinander zu feiern.img_2753 Es war ein Ort der Begegnung, wie ihn sich viele bei uns im Verein gewünscht hatten. Und ja, es war schön. Das hörten wir an diesem Tag von vielen Seiten. Auch, und das finde ich besonders bemerkenswert, von Eltern, deren Kinder bei uns kicken. „Sowas gibt es im Verein meines anderen Sohnes nicht“, sagte eine Mutter. Alle Mannschaften konnten sich an diesem 3. September präsentieren. Den Anfang machten die C-Junioren. Unser 1.C spielte gegen die 2.C – rundum fair, natürlich setzte sich der Landes- gegen den Kreisligisten durch. Aber das war Nebensache. Es folgte die 1. B-Jugend, die sich mit dem FC Brandenburg 03 einen fairen Gegner, ebenfalls aus der Landesliga, eingeladen hatte. Ein 3:1 für Borsigwalde, aber auch hier vor allem: sehr viel Spaß. Den konnte man dann vor allem am Nachmittag in den Gesichtern der kleinen Kiezhelden dsc_0825 dsc_0788 dsc_0769 dsc_0757dsc_0706 dsc_0703  dsc_0697 dsc_0694  dsc_0665 dsc_0561 dsc_0560sehendsc_0534. Minis, F-Jugend und E-Jugend hatten kleine Turniere organisiert – intern und mit Gästen. Bei der E-Jugend gingen wir mit gleich drei Teams an den Start, dazu kamen unsere Nachbarn der Füchse und aus Frohnau.
dsc_0536Tolle Spiele, mit einem Turniersieg unserer 1. E. Nebenan spielte die 1. D-Jugend gegen den 1. FC Lübars – ein packendes 2:2. Und am Ende dann die A-Jugend.
dsc_0554Da hatte der Gegner kurzfristig abgesagt. Umso schöner, dass sich mit der erstaunlich

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spielstarken Freizeittruppe „Nahost Mix“ ein super Ersatz fand. „Danke, hat Spaß gemacht“, sagten die am Ende trotz eines 1:4. Und so war heute einmal mehr das Ergebnis nebensächlich. Viele Borsigwalder strömten heute auf unseren Platz und konnten sehen: dsc_0512Hier lebt ein Verein, hier schlägt das Herz des Fußballs. Für jedes Kind im Kleinfeldbereich gab es heute eine Medaille – zur Erinnerung an diesen Tag. „Borsigwalde ist für mich das Musterbeispiel für Integration“, sagte Mehmet Matur, Integrationsbeauftragter des Berliner Fußballverbandes: „Ihr kümmert Euch schon seit Jahren um das Thema – und deshalb komme ich so gerne hierher. dsc_0493Wir bräuchten mehr Vereine wie Euch.“ Tim-Christopher Zeelen, unser Abgeordneter aus Reinickendorf, überreichte an den Jugendleiter Matthias Wolf und die stellvertretende Jugend-Geschäftsführerin Heidi Dabou, die sich um den außersportlichen Part der Saisoneröffnung gekümmert hatte, den „Ehrenamtspreis“, von ihm selbst gestiftet. Zeelen ist auch stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus. Sein Urteil: „Der SC Borsigwalde ist ein Verein, dessen qualitativ hochwertige Jugendarbeit wir gar nicht oft genug wertschätzen können.“ Er spüre an der Tietzstraße sehr viel Begeisterung und Kompetenz, so Zeelen. dsc_0478Bei der Gelegenheit hinterlegte der Jugendleiter gleich noch einmal unser wichtigstes Anliegen: Ein zweites Kunstrasenfeld auf dem Gelände, für Minis und F-Junioren. Der Verein wächst, die alte „Aufwärmfläche“ ist sowieso baufällig – und uns würde das kleine Feld im Spiel- und Trainingsbetrieb gewaltig weiterhelfen.

An so einem Tag gilt es danke zu sagen. An die vielen Helfer, die schon ab Donnerstag mit den Aufbauten begannen – und die für ein buntes Programm sorgten. Büchsenwerfen, Sackhüpfen, Torschuss-Messung, Torwand, Kinderschminken. Dazu ein herzliches Dankeschön an die feierwehr Hermsdorf/Lübars, die mit einem Einsatzwagen den ganzen Tag vor Ort war, in dem die Kids durch den Kiez brausen durften. Und danke auch ans BSR-Mobil, den Kiezshop, Butterfly. Und natürlich Kieser Training. Der Reinickendorfer Studioleiter André Jokiel kam – und besiegelte eine neue Kooperation. Auch ihn, das war zu spüren, haben wir als Fan gewonnen. So, wie hoffentlich ganz viele Borsigwalder am Abend des 3. Septembers gesagt haben: Das ist mein Verein!

Noch mehr Fotos in der Galerie:

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