Berichte

Null Atmosphäre, Fehlpfiffe – wieder ohne Punkte

3. November. Es gibt diese Floskeln im Fußball: Nicht immer gewinnt der Bessere… und wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu. Was soll ich sagen? Passend auf unser Auswärtsspiel beim SV Tasmania. Eigentlich reicht eine Schilderung des Spielverlaufs. Wir gehen 2:0 in Führung, kriegen einen äußerst fragwürdigen Strafstoß zum 1:2 gegen uns, erzielen das 3:1 (was uns unberechtigterweise wegen Abseits weggepfiffen wird), außerdem geht der Ball noch an die Unterkante der Latte (und es sagen nicht wenige: der war drin) – zur Pause steht es aber nur 2:2. Das Spiel wiegt hin und her, klares Foulspiel an unserem Kapitän, der sich am Boden windet – der Schiedsrichter lässt weiterlaufen, es fällt das entscheidende Tor kurz vor Abpfiff…und wir verlieren die Partie. Auch, weil der Spieler, dem das Tor in Halbzeit aberkannt wurde, zu viel reklamiert. Klar ist man da sauer auf den Schiedsrichter, aber ich gehe mal davon aus, dass der Referee es nicht absichtlich gemacht hat… So schlecht war das Gespann auch nicht – aber in entscheidenden Situationen fehlten Kommunikation und richtiges Einschätzungsvermögen. Im Kicker gäbe es dann halt doch unterm Strich allenfalls die Note 4,5 – weil es spielentscheidende Fehler waren (was fairerweise selbst viele Gegner einräumten). Das Spiel fand übrigens unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – die Strafe für einen Platzsturm bei Tasmania gegen BAK. Dem Berliner Fußball-Verband scheint in seiner Not nicht mehr viel einzufallen außer Radikalmaßnahmen. So macht`s aber nur noch wenig Spaß. An einem Regentag auf einem ranzigen, seifigen Kunstrasen zu kicken, ohne Zuschauer – das ist zum Abgewöhnen für jeden Ehrenamtler, der diesen Sport liebt. Letztlich wurden wir auch bestraft. Keine Atmosphäre, Fehlpfiffe, keine Punkte. Ein Tag zum Vergessen. (mw)

2:0 im Pokal gegen Liga-Konkurrent Stern 1900

30. Oktober. Der Pokalwettbewerb ist im Jugendfußball ja nicht ganz so wichtig. Dennoch könnte er helfen, Selbstbewusstsein zu tanken. Müsste bei uns so sein. Denn heute besiegten wir den Verbandsliga-Konkurrenten Steglitzer FC Stern 1900, der in der Tabelle deutlich vor uns liegt (und das Punktspiel mit 5:0 bei uns gewann) mit 2:0 – zogen damit auch rundum verdient ins Achtelfinale des Nike-Pokals ein. Unsere Mannschat bot dabei eine beherzte Leistung, arbeitete geduldig auf die Treffer hin – aus gutsortierten Defensive. Zahlreiche Spieler des jüngeren Jahrgangs wirkten mit – und zeigten, dass sie nicht weit von der Stammelf entfernt sind. Und teilweise auch große Versprechen für die Zukunft. Glückwunsch an die Truppe und danke an ein wirklich souveränes Gespann aus Jungschiedsrichtern des Leistungskaders. Klasse Leistung. Was mir beim leitenden Referee sehr gut gefallen hat, war sein stetiges Bemühen um Kommunikation mit den Spielern – und so kam er in einer wirklich sehr umkämpften Partie mit recht wenig Karten aus (jeweils drei auf jeder Seite). (mw/Fotos: Wolf)

Unnötige Niederlage nach dem Neustart

20. Oktober. Vor zehn Tagen haben wir bei der A-Jugend den Reset-Knopf gedrückt. Das bisherige Trainerteam macht in der D-Jugend Verbandsliga weiter – was als Indiz dafür gewertet werden darf, dass die Jugendleitung den bisher enttäuschend verlaufenden Saisonverlauf nicht nur an den jungen, hochqualifizierten Coaches festmacht, sondern nach einem letzten Gespräch konstatieren musste: es hat halt nicht gepasst zwischen Trainern und Team. Manchmal ist das halt so. Dass die Mannschaft schwierig zu handeln ist, erlebten wir – zwei Alte und ein Neuer (Matthias, Boris und Yannik) – auch beim ersten Punktspiel bei der VSG Altglienicke. Wieder eine Rote Karte wegen einer verbalen Entgleisung, dazu zwei Zeitstrafen. Ärgerlich, weil wir in Halbzeit zwei klar das bessere Team waren – und auch ständig am Drücker. Es reichte aber nicht zu mehr als dem 2:3 zehn Minuten vor dem Ende. Unverständlich der mutlose Auftritt einiger Spieler in Halbzeit eins. Nach den zwei überzeugenden Testspielen gegen die Landesliga-Tabellenführer Stern Marienfelde (6:3) und Füchse (7:2) am Sonntag und Mittwoch hätten die Jungs eigentlich vor Selbstvertrauen strotzen müssen. Erst Recht, nachdem wir erstmals in einem Punktspiel sogar in Führung gingen. Doch das Zweikampfverhalten einiger Akteure war danach enttäuschend. Beispiel 1:2, vielleicht der Knackpunkt der Partie: Wir haben den Ball in der Offensive, müssen nur in den Strafraum eindringen, daddeln rum – und laufen in den Konter. So funktioniert Abstiegskampf nicht! Weil auch die Chancenverwertung sehr schlecht war, fuhren wir mit leeren Händen nach Hause. Einige haderten danach mit dem Schiedsrichter, fühlten sich benachteiligt – ich sage: Wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machen und uns an die eigene Nase packen. Die Niederlage war sowas von unnötig. Die Stimmung ist aber insgesamt wieder ordentlich, sie wäre natürlich noch besser, wenn wir bis zur Winterpause noch acht bis zehn Zähler ergattern würden… (mw/Foto: Wolf)

Saison 2018/19

Wieder Gegentor in der Nachspielzeit… Ist die Luft raus?

18. Mai. Uns geht die Luft aus. Sprichwörtlich. Wieder ein Gegentor in der 93. Minute, wieder viel verschenkt. Chancen über Chancen liegen gelassen. Und dann eine Pleite gegen eine Mannschaft, die im Abstiegskampf steckt und eigentlich nur noch das 2:2 über die Zeit bringen wollte – und die    uns dann bestraft für unser kopfloses Anrennen in der Schlussphase. Das Tor zum 2:3 gegen den BFC Preußen hatte Slapstick-Charakter, zeigt aber die Situation. Es geht um    nichts mehr, sagen viele – und entschuldigen so das Auftreten. Kann ich (und auch mancher Mitspieler) nicht verstehen, werde ich aber respektieren. Wenn nur noch die Sichtung für die neue Saison wichtig ist… Allein als Ausrede gelten lasse ich die vielen, vielen Verletzten. Jetzt noch ein Kreuzbandriss, es ist ein Wahnsinn. Dazu Spieler im Kader, die noch nicht wieder fit sind – und durchspielen müssen. Noch zwei Wochen. Sehen wir es positiv: Die Füchse sind heute abgestiegen, wir bleiben souverän drin. Für uns und den Verein ist das ein großer Erfolg – wäre nur noch schöner, wenn wir hinten raus noch einmal die Zähne zusammenbeißen könnten. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Lamon – Simon, Tobias, Dejan, Christian, Daniel, Ibo, Gianlucca, Süleyman, Ablaye, Joshua, Tim (1.B), , Oguzhan, Pascal, (Nico), (Fabian).

Unter Wert geschlagen

10. Mai. 0:5 beim Ligaprimus Berliner SC – das hört sich deutlich an. So deutlich war es aber nicht ansatzweise. Allein, wenn man eine Szene beschreibt, wie ich sie diese Saison noch nicht erlebt habe. Beim Stande von 0:0 laufen wir alleine auf des Gegners Tor zu, weil der Torhüter sich verschätzt hatte – und setzen den Ball aus 18 Metern daneben, statt ihn quasi über die Torlinie zu dribbeln. Der Tabellenführer kam mit seinen ersten zwei Torschüssen zu zwei Treffern, wir ließen wieder verdammt viel liegen – auch im eins gegen eins gegen den Keeper. Weil uns der überaus schwache Schiedsrichter, der nicht ansatzweise eine Linie hatte, auch noch zwei glasklare Elfmeter (auch nach Ansicht einiger Spieler des Gegners) verweigerte, kommt eben so ein Ergebnis zustande. Dabei ist keine Frage, dass der Berliner SC verdient Meister in unserer Staffel geworden ist – uns geht gegen Saisonende ein wenig die Spannkraft verloren. Was angesichts unserer unerwartet frühzeitig erfolgreichen Punkteausbeute und zahlreicher Verletzungssorgen seit Wochen vielleicht nur menschlich ist. Borsigwalde heute: Lamon, Dominik – Simon, Tobias, Dejan, Christian, Daniel, Ibo, Gianlucca, Süleyman, Ablaye, Joshua, Tim (1.B), Lucas, Oguzhan, Pascal.

Unnötige Niederlage gegen Stern 1900

4. Mai. Die Niederlage heute darf man getrost als völlig unnötig bezeichnen. Wieder einmal rächte es sich, wie viele Chancen wir liegen ließen. Auch der Trainer des Gegners sprach nach der Partie davon, dass wir in der ersten Halbzeit – Zitat – „richtig geil kombiniert“ hätten. Das Problem nur: Schon da stand es lediglich 2:2. Von den ganzen Torchancen danach möchte ich gar nicht mehr reden. Zur       Wahrheit gehört allerdings auch, dass Stern ebenso gute Möglichkeiten liegen ließ. Ich denke, ein Remis wäre okay gewesen. Am Ende lenkte der Türhüter des SFC Stern 1900 noch in der 90. Minute einen Ball an die Latte, kurz darauf kassierten wir dann das 2:4. Noch ärgerlicher als der Punktverlust letzte Woche in Staaken. Heute hat sich die Mannschaft nicht belohnen können. Trotz schlechter Vorzeichen (zahlreiche angeschlagene, verletzte und kranke Spieler – am Freitag trainierten wir noch mit acht Feldspielern…) lieferte sie, verstärkt mit zwei B-Junioren und einem Akteur aus der A2, eine gute Vorstellung ab. Es war ein packendes, richtig gutes Spiel für die Zuschauer, unter der Leitung eines klasse Schiedsrichters – mit einem glücklichen Sieger Stern 1900. Trotzdem möchte ich nochmal eines an dieser Stelle betonen: Wenn man weiß, welchen finanziellen Aufwand Stern 1900 auch in diesem Jahr wieder betrieben hat – und uns nimmt…sie sind nur wenige Punkte von uns entfernt. Also: weiter alles im grünen Bereich. Es wäre halt schön, wenn wir noch ein, zwei oder drei Plätze gut machen könnten in diesem engen Rennen „Rest oft he Best“ hinter Liga-Primus Berliner SC. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Lamon, (Dominik) – Simon, Tobias, Dejan, Christian, Daniel, Ibo, Gianlucca, Süleyman, Ablaye, Joshua, Ilhan (1.B), Tim (1.B), Jan (2.A), Oguzhan, Pascal.

Den Ausgleich in letzter Sekunde kassiert

28. April. Ärgerlicher Punktverlust bei der Regionalliga-Reserve des SC Staaken. Mit der letzten Aktion des Spiels kassierten wir noch den 1:1-Ausgleich. Vielleicht nicht unverdient für die      Gastgeber, aber wir haben zuvor zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten ausgelassen. Unter der Leitung eines aus meiner Sicht gut (vor allem sehr ruhig und sachlich) pfeifenden erst 16jährigen Referees entwickelte sich ein Verbandsligaspiel mit sehr vielen Fehlern, auf beiden Seiten. Es war wahrlich kein fußballerischer Leckerbissen, Chancen aus dem Spiel heraus erarbeiteten sich beide  kaum. Wenn, dann waren es wir, die wieder einmal einige gute Einschuss-Möglichkeiten ausließen. Staaken war vornehmlich über Standards gefährlich – und eine solche Situation führte auch zum Ausgleich. Danach war Schluss. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Kader: Lamon, (Domenik) – Simon, Tobias, Dejan, Christian, Daniel, Nico, Lucas, Pascal,Ibo, Süleyman, Ablaye, Joshua, Tim (1.B), Jan (2.A).

Derbysieger, Derbysieger – dreimal ist Borsigwalder Recht. Dank an die Mini-Kiezhelden als Einlaufkinder

13. April. Vorneweg: Vielen Dank an die Minis, 22 kleine Kiezhelden, die uns als Einlaufkinder und Glücksbringer auf den Rasen begleiteten. Auch die großen Kiezhelden waren begeistert. Der Verein pulsiert und lebt wie nie zuvor. „Derbysieger, Derbysieger“ – schallte es danach über den Sportplatz, und in der Kabine gleich nochmal. Die Jungs feierten ihren 1:0-Sieg im Nordduell gegen die Füchse, die damit erneut an Boden im Abstiegskampf verloren. Und vielleicht war dieser Abstiegskampf auch der Grund dafür, warum es kein schönes Spiel wurde, das aber am Ende doch einen verdienten Sieger fand. Speziell in der zweiten Halbzeit kam von den Gästen kaum noch was, wirkten sie platt. Da halt auch keine dreimalige Überzahl etwas. Der Referee hatte uns mit drei          Zeitstrafen bedacht, die aus meiner Sicht auch auf Missverständnissen beruhten. Wir überstanden diese Phasen bravourös. Leider zogen wir im Verlauf des Spiels  zu selten das Tempo an, ließen uns zu häufig in Zweikämpfe verwickeln. Es kam nur selten sowas wie Spielfluss auf. Immer, wenn es soweit war, bekamen die Füchse Probleme. So auch beim goldenen Tor in der 78. Minute, als wir in den Strafraum eindrangen, quer legten – und zum Sieg kamen. Schön herausgespielt.  Eine der wenigen Momenten mit Verwöhnaroma. Aber wer will schon meckern? Jetzt haben wir schon 38 Zähler auf dem Konto. Gerade bei den Spielen gegen die Füchse muss ich immer dran denken, wie mich der Jugendleiter-Kollege vor dem Gang in die Verbandsliga gewarnt hatte… Und nun so ein Zwischenstand. Die letzten drei Duelle in Landes- und Verbandsliga gegen den Rivalen haben wir gewonnen. Und so gehen wir mit bester Laune in die Osterpause, die für uns gar keine Pause ist. Wir freuen uns auf die traditionelle Auslandsfahrt, die uns diesmal nach England zum Blackpool-Cup führt. Gegner aus dem Mutterland des Fußballs, Irland und Frankreich warten auf uns. Schon am Freitag geht es los, volles Programm: Flug nach Manchester, Besuch des Zweitligaspiels Preston gegen Ipswich, am Samstag und Sonntag Turnier, Montag Freundschaftsspiel beim Poulton FC (wie vor zwei Jahren) und vor dem Rückflug am Dienstag noch ein Besuch bei Kloppo und dem FC Liverpool. Borsigwalde heute: Lamon, Ebrima – Simon, Tobias, Dejan, Süleyman, Christian, Melvin, Ablaye, Daniel, Pascal, Joshua, Mahama, Ibo, Ilhan (1.B), Jan (2.A), Tim (1.B). Fotos: Carsten, Andre

Noch mehr Fotos findet Ihr auf der Facebookseite der Jugendabteilung.

Der Personalnot getrotzt – 7:3 gegen den SV Empor

6. April. Das heutige Spiel war das reinste Vergnügen – für alle Zuschauer, soweit sie es mit Borsigwalde hielten. Die Borsigboys, einmal mehr für eine Überraschung gut. Denn von einer absoluten „Notbesetzung“ (der Begriff verbietet sich eigentlich im Nachhinein) wurde der SV Empor mit einem 7:3 nach Hause geschickt. Das war so nicht zu erwarten. Durch Sperren, Krankheiten      und Verletzungen schrumpfte der Kader in dieser Woche auf elf gesunde Feldspieler. Dazu kamen zwei Jungs aus der B1 (einer Jahrgang 2003, der es sensationell machte) und ein alter Bekannter aus der A2, auf den immer Verlass ist – und der sogar in seinem ersten Verbandsligaspiel einen Treffer erzielte. Bei wunderbarem Frühlingswetter spielten unsere Jungs von der ersten Minute an Powerfußball, gingen verdient in Führung – und steckten auch den Ausgleich gut weg. Der fiel just im Gegenzug, nachdem wir eine hundertprozentige Chance hatten liegen lassen. Tolles Pressing, gute Tempowechsel gegen einen Spitzengegner. Zur Pause bereits 4:1. Einer unserer sträksten Auftritte in dieser Saison. Nach dem 5:1 schien alles gelaufen… denkste. Empor steckte nie auf, wie in der vergangenen Woche, als sie aus einem 0:2 gegen Füchse noch ein 5:3 machten. Diesmal kamen sie auf 5:3 heran, bevor wir uns aus der 20minütigen Umklammerung mit zwei Kontertoren befreiten. Ein Riesenkompliment an die Truppe. Speziell auch an die „Aushilfskräfte“. Was auch zeigt, dass noch sehr viel Potenzial in den nachrückenden Jahrgängen spricht und wir uns im Hinblick auf die neue Saison keine Sorgen machen müssen. Die Trainerfrage ist auch geklärt, mit einer – aus meiner Sicht – sehr, sehr guten Lösung, die ich den Spielern auch unter der Woche mitgeteilt habe. Unser Ziel lautet nun, die Saison erfolgreich zuende zu spielen und nicht einfach nur ausklingen zu lassen. Wir wollen bis zum Ende unter den Besten (hinter dem Ligakrösus Berliner SC) bleiben. Dass wir dort hingehören, haben wir heute gezeigt. Zwei Saisonsiege gegen Empor – das spricht für sich. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute:  Lamon, Ebrima – Simon, Tobias, Dejan, Süleyman, Christian, Melvin, Ablaye, Daniel, Pascal, Joshua, Mahama, Ilhan (1.B), Jan (2.A), Tim (1.B).

Gut gemacht! 3:1 beim FC Viktoria

24. März. Nach zwei Niederlagen setzte die Mannschaft heute ein Stoppzeichen. 3:1 beim FC Viktoria 89. Wieder ein Sieg, nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge. Trotz der kleinen Durststrecke sind wir nur drei Zähler vom Tabellenzweiten entfernt – das zeigt, wie eng es in der Liga (mit Ausnahme des souveränen Tabellenführers BSC) zugeht. Was mir vor allem gefallen hat: Heute kämpfte wieder jeder für jeden. Ein tolles Kampfspiel der Truppe. Und ein vollauf verdienter Sieg, der bei entsprechender Chancenverwertung auch höher hätte ausfallen können. Wermuttropfen im Freudenkelch: Wieder verloren wir zwei Spieler. Den einen durch Rote Karte,      weil der Schiedsrichter nach einer Attacke des Viktoria-Keepers das Wegschubsen auch ahndete. Es gibt ein Video von der Szene: Je öfter ich es sehe, desto harmloser wirkt es. Mal wieder von beiden Beteiligten aus der Kategorie: Meine Freundin konnte letzte Nacht nicht, wohin nun mit meinem Testosteron? Aber so ist es halt. Nervkram in der A-Jugend, da waren sich beide Trainer hinterher einig. Leider verloren wir auch noch unseren Kapitän Gianlucca durch Verletzung – sah nicht gut aus, wir wünschen ins Krankenhaus gute Besserung. Zum Spiel: Wir dominierten die Partie von der ersten Minute an, waren zielstrebiger, spielerisch überlegen. Es war eine schnelle Partie, durchaus unterhaltsam. Bestimmt nicht auf höchstem Verbandsliga-Niveau – aber interessant. Nach dem Platzverweis schüttelten wir uns kurz, erzielten dann das 1:0. Der Ausgleich – irgendwie aus dem Nichts. In der Pause eine deutliche Ansprache, die – oh Wunder – diesmal sofort anschlug: Zwei starke Angriffe, früh stand es 3:1. Wir wackelten nur noch einmal, als ein ziemlich absurder Elfmeter (auch da waren sich alle  Trainer einig) gegen uns gegeben wurde, den aber unser Keeper bravourös hielt. Stark für unsere Moral, die letzte Prise Gift für Viktoria. Gut fand ich, dass man nach dem Spiel – im Unterschied zu anderen, die einem gerne die kalte Schulter zeigen – mit dem Referee noch sehr sachlich über die eine oder andere Szene diskutieren konnte. Er hatte bisweilen einen anderen Blick drauf und vertrat das auch sehr souverän – war interessant. Man muss ja nicht immer einer Meinung sein, aber drüber reden können… Am Ende ein wichtiger Sieg, weil es sonst im Kopf bei einigen wohl langsam gerattert hätte… Nun bleiben wir im großen Verfolger-Feld hinter dem BSC mittendrin. Gut gemacht! Danke an Carsten für die Fotos.Borsigwalde heute: Lamon (Ebrima) – Simon, Tobias, Dejan, Süleyman, Ablaye, Mahama, Daniel, Joshua, Oguzhan, Pascal, Christian, Gianlucca, Lucas, Melvin, Nico.

Bitter, aber einzuordnen

16. März. Eine bittere Niederlage. Aber auch eine, die einzuordnen ist. Erstens: Wir spielten mit dem letzten Aufgebot. Verletzte, Kranke. Im Kader drei, vier Mann, die noch nicht fit sind. Zweitens: Wenn Du dann zwei Elfmeter frisst und eine Rote Karte – dann ist das hart und kann auch zu so einem Ergebnis führen wie ein 1:7 gegen den Berliner AK. Wobei: ein bisschen mehr Aufbäumen hätte man sich am Ende schon gewünscht. Und: Ich will keine Schiedsrichterkritik mehr      üben, dafür pfeifen in der Verbandsliga zu viele gute Leute und man könnte dann den Eindruck bekommen, ich schiebe hier was auf den Unparteiischen – aber dieser Referee (der uns schon bei Stern 1900) gepfiffen hat: bitte nicht mehr. Die Jungs wollen ihn auch nicht mehr. Das wird bestimmt auch irgendwann mal ein Guter – aber auch am Samstag war seine Leistung wieder weit weg von dem Niveau anderer Referees in der Verbandsliga. Dazu nur ein Satz rund um unsere Rote Karte: Da wird eine verbale Beleidigung in Django-Manier bestraft, die – so traurig das ist – in der A-Jugend handelsüblich ist. Würde man alles in dieser Kategorie bestrafen – fast jedes Spiel in der Altersklasse (Vorsicht, bissige Spätpubertierer!) ginge in Kleinfeld-Besetzung zu Ende. Das weiß der Schiedsrichter auch, er ist ja selbst noch blutjung. Ich habe ihn nach dem Spiel nochmal gebeten, in so einem Fall vielleicht kurz mit dem Trainer Rücksprache zu halten, zumindest Blickkontakt aufzunehmen – andere haben ja gesehen, dass ich bereits eine Auswechslung für diesen Spieler, der sich ungerecht behandelt fühlte, vorbreitet habe. Nun gut, ist passiert. Schwächt uns weiter. Wir bereuen es trotzdem nicht, in der Winterpause mehrere mögliche Neuzugänge des Jahrgang 2000 abgelehnt zu haben. Wir haben die Verpflichtung für diesen Verein und die Zukunft, diese Jungs spielen zu lassen! Zurück zum Spiel: Lange Zeit machten wir es gut. Ich fand uns sogar besser. Mancher Akteur auf wirklich ungewohnten Positionen, die er teilweise zuletzt in der C-Jugend innehatte. Dann bringen wir uns selbst auf die Verliererstraße. Das 1:1 – ein Geschenk. Das 1:2 – ein wirklich saudummer Elfmeter nach ungestümen Hingehen im Strafraum, das 1:3 (auch per Strafstoß) zumindest fragwürdig. Die Mannschaft verlor den Glauben, beim BAK saß fast jeder Schuss. Ärgerlich, wenn man bedenkt, dass wir nach dem frühen 1:0 einmal mehr Chancen zum zweiten und dritten Tor hatten. Hundertprozentige Chancen. Nun tut so ein Ergebnis weh, vor allem nach dieser Woche, als wir am Dienstag eine Teamsitzung hatten, in der die Spieler sehr konstruktiv waren und auch ich nicht rumeierte und deutlich machte, dass ich mich im nächsten Jahr nicht mehr in der A-Jugend sehe. Andere im Verein sind seit Dezember in diese Gedankengänge involviert. Die Gründe sind vielschichtig und die Nachfolgersuche läuft bereits. Mit einem Satz: Man muss auch loslassen können. Oder: Wenn ein Buch ausgelesen ist, sollte man es zuklappen. Ändert nichts an meinem Respekt für diese wirklich tollen Jungs in der A-Jugend, die hoffentlich jetzt auch mal eine kleine Delle wegstecken. Der Trainerkollege vom BAK, nun wahrlich bisher nicht als Borsigwalder Freund bekannt, kam nach dem Spiel und betonte, wir seien für ihn nach wie vor die Überraschung der Liga – und die Niederlage deutlich zu hoch. So sehe ich es auch. Mund abputzen und weiter geht`s. Auf uns warten noch einige Highlights. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Lamon, Ebrima – Simon, Ibo, Dejan, Süleyman, Ablaye, Mahama, Daniel, Joshua, Oguzhan, Pascal, Christian, Abdul, Lucas, Melvin

1:2 – Ohne Esprit, ohne Selbstkritik

9. März. Ehrlich gesagt, will ich nicht drüber diskutieren, ob nun unser vermeintlicher Ausgleichstreffer zehn Minuten vor dem Ende abseits war – oder nicht. Das ist hier nicht die Frage. Mag sein, dass der sonst sehr gute Referee da danebenlag. Passiert ohne Linienrichter eben auch mal. Die Frage ist vielmehr, warum die Mannschaft aus dem Spiel letzte Woche nichts gelernt hat. Wieder waren wir heute in Überzahl, eine Stunde lang – und wieder fiel uns wenig ein gegen einen dezimierten Gegner. 1:2 hieß es am Ende auf dem rutschigen, seifigen Platz des FC Internationale.      Wieder wurde viel zu egoistisch agiert von einigen Akteuren, denen die Selbstreflektion und Selbstkritik mittlerweile komplett abhanden gekommen ist. Ein Spieler meinte nach der Partie, die Hinrunde sei zu gut verlaufen, viel zu gut – weil die Truppe eigentlich nicht so gut war wie unsere Punkteausbeute, oft glücklich gewonnen wurde. Und nun könne die Mannschaft mit Rückständen schwer umgehen. Mag sein. Wobei man ja sagen muss: Gegen unsere letzten beiden Gegner Tasmania und heute Internationale haben wir in der Hinrunde gar kein Land gesehen, nun war es jeweils knapp. Aber das positiv zu sehen, wäre ein bisschen schöngeredet. Fakt ist: Wir gerieten durch zwei dumme Standard-Gegentore 0:2 in Rückstand und verkrampfen dann zusehends. Da ist keiner, der Ideen hat, Esprit reinbringt, die Mannschaft führt. Die, die es vielleicht könnten, sind nicht fit, nach Verletzungen, Krankheiten oder aufgrund des Lebenswandels in schlechtem körperlichem Zustand – aber ohne Einsicht, dass es so eben nicht für längere Einsätze reicht, vor allem läuferisch nicht. Sonst würden wir nicht so oft in Konter laufen gegen zehn Mann. Aber, siehe oben: fehlende Selbstkritik. Der andere ist schuld. Derzeit tun einige zu wenig für die Verbandsliga, auch im Training. Wenn sich das nicht ändert, wird es eine laue Rückrunde. Mancher mag das gelassen sehen, weil wir mit dem Abstiegskampf quasi nichts mehr zu tun haben – aber wer die Trainer kennt, der weiß: Wir sehen das nicht ganz so gelassen. Wenn der A-Jugendtrainer auch Jugendleiter ist, schaut er noch genauer hin, wer auch für den Verein alles gibt. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, (Lamon) – Simon, Ibo, Tobias, Dejan, Süleyman, Ablaye, Mahama, Daniel, Joshua, Oguzhan, Pascal, Christian, Abdul, Lucas, Gianlucca.

2:2 – turbulentes Spiel gegen Tasmania

2. März. Am Ende war nach dem 2:2 (2:1)  gegen den SV Tasmania viel die Rede von zwei verlorenen Punkten. Kann man so sehen. Aber zur Wahrheit gehört auch: Wir haben ebenfalls in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit getroffen (die Gäste in der Overtime der zweiten Halbzeit) – und außerdem geht das Ergebnis in Ordnung. Kurzum: Wir dürften was gelernt haben heute aus einem turbulenten Spiel. Der Reihe nach: Wir gingen früh in Führung und hatten das Spiel weitgehend im Griff. Dann leistete sich Tasmania eine Rote Karte nach 20 Minuten, nach einer verbalen Entgleisung eines Spielers. Das veränderte die Partie völlig – leider nicht zu unseren Gunsten. Wir hatten fortan den Eindruck, als würden die ohnehin schon giftigen Gäste nun noch aggressiver zu Werke gehen. Leider ließen wir uns davon beeinflussen, verloren komplett unsere Linie, den Faden für dieses Spiel. Nun bin ich seit Schalke gegen ManCity vor zwei Wochen ohnehin schon schwer traumatisiert, was Überzahlspiel angeht (um ehrlich zu sein, wache ich immer noch schweißgebadet auf, die eine Hand schon am Henkelpott, während plötzlich Leroy Sané den Freistoß einschweißt…) – heute kam eine weitere eigene Erfahrung hinzu: Ja, manchmal ist es wirklich verdammt schwer, gegen Teams in Unterzahl zu spielen. Es gelang uns nicht wirklich,      dieses Luxus-Problem zu lösen. Wir gingen zu oft ins Eins gegen Eins, ließen zu viele hundertprozentige Möglichkeiten liegen – und liefen immer wieder in unserem Bemühen, das dritte Tor zu machen, in gut gespielte Konter des Gegners. Da durften wir uns schon mehrmals bei unserem Keeper und seinen Reflexen bedanken. Die Krönung dann in der vierten Minute der Nachspielzeit: Entgegen aller Trainer-Anweisungen wollen fast alle nur vorne knipsen, denken nur an sich – und der Gast kommt mit vier gegen zwei auf unser Tor. Es kam wie es kommen musste: ein zweiter Ball landet im Netz. Dass man sich danach ärgert, ist in Ordnung – aber jeder Spieler sollte auch die Schuld bei sich selbst suchen, und danach muss gut sein. Klar, wir sind keine abgezockten Profis, die bei so einem Spielstand mit der Ball an der Eckfahne tanzen, sondern wir haben eben nun mal das Offensiv-Gen. Deshalb hätten wir aber trotzdem cleverer sein müssen. Aber aufgrund unserer Herangehensweise sehen unsere Spiele in der Regel so hübsch aus, bereiten den Betrachtern Spaß. So war es auch heute. Wer gekommen war, erlebte einen spannenden Fußball-Nachmittag mit schnellem Spiel, etwas naiven, aber mutigen Borsigboys, einem Klasse-Schiedsrichter-Gespann, das nicht eine einzige falsche Entscheidung getroffen hat – und einem Gästeteam, das nie aufsteckte, um sein Leben rannte – und verdient einen Punkt mitnahm. Punktum. Da wir im Hinspiel kurz vor der Winterpause 1:4 bei Tasmania verloren haben, könnte man sich also auch so trösten: Ein bisschen was haben wir schon mal gelernt… Alles im grünen Bereich, mehr sogar: Wir stehen verdammt weit oben für einen jungen Aufsteiger! Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Ebrima, (Lamon) – Simon, Ibo, Tobias, Dejan, Süleyman, Ablaye, Mahama, Daniel, Joshua, Oguzhan, Pascal, Christian, Abdul, Nico, Lucas.

10:1 – gut aus der Winterpause gekommen

16. Februar. In der Winterpause sind uns mal schnell sechs Punkte abhanden gekommen. Stern Marienfelde und JFC Berlin haben zurück gezogen. Im Fall von Stern vielleicht verständlich, weil es da ja nicht mal eine B-Jugend gibt, im Fall des JFC (wo es eigentlich einen guten Unterbau geben    müsste) eine peinliche Nummer. Die Spieler, so heißt es aus dem Verein, hätten den Aufwand für die Verbandsliga unterschätzt… Tja, wir wissen auch ein Lied davon zu singen, was es bedeutet, insgesamt 5,5 Stunden pro Woche zu trainieren… Und so zeigen auch diese beiden Fälle einmal mehr nicht nur, dass es in unserer Gesellschaft unter jungen Leuten üblich geworden ist, Dinge, die man begonnen hat, bei ausbleibendem Erfolg lieber gleich ganz zu lassen (eine fatale Einstellung, die nicht zum Kampfsport Fußball passt). Nein, diese Fälle würdigen obendrein gleichzeitig auch die Leistung unserer Spieler. Auf die keiner einen Pfifferling gesetzt hat – aktuell sind wir jedoch unter den ersten Fünf. Man könnte auch sagen: Heute haben wir uns die ersten drei Punkte wieder zurück geholt. Und das nicht einmal in vermeintlicher Bestbesetzung. Pünktlich zum Rückrundenauftakt  fehlte der ein oder andere Stammspieler verletzt oder krankheitsbedingt. Gleich drei Spieler gaben heute ihr Verbandsliga-Debüt. Der Reihe nach: Der BSV Grün Weiß Neukölln machte uns das Leben lange verdammt schwer. Die Mannschaft ist unangenehm zu spielen, weil sie bissig ist. Enge Räume, hoher Laufaufwand des gut organisierten Gegners gegen unser frühes Pressing. Unser Vorteil aber: die Bank. Von da brachten wir gegen eher in dünner Besetzung angereiste Gäste nach 20 Minuten die ersten frischen Kräfte und belebten ein ohnehin schon gutes Offensivspieler noch einmal zusätzlich. Abgesehen davon, dass sich im Gegensatz zu heute im Hinspiel (die letzte Partie vor der Winterpause) die Ersatzleute bei  Grün Weiß noch stapelten, war es auch fußballerisch ein ganzes anderes Spiel. Voller Power statt vorsichtiger Herangehensweise unsererseits. Dass wir zur Führung nach knapp einer halben Stunde einen umstrittenen Handelfmeter benötigten – das beschleunigte den Vorgang. Ich denke, der Verlauf der Partie war auch zu dieser Zeit bereits absehbar. Zur Halbzeit aber schon ein klares 4:0, am Ende ein 10:1 mit teilweise wirklich begeisterndem Offensiv-Fußball. Neukölln vielleicht das ein oder andere Tor unter Wert geschlagen, aber der Sieg vollauf verdient. Schade, dass wir nun nächste Woche nicht gleich weiter machen dürfen – dank Stern Marienfelde. Dafür wollen wir hochkarätig testen, um im Rhythmus zu bleiben. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Ebrima, (Lamon)  – Simon, Ibo, Tobias, Dejan, Süleyman,  Mamadou, Samuel, Gianluca, Ablaye, Mahama, (Lucas),  Daniel, Joshua, Oguzhan, Pascal, Fabian.

Mit einem 2:1-Sieg in Neukölln in die Punktspiel-Pause

9. Dezember. Dieser 2:1-Erfolg war wie ein Kampf mit der letzten Patrone. Und geradezu sinnbildlich für die letzten Wochen, dass am Ende Pascal mit Verdacht auf Bänderriss (vermutlich sechs Wochen Pause – gute Besserung!) ins Krankenhaus musste. In den letzten Spielen haben viele der Jungs Tribut zollen müssen für eine harte Hinrunde. Verletzte, Kranke, Angeschlagene (noch am Donnerstag brach sich Lucas das Schlüsselbein im Training) – ich ziehe einmal mehr den Hut vor den Borsigboys, wie sie heute noch einmal alles gegeben haben. „Matthias, ist doch scheißegal, wenn jetzt noch was reißt, ist ja das letzte Spiel“, sagte einer noch im Abschlusstraining, der seit Wochen mit einer Zerrung agiert: „Da hauen wir nochmal alles raus.“ Was soll ich dazu noch sagen? Nur soviel: Das sind richtig charakterstarke Jungs, durch die Bank! Und heute haben wir nicht nur mit Herz, sondern auch mit sehr viel Verstand gespielt. Wir ließen uns nicht locken auf einem nassen, seifigen Teppich, der den Begriff Kunstrasen längst nicht mehr verdient hat. Grün Weiß Neukölln stand tief, wollte uns zu Fehlern verführen – und kontern. Wir aber spielten auch mit sehr viel Geduld – so wurde es kein schönes Spiel, aber das war auch nicht nötig. „Zur Not dreckig gewinnen, aber gewinnen“, so lautete die Devise. Ich bezweifle außerdem,   dass man auf so einem Untergrund schön spielen kann. Gezeigt hat sich, dass die Ergebnisse der Neuköllner aus den letzten Wochen kein Zufall sind. Sie haben sich im Vergleich zu den ersten Saisonpartien stabilisiert – und machten deshalb auch uns das Leben schwer. Zur Pause ein verdientes 1:0 für uns – aber viel besser als dieses eine Tor, das auf dem kleinen Platz nach Einwurf und Kopfball fiel, waren wir nicht. Das 2:0 per Strafstoß sollte uns Ruhe bringen – doch zu schnell kam der Anschluss. Hier, wie so oft, flipperte der Ball durch den Strafraum. Vieles erinnerte ein wenig an Glücksspiel unter freiem Himmel. Das machte es auch für das aus meiner Sicht gute Schiedsrichtergespann nicht einfach. War es nur ein Foul, oder ist da nur einer in den anderen reingerutscht? Absichtliches Handspiel, oder nur dem tippenden Ball auf rutschigem Untergrund geschuldet? Schwer zu entscheiden – und ich finde, die jungen Referees machten es gut. Waren auch hellwach, wenn mal das in oder andere spätpubertierende Gemüt überschäumte. Heute ohne Zeitstrafe auszukommen, war nicht leicht – aber die Schiedsrichter haben es geschafft. Am Ende krochen wir förmlich über die Ziellinie. Klar, wir ließen noch die ein oder andere Chance liegen – aber auch die kampfstarken Grün-Weißen tauchten noch mehrfach gefährlich vor unseren heute beiden sehr guten Keepern auf. Gut, dass jetzt Winterpause ist. Nächste Woche noch Training, dann unser eigenes Hallenturnier – und dann Ruhe bis 10. Januar. Wir haben stolze 31 Punkte (10 Siege, ein Unentschieden,  vier Niederlagen). Ich würde diese Leistung mit der aus dem Vorjahr vergleichen, als wir aus zwölf Partien sieben Siege, zwei Remis und drei Niederlagen geholt haben. Bärenstark von den Jungs – wir bleiben die Überraschungstruppe der Hinrunde. Die Moral haben unsere Spieler heute nochmal bewiesen gegen eine robuste Truppe (die aufzeigte, dass jeder Sieg keine Selbstverständlichkeit ist) – und ganz nebenbei: unsere Teamsitzung am Freitag war auch zu spüren auf dem Platz. So mancher spielte unter Schmerzen – aber er spielte. Für das Team! Das sind wahre Kiezhelden. Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Simon, Ibo, Tobias, Dejan,  Nico, Süleyman, Christian, Eren, Gianluca, Melvin, Mamadou, (Mert).

Klare Niederlage gegen die Mannschaft der Stunde

1. Dezember. Mit dem FC Internationale kam heute die Mannschaft der Stunde an die Tietzstraße. Zehn Mal in Folge hatte Inter zuletzt gewonnen – heute folgte der elfte Sieg. Mit 5:1 auch sehr deutlich. Und, wie ich finde: auch in der Höhe korrekt. Auch wenn wir nicht chancenlos waren – und es zwei Phasen gab, in denen das Spiel auch zu unseren Gunsten hätte kippen können (vor dem 0:1 und nach dem 1:2). Fakt ist aber auch: Der Gegner (nur nebenbei: letzte Woche 4:0-Sieger gegen Frohnau) war auf fast allen Positionen individuell besser besetzt – das lässt sich vor allem an der Fehlerquote festmachen, die bei uns deutlich höher war. Da waren schon zwei, drei ganz krasse Dinger dabei, die letztlich auch (wie vergangene Woche) zu Gegentreffern führten. Im Moment wird fast jeder Fehler bestraft, weil vielleicht auch die körperliche und geistige Frische fehlen. Und      weil mancher vielleicht aktuell den zusätzlichen Meter für den Mitpieler gar nicht gehen kann. Da muss man dann sagen: Wir sind eben keine Verbandsliga-Spitzenmannschaft, sondern ein Aufsteiger. Mancher neigt dazu, das bisweilen zu vergessen. Nun kann man lange drüber lamentieren, ob sich Spieler X oder Spieler Y in dieser und jener Situation taktisch falsch verhalten hat. Das mag so sein, ist aber ungerecht, wenn man sieht, wo unsere Spieler herkommen: Aus der Bezirksliga, von der Ersatzbank eines Verbandsligisten (letzte Saison noch B-Jugend) oder eben – die Borsigwalder – aus der Rolle des Sensations-Aufsteigers, und zumeist junger Jahrgang. Nicht vergessen sollte man auch, dass die Jungs nun binnen drei Monaten 16 (!) Pflichtspiele absolviert haben, in denen sie fast ausnahmslos an die Leistungsgrenze gehen mussten. Seit August sind es sogar 30 Partien! Der Kader hat sich auf diesem Weg auch ein Stück weit reguliert, auch weil drei Spieler das Tempo und die Leistungsanforderungen in der Verbandsliga  zu hoch waren und sie deshalb zu unterklassigen Teams (Landesliga Jugend oder Bezirksliga Männer) gewechselt sind, wo man die ruhigere Kugel schieben kann – übrig geblieben ist ein Gerüst aus wirklich guten Spielern, das aber durchpowern muss. Wir sind nicht der Berliner SC, der gegen den Abstiegskandidaten JFC dann mal fünf Stammkräfte schonen kann… Wenn wir das tun, verlieren wir auch gegen den JFC… Nun kam gegen Internationale hinzu, dass dreiStammkräfte krank oder verletzt ausfielen, andere angeschlagen ins Spiel gingen. Teilweise war noch am Vortag gar nicht absehbar, ob sie spielen können. Hilfe aus der A2 war auch nicht möglich, da standen nur 12 Mann zur Verfügung… Da ist dann für uns Internationale schlichtweg eine Nummer zu groß. Nimmt man die beiden völlig unnötigen Gegentore unmittelbar vor der Pause aus (die uns das Genick brachen), haben wir dennoch das Spiel halbwegs auf Augenhöhe bestreiten können. Und deshalb mein Respekt an die Jungs, die sich trotz Blessuren und Erkältungen zur Verfügung gestellt haben. Ihr seid echte Guido Burgstallers! Nun vor der Weihnachtspause noch eine Partie bei Grün Weiss Neukölln. Die katastrophal gestarteten Neuköllner haben sich im Abstiegskampf stabilisiert. Das wird auch nicht leicht – aber, liebe Leute: Wir spielen Verbandsliga. Und das bisher verdammt gut. Darüber sollte auch ein Spiel wie heute nicht hinweg täuschen. Danke an Andre für die Fotos.  Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Simon, Ibo, Tobias, Dejan,  Süleyman, Christian, Lucas, Eren, Gianluca, Nico,  Momo.

 

Verdienter Dämpfer beim SV Tasmania

25. November. Nach sechs Siegen in Folge gab es heute mal wieder einen Dämpfer. 2:4 beim SV Tasmania. Zu Recht, muss man sagen – auch wenn wir nicht schlechter waren. Alle Spieler wussten am Ende, dass die Niederlage auf die eigene Kappe geht. Ob das dritte Tor Abseits war, das vierte  Handspiel – irrelevant, wenn man bedenkt, wie wir diese Partie aus der Hand gegeben haben. Mit besten Torchancen in Halbzeit eins hätten wir eigentlich klar führen müssen – gehen aber stattdessen mit einem unnötigen 1:2 in die Kabine. Haarsträubende Fehler, die in dieser Liga gleich bestraft werden. Unterm Strich aber lässt sich vor allem eines sagen: Es fehlten die berühmten Meter. Jene Meter, die in den letzten Partien der eine für den anderen noch bereit war zu gehen – die wurden heute in Halbzeit eins nicht gemacht. Und weil Tasmania sie machte, geht der Sieg auch in Ordnung für die Gastgeber. Hierbei ist es auch unwichtig, dass gefühlt 80 Prozent des Spielgeschehens in der Hälfte der Heimmannschaft stattfand. Wir müssen klar sagen: Immer, wenn wir unseren Stil praktiziert haben, waren wir klar besser. Aber, nochmal: Mit so einer Chancenverwertung kannst Du kein Spiel gewinnen. Kurzum: Dass es auch solche Spiele geben würden, war uns vorher klar. Vielleicht ein Dämpfer zur rechten Zeit für manch einen, der schon die Bodenhaftung verloren hat. Wobei wir nur hoffen können, dass sich die Lage im Verletzten-Lager noch entspannt. Heute humpelten drei Mann nach Hause… Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Tobias, Dejan,  Süleyman, Joshua, Christian, Abdul, Lucas, Eren, Gianluca.

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Kampfspiel beim BAK mit 3:1 gewonnen

18. November. Der nächste Sieg, die nächste Überraschung. Beim Berliner AK 07, vor der Saison als einer der Aufstiegsfavoriten gehandelt, gewannen die Borsigboys mit 3:1. Ob verdient, oder nicht, das sollen andere beurteilen – ich sage nur: Kompliment für die Truppe. Es war zweifellos kein schönes Spiel, mehr Kampf und Schlacht als fußballerische Finesse – aber ich denke, ein Beobachter hatte Recht mit seiner Analyse: Heute hat eine Mannschaft gewonnen, das Kollektiv – nicht das Ensemble mit den besseren Einzelspielern. Und auch taktisch haben wir es sehr, sehr gut gemacht. Einmal mehr. Und wer um meine Liebe zum FC Schalke 04 weiß, der weiß auch: Siege im Berliner Poststadion sind noch immer etwas Besonderes. Denn an dieser Stätte wurden (vor damals 45 000 Zuschauern) die Königsblauen 1934 erstmals in der Vereinsgeschichte Deutscher Meister. Aber zurück zur Gegenwart: Der BAK spielte genau so, wie wir ihn erwartet haben. Ihre Stärken,    unsere Probleme – vorhersehbar, und vielleicht deshalb von uns zumindest in Grenzen gehalten. Wobei man sagen muss: Da sind drei, vier Spieler vor allem in der BAK-Offensive dabei, die haben so viel individuelle Klasse, dass sie eben im Grund nicht ganz auszuschalten sind. Von Beginn an war es ein sehr hart geführtes Spiel von den Gastgebern. Aber unsere Jungs waren auch darauf eingestellt – hielten prima gegen. Gut, dass ein wirklich sehr souveränes Schiedsrichter-Gespann die Lage allzeit im Griff hatte, viel Fingerspitzengefühl zeigte. Für die Trainer und andere Offizielle galt das leider nicht immer – und da nehme ich mich und andere Borsigwalder gar nicht aus. Als zum wiederholten Male ein BAK-Spieler zu einer Schwalbe ansetzte (diesmal im Strafraum, mit klarer Absicht – und zu Recht mit Gelb bestraft), ließ ich mich zu einem Spruch hinreißen („Die Jungs gucken zu viele türkische Süper Lig…“) – jeder Borsigwalder kennt meine Form von Humor, aber die beim BAK eben nicht… Und so kam das gar nicht gut an. Werde ich mir beim nächsten Mal klemmen. Aber, ganz nebenbei: Was da die ganze Zeit auf uns an Drohungen und Beleidigungen einprasselte (Spieler und Trainer) – das war auch heftig. Vor allem von den Rängen: Direkt hinter der Auswechselbank dürften diese Zuschauer eigentlich gar nicht stehen. Aber Schwamm drüber, das Spiel ist vorbei – und natürlich verliert keiner gerne ausgerechnet gegen Borsigwalde, vor der Saison für fast alle Abstiegskandidat Nummer eins. Zu dem obendrein auch noch fünf BAK-Spieler gegangen sind, die dort nicht mehr gefragt waren. Heute standen zwei davon in der Startformation, die anderen drei kamen später – und nahmen, wie ihre Kollegen, ihr Herz in die Hand. Einer fightete im blau-schwarzen Trikot für den anderen. Gegen einen BAK, der seinerseits nie aufsteckte. Respekt dafür, auch nach dem 1:3 versuchte das Team alles und kam auch zu einigen Großchancen. Wäre eine davon reingegangen – ich weiß nicht, ob wir das Ding über die Zeit gebracht hätten. Und darum ging es am Ende nur noch, weil der Druck immens war. Dass wir uns daraus kaum noch befreien konnte – im Grunde auch keine Überraschung, denn gleich ein halbes Dutzend Akteure bei uns ging angeschlagen in die Partie. Die Saison geht an die Substanz, aber im Moment macht sie natürlich auch sehr, sehr viel Spaß. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, (Ebrima) – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Tobias, Dejan,  Süleyman, Daniel, Joshua, Christian, Abdul, Lucas, Momo, Gianluca,(Mamadou).

Pokal: Raus mit Applaus – im Elfmeterschießen

13. November. War es nun ein Pokal-Drama? Nun ja, zumindest ein Krimi. Bei Anstoß 19.15 Uhr waren die meisten der Jungs erst um 22.30 Uhr zuhause – und da sage ich ganz ehrlich: Wir müssen nicht so traurig sein, dass diese Belastung nun wegfällt. Pokalsieger werden wir eh nicht in einer Stadt mit Bundes- und Regionalligisten im A-Jugendbereich.

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Zudem sind wir mit fliegenden Fahnen ausgeschieden an diesem nasskalten Dienstag beim SV Empor. 1:1 hieß es nach regulärer Spielzeit. Man kann das Spiel dabei schnell erzählen: Die erste Halbzeit ging klar an Empor, weil    wir vor allem im Mittelfeld zu wenig Zugriff bekamen – und zu ungenau spielten. Die zweite Hälfte ging klar an Borsigwalde. Weil beide Teams aus ihrer Überlegenheit in „ihren Halbzeiten“ zu wenig machten, stand es eben nur 1:1. Wobei wir hinten raus die besseren Gelegenheiten hatten, die Partie sogar zu gewinnen. Überragend dabei der Empor-Torhüter. Ich glaube, eine Verlängerung wäre uns entgegengekommen. Wir wirkten frischer. So gab es aber, wie im Jugendfußball üblich, gleich Elfmeterschießen – und den Hauch von Drama. Wir verschossen den ersten. Als Empor schon jubelte und alle sich auf den Keeper stürzten, ließ der Referee den gehaltenen Elfer wiederholen. Zu früh von der Linie bewegt. Dann hielt unser Torwart, alle jubelten – und auch die Aktion wurde zurück gepfiffen. Konzession? Ist müßig, darüber zu spekulieren, zumal ich betonen möchte: Eine ganz starke Leistung des Schiedsrichter-Gespanns. Unaufgeregt und souverän machten die drei jungen Leute das an diesem Abend, mit klarer Linie in einem allerdings auch sehr fairen Spiel. Wenn doch mal Überhärte aufkeimte, wurde mit den Spielern gesprochen, statt gleich Gelb zu zücken. Ganz stark, so stelle ich mir eine Spielleitung auf Augenhöhe mit den Akteuren vor. Denn zu einem fairen Spiel gehören auch immer (mit drei Referees) 25 Mann, die erst gar nicht dafür sorgen, dass Hektik und Unfairness aufkommt. Nun sind wir also raus mit Applaus aus dem Pokal. Erinnerungen werden wach, weil uns das im Elfmeterschießen gegen Empor vor drei Jahren in der C-Jugend auch schon einmal passiert ist. Am Ende sehr viel Lob vom Gegner für uns, den wir ja vor ein paar Wochen im Punktspiel besiegt hatten. „Heute habt Ihr gezeigt, dass dieses 3:2 von damals kein Zufall war und Ihr in der Liga zu Recht dort oben steht“, sagte einer von Empor. Das sollten unsere Jungs so nehmen, wie es gemeint war: Nicht als Trost, sondern als Kompliment. Und ganz ehrlich: das Ding aus dem Pokal würde ich nicht mit dem 3:2-Punktspielsieg tauschen wollen…Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Tobias, Dejan,  Süleyman, Daniel, Joshua, (Eren), Christian, Abdul, Lucas, Momo.

6:1 gegen Viktoria 89 – das Momentum genutzt

10. November. Zuletzt hatten wir etwas interne Diskussionen. Klar die Jungs kommen fast alle zum Training – aber mancher wirkte zuletzt in den Einheiten bisweilen nicht immer fokussiert. Gut möglich, dass die Saison langsam an den Kräften zehrt, denke ich. Ich weiß auch, dass mancher in der Schule und im Job derzeit massiv unter Druck steht. Mancher kränkelt auch. Weshalb auch das Pokalspiel am Dienstag bei Empor jetzt nicht unbedingt bei mir auf der Hitliste ganz oben steht. Nachlassende Spannung ist jedenfalls in den Punktspielen bisher nicht zu beobachten – und wer da das Haar in der Suppe sucht, den halte ich auch nicht für fair gegenüber der Truppe. Auch gegen die Regionalliga-Reserve des FC Viktoria 89 waren wir von Beginn an da. Und ich möchte behaupten: Diese erste Hälfte gehörte zu unseren stärksten in dieser Saison. Schwärmt mancher auch noch von anderen Spielen, so möchte ich begründen, warum ich das so sehe: Der Gegner begann sehr selbstbewusst und mit großem Tatendrang, offensiv wuchtig und schnell, kurzum: Wir wurden extrem gefordert – aber wir schafften es dennoch, so gut wie keine zwingende Torchance zuzulassen. Gleichzeitig ließen wir nicht locker, blieben stets konzentriert, ebenfalls mutig – und warteten auf diesen einen, womöglich entscheidenden Moment. Und der kam in der 33. Minute.         Unser Stürmer war durch, der Torhüter konnte ihn nur noch mit einem harten Foul stoppen. Rote Karte, Elfmeter – 1:0. Der Türöffner. Der Nussknacker. Das Momentum. Viktoria haderte von diesem Moment an mit dem Schiedsrichter. Dazu muss ich sagen: Ohne Linienrichter ist schwer zu sagen, ob es vor dem groben Foul Abseits war. Schiedsrichter-Beobachter und BFV-Vertreter an der Tietzstraße sagten: nein, kein Abseits. Überhaupt habe der Referee keinen Fehler gemacht, waren die BFV-Beobachter sich einig. Ich sage: Von unsere Bank aus war das Abseits nicht zu beurteilen. Überhaupt hatte der Schiedsrichter eine klare Linie, bot aus meiner Sicht eine gute Leistung. Seit Wochen haben wir übrigens tadellose Referees – der erste Eindruck zu Beginn der Saison (ich sage nur: das Spiel bei Stern 1900) mochte also ein wenig täuschen… Zurück zur Partie: Noch vor der Pause erzielten wir das verdiente 2:0, gleich nach der Halbzeitansprache das 3:0. Der Drops schien     gelutscht, aber wir machten es trotzdem nochmal spannend. So sind wir halt, wir können scheinbar nicht anders. Nach dem 1:3 bekamen die trotz Unterzahl wirklich stark kämpfenden und weiter strukturiert spielenden Lichterfelder weitere Gelegenheiten. Hut ab vor der Moral und Einstellung unserer Gäste. Da wirkten wir einmal mehr nicht souverän – und mancher von außen beklagte schon die (zu) vielen Wechsel. Dem möchte ich entgegenhalten: Wir werden nicht mit zwölf oder 13 Mann durch die Saison kommen… Unterm Strich bekamen wir letztlich die Partie nach 20 Minuten Wackeln souverän über die Bühne, ließen noch drei weitere blitzsaubere Tore folgen – und haben nun 25 Punkte. Ein Wahnsinn, denn nicht vergessen: Wir sind Aufsteiger, mit einem jungen Team. Das, da bin ich mir sicher, auch mal Rückschläge verkraften wird. Danke an Andre für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, (Ebrima) – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, Joshua, Eren, Christian, Abdul, Lucas.

5:4 gegen Staaken – wie auf der Achterbahn

3. November. Der Kameramann und Reporter von Spreekick-TV, der heute auf dem Platz filmte, meinte am Ende: „Immer wenn ich bei Euch bin, sehe ich keine normalen Spiele.“ Aber was ist schon normal bei diesem Aufsteiger, der alle überrascht – selbst die eigenen Vereinsmitglieder?

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Das war jedenfalls heute kein Spiel für schwache Nerven. Es war eine kuriose, zeitweise atemberaubende Partie. Zum Haare raufen für die Trainer, weil bisweilen zu sehr mit Fehlern behaftet – aber Vergnügungsteuer pflichtig für die Zuschauer. Sie sahen neun Tore – und viel Dramatik beim 5:4 des SC Borsigwalde gegen den SC Staaken II. Aber der Reihe nach: Wir starteten, wie wir sonst eigentlich nie beginnen. Statt ab dem zehnten Torschuss mal drüber nachzudenken, vielleicht gegebenfalls und unter Umständen mal einen rein zu machen – trafen wir       diesmal schon mit den ersten beiden Schüssen aufs Tor. Erst dann fingen wir an, mal wieder wie gewohnt Schindluder mit unseren Möglichkeiten zu treiben. Wir trafen die Latten oder vergaben Chancen fahrig – und bauten mit eigenen Fehlern den zutiefst verunsicherten Gegner wieder auf. Die Regionalliga-Reserve des SC Staaken, offiziell eine U18, aber in Wahrheit älter als wir (weil einige aus dem Kader der Regio in der Verbandsliga Spielpraxis bekommen sollten), übernahm von Minute zu Minute mehr das Kommando, vor allem im Mittelfeld mit sehr viel Power und Wucht. Zur Pause stand es 2:2 – und das ging auch in Ordnung. Es spricht für unsere Mannschaft, dass sie nicht mit den 25 schwachen Minuten vor dem Seitenwechsel haderte, sondern mutig aus der Kabine kam und gleich wieder 25 Minuten lang stark performte: Der Druck auf die Spandauer wurde so groß, dass wir verdient drei schnelle Tore erzielten – und ja, es hätten noch einige mehr sein können. Dann wieder der Knick, zwei individuelle Fehler, das 4:5 in der Nachspielzeit – und die Nerven zerfetzende Schlussphase mit noch einer hundertprozentigen Möglichkeit für die Gäste Sekunden vor dem Schlusspfiff. Ganz klar: Der Sieg für uns war verdient, aber wir haben es unnötig spannend gemacht. Mancher hatte nicht seinen besten Tag – aber so ist halt Fußball. Besonders schön für uns Trainer ist es, wenn ein Spieler, der unter der Woche Selbstzweifel äußerte, weil er an sich höhere Erwartungen hatte, dann an so einem Tag gleich mehrfachen Grund zur Freude hat. Das von uns geführte Motivationsgespräch könnte einmal mehr der Beweis sein: Fußball ist halt auch viel Psyche. Unterm Strich stehen für die Borsigboys 22 Punkte nach zehn Spielen, wir sind erfolgreich aus der kurzen Herbstpause gekommen. Wie gesagt: Die zahlreichen Fans auf dem Platz hatten heute ihren Spaß, und darum geht es ja schließlich auch im Fußball. Offensiv war das heute von uns richtig klasse, hinten wackelten wir – was aber auch erklärbar ist. Betonen möchte ich noch, wie sehr wir es genießen, wenn ein Schiedsrichter-Gespann  auf dem Platz ist. Es gibt keine Diskussionen, vor allem, wenn man so souveräne Unparteiische hat wie heute. Es war manch knifflige Situation dabei – umso mehr möchte ich betonen: Im Unterschied zu uns Trainern und Spielern (neun Tore fallen ja nicht grundlos…) aber haben die drei Schiedsrichter alles richtig macht in einem wilden Spiel, das einer emotionalen Achterbahnfahrt glich. Danke auch an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Momo, Daniel, Joshua, Eren, Lamin.

Derbysieger, Derbysieger

21. Oktober. Bringen wir es mal auf den Punkt: Heute haben wir mal dreckig gewonnen. Ohne spielerischen Glanz, in einem Kampfspiel, einem typischen Derby. Aber wir haben auch mit viel taktischer Disziplin gewonnen. Und, ehrlich gesagt: Nach all den Spielen, die ich in dieser Saison am Freiheitsweg gesehen habe, frage ich mich, ob man auf diesem Platz überhaupt schön spielen      kann. Der Rasen weist große Löcher auf, ist auch stumpf an vielen Stellen – und so agierten beide Teams häufig mit langen Bällen. Zaubern, wie zuletzt bei den Borsigboys doch durchaus mal zu sehen? Fehlanzeige. Aber wenn etwas aus dem Spiel heraus passierte, dann waren wir es, die die Akzente setzten. Und deshalb ist der Sieg auch verdient, weil wir das kleine Quäntchen besser waren. Sieht man mal von der Anfangsphase ab, als wir zu viel reagierten statt zu agieren. Das 1:0 von uns, durchaus schön herausgespielt. Auch noch in zwei, drei anderen Situationen haben wir klug gespielt – aber leider die Chancen nicht genutzt. Die Füchse als Gastgeber kamen vornehmlich über Standards gefährlich vor unser Tor. Standards, die wir zum Eigenschutz in Halbzeit zwei auch dadurch reduzierten, dass wir schlichtweg die Gegner einfach mehr stellten, statt sie zu foulen. Zur Pause stand es 1:1. Der Ausgleich für die Füchse, klar: auch ein Standard. Nicht gut verteidigt von uns. Dann hatten wir Glück, dass ein Treffer für die Grünen durch das Schiedsrichtergespann nicht gegeben wurde – Abseits, wie sich später herausstellte. Der Linienrichter hatte wohl gleich die Fahne oben. Das 2:1 für uns fiel nach einem schnellen Einwurf, durch einen Spieler, der erst vergangene Woche sein Verbandsliga-Debüt gegeben hat, aus der Bezirksliga zu uns gestoßen ist. Nach dem Spiel wurde häufig provokant die Frage gestellt, wie denn Borsigwalde so viele Punkte haben könne – auch von führenden Köpfen der Füchse. Ich muss sagen: Abgesehen davon, dass das heute unser vielleicht schlechtestes Saisonspiel war, haben wir bisher in dieser Liga nichts geschenkt bekommen. Auch heute nicht. Wir haben den Gegner mehrfach studiert, unsere Spielweise auch ein wenig angepasst – und wir haben auch heute wieder viel Herz und Leidenschaft gezeigt. An einem Tag, als mancher nicht spritzig wirkte wie zuletzt und der Rasen ganz klar auch ein Nachteil für uns (die wir nie auf Rasen trainieren) war, haben wir den Kampf angenommen. Ich erinnere an die Partie vor knapp einem Jahr in der Landesliga: Damals gab es auch nichts zum Zunge schnalzen – und die Füchse haben dreckig 2:1 gewonnen. Danach fragt am Ende keiner mehr, hieß es damals von Seiten der Gastgeber. Stimmt. Es sind diese schmucklosen Arbeitssiege, die aber trotzdem den Weg ins Poesiealbum der gesammelten Erlebnisse finden. Weil sie letztlich doch schön sind, wenn man sie bei lokalen Konkurrenten holt. Konkurrenten, die doch latent immer wieder durchklingen lassen, dass Borsigwalde eigentlich nichts in der Verbandsliga verloren hat. Auch heute hieß es vor dem Spiel, wir hätten ja nur diesen einen starken Jahrgang – und dahinter nichts. Wenn sich der ein oder andere da mal nicht täuscht. Ich denke, dass bei uns in vielen Jahrgängen nachhaltig gearbeitet wird – und auch im Großfeldbereich einiges nachwächst. Und nicht vergessen: Wir haben die jüngste Mannschaft in der Verbandsliga! Ich habe jedenfalls heute gespürt, dass es für die vielen Borsigwalder Zuschauer ein Genuss war – ob schön oder nicht, den Leuten hat es Spaß gemacht. Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!  Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, (Ebrima), – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, (Süleyman), Daniel, Joshua, Eren, Nico, Mamadou.

Spiel gedreht – und Sensation geschafft beim Regionalliga-Absteiger Empor

13. Oktober. Das nenne ich dann mal eine faustdicke Überraschung. Beim SV Empor, bisher mit sieben Siegen verlustpunktfrei mit dem Berliner SC an der Tabellenspitze, siegten wir 3:2. Und was soll ich sagen? Verdientermaßen. Eine ganz starke Mannschaftsleistung gegen den Regionalliga-Absteiger und haushohen Favoriten! Uns trennten vergangenen Saison noch zwei Spielklassen…    Bewundernswert erst recht, wenn man den Spielverlauf sieht: Die erste Viertelstunde gehörte uns – aber wir machten mal wieder die Tore nicht. Empor war da deutlich cleverer und schlug zwei Mal eiskalt zu, weil wir kräftig unterstützten. Irgendwie fühlte sich mancher bei uns wie bei „Täglich grüßt das Murmeltier“, denn für unsere Chancenverwertung sind wir ja quasi weltberühmt… Doch, Hut ab: Die Jungs steckten nicht auf und kamen recht schnell zum Anschlusstreffer. Danach schwächte Empor sich selbst. Ein Akteur, aus meinen Spielbeobachtungen eine zentrale Figur bei den Pankowern, schlug plötzlich zu – glasklar Rot. Wir nahmen nun das Heft zusehends mehr in die Hand, aber leider: Es blieb neben dem einen Treffer bei zwei Lattenschüssen unseres Teams. In Halbzeit zwei agierte Empor sehr defensiv, wir fanden nur schwer zurück ins Spiel – irgendwie fiel unser Ausgleich (den wir eigentlich in Halbzeit eins verdient gehabt hätten) dann fast aus dem Nichts. Man könnte auch sagen: Geduld zahlt sich aus. Jedenfalls war er verdient. Was folgte, war nun ein wilder Ritt – eine äußerst unterhaltsame Partie für die gut und gern 100 Zuschauer im Jahnsportpark. Unsere Borsigboys mit großem Herzen und viel Verve, der Gegner schwer beeindruckt – das 3:2 wirkte irgendwie logisch. Und wir waren drauf und dran, zu erhöhen – bis wir selbst den Fehler machten und uns dezimierten. Nix Böses, aber absolut unnötig, diese Rote Karte. Nun wurde es eine Zitterpartie, mit vielen langen Bällen des Gegners, von denen der eine oder andere auch hätte reingehen können – ebenso wie die eine oder andere unserer Konterchancen. Bei einem Freistoß lenkte unser Keeper den Ball auch noch an die Latte, kurzum: nix für schwache Nerven, aber ein geiles Fußballspiel. Dafür hätte man Eintritt nehmen können – und das war auch das Knöllchen wert, das unvermeidlich ist bei einem Spiel im Herzen Berlins an einem Sonntag (wenn auch noch Füchse-Handball ist und der Mauerpark ein einziges Volksfest…). Kurzum: Unerwartete drei Punkte, die aber komplett in Ordnung gehen, weil wir vor allem eines waren: mutig. Und die Jungs haben sich sensationell an die taktischen Vorgaben der Trainer gehalten. Ganz stark fand ich heute auch den Schiedsrichter, gerade mal 16 Jahre alt und mit einer so klaren Linie und Haltung – Respekt. Borsigwalde heute: Ebrima, (Domenik) – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, (Abdullah), Christian, Eren, Nico, Mamadou.

Pokal beim SV Adler: Wir sind weiter

10, Oktober. Pokal, erste Runde. Was soll ich schreiben? Es gibt da die interessante Vorgeschichte. Der BFV lost den Nike Youth Cup aus – und es passieren Fehler. Dann wird annulliert, neu gelost – aber seltsamerweise so spät gespielt, dass man sich wundern muss. Statt vor dem Ligenstart nun mittendrin im Betrieb, am heutigen 10. Oktober. Und statt dem für uns attraktiven Heimspiel gegen den BAK nun das Auswärtsspiel an einem Mittwoch beim SV Adler in Lichtenrade. Anruf beim  dortigen Trainer vor drei Wochen, die Partie – so wie es einige Klubs gemacht haben – bitte auf den Feiertag 3. Oktober zu verlegen. Abgelehnt. Schon da am Telefon: Klagen über die Verletzungsmisere seinerseits – und meine Befürchtung und Bitte: Absagen, wenn Ihr nicht voll werdet. Nun standen sie also da, in ihren gelben Leibchen – acht Spieler, ein Torwart. Wir hatten uns durch die Stadt, durch Staus gequält, kamen direkt von der Arbeit oder aus der Schule – und mussten nun zusehen, wie wir klarkommen. Zumal der Trainer der Gastgeber vor dem Spiel nochmal betonte: Er wolle keine Reduzierung unsererseits. „Und warum hätten wir absagen sollen?“ Ich lasse das unkommentiert stehen, möchte eines betonen: Hut ab vor dem Spielern des SV Adler, die das durchzogen. Wir zogen es auch durch. Als hätten wir es geahnt, kamen wir schon nur mit vier Wechslern, darunter unsere zwei Ersatzkeeper. Es bekamen alle viel Spielpraxis – und es war schön warm, was mich für die Torhüter freute… In Halbzeit zwei waren nur noch drei Ballkontakte erlaubt und keine hohen Bälle mehr. Die meisten hielten sich dran. Verteidiger spielten vorne, mancher von vorne rutschte ganz weit nach hinten. Fast jeder durfte ein Tor schießen, so stand es am Ende 18:0. Sagen wir so: Wir haben uns gut bewegt. Der Gegner hatte auch einen gefährlichen Torschuss und versuchte mehrfach zu kontern, oder einfach mal aus 30 Metern abzuziehen. Ich hätte es den aufopferungsvoll kämpfenden Jungs gegönnt, wenn mal ein Ball drin gewesen wäre. Am Sonntag wird’s dann wieder ernst, beim verlustpunktfreien SV Empor sind wir einmal mehr krasser Außenseiter. Fast so wie heute Adler gegen uns. Borsigwalde heute: Ebrima, Domenik – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, Abdullah, Christian.

5:1 im Aufsteiger-Duell gegen JFC Berlin

6. Oktober. Das  nächste Sechs-Punkte-Spiel – und die Mannschaft liefert einmal mehr. Gegen den nur mit einem Ersatzspieler angereisten Gast des JFC Berlin, wie wir Aufsteiger, stellten die Borsigboys die Weichen früh auf Sieg. Der JFC hatte zuletzt mit bemerkenswerten Ergebnissen (1:1 gegen Füchse, nur 0:1 gegen Empor) auf sich aufmerksam gemacht. Bis zur Pause ein beruhigendes 4:0 bei sommerlichen Temperaturen, mit teilweise wirklich sehr gutem Kombinationsfußball. Vor allem das Flügelspiel erwies sich heute als Schlüssel zum Erfolg. Danach wechselten wir sehr viel durch, zwei Akteure aus unserem Kader kamen zu ihrem Verbandsliga-Debüt. In der zweiten Halbzeit dann leider nicht mehr der Spielfluss wie in den ersten 45 Minuten, vielleicht auch, weil wir unserem hohen Tempo aus der ersten Halbzeit Tribut zollen mussten – aber alles in allem ein nie gefährdeter 5:1-Sieg in einer Partie, die von einem 19jährigen Referee (den wir bereits aus der Landesliga kennen und der bereits seit vier Jahren pfeift) mit klarer Linie und souverän geleitet wurde. Vor uns wartet nun eine Woche mit dem weiten Pokal-Auswärtsspiel beim SV Adler, der leider einer Verlegung auf den 3. Oktober nicht zustimmte – und am Sonntag dann die Partie gegen einen der Top-Staffelfavoriten, den SV Empor. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, Domenik – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Gianluca, Süleyman, Daniel, Eren, Nico, Abdullah.

 

0:3 beim SFC Stern – Fehlentscheidungen bringen uns auf Verliererstraße

29. September. Vielleicht bin ich ja ein Träumer. Aber irgendwie habe ich gedacht: In der Verbandsliga spielen die besten Teams Berlins – also müssen da auch die besten Schiedsrichter pfeifen. Jetzt weiß ich: Es ist bisweilen anders. Ich glaube, in der Verbandsliga pfeifen oft nur die jüngsten Schiedsrichter, einfach aus Prinzip, weil sie jung sind. Vermutlich denkt der Verband: Die sind jung, die können noch nach ganz oben kommen in ihrem Metier. Die müssen wir fördern. Wohin das führen kann, haben wir letzten Samstag erlebt – und heute wieder. Der Jung-   Schiedsrichter wirkte überfordert – und die Mannschaft hatte das Gefühl, sie wurde von ihm um den Lohn gebracht. Irgendwann, während der Partie beim SFC Stern 1900, habe ich den Referee gefragt: „Warum tun Sie das? Weil wir Borsigwalde sind? Ein kleiner Verein?“ Ich glaube, er hat nicht einmal verstanden, was ich meine. Und das war auch besser so, denn in der Pause hat er mir auf eine Frage geantwortet. Da sagt er doch glatt, ja, er habe das Handspiel vor dem 2:0 von Stern gesehen – aber nicht als absichtlich gewertet. Bei dem Treffer mussten selbst Spieler des Gegners lachen, weil sie nicht fassen konnten, dass er gegeben wurde. Der Spieler legt sich den Ball mit der Hand vor, deutlich zu sehen – und erzielt das Tor. Es ging nicht einmal schnell, Ball mit der Brust gestoppt, dann mit der Hand maßgerecht hingelegt – und abgezogen. Das war die Entscheidung. Bereits beim 0:1 steht der Referee zwei Meter daneben, wie unser Spieler in unserem Strafraum von zwei Spielern umgestoßen wird – und er gibt dennoch das folgende Tor. Als ob das alles viel zu schnell für ihn geht. Wenn unseren Spielern ein Vorwurf zu machen ist, dann dieser: Alle haben den Foul-Pfiff für selbstverständlich    gehalten – und irgendwie abgeschaltet. Aber selbstverständlich ist bei einigen dieser Schiedsrichter, die selbst nicht älter als die Spieler sind, gar nichts. Da hatten wir, mit Verlaub, in der Landesliga meist bessere Unparteiische. Aber die waren schon älter, erfahren, mancher hat sogar mit den Spielern kommuniziert. Ist sowas nicht möglich, wenn man Gleichaltrige pfeift?  Gerade da müsste es doch möglich sein, oder? Aber er hat unsere Jungs einfach stehen lassen… Und so fahren wir enttäuscht nach Hause. Wir sind sauer auf den Referee, der schlecht war – und wir sind enttäuscht über uns selbst, weil wir vor dem ersten Gegentor schon längst hätten führen müssen. Denn bis dahin hatten wir beste Chancen (einen Lattentreffer), spielten guten Fußball – gegen eine Mannschaft, die doch ganz andere Mittel hat als wir. Unsere Jungs, darauf lege ich auch heute großen Wert, machen es gut in der Verbandsliga. Aber die Jungs tun mir auch leid nach solchen Spielen. Man mag sie nicht schimpfen für ihre schlechte Chancenverwertung und die Naivität, nach zwei so krassen Fehlentscheidungen den Faden komplett zu verlieren. Am Ende ist es einfach nur bitter, weil wir gegen einen der Favoriten mit 0:3 verloren haben, der nicht besser war. Eine völlig unnötige Niederlage wegen 15 schwarzen Minuten in Kombination mit dem Auslöser dafür. Und ja: Mittlerweile geht es mir da unten in der Verbandsliga Berlin wie Christian Streich vom SC Freiburg, der immer wieder beklagt, dass die so genannten Kleinen in der Bundesliga auch stetig benachteiligt werden. Was die Gesamtlage angeht, bleibt es dabei: Wir sind gut dabei in dieser Verbandsliga, obwohl schon einiges gegen uns gelaufen ist. Daraus sollten wir unseren Mut ziehen für die kommenden Aufgaben. Wir sollten zudem auch den Glauben daran nicht aufgeben, dass es auch gute Referees gibt – so wie am Mittwoch gegen Stern Marienfelde. Der war auch jung, aber er war gut und wirkte deutlich reifer und abgeklärter in seiner Spielführung. Es gibt also noch Hoffnung.Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute Justin, Ebrima – Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Momo, Süleyman, Daniel.

Sechs Tore in einer Hälfte. Stern Marienfelde klar dominiert – dann folgt der Abbruch

26. September. Beginnen wir mit dem Sportlichen: Es war ein ganz starkes Spiel unserer Mannschaft. Fußballerisch das Beste, was wir bisher in der Verbandsliga abgeliefert haben. Der Gegner: nicht so defensiv, wie wir ihn nach Spielbeobachtungen erwartet haben. Logisch, beim Liga-Underdog Borsigwalde will man was mitnehmen… Stern Marienfelde stand aber von Beginn an unter Dauerdruck, ein Angriff nach dem anderen wurde von uns vorgetragen – in teilweise erstaunlicher Geschwindigkeit. Über außen, in die SchnittstellenUnd ebenso rasant – ließen wir die Chancen mal wieder liegen. Stern ein einziges Mal gefährlich vor unserem Tor – und schon klingelt     es. Zum Haare raufen, wenn in der Besprechung speziell auf die individuelle Stärke dieses Spielers hingewiesen wird. Aber wir steckten nicht auf, ließen uns nicht aus der Ruhe bringen – und kamen folgerichtig zu Toren. Dass sie zuerst ausschließlich durch Standardsituationen fielen, ist ein Treppenwitz angesichts der Einschussmöglichkeiten aus dem Spiel heraus. Sechs Tore an der Zahl waren es letztlich, der ein oder andere Abseitstreffer kam auch noch obendrauf. Fußball mit Verwöhn-Aroma unter Flutlicht, bis zur Pause. Die Einwechsler machten sich schon für Halbzeit zwei warm, als unmittelbar nach dem Pausenpfiff das Trainerteam aus Marienfelde zum Schiedsrichter-Gespann ging – und den Abbruch verkündete. Natürlich fanden wir das nicht gut. Und natürlich ist das diskutiert worden.  Mit einem Wort: Wir fanden das unsportlich. Auch mancher Spieler von Stern – fand das nicht in Ordnung. Ich will jetzt hier gar nicht auf Details eingehen, wer was gesagt hat. Nur so viel: Das Problem in diesem Fall bei Stern Marienfelde ist nicht der Chefcoach, sondern der Co-Trainer. Ohne schlechtes Gewissen, unsachlich – ebenso, wie er auch seine Spieler nach dem Abbruch in der Kabine zusammen brüllte. Als ob die Jungs quer durch die Stadt gefahren sind, um Arbeitsverweigerung zu betreiben. Er hatte 14 Mann dabei, von denen zwei nun gar nicht gespielt haben. Hinterher sagte er, er wolle die Spieler mit so einem Abbruch disziplinieren, erziehen. Sowas nennt man wohl: Kollektivstrafe. Können nicht diese Spieler, die mich als Beobachter noch beim Spiel gegen den bärenstarken Regionalliga-Absteiger SV Empor (für mich der absolute Top-Favorit der Staffel) mit ihrer taktischen Disziplin schwer beeindruckt haben, einfach nur einen schlechten Tag gehabt haben? Nach langer Anreise, wohlgemerkt? Und ich stelle einfach nur die Frage: Welcher 17- oder 18-Jährige setzt sich nochmal ins Auto, fährt eine Stunde – um dann so etwas zu erleben? Gut, es ist nicht unser Team – und somit nicht unser Problem. Stern Marienfelde muss das innerbetrieblich aufarbeiten. Dass wir verärgert sind, hat aber noch einen anderen Hintergrund: Am vergangenen Freitag erst, also sehr, sehr spät, und eigentlich laut Regularien zu spät – hat uns der FC Stern um Spielverlegung auf 19 Uhr gebeten. Wir haben es möglich gemacht, ein Männerteam trainierte gar nicht, das andere musste auf einen Ausweichplatz – und dann sowas… Um das Ganze zum Ende hin versöhnlich zu gestalten: Ich hatte am späten Abend noch einen sehr langen WhatsApp-Dialog mit dem von mir sehr geschätzten Cheftrainer der Marienfelder, in dem vieles relativiert wurde. Man könnte auch sagen: Nichts wird so heißt gegessen, wie es gekocht wird. Leid tut es mir dennoch um jene Spieler, die gar nicht gespielt haben. Auch ein bisschen um das Schiedsrichtergespann. Wie ich später erfahren habe: Es sollte nur ein Referee pfeifen, die beiden Assistenten hatten sich quasi freiwillig (und eigentlich unentgeltlich) eingefunden, um den Haupt-Schiedsrichter zu unterstützen und als Gespann zu üben. Das war für unsere Jungs toll – mancher lernt so vielleicht endlich mal die Abseitsregel… Fazit: Dass ein solcher Vorgang in der Verbandsliga möglich ist, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich finde, ein Abbruch muss begründet sein, durch Verletzte, absolute sportliche Unterlegenheit etc.  – und nicht einfach aus schlechter Laune heraus erfolgen. Unterm Strich stehen hochverdiente drei Punkte für Borsigwalde. Wir haben nun zehn Zähler, nach fünf Partien hätte das wohl keiner gedacht. Nimmt man den bisherigen Saisonverlauf, wurden neun Zähler gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf eingefahren – und zählen quasi doppelt. Das fühlt sich gut an, wir können am Samstag unbeschwert zu einem der hoch gehandelten Liga-Favoriten fahren: SFC Stern 1900. Danke an André und Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, (Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  (Nico), Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, (Christian), (Momo), (Süleyman), (Daniel).

Erste Niederlage – verdient, aber zu hoch

22. September. Erste Niederlage in der Verbandsliga. Grundsätzlich: kein Beinbruch. Der Gegner: Nicht aus dem Regal, aus dem wir uns normalerweise bedienen können. Und so ist es auch  nicht so, dass wir nicht damit gerechnet hätten gegen dieses Top-Team – aber am Ende fühlte es sich seltsam an. 0:4 – das entsprach nicht dem Spielgeschehen. Wir waren viel, viel näher dran. Zeitweise war es in einer temporeichen Partie ein offener Schlagabtausch. Der Berliner SC sicher     der verdiente Sieger – aber wir brachten uns selbst um den Lohn, doch etwas Zählbares einzusacken. Unfassbar, was wir heute wieder an Chancen liegen ließen. Hinzu kam ein wirklich extrem schlechter Schiedsrichter, der gravierend in die Partie eingriff. Zwei Beispiele: Vor dem 0:2 pfiff er uns einen Alleingang auf den Torwart weg – nie im Leben abseits. Im Gegenzug fällt das Tor für den BSC. Danach verweigerte er uns beim Stande von 0:2 einen klaren Strafstoß. Der Schiedsrichter: per Du mit vielen vom Berliner SC. Und an der Seitenlinie des BSC, mit Fahne: der rot-gesperrte Stamm-Torwart des BSC, selbst Schiedsrichter – und in einer Szene mit einem kapitalen Ausraster gegen einen unserer Spieler. Merkwürdige Umstände. Wir werden mal drüber schlafen, fühlen uns aber klar benachteiligt von einem Referee, der anfangs viel zu viel laufen ließ und dann recht bald die Kontrolle über ein von beiden Seiten zeitweise ruppig geführtem Spiel verlor. Viel zu oft – und schon extrem auffällig – wurde mit zweierlei Maß gemessen in dieser Partie. Ein Spiel, das wohl kaum einer so offen erwartet hatte, wie es von uns geführt wurde. Es bleibt dabei: Wir wollen in dieser Liga mitspielen, uns nichts ermauern. Deshalb heimsten die Jungs auch nach dem Spiel zu Recht Lob ein für ihre couragierte Spielweise. Mit Punkten belohnt wurde sie nicht. Der BSC insgesamt vor allem cleverer. Spielerisch konnten wir erstaunlich gut mithalten. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin,(Dominik) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Momo, Süleyman.

Unnötig Spannung erzeugt – ein 3:2 des Willens beim BFC Preußen

16. September. Mann, haben wir das spannend gemacht gegen den BFC Preußen. Unnötig spannend. Wir waren spielerisch über weite Strecken die bessere Mannschaft – da gibt es keine zwei Meinungen. Aber unsere Chancenverwertung wird uns irgendwann noch auf die Füße fallen. Schon das 1:0 zur Pause – im Grunde ein Witz. Wir müssen mit zwei, drei Toren führen. Dann haben wir in der zweiten Hälfte wieder die Gelegenheiten, um früh alles klar zu machen – und fressen das 1:1, im Grunde aus dem Nichts. Aus klarer Abseitsposition zwar – aber auch das passte heute ins Bild. Der Schiedsrichter – wir schweigen besser über ihn. Er war 17 Jahre alt, muss Gleichaltrige pfeifen – er hatte große Probleme in der Beurteilung, was eine Gelbe Karte ist, ein Freistoß, eine Abseitsstellung. Die Partie wurde zeitweise zum Lotteriespiel. Gerade bei den Zweikämpfen lag er so oft daneben – und in der zweiten Halbzeit gefühlt nur, wenn es um uns ging. Dass er am Ende zwei unserer drei Torschützen falsch eintrug – auch das passt ins Bild. Hut ab aber vor unserer Mannschaft, die mittlerweile dazugelernt hat, sich auf ihr Spiel konzentriert und zurück fightete. Auch wir Trainer blieben verdammt ruhig – da muss ich uns mal selbst loben. Auch nach dem 2:2 schafften die Jungs nochmal die Wende gegen Preußen, die in Halbzeit zwei ihr bislang eher behäbiges Spiel veränderten und auch auf Sieg spielten. So war es für die Zuschauer eine packende Partie. Zweifellos nicht auf höchstem Niveau, aber eben sehr, sehr spannend. Nur nebenbei: Schade, wenn ein A-Jugend-Verbandsligaspiel nicht auf Rasen stattfinden darf (wo sich zuvor die B-Jugend Landesliga tummelte), sondern auf einem abgewetzten alten, engen Kunstrasen starten muss. Preußen versuchte uns, mit langen Bällen und Zweikämpfen, die meist in den Körper gingen, mürbe zu machen. Leider funktionierte das zeitweise – aber zum Glück nicht auf Dauer. Und so gewannen wir verdient an der Malteser Straße die nächsten drei Zähler. Sieben haben wir nun, sind noch unbesiegt – und freuen uns nun im nächsten Heimspiel auf den Berliner SC, ein Top-Team. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin,(Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, (Ibo), Lucas,  Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo, Süleyman.

Stark auf Zehenspitzen – 2:2 im Nord-Derby gegen Frohnauer SC

8. September. Punktgewinn oder Punktverlust? Das wurde ich nach dem Spiel oft gefragt. Sagen wir es so: Das Ergebnis von 2:2 geht in Ordnung. Unsere aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft hat einen Rückstand gedreht, sich dann leider noch den Ausgleich gefangen – in der Folge hatten beide Teams noch Chancen, um zum Sieg zu kommen. Also: ein gerechtes Remis. Beide Tore wirkten irgendwie unnötig – aber das werden sich die Frohnauer auch sagen. Und wir stellen uns eine Kernfrage: Wie lange ist es her, dass eine A-Jugend des SC Borsigwalde mit dem einst       übermächtigen Nachbar Frohnauer SC über 90 Minuten auf Augenhöhe war? Und das auch noch auf Verbandsliga-Niveau… Letztes Jahr im Pokal jedenfalls waren wir chancenlos, was sich auch in der Kanter-Niederlage widerspiegelte. Zwei Drittel unseres heutigen Kaders – auch damals schon dabei. Spricht für eine Weiterentwicklung – und auch die Neuen. So kann man es in einem Satz zusammenfassen: Ein starkes Spiel unserer Mannschaft. Taktisch diszipliniert, lauf- und auch spielstark – gegen einen körperlich deutlich überlegenen Gegner, der diese Vorteile gegen unsere junge Mannschaft auch zu nutzen wusste. Wir aber hatten uns auf so manche Stärke der Gäste ganz gut eingestellt – und hätte mir vor der Partie einer gesagt, wir spielen 2:2, dann hätte ich das sofort unterschrieben. Letzte Woche, bei Frohnau gegen Füchse (4:0) habe ich noch einen Klassenunterschied gesehen – heute nicht. Und das überwiegt: Der Stolz über ein tolles Spiel unserer Jungs, mit viel Herz und auch Kopf. Immer die Ruhe bewahrt, weiter gemacht, nicht gehadert – so kann es funktionieren in Berlins höchster Spielklasse. Frohnau, das ist für mich einer dieser Gegner aus dem Regal, für das wir eigentlich zu klein sein müssten, wo wir nicht hinkommen – oder nur, wenn wir uns gaaaanz lang machen und auf die Zehenspitzen stellen. Das haben wir gemacht. Die Gäste gingen unzufrieden nach Hause, so muss es sein. Alle Zuschauer aber haben ein packendes Nord-Derby gesehen, mit zwei Teams, die sich nichts schenkten. Schwer zu leiten für den Schiedsrichter, der ebenso wie die Spieler nicht fehlerlos war – aber es insgesamt konsequent und sachlich gut machten. Glückwunsch an unsere Truppe, die jetzt vier Zähler hat. Nach zwei Spielen eine ordentliche Ausbeute. Wir sind gut gestartet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin,(Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  (Nico), Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo, Süleyman.

3:0 in Altglienicke – erstes Ausrufezeichen in Verbandsliga gesetzt

3. September. Die Fußball-Woche titelte am heutigen Montag über ihre Verbandsliga-Rubrik: Guter Einstand für Borsigwalde. Das trifft es. Schon früh stellten wir gestern durch guten, offensiven Fußball die Weichen bei der VSG Altglienicke auf Sieg. Nach vier Minuten das erste Tor, noch vor      der Pause das zweite. Dazwischen zwei dicke Konterchancen der Gastgeber, die vornehmlich mit langen Bällen agierten – wohl auch, weil wir das zuletzt bei ihnen beobachtete Eröffnungsspiel nicht zuließen. Hinzu kam, dass beim Gastgeber etwas Unruhe vor dem Anpfiff aufkam, weil es wohl mit der Spielberechtigung von einigen Akteuren nicht rechtzeitig geklappt hat. Aus einem Riesen-Kader beim Warmmachen wurde dann eine etwas schmaler besetzte Bank. Was wiederum unseren Erfolg nicht schmälern sollte. Altglienicke blieb bis zum Ende gefährlich, steckte nie auf, hat vor allem in der Offensive prima Leute – dort werden nicht viele gewinnen, vermute ich mal. Unsere Jungs machten es gut, einige Leistungsträger der vergangenen Jahre lieferten wieder gut ab – die Neuzugänge fügten sich nach Einwechslungen gut ein, so dass ein harmonisches Gesamtgebilde entstand. Im Grunde hätten wir zur Pause bereits höher führen müssten, hinten raus trieben wir erst Recht Schindluder mit unseren Chancen. Das muss besser werden – aber nach einem 3:0 in der Fremde kann man das wohl Kritik auf hohem Niveau nennen. Unsere zahlreich gen Südosten mitgereisten Eltern und Fans sprachen hinterher von einem Spiel, das auch ihnen Spaß gemacht hat. Für Euphorie gibt es keinen Grund. Ich denke, wir haben die ersten drei Zähler für den Ligaerhalt eingefahren – nicht mehr, aber auch nicht weniger.  Spielbeobachtungen am Wochenende ergaben, dass schon in Bälde (auch nächsten Samstag mit Frohnau) ganz harte Brocken auf uns warten. Aber unser Saisonmotto wurde auch vor diesem ersten Spiel in der Ansprache verinnerlicht: WIR sind der Sensationsaufsteiger, der sich diese Liga ganz hart erarbeitet hat. WIR wollen uns diese Liga nicht wieder wegnehmen lassen. Deshalb werden WIR auch ALLES geben, um die Berlinliga zu halten. Danke an Carsten für die Fotos und die vielen Fans für die Unterstützung. Borsigwalde heute:Justin,(Ebrima) – Eren, Pascal, Ablaye, Melvin, Simon, Ibo, Lucas,  Nico, Tobias, Dejan, Joshua, Gianluca, Christian, Daniel, Momo.